
In vielen alten Büchern und Schriften wird über die Existenz dreier Kontinente spekuliert. Atlantis Lemuria und Mu. Haben sie tatsächlich einmal existiert oder sind sie wirklich nur eine Legende?
Seltsame archäologische Funde liefern immer wieder den Beweis, dass es möglicherweise tatsächlich einmal eine der sogar mehrere Hochkulturen auf der Erde gab. Allerdings bleibt die Frage, ob die Völker tatsächlich in einem technologisch hochentwickelten Paradies gelebt haben, wie clevere Schriftsteller das gerne darzustellen versuchen.
Bisher trennt uns ein Zeitriss von der Wahrheit – doch schwierige Zeiten verlangen bekanntlich nach ehrlichen Antworten. Von Frank Schwede
Es wird behauptet, dass Atlantis der Garten Eden war, von dem in der Bibel die Rede ist. Das Paradies auf Erden, von dem so viele gerade einige Menschen träumen. Es ist sogar von einer Rückkehr von Atlantis die Rede. Atlantis, das man irgendwo im Atlantik vermutet, soll aber nicht das einzige Paradies auf der Erde gewesen sein. Es soll noch zwei weitere Hochkulturen gegeben haben.
Da wäre zum einen Lemuria, ein mittlerweile ebenfalls versunkener Kontinent, von dem behauptet wird, dass er einmal existiert hat. Man vermutet ihn zwischen Madagaskar und Indien oder zwischen Australien und Amerika.
Vor allem in der Science Fiction Literatur spielt Lemuria eine wichtige Rolle – und natürlich auch in der Esoterik-Szene. In den Erzählungen von Richard Sharpe Shaver ist Lemuria kein versunkener Kontinent, sondern sogar der vorzeitliche Name der Erde.
In der berühmten Science Fiction Reihe Perry Rhodan ist Lemuria ein bis 52.000 v. Chr. existierender Kontinent zwischen Amerika und Asien, der von der „Ersten Menschheit“ den Lemurern bewohnt wurde. Als Folge eines verheerenden Krieges mit der außerirdischen Rasse namens Haluter versank der Kontinent eines schönen Tages im Pazifik.
Das Atlantis und Lemurien tatsächlich nur in der Science Fiction Literatur existiert haben, davon ist auszugehen. Was aber das Faszinierende an diesen schillernden Geschichten ist, ist die Magie, die von diesen Texten ausgeht, weil sie ihre Leser auf die Reise in eine Welt ohne Grenzen mitnimmt. Eine Welt, in der alles möglich zu sein scheint (Verbotene Archäologie: Das Bermuda-Dreieck und Atlantis).

Übersinnliche Kräfte, Kontakte zu Bewohnern anderer Planeten, einst glückliche Menschen, bis das Böse aus dem Weltraum kam und dem Glück auf Erden ein Ende gesetzt hat.
Woher aber kommt die Faszination für das Übersinnliche? Ich denke, dass sich besonders Menschen in einer schwierigen Situation solche Fähigkeiten wünschen oder Helden, die über dieser Art Fähigkeiten verfügen und auf der Erde rettend eingreifen, um das Böse zu besiegen (Atlantis – der mißbrauchte Mythos).
Helden mit magischen Kräften haben Hochkonjunktur in schweren Zeiten
In der wirtschaftlich schweren Zeit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurde in Deutschland die okkulte Vril-Gesellschaft gegründet, die sich auf den Roman The Comming Race des britischen Schriftstellers Edward Bulwer-Lytton beruft.
In diesem Roman begegnet der Erzähler einer unterirdischen Menschenrasse, den Vril-Ya, die ebenfalls über überlegene psychische Energie verfügt: die Vril-Kräfte, die mithilfe von Telepathie und Telekinese übernatürliche Fähigkeiten besitzen und Einfluss auf jede Form der Materie nehmen können.
Also ist es wichtig in diesem Zusammenhang immer einen Blick auf die Zeit zu werfen, in der solche Romane erschienen sind. The Comming Race erschien im Jahr 1871 – eine ebenfalls schwierige Zeit, in der es die Menschen nicht leicht hatten, auch viele Europäer mussten um ihr Überleben kämpfen und wünschten sich eine bessere Welt, in der sie alles erreichen können, was das Herz begehrt (Atlantis: Was wussten die alten Ägypter wirklich? Jahrtausende, die es nie gegeben hat).



