
Am Donnerstag hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Krankenpfleger zur Pressekonferenz mitgebracht, der Spahn allerdings kräftig die Leviten gelesen hat. So hatte Spahn sich das sicher nicht vorgestellt. Aber Gott sei dank verschweigen „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel ihren Lesern das.
Der Krankenpfleger, den Spahn zur Regierungspressekonferenz mitgebracht hatte, sollte für die Öffentlichkeit anscheinend die Maßnahmen der Regierung loben. Das allerdings ist nach hinten losgegangen, denn der Krankenpfleger hat die Regierung massiv kritisiert. So hat er erzählt, es gäbe kein Problem mit Intensivbetten, es gäbe ein Problem beim Personal. Und das sei hausgemacht, also von der Politik und Herrn Spahn selbst geschaffen worden. Von Thomas Röper
In der Sache sagte Krankenpfleger Lange da nichts Neues: Die Bezahlung in der Pflege ist schlecht, die Arbeitsbedingungen sind noch schlechter, da muss man sich nicht wundern, wenn es zu wenig Menschen gibt, die in der Pflege arbeiten wollen.
Die Regierung fasst das Problem jedoch nicht an, sie könnte schließlich zum Beispiel morgen höhere Mindestlöhne für Pflegeberufe beschließen. Aber das will sie nicht, denn dann müssten private Krankenhäuser und Pflegeheime höhere Löhne bezahlen und das verhindert deren Lobby.
Auch das Argument, dass die vom Staat gehaltenen Krankenhäuser dann höhere Kosten haben und der Staat sich das nicht leisten kann, ist gelogen. Geld ist genug da, die Bundeswehr bekommt Milliarden zusätzliches Geld jedes Jahr und mit einem Bruchteil davon ließen sich morgen bessere Arbeitsbedingungen und Löhne in der Pflege finanzieren.
Auf dem Anti-Spiegel habe ich das immer wieder thematisiert. Hier finden Sie Informationen darüber, wofür zweistellige Milliardenbeträge ausgegeben werden, mit denen man die Probleme Altersarmut und Pflegenotstand morgen lösen könnte. Dass die Mindestlöhne in Deutschland zu niedrig sind, ist auch nicht neu, sogar die UNO spricht bei Deutschland inzwischen von „Niedriglöhnen“, wie Sie hier nachlesen können.
Der Grund ist, dass die Mindestlöhne in Deutschland viel niedriger sind, als in vergleichbaren Ländern – Deutschland ist bei dem Thema Schlusslicht, wie Sie hier nachlesen können. Wie man die Probleme alle auf einen Schlag lösen könnte, ohne dass es den Staat mehr kostet und ohne dafür die Sozialversicherungsbeiträge anzuheben, habe ich hier ausgeführt. (Maskenaffäre: Was die Medien über die Liste aus dem Gesundheitsministerium nicht berichten)


Was Krankenpfleger Lange gesagt hat
Krankenpfleger Lange ist auf der Regierungspressekonferenz auf die Misere in den Bereichen Gesundheit und Pflege ausführlich eingegangen. Er hat erzählt, dass es keine Probleme mit Intensivbetten gibt, sondern zu wenig Personal. Er hat erzählt, wie die Regierung es im letzten Sommer versäumt hat, sich auf die erwartete dritte Welle vorzubereiten.
Er hat erzählt, dass noch nicht einmal die von der Bundesregierung versprochenen Boni für Pflegekräfte in Intensivstationen an alle ausgezahlt wurden. Er hat der Regierung – und damit dem daneben sitzenden verantwortlichen Minister Spahn persönlich – vorgeworfen, ihre Versprechungen nicht gehalten zu haben.
Lange hat auf die Missstände in der Pflege hingewiesen, die ein systemisches Problem und nicht erst durch Corona entstanden sind, wie Politik und Medien derzeit suggerieren, wenn sie die Corona-Maßnahmen mit der Situation in der Krankenhäusern begründet werden.
Krankenpfleger Lange hat noch mehr erzählt, auch dass sich Corona kaum mit Impfungen in den Griff bekommen lässt, denn die Impfungen verhindern bekanntlich keine Infektionen oder Erkrankungen (und damit auch nicht die Weitergabe des Virus an andere), sondern sie sorgen nur für schwächere Verläufe der Krankheit. Laut Lange werden wir uns also an die Krankheit gewöhnen und mit ihr leben müssen, so wie wir auch mit der Grippe leben. Das sind nicht meine Worte, das hat Lange gesagt und das Gesicht von Jens Spahn während Langes Ausführungen sprach Bände.
Aber Spahn wusste ja, dass die „Qualitätsmedien“ darüber nicht berichten werden, auf die Medien in Deutschland ist bekanntlich Verlass. Kritik an der Regierung beschränkt sich bei ihnen auf unwichtige Themen.


