
terra-mystica.jimdofree.com berichtet: Eine neue Studie stellt eine radikale neue Theorie zur Erklärung mysteriöser magnetischer Strukturen am Himmel auf.
Diese zwei Strukturen, die 1960 entdeckt wurden – der Nordpolarsporn und die Fan-Region – konnten von unseren Wissenschaftlern bislang nicht erklärt werden.
(Titelbild: Der Himmel, wie er in polarisierten Radiowellen erscheinen würde. Die Van-Gogh-ähnlichen Linien zeigen die Ausrichtung des Magnetfelds)
Es gibt verschiedene Theorien darüber, eine besagt, dass es sich bei dem Sporn um eine lokale Struktur handelt, die durch einen Emissionsnebel (Überreste einer Supernova) gebildet wurde, der sich in nur wenige hundert Lichtjahre Entfernung befindet. Andere Untersuchungen legten eher nahe, dass er zwischen tausend bis zehntausend Lichtjahre entfernt ist.
Da die Form des Bogens große Ähnlichkeit mit den monströsen Fermi-Blasen aufweist, halten es andere Astronomen wiederum für wahrscheinlicher, dass der Sporn in Wirklichkeit Teil einer Schockfront ist, die vor rund 15 Millionen Jahren durch Sternentstehungsaktivität erzeugt wurde, die sich nahe dem etwa 27.000 Lichtjahren entfernten Zentrum der Milchstraße ereignete.
Laut Dr. Jennifer West, wissenschaftliche Mitarbeiterin am kanadischen Dunlap Institute for Astronomy & Astrophysics in Toronto, sind diese Strukturen durch ein riesiges kosmisches Netzwerk magnetischer Filamente miteinander verbunden.
Und diese Filamente, so argumentiert sie in ihrer im The Astrophysical Journal veröffentlichten Studie, bilden einen »Tunnel«, der das gesamte Sonnensystem umspannt.
„Wenn wir in den Himmel hinauf schauen würden, könnten wir diese tunnelartige Struktur in fast allen Richtungen sehen. Das heißt, nur wenn wir Augen hätten, die Radiolicht sehen können“, heißt es in einem Statement der University of Toronto.
„Magnetische Felder existieren nicht isoliert“, erklärt sie. „Sie müssen alle miteinander verbunden sein. Ein nächster Schritt besteht also darin, besser zu verstehen, wie dieses lokale Magnetfeld sowohl mit dem großräumigeren galaktischen Magnetfeld als auch mit den kleinräumigeren Magnetfeldern unserer Sonne und der Erde verbunden ist.“
Jahrzehntelang haben Wissenschaftler über die Natur dieser beiden Strukturen gerätselt, aber dies ist das erste Mal, dass jemand aufzeigen konnte, dass sie tatsächlich miteinander verbunden sein könnten.(Echte Stargates im Weltraum und auf der Erde)
Ihren Erkenntnissen zufolge könnte dieser riesige magnetische »Tunnel« in unserer Galaxie einen Durchmesser von etwa 1.000 Lichtjahren haben – eine Schätzung, die mit den vorhandenen Daten über die zusammenhängenden Strukturen übereinzustimmen scheint.
Allerdings bedürfen ihre Erkenntnisse zum jetzigen Zeitpunkt noch weiterer Bestätigung, doch die Ergebnisse sind vielversprechend. „Als Jennifer mir zum ersten Mal davon erzählte, dachte ich erst, es sei zu weit hergeholt, um eine mögliche Erklärung zu sein“, erklärte der Astronom Bryan Gaensler von der University of Toronto.
„Doch jetzt bin ich gespannt, wie der Rest der Astronomiegemeinschaft darauf reagiert“.
© Fernando Calvo für terra-mystica.jimdofree.com am 18.10.2021