Es sind immer dieselben Klassiker: eine Rasse, die der Menschheit weit überlegen ist, die entweder irgendwo tief verborgen auf einem Kontinent unter der Erde existiert oder einmal vor Tausenden von Jahren auf längst versunkenen Kontinenten lebte.
Vielen Menschen in existentiell schweren Zeiten gibt der Glaube an solche Welten die nötige Kraft zum überleben, Perry Rhodan beispielsweise erschien zu Beginn der 1960er Jahre, eine Zeit, in der vor allem Deutschland und Europa in Aufbruchsstimmung war.
Die Narben des Zweiten Weltkriegs waren noch nicht ganz verheilt, viele Menschen hatten wirtschaftlich noch zu kämpfen und sehnten sich ebenfalls nach Fortschritt, nach einer heilen und besseren Zukunft – also das, was diese Romanfiguren spielend erreichen.
Auch gegenwärtig beschäftigen sich viele Menschen wieder vermehrt mit Außerirdischen und versunkenen Kontinenten, auf denen einmal das Paradies auf Erden herrschte, bis herrschsüchtige Außerirdische das Glück zerstörten.
Menschen, die sich in einer zufriedenen und heilen Welt wähnen, brauchen diese Art von Literatur nicht, weil das, was sie suchen, ihnen bereits zu Füssen liegt. Die gesamte New-Age-Szene ist nicht anderes als eine Flucht vor der Wirklichkeit in der Hoffnung, irgendwo irgendwann mal eine bessere Welt zu finden, die uns gegenwärtig von einer wohlwollenden außerirdischen Rasse versprochen wird (Bimini-Road und die Suche nach Relikten von Atlantis (Video)).
Heute braucht es keinen Perry Rhodan mehr, der die Welt rettet, heute übernehmen das andere Figuren – etwa Wesen von den Plejaden oder aus einem anderen Sonnensystem, oder die Fake-Aliens der „Galaktischen Föderation“, die die Erde schon eine ganze Weile beobachten und gerade dabei sind, das Karma der Menschheit aufzulösen, um irgendwann nach dem Event ein zweites, ein viel besseres Atlantis aufzubauen, im goldenen Wassermannzeitalter, dass mit der Wintersonnenwende 2020 Einzug genommen hat.

Der New-Age-Szene wuchsen Flügel
Der Volksmund sagt, dass der Glaube Berge versetzen kann. Es ist richtig, dass man nur das im Leben erreichen kann, an das man glaubt. Jedoch muss sich das Ziel auch in das Bild der Realität einfügen können – also es müssen reale Ziele sein, die man sich setzt und an die man glaubt. Keine Science Fiction, die irgendwelche selbsternannten Meister und Gurus in das Hirn der verzweifelten Bevölkerung pflanzt.
Perry Rhodan trat seinen Siegeszug zusammen mit der New-Age-Szene in den frühen 1960er Jahren an, eine Zeit, in der der Phantasie die ersten Flügel wuchsen, die USA den Mond eroberten und wir in Star Trek erfuhren, dass die Vulkanier spitze Ohren haben, dass sich Außerirdische als nicht wesentlich vom Menschen unterscheiden.
Das Bild ist uns bis heute erhalten geblieben. Aber warum ist das so? Weil Außerirdische nur deshalb wie Menschen aussehen, weil wir sie uns nichts anderes vorstellen können. Weil wir ja bis nicht wirklich wissen, wie unsere Seele Mensch geworden ist.
Es liegt in der Natur der Sache, nach Antworten auf Fragen zu suchen. Die Phantasie spielt dabei natürlich immer eine große Rolle. Und nicht selten kann es passieren, dass die klassische Science Fiction-Literatur irgendwann zur Blaupause der Erdgeschichte wird, weil auch die Wissenschaft nicht mehr weiß als sie es gerne täte. Ich denke, dass genau das bei Atlantis und Lemuria der Fall ist.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass diese beiden Kontinente Hochzivilisationen gewesen sein sollen. Und nun kommen wir zu dritten sagenhaften Kontinent, der je nach Autor meistens im Pazifik zu finden ist. Die Rede ist von Mu. Ähnlich wie Atlantis soll dieser Kontinent in den Meeresfluten verschwunden sein.

