Mysteriöse Erdlöcher: Versinkt Sibirien in Kratern? (Video)

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Immer wieder tun sich in Sibirien riesige Löcher im Boden auf. Einwohner leben in Angst, Fachleute rätseln weiterhin zu den Ursachen, prognostizieren aber schon jetzt, dass weitere, noch größere Krater entstehen werden. Sie schreiben das Phänomen dem Klimawandel zu. Aber, trifft das wirklich zu – oder gibt es vielleicht doch eine andere Erklärung?

Die sibirischen Riesenkrater haben bereits vielfach Schlagzeilen gemacht. Eine neue Expedition führte Wissenschaftler um Professor Wassilij Bogojawlenskij diesen Sommer nun zu den erstaunlichsten Kratern, die in der Jamal-Region Sibiriens entstanden sind. Der berühmteste, als »B1« bezeichnete Schlund, wurde im vergangenen Jahr entdeckt. Bald zirkulierten dann unterschiedlichste Theorien zum Ursprung. Das gigantische Erdloch befindet sich knapp 30 Kilometer vom Bowanenkowo-Gasfeld entfernt, und in diesem Kontext glauben viele Forscher auch den plausibelsten Zusammenhang zu finden.

Nachdem sie die beeindruckenden Krater einige Monate lang untersucht hatten, stellten sie fest: Bei diesen Gebilden handelte es sich offenbar ursprünglich um Überbleibsel von etwas, das die Eskimos als »Pingos« bezeichnen – ganz schlicht »Hügel«. Ihre Entstehung wird durch »Intrusionseis« und damit als solches Eis erklärt, das ins Gestein beziehungsweise den Boden eindringt. So wölbt sich das Areal dort gut sichtbar auf und bildet runde Hügel.

Eine Erwärmung des Eises führt dazu, dass der halbgeschmolzene Kern sich mit Gas aus der Tiefe füllt, was schließlich den Kollaps des Pingos herbeiführt. In Sibirien kennt man diese typischen Permafrost-Formationen als bulganniakh. Dr. Igor Jeltsow, stellvertretender Direktor des in Nowosibirsk ansässigen Trofimuk-Instituts für Erdöl-Geologie und Geophysik vergleicht eruptierende Pingos mit Methanausbrüchen am Ozeanboden, die seiner Ansicht nach auch für das Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen im Bermuda-Dreieck verantwortlich sein könnten.

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Wie auch immer die Erklärung für die sibirischen Krater letztlich ausfallen wird, Satellitenbilder zeigen, dass es überraschend viele solcher Löcher in Sibirien gibt. Und ihre Zahl nimmt zu. Zumindest sind die Forscher fest davon überzeugt: Weitere, größere Krater werden entstehen. Einige der schlundartigen Öffnungen wurden von Rentier-Hirten entdeckt, andere Krater fielen erstmals auf Satellitenbildern oder vom Hubschrauber aus auf. Die größten Gebilde erreichen Durchmesser zwischen etwa 30 und 100 Metern, sie führen viele Dutzend Meter senkrecht in die Tiefe.

Trotz der vielen Theorien, vom Missile-Krater über Meteoritenabstürze bis zu Artefakten nicht-irdischer Intelligenzen, bleibt die Entstehung der Krater ein Rätsel. Doch Methangas wird ganz allgemein als Verursacher favorisiert. Der Klimawandel sei dafür verantwortlich, so erklären die beteiligten Forscher. Das entspricht auch der Konvention. Die meisten Gashydrate seien sicher, folgert Dr. Jeltsow, doch gebe es eben auch Regionen wie Jamal, wo sie sich allmählich auflösten und sorgfältig beobachtet werden müssten.

Pingos beginnen demnach zu schmelzen und setzen die eingeschlossenen Gase explosionsartig frei, um auf diese Weise die gefährlichen Riesenlöcher in den Boden zu sprengen. Das habe auch die aktuelle Expedition des Trofimuk-Instituts bestätigt. Allzu viel ist derzeit nicht über sie bekannt. Instituts-Wissenschaftler Dr. Wladimir Olentschenko ließ zumindest ein entscheidendes Detail durchblicken: Während der Expedition sei ein enormer Pingo gefunden worden, der jeden Augenblick explodieren könne.

