Die größten Gewinne in der Geschichte des Pokerspiels

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Über Nacht in den Club der Millionäre: Das gibt es nicht nur beim Lottospiel. Statt auf reines Glück kommt es allerdings beim Pokern in erster Linie aufs Köpfchen an, um mit mathematischen Berechnungen und psychologischem Wissen plus einem Quäntchen Glück prall gefüllte Töpfe abzuräumen.

Die meisten Superstars der Zockerszene haben dabei jahrelang das Spiel analysiert und trainiert, um langfristig als Sieger vom Tisch zu gehen. Dabei geht es zum Teil  um für Normalsterbliche kaum fassbare Summen. Einen neuen Rekord, was den Gewinn betrifft, stellte im Juli 2012 der „Zauberer“ genannte gebürtige Iraner Antonio Esfandiari auf.

Der ehemalige Bühnenmagier zeigte bei der Pokerweltmeisterschaft der World Series of Poker in Las Vegas während des dreitägigen Main Events, dass er auch ohne Ass im Ärmel und andere Zaubertricks unschlagbar war. Esfandiari kassierte mehr als 18,3 Millionen US Dollar (das waren umgerechnet zum damaligen Wechselkurs rund 14,7 Millionen Euro) und hielt damit den ersten Platz, was Pokergewinne anbelangt, ehe der Kanadier und zweifache World-Poker-Tour-Titelträger Daniel Negreanu ihn zwei Jahre später entthronte.

Esfandiari, der seinen ersten Topf in Millionenhöhe 2004 einstrich, als er für seinen ersten Titel bei der World Poker Tour in Los Angeles mit rund 1,4 Millionen Dollar belohnt wurde, hat es insgesamt auf mehr als 27,6 Millionen Dollar gebracht.

Damit können die meisten deutschen Pokerasse nicht mithalten, aber in die Gruppe der Multimillionäre haben es dennoch einige zockende Bundesbürger gebracht. Für eine Sensation hatte dabei im Jahr 2011 Pius Heinz gesorgt.

Vier Jahre nach seinem 18. Geburtstag und den darauffolgenden ersten Versuchen im Online Poker holte der in Wien lebende Student in Las Vegas den Weltmeistertitel in der World Series of Poker. Damit wurde er um einen Schlag um 8,7 Millionen US Dollar reicher, obwohl auch das Finanzamt wie bei allen Profispielern mitkassierte.

Weil Heinz zudem Anteile an potenziellen Gewinnen verkauft hatte, um sich das Buy-In von 10.000 US Dollar leisten zu können, freuten sich zudem seine Finanziers. Der junge Mann, der mit einem Schlag auch außerhalb der Pokerszene bekannt war, spielte danach noch professionell weiter, doch ohne den gleichen Erfolg und den gleichen Enthusiasmus. Der Erfolgshunger war einfach in dem Maße nicht mehr da.

Auf glatte zehn Millionen Dollar bei einem Turnier brachte es 2019 der zweite Pokerweltmeister aus deutschen Landen. Der 55 Jahre alte Münsteraner Hossein Ensan, der zu dem Zeitpunkt dank der European Tour, in der er 2015 in Prag eine Viertelmillion Euro gewonnen hatte, bereits einen bekannte Namen in europäischen Pokerkreisen hatte, holte in einem spannenden Finale mit zwei Königen den alles entscheidenen Sieg. Als er in Las Vegas anreiste, stand er auf der Liste der Spieler mit den höchsten Gewinnen auf Platz 590. Bei seiner Abreise hatte er sich nahe an die Top 50 vorgearbeitet.

Ensan, der seit 2002 Texas Hold’em spielt, ist im Gegensatz zu Zockern wie Heinz kein allzu großer Fan von Online-Poker, weil er seine Gegner gern von Angesicht zu Angesicht sieht – vor allem, wenn er sie besiegt.

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Von den Top Ten der Großverdienerliste im Poker ist Ensan allerdings trotz Gesamtgewinnen in Höhe von mehr als 13 Millionen Dollar im Laufe seiner Karriere weit entfernt. Die wird derzeit vom US-Amerikaner Bryn Kenney angeführt, der 2017 für 14 Wochen an der Spitze der Weltrangliste Global Player Index stand.

Obwohl er bei der World Series of Poker in Las Vegas im Jahr 2014 sein bisher einziges Bracelet gewann, hält er mit einem Heads-Up-Deal beim „Triton Million for Charity“-Event 2019, der ihm 20.537.187 Dollar einbrachte, weltweit den Rekord für das höchste Preisgeld bei einem Turnier. Insgesamt hat der 35 Jahre alte Kenney im Laufe seiner Profikarriere mehr als 56,4 Millionen US Dollar eingenommen.

An zweiter Stelle liegt sein Landsmann Justin Bonomo, der es bei der WSOP auf bislang drei Bracelets gebracht hat. Sein bestes Jahr war 2018, als er beim letzten Jahresevent der World Series of Poker, „The Big One for One Drop“, zehn Millionen Dollar kassierte. Der Sieg katapultierte ihn vorübergehend auf Platz 1 in der Pokerweltrangliste. Insgesamt hat der 35 Jahre alte US-Amerikaner es auf Gewinne in einer Höhe von über 53,2 Millionen Dollar gebracht.

Damit liegt er etwas mehr als zehn Millionen Dollar vor Daniel Negreanu, der den Spitznamen „Kid Poker“ trägt und sechs WSOP-Bracelets für sich gewonnen hat. Der 47 Jahre alte Kanadier stand insgesamt bereits 19 Wochen an der Spitze der Pokerweltrangliste und hat durch seine Kartenkünste mehr als 42 Millionen Dollar verdient.

Als einziger Deutscher ist der 28 Jahre alte Fedor Holtz unter den Top Ten der Meistverdiener vertreten. Er gewann vor fünf Jahren das erste von bis dato zwei Bracelets bei der WSOP. 2018 musste er sich bei „The Big One for One Drop“ Justin Bonomo geschlagen geben, aber der zweite Platz brachte ihm immer noch ein Preisgeld von sechs Millionen Dollar ein.

Holz, der mittlerweile nur noch selten Live-Turniere spielt und die schnelleren Online-Spiele bevorzugt, liegt mit Gesamtgewinnen von etwas mehr als 32,5 Millionen Dollar auf Platz 8 der Reichenliste. Zu seinen Glanzzeiten an Live-Tischen  führte er die Livepoker-Weltrangliste für 30 Wochen an.

Ob er auf Dauer der einzige Deutsche unter den Superstars der Pokerszene bleiben wird, wird sich erst zeigen. Hossein Ensan ist sich jedenfalls sicher, dass dem klugen Kartenspiel in Deutschland große Zeiten bevorstehen.

Er rechnet damit, dass Pokern irgendwann in der Bundesrepublik größer sein wird als Fußball. Die ersten Millionäre hierzulande haben die Spielkarten jedenfalls bereits hervorgebracht.

Quellen: PublicDomain am 18.08.2021

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