Im Allgemeinen wird angenommen, dass der Kontinent Mu sich in den Gewässern befand, die heute an das Ostchinesische Meer angrenzen und dass er sich ausgedehnt hat bis in den östlichen Pazifik hinein, im Süden bis zu den Osterinseln.
Mu geht zurück auf den französischen Historiker, Ethnologen und Archäologen Charles Ètienne Brasseur des Bourbourg, der im 19. Jahrhundert lebte. Wenig später griff auch der Schriftsteller und Selfmade-Archäologe August Le Plongeon Brasseurs Hypothese auf.

(Die hypothetischen Kontinente Mu und Atlantis nach James Churchward)

(Noch eine Karte von Churchward)
Le Plongeon, der unter anderem die Maya-Ruinen von Yucatán untersuchte, meinte auf Grundlage der Sprachforschungen von Diego de Landa sowie mit Hilfe von Arbeiten Brasseurs, alte Maya-Aufzeichnungen entschlüsselt zu haben, in denen vom versunkenen Land Mu die Rede sei.
Aber erst der Erfinder, Schriftsteller und Weltenbummler James Churchward, ein Bekannter Le Plongeons, machte in zahlreichen Büchern und Abhandlungen Mu auf der ganzen Welt populär.
Churchwards Hypothese fußt auf uralten Tafeln eines indischen Priesters, die den Hinweis liefern, dass Hawaii und alle heutigen Inseln des Pazifiks vormalige Berggipfel und Überreste dieses versunkenen Kontinents seien, der vor 50.000 bis 25.000 Jahren im Verlauf kataklysmischer Erdbeben zerbrochen sein soll.
Bei dieser Katastrophe sollen alle 64 Millionen Einwohner Mu´s, die Churchwald Naacal nennt, ums Leben gekommen sein. Sowohl Le Plongeon als auch Churchwald behaupten, dass die Naacals die Vorfahren der alten Ägypter waren.

So schreibt Churchwald, dass der Name des ägyptischen Sonnengotts Ra ein Begriff sei, der aus der Naacal-Sprache stammt, in welcher Ra sowohl eine Bezeichnung für die Sonne als auch für ihren Gott und Herrscher war.
Zahlreiche esoterische Autoren griffen Churchwalds Phantasien bald auf und machten sie in ihren Kreisen populär und zu einem Innbegriff der Schöpfungsgeschichte.
Sogar Atatürk ließ nach Mu suchen
1924 hatte der schottisch-neuseeländische Universitätsprofessor John Macmilian Brown vermutet, dass die megalithischen Strukturen auf vielen Inseln des Pazifiks deutliche Hinweise auf die Existenz vormaliger Hochkulturen sowie auf eine späte versunkene Landmasse seien. Das untermauerte Churchwalds Hypothese natürlich ungemein, schließlich handelte es sich hier um die Aussage eines ordentlichen Professors.
In den späten 1930er Jahren ließ unter anderem auch Mustafa Kemal Atatürk, der Begründer der Türkei, intensiv nach Mu forschen. Sein Ziel war es, Beweise für die vermeintlichen Parallelen der Ursprungskultur der Turkvölker mit den vielen indianischen Kulturen, wie die Azteken und Mayas, auf dem amerikanischen Kontinent zu finden.
Neuen Auftrieb bekam die Mu-Hypothese in den 1990er Jahren durch die Veröffentlichung des Meeresgeologen Masaaki Kimura zum sogenannten Yonaguni-Monument, einer seit Jahrtausenden überfluteten Felsstruktur vor der heutigen Küste der japanischen Insel Yonaguni, von der ebenfalls vermutet wird, dass es sich um die Überreste von Mu handelt.
Auch wenn diese drei Kontinente vielleicht nie wirklich existiert haben und nur Teil der blühenden Phantasie von Schriftstellern und Philosophen sind, können wir eins aus diesen Geschichten lernen: niemals die Hoffnung auf eine bessere Welt zu verlieren, Sie lehren uns aber auch, Gewalt und Kriege nicht zuzulassen, weil die uns zwangsläufig in die totale Zerstörung führen.
Bleiben Sie aufmerksam!
Literatur:
Neue Erkenntnisse: Beweise für einen Besuch von Außerirdischen in vorgeschichtlichen Zeiten
DAS OMNIVERSUM: Transdimensionale Intelligenz, hyperdimensionale Zivilisationen und die geheime Marskolonie
Verschlusssache UFOs
Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 06.04.2021