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Eine Satellitenüberwachung dieser »B2« genannten Struktur finde gegenwärtig statt, Ortskoordinaten wurden aber bisher nicht veröffentlicht. B2 soll rund zehn Kilometer von Bowanenkowo entfernt liegen, im autonomen Kreis der Jamal-Nenzen. Wegen der Methanvorkommen und deren Nähe zu größeren Städten befürchte man auch eine gefährliche Kettenreaktion der Ereignisse. Außerdem zeigen sich die Forscher besorgt, dass der ferne Baikal-See als größtes Frischwasser-Reservoir der Welt dem Risiko ähnlicher Gasexplosionen ausgesetzt sein könnte.

Die Jamal-Region zählt ihrerseits zu jenen Gebieten unseres Planeten, die über die größten natürlichen Gasreserven verfügen. Daher bieten sich Methangas-Ausbrüche als Erklärung förmlich an. Hier und da gab es entsprechende Indizien, darunter Schmauchspuren am Rand eines Kraters, aber sie waren eben nicht an jeder Struktur nachweisbar. Etliche Zeugen, darunter ausgebildete Wissenschaftler, die vor Ort tätig waren, erklärten ursprünglich allerdings in vollster Überzeugung, es habe keinerlei Explosionen gegeben.

Die meisten Forscher bevorzugen gegenwärtig die Theorie der Erderwärmung – durch steigende Temperaturen schmelzender Permafrost setze arktisches Erdgas frei. Die ersten 20 Meter des mehrere hundert Meter starken Permafrosts seien wohl bereits von der Erwärmung erfasst, sodass Methan austritt. Da war dann auch die Rede davon, das Gas könne sich durch Blitzschlag selbst entzündet haben, um dann die Löcher zu sprengen.

Die Siberian Times zitiert einige Zeugen, die von einem grellen Lichtblitz sowie Bodenerschütterungen sprachen, und beruft sich auf einen Artikel von Professor Bogojawlenskij, der die Form der Kraterwälle als Hinweis auf einen explosionsartigen Vorgang interpretiert sowie daran erinnert, dass in der Luft eine Methankonzentration von rund fünf bis 16 Prozent explosiv sei, mit der größten Gefahr bei 9,5 Prozent.

Natürlich gehört es heute allgemein zum guten Ton, wo immer es nur geht, die Erderwärmung ins Spiel zu bringen. Fakt ist allerdings, dass bis heute keine eindeutige Erklärung für die sibirischen Krateröffnungen gefunden wurde. Auch der Pingo-Kontext scheint keineswegs nachgewiesen. Wohl auch deshalb, weil etliche dieser riesigen Löcher in sehr einsamen Regionen entstanden sind. Nun, manch einer wird jetzt vielleicht fragen: Was auch anderes als Löcher soll man eigentlich am »Arsch der Welt« erwarten, wo auch immer der nun tatsächlich liegen mag? »Jamal« bedeutet übrigens nichts anderes als »Ende der Welt«, was doch schon etwas besser klingt.

Die recht unbequeme geographische Position spielt bei der Erkundung jedenfalls sicher eine Rolle. Auch die riesige Explosion, die sich am 30. Juni 1908 mit einem Potenzial von wohl mindestens zehn Megatonnen über dem weithin menschenleeren Waldland am sibirischen Tunguska-Fluss ereignete, konnte übrigens nie wirklich aufgeklärt werden.

Tatsächlich bleibt »Tunguska« von etlichen Rätseln umgeben, die bis heute von keiner naturwissenschaftlichen Theorie zufriedenstellend geklärt werden können. Immer noch gilt dabei zwar ein Meteoritenabsturz als das wahrscheinlichste Szenario, doch was ist mit der von Zeugen geschilderten Bahnänderung auf dem letzten Flugabschnitt des Feuerballs sowie mit der erhöhten Radioaktivität der Region? Ein Meteorit kann weder für das eine noch für das andere infrage kommen (Tunguska-Explosion: Sibiriens geheimnisvolles „Tal des Todes“ und die Plasmakugeln (Video)).

Zu Tunguska kursieren unzählige mehr oder minder glaubwürdige Theorien. In letzter Zeit wurde auch für dieses gewaltige Ereignis von 1908 eine Methan-Explosion aus dem Boden als Alternative präsentiert oder aber ein »Verneshot« als vulkanischer Vorgang. Demnach kam die Katastrophe also gar nicht von oben, aus dem Weltraum, sondern direkt von unten, aus unserer Erde.

Doch das ist sehr unwahrscheinlich. Abgesehen davon, dass zahlreiche Zeugen einen Feuerball gesehen haben, der eine weite Strecke über den Himmel flog, blieben die Bäume am Punkt der Explosion aufrecht stehen. Das konnte nur funktionieren, wenn die Druckwelle direkt von oben kam. Die Bäume waren stark verbrannt, Äste und Rinde fehlten, und ringsum lagen uralte Stämme über riesige Flächen abgeknickt wie Streichhölzer, ihre Spitzen wiesen vom Epizentrum nach außen. Wie gesagt, wäre die Explosion wirklich von unten gekommen, wie hätte an diesem Punkt dann noch irgendetwas »überstehen« können?