Was Spiegel-Leser erfahren
Der Spiegel hat in einem Videobeitrag über die Pressekonferenz berichtet und da konnte der Spiegel-Leser nichts von Langes Kritik erfahren. Der Spiegel-Leser erfuhr nur, dass es nun viel unmenschlicher sei zu sterben, denn durch die Beschränkungen können die Angehörigen ihre Lieben nicht in den letzten Tagen begleiten. O-Ton im Spiegel war also mal wieder: „Corona ist ganz doll schlimm!“
Mit keinem Wort hat der Spiegel erwähnt, wie heftig Lange Spahn und die Regierung kritisiert hat. Lange hat sogar – wenn auch ausgesprochen vorsichtig – Verständnis dafür gezeigt, dass die Menschen die Corona-Maßnahmen ablehnen. Der Mann, das muss man sagen, ist wirklich nicht dumm, er hat den Grat sehr geschickt gemeistert, Spahn und der Regierung auch beim Thema Corona-Maßnahmen die Leviten zu lesen, ohne als böser „Querdenker“ verunglimpft werden zu können.
Er hat ganz offensichtlich sowohl die Intelligenz, als auch die verbalen Fähigkeiten, die Spahn fehlen. Man wünscht sich fast, dass so ein Mann das Gesundheitsministerium leitet und nicht der vollkommen inkompetente Bundeskorruptionsminister Jens Spahn.
Übrigens: Lange hat sehr deutlich gesagt, was auch ich sage: Es gibt die Krankheit und es sterben Menschen daran. Darauf hat er ausdrücklich hingewiesen und er hat von seiner Berufsblindheit gesprochen, weil er jeden Tag mit solchen Fällen konfrontiert ist.


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Er hat dann aber noch etwas sehr interessantes gesagt: Er hat all jene, die noch nie einen solchen Fall in ihrem Bekanntenkreis hatten (und das ist die große Mehrheit in Deutschland), darum gebeten, die Krankheit ernst zu nehmen.
Aber wie gefährlich ist eine „todbringende“ Seuche, wenn die Menschen in ihrem eigenen Erleben nichts davon bemerken, sondern nur durch die Medienberichte erfahren, dass eine „todbringende“ Seuche grassiert?
Das hat Lange nicht gefragt, das ist meine Frage, aber die Tatsache, dass Lange darauf hinweisen musste, dass viele Menschen die angebliche Seuche in ihrem eigenen Leben gar nicht bemerkt haben, spricht in meinen Augen Bände. Wie gefährlich die „Seuche“ ist, habe ich hier anhand der nüchternen offiziellen Zahlen aufgezeigt.
Glauben Sie mir kein Wort!
Mein Motto ist „Bleiben Sie kritisch!“ und das gilt auch für meine Artikel: Glauben Sie mir nicht einfach, überprüfen Sie, was ich schreibe. Darum verlinke ich immer meine Quellen und so mache ich es auch dieses Mal.
Hier finden Sie den Videobeitrag des Spiegel über die Pressekonferenz und hier finden Sie den Videobeitrag von Boris Reitschuster über die gleiche Pressekonferenz.
Wenn Sie sich das anschauen, werden Sie sehen, dass der Spiegel alle Kritik an der Regierung und an Spahn weggelassen hat, während es in Reitschusters Beitrag gezeigt wird und bei ihm auch all das vorkommt, was der Spiegel gezeigt hat. Wo fühlen Sie sich umfassender informiert?
Der Spiegel gefällt sich darin, Spahn möglichst gar nicht zu kritisieren. Das in meinen Augen bisher beste Beispiel dafür, was das ehemalige Nachrichtenmagazin und heutige Sprachrohr der Regierung dem Mann alles durchgehen lässt, finden Sie hier.

Die Medien sind angeblich die vierte Macht im Staat und sollen die Regierung und die Mächtigen kritisch beobachten. Der Spiegel – und auch die anderen „Qualitätsmedien“ – gefällt sich stattdessen in der Rolle des unkritischen Verkünders der Regierungsmeinung. Auch dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass diese Medien nichts weiter sind als Außenstellen des Bundespresseamtes. Und das bestätigt wieder einmal:
Spiegel-Leser wissen weniger!
Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen.
Literatur:
Codex Humanus – Das Buch der Menschlichkeit
Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde?
Whistleblower
Video:
Quellen: PublicDomain/anti-spiegel.ru am 03.05.2021
