
terra-mystica.jimdofree.com berichtet: Astronomen hatten die Gelegenheit, einen ersten detaillierten Blick auf ein ungewöhnliches Himmelsobjekt zu werfen, das sie als »The Accident« (deutsch: Der Zufall«) bezeichnen und durch unsere Milchstraße rast.
Das Objekt wurde ursprünglich mit dem NASA-Teleskop Near-Earth Object Wide-Field Infrared Survey Explorer (NEOWISE) entdeckt und ist kein richtiger Stern, aber auch nicht wirklich ein Planet.
Es gehört zu einer Klasse von Objekten, die eine Sonderstellung zwischen Sternen und Planeten einnehmen und als Braune Zwerge bezeichnet werden – eine Art von Sternen, die bis zu 80-mal so groß wie der Durchmesser des Jupiters sein können aber eine deutlich geringere Masse als die der Sonne aufweisen, sodass sie in ihrem Inneren keine Wasserstofffusion in Gang setzen können.
Man nimmt an, dass Braune Zwerge ihre Entwicklung als normaler Stern beginnen, doch ihre geringe Masse verhindert, dass sie die Kernfusion aufrechterhalten können, so dass sie im Laufe von Milliarden von Jahren verdunkeln und verblassen. Dieses besondere Exemplar ist jedoch selbst für einen Braunen Zwerg recht ungewöhnlich.(USGS-Klimatologe: „Nibiru wird die Erde verwüsten“)
Wie die Wissenschaftler um den Astrophysiker Davy Kirkpatrick in ihrer im Fachjournal The Astrophysical Journal Letters veröffentlichten Studie schreiben, wurde »The Accident« während der Durchmusterung des Himmels in 50 Lichtjahren Entfernung entdeckt, als es mit 800.000 km/h durch eine Gruppe anderer Kandidaten Brauner Zwerge raste und als sogenannte »Fotobombe« in die Aufnahmen platzte (was zu seinem Spitznamen führte).
Es scheint Merkmale zu besitzen, die sowohl mit jungen als auch mit alten Braunen Zwergen übereinstimmen. „Dieses Objekt hat alle unsere Erwartungen übertroffen“, so Kirkpatrick vom Caltech in Pasadena, Kalifornien, in einem Statement.
Eine weitere Untersuchung des Objekts ergab, dass es sich viel schneller bewegt als ein typischer Brauner Zwerg – was darauf hindeutet, dass es möglicherweise seit Milliarden von Jahren durch die Galaxie geschleudert wurde.
Außerdem ist seine Atmosphäre seltsamerweise frei von Methan, wiederrum darauf hindeutet, dass er doppelt so alt sein könnte als die anderen Braunen Zwerge, die Astronomen bisher untersucht haben.
„Es ist keine Überraschung, einen so alten Braunen Zwerg zu finden, aber es ist sehr wohl eine Überraschung, einen in unserem Umfeld zu finden“, erklärt Federico Marocco, Studien-Koautor.(Der neue UFO-Hype ist nicht mehr zu stoppen!)

„Wir haben zwar erwartet, dass es so alte Braune Zwerge gibt, aber wir haben auch erwartet, dass sie unglaublich selten sind. Die Aussicht, einen so nahe am Sonnensystem zu finden, könnte ein glücklicher Zufall sein, oder aber es sagt uns, dass sie häufiger vorkommen als wir dachten.“
© Fernando Calvo für terra-mystica.jimdofree.com am 06.09.2021
terra-mystica.jimdofree.com berichtet weiter:
Die beiden Harvard-Astronomen Amir Siraj und Avi Loeb haben eine neue Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass es in der Oortschen Wolke mehr interstellare Objekte gibt als bisher angenommen und jene unseres Sonnensystems bei weitem übertreffen.
Als interstellare Objekte bezeichnet man Himmelskörper, die nicht an die Gravitations- oder Magnetkraft der Sonne gebunden sind – sie sind also sehr weit entfernt. Und die Oortsche Wolke ist eine riesige hypothetische und bisher nicht nachgewiesene kugelschalenförmige Ansammlung astronomischer Objekte, die sich am äußersten Rand unseres Sonnensystems, befindet.
Verglichen mit der 8-minütigen Reise, die das Sonnenlicht braucht, um die Erde zu erreichen, bräuchte es etwa anderthalb Jahre, um die äußeren Grenzen der Oortschen Wolke zu erreichen. Die NASA beschreibt sie als „eine große, dicke Blase um unser Sonnensystem, die aus eisigen, kometenähnlichen Objekten besteht“, und als Ursprungsort von Kometen gilt.

