
Zahlreiche Patienten, die kurzzeitig klinisch tot waren, haben über Dinge berichtet, die sie während dieser Phase gesehen oder gehört haben, von denen sie faktisch nichts wissen konnten. Hatten sie aber tatsächlich einen Blick ins Jenseits?
Die meisten Menschen, die eine Nahtoderfahrung (NTE) haben, erleben sie meistens nach einem Herzstillstand auf dem OP-Tisch oder in einem Moment des schweren Traumas wie einem Autounfall. Während dieser Zeit wollen Betroffene oft etwas zweifellos Außergewöhnliches erlebt haben.
Sie berichten, wie sie eine Reise durch einen dunklen Tunnel unternommen haben, an dessen Ende ein helles Licht aufleuchtete. Dort hätten sie ein Ort gesehen, von dem viele glauben, dass es der Himmel selbst gewesen sei.
Andere machen zwar keine Erfahrungen mit diesem Tunnel, sehen sich aber dafür über ihrem eigenen Körper schweben und nehmen alles visuell und auditiv wahr, was um ihren leblosen Körper herum geschieht.
Sie können nach ihrer Wiederbelebung alles genau beschreiben, was geschehen ist, obwohl ihre Augen verschlossen waren. Dieses Erlebnis wird für sie zu einer Erfahrung, die sie nachdem sie sich medizinisch erholt haben, den Rest ihres Lebens begleitet.
Aber stellen solche Erfahrungen einen echten Beweis dafür dar, dass uns nach dem Tod noch etwas erwartet, oder sind es einfach nur Illusionen, die durch biochemische Prozesse entstehen, die unser sterbendes Gehirn erzeugt? Um diese Frage zu beantworten, hat Psychology Today einige seltene Fälle geprüft, in denen Nahtod-Patienten Details geschildert haben, von denen sie eigentlich nichts wissen konnten.


So ein Fall wurde von dem Hospizarzt John Lerma im Jahr 2002 dokumentiert und betraf einen 82-jährigen Mann, der klinisch tot war und sich nach seiner Wiederbelebung daran erinnern konnte, über seinem Körper im Krankenhaus geschwebt zu haben.
Von dort oben sah er einen Vierteldollar aus dem Jahre 1985, das auf einem 2,50 m hohen Herzmonitor lag und der unmöglich vom Boden aus sichtbar war.
Ein weiterer ähnlicher Fall wurde 1993 von Kenneth Ring und Madelaine Lawrence aufgezeichnet, als eine ihrer Patientinnen ihr Nahtoderlebnis beschrieb, bei dem sie durch die Decken des Krankenhauses nach oben gezogen wurde, bis sie über dem Dach des Gebäudes schwebte, wo sie einen roten Schuh sah.
Als ein Arzt später hinaufging, um die Aussage zu überprüfen, musste er zu seiner Überraschung feststellen, dass da tatsächlich ein Schuh auf dem Dach lag.
Können solche Geschichten aber als Beweis dienen, dass die menschliche »Seele« in der Lage ist, den Körper zu verlassen? Die Suche nach der Antwort dürfte sicherlich noch weiter gehen …
© Fernando Calvo für Terra-Mystica.Jimdo.com am 28.08.2019



Literatur:
Jenseits des Greifbaren: Engel, Geister und Dämonen
Die dunkle Nacht der Seele: Nahtod-Erfahrungen und Jenseitsreisen
Das Leben danach: Was mit uns geschieht, wenn wir sterben
Neue Beweise für ein Leben nach dem Tod

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