Wahrscheinlich erklären sich die aktuellen Riesenkrater Sibiriens anders als das Tunguska-Ereignis, und möglicherweise spielt Methan bei den aktuellen Strukturen tatsächlich eine Rolle. Sammeln sich hier vielleicht regelmäßig größere Mengen an, die schließlich explosiv ausbrechen? Nicht zu vergessen, es gibt Forscher, die eine biotische Entstehung von Erdöl und -gas ohnehin sehr deutlich infrage stellen, also die weithin anerkannte Theorie. Unter diesen Skeptikern finden sich auch der amerikanische Chemienobelpreisträger Dudley R. Herschbach oder der aus Österreich stammende, 2004 verstorbene US-Astrophysiker Thomas Gold, der übrigens auch als Erster die richtige Erklärung für die Pulsare vorlegte und dafür verspottet wurde.

Echte Beweise dafür, dass wir es bei Erdgas und -öl mit fossilen Brennstoffen zu tun haben, mit biologischer Restmasse, die durch die Zersetzung prähistorischer Lebewesen entstanden ist, gibt es bis heute nicht. Mit Blick aufs Öl: Es scheint bemerkenswert, dass die großen Ölkonzerne, die es doch auf Grundlage der etablierten Theorien besser wissen müssten, noch in Tiefen bohren, in denen Druck und Temperatur zu hoch sind, um verwertbares Rohöl zu gewinnen.

Bemerkenswert wäre außerdem die berichtete Existenz von Ölfeldern, die bereits völlig ausgeschöpft erschienen, sich dann aber wieder »erholten« und neues Öl nachlieferten, gerade so, als ob der Entstehungsprozess auch heute noch permanent und recht zügig abliefe. Eine solche schier unerschöpfliche Quelle bildet laut Meinung des Moskauer Experimentalphysikers Wladimir G. Kutscherow das »Elefantenfeld« von Romashkino in der russischen Republik Tatarstan. Die interessante Diskussion um Tiefenöl habe ich in »Energie ohne Ende« aufgegriffen und umfassender dargestellt.

Abiotische Entstehungsprozesse von irdischem Methan sind natürlich ohnehin bekannt. In der Tiefe bildet es sich bei hohem Druck und entsprechenden Temperaturen, vulkanische Vorgänge befördern es nach oben. Natürlich sieht die Erdkruste an der Jamal-Halbinsel Westsibiriens anders aus, »Tiefenmethan« wird hier eigentlich nicht erwartet. Übrigens: Methangas wurde bekanntlich auch auf anderen Himmelskörpern entdeckt, ohne dass pupsende Kühe oder verfaulende Biomasse dafür verantwortlich sein dürften.

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Der Saturnmond Titan verfügt heute noch über einen sehr konstanten Methangehalt seiner Atmosphäre, obwohl das Gas längst ins All hätte entweichen müssen. Die europäische Titan-Landesonde Huygens führte an Bord ein Kombi-Instrument zur chemisch-physikalischen Stoffanalyse mit sich und lieferte den Forschern wertvolle Hinweise darauf, dass das Methan nicht etwa aus den Seen an der Oberfläche von Titan stammte, sondern vielmehr aus dem Inneren des Trabanten nach außen drang.

Bei etlichen alternativen Beobachtungen und Theorien würde in der anhaltenden Kontroverse unter anderem natürlich bald auch »Peak Oil« ad absurdum geführt, und das wollen manche eben nicht. Reine Wissenschaft und eine unabhängige geologische Forschung, das bleibt in etlichen Fällen letztlich doch eine Illusion. Manche meinen, dies gilt vielleicht auch im Fall der gigantischen Krater Sibiriens, die sich am Ende vielleicht noch ganz anders erklären.

Literatur:

Das Geheimnis ewiger Energie von Andreas von Rétyi

Die Erde hat ein Leck: Und andere rätselhafte Phänomene unseres Planeten von Axel Bojanowski

Energie ohne Ende: Erfindungen – Konzepte – Lösungen von Andreas von Rétyi

Die seltsamsten Orte der Welt: Geheime Städte, Wilde Plätze, Verlorene Räume, Vergessene Inseln von Alastair Bonnett

 

Quellen: PublicDomain/info.kopp-verlag.de vom 01.10.2015

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