Die Oortsche Wolke konnte zwar noch nicht durch direkte Beobachtung bestätigt werden aber es gibt so viele indirekte Anzeichen ihrer Anwesenheit, sodass Wissenschaftler ihre Existenz als nahezu erwiesen ansehen.
Das Wissen um Objekte, die mit der Oortschen Wolke in Verbindung stehen, ist eine unglaubliche wissenschaftliche Leistung, denn aufgrund der astronomischen Entfernung der Wolke und der Tatsache, dass Objekte in der Oortschen Wolke kein eigenes Licht erzeugen, sind sie nicht zu sehen. Außerdem hat unsere Technologie noch nicht mit unserem Interesse an der Erforschung der Oortschen Wolke Schritt gehalten.
Abraham »Avi« Loeb ist Professor für Astrophysik am Harvard Smithsonian Center der Harvard University in Cambridge und hatte im Januar 2020 für Schlagzeilen gesorgt, weil er theoretisierte, dass das mysteriöse interstellare Objekt mit der Bezeichnung »1I/’Oumuamua« ein außerirdisches Raumschiff sein könnte. Trotz Kritik einiger Kollegen, verteidigt er weiterhin seine Ansicht und seine Auswertung der vorliegenden Fakten, die ihn zu diesem Ergebnis brachten.
Das rätselhafte Objekt namens 1I/’Oumuamua (hawaiisch für »Botschafter«) ist etwa 230 x 35 Meter groß und wurde im Herbst 2017 entdeckt, als es unsere Sonne passierte und er ist der erste Himmelskörper, der nicht aus unserem eigenen Sonnensystem stammt.
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Die meisten Astronomen halten das 400 Meter lange Gestirn für einen Kometen oder Asteroiden, doch sowohl seine Form als auch seine abnorme Flugbahn scheinen dagegen zu sprechen. Entsprechend erklärte Prof. Loeb gegenüber The Debrief, dass es interessant sei, zu sehen, wie sehr sich seine Kollegen gegen einen unnatürlichen Ursprungs ‚Oumuamuas wehren und nur nach Argumenten suchen, es zu widerlegen.

Doch selbst wenn sich `Oumuamua als natürliches, interstellares astronomisches Objekt herausstellen sollte, so ist es offenbar nicht das einzige in unserem Sonnensystem.
Denn wie die beiden Astrophysiker Loeb und Siraj in ihrer im Fachjournal Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlichten Studie schreiben, haben sie statistische Untersuchungen am interstellaren Kometen 2I/Borisov unternommen und daraus geschlossen, dass mehr als die Hälfte der Objekte in der Oortschen Wolke interstellaren Ursprungs sein könnten.
Vermutlich sind sie aus den Orbitalsystemen benachbarter Sterne hinausgeschleudert und von der Gravitation der Sonne eingefangen worden. Dies würde bedeuten, dass ein erheblicher Austausch von Himmelskörpern zwischen Sternsystemen stattfindet, da umgekehrt auch zahlreiche Objekte aus der Oortschen Wolke in den Schwerkraftbereich anderer Sterne wechseln könnten.
Doch das hieße nicht, dass alle Objekte aus anderen Sonnensystemen auch gleich sind. Sowohl 2I/Borisov als auch `Oumuamua liefern Einblicke in die Physik und Chemie von Trümmerwolken, die als Geburtsstätte für Planeten um junge Sterne dienen, doch seien sie unterschiedlich. `Oumuamua könnte aus reinem Wasserstoff oder reinem Stickstoff bestehen, was ihn zu einem nie zuvor dokumentierten Objekttyp macht, erklärte Dr. Loeb, Borisov hingegen erscheint wie ein gewöhnlicher Komet.

Die Fülle an interstellaren Objekten in der Oortschen Wolke könnte darauf hindeuten, dass bei der Entstehung von Planetensystemen viel mehr Gesteins-, Staub- und Eiskörper unterschiedlicher Größe übriggeblieben sind als bisher angenommen. Zudem glaubt Dr. Loeb, dass es bis zum Rand der Oortschen Wolke etwa hundert Billionen Borisov-ähnliche interstellare Kometen geben dürfte, wir jedoch noch nicht über die notwendige Technologie verfügen, um sie zu sehen.
Es klingt, als ob noch mehr interessante, weit entfernte interstellare Besucher unterwegs sein könnten …
© Fernando Calvo für terra-mystica.jimdofree.com am 06.09.2021
Die Besucher scheinen gar nicht weit weg zu sein, wie diese Bilder zeigen (siehe Titelbild und das Video):
Schwarm heller Objekte, die sich durch den Weltraum bewegen
Am 3. September 2021 erfasste die Live-Cam der Internationalen Raumstation ISS eine Reihe unbekannter heller Objekte, die sich durch den Weltraum bewegten.
Die sich bewegenden Objekte sind keine Stadtlichter, wie sie von der ISS aus gesehen wurden, als sich die ISS über dem Ozean zwischen den Südlichen Sandwichinseln und Südafrika befand.

Sie alle folgen einer festen Flugbahn und fliegen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die meisten scheinen von einem Ort zu kommen.
Am 6. Juli 2021 fand ein ähnliches Ereignis statt, als der ISS-Live-Feed Hunderte von unbekannten hellen Objekten erfasste, die sich durch den Weltraum bewegten.
Da die meisten dieser unbekannten Lichter, die am 6. Juli 2021 sowie am 3. September 2021 aufgenommen wurden, dem gleichen Weg folgen, können wir uns fragen, ob sie alle aus derselben unbekannten Quelle im Weltraum stammen.
Video:
Quellen: PublicDomain/ufosightingshotspot.blogspot.com am 06.09.2021
