Neuer Spionage-Virus „Flame“ treibt sein Unwesen

Ein neuer Computervirus ist im Umlauf, der bereits tausende Computer infiltriert hat. Er zeichnet Gespräche und Daten auf und ist laut Experten von einer staatlichen Organisation entwickelt worden.

Ein neuer Computervirus besorgt IT-Experten. Er wird „Flamer“ oder „Flame“ genannt, ist äußerst komplex und intelligent.
Die Schadsoftware habe tausende Rechner vorwiegend im Nahen Osten befallen und sei seit bis zu fünf Jahren aktiv, teilte die auf Anti-Viren-Programme spezialisierte Firma Kaspersky Lab mit. Sollten sich die Angaben des russischen Unternehmens bestätigen, wäre Flame nach Stuxnet und Duqu die dritte entdeckte Cyber-Waffe, die im großen Stil verbreitet wurde. Die israelische Zeitung „Haaretz“ bezeichnete den Virus als „beispiellosen Cyberangriff“, der Computer etwa im Iran, dem Sudan, Saudi Arabien und Ägypten befallen habe.

Die Hauptfunktion des Virus sei es, Informationen zu stehlen, schreiben die Analysten des ungarischen CrySys Laboratory. Der Virus müsse von einer staatlichen Einrichtung mit entsprechendem Budget und großen Anstrengungen entwickelt worden sein.
Ähnliches schrieb die Firma Symantec in ihrem Blog, die den Virus „W32.Flamer“ seit einigen Tagen analysiere. Sein Charakter sei beträchtlich und ähnlich hoch wie bei Stuxnet und Duqu. Den Code könne kaum ein Mensch allein programmiert haben, sondern eine Organisation müsse dahinter stecken, schreibt Symantec.

Vitaly Kamluk von Kaspersky sagte der BBC, die neue Bedrohung würde keine physischen Schäden auf den Rechnern anrichten. Dafür würde sie den Netzwerk-Verkehr verfolgen, Screenshots machen, Unterhaltungen aufzeichnen und die Bewegungen auf Tastaturen nachvollziehen.

Die Mitarbeiter von Kaspersky stehen bei der Entschlüsselung des Virus nach eigenen Angaben noch am Anfang. Flame habe 20 Mal mehr Code als Stuxnet, mit dem iranische Anlagen zur Urananreicherung angegriffen und Zentrifugen zerstört wurden. Eine iranische Agentur für Datensicherheit teilte über ihre Webseite mit, Flame habe eine „enge Verbindung“ zu Stuxnet und sei möglicherweise für Cyberangriffe verantwortlich, die nach iranischen Angaben jüngst für umfangreiche Datenverluste in einigen Computersystemen des Landes gesorgt hatten. Flame könne laut Kaspersky Daten sammeln, die Einstellungen des befallenen Computers verändern, das Mikrofon einschalten, um Gespräche mitzuschneiden, Screenshots machen und Chats aufzeichnen.
Betroffen seien bis zu 5.000 Computer, vor allem von Unternehmen und Bildungseinrichtungen im Iran, Israel, in den Palästinensergebieten, im Sudan und Syrien. Über den möglichen Urheber der Schadsoftware wollte Kaspersky keine Angaben machen.

Der 2010 entdeckte Stuxnet war für Industrieprogramme entwickelt worden – damals ein Novum. Er hatte er vor allem Industrie-Anlagen wie Kraftwerke oder Chemiefabriken befallen, auch in Deutschland. Betroffen waren auch Kunden, die das Siemens -Steuerungssystem Simatic einsetzten. Allerdings hat Siemens zufolge keines der Unternehmen einen konkreten Schaden dadurch erlitten.

Quellen: dapd/Handelsblatt vom 28.05.2012

About aikos2309

10 comments on “Neuer Spionage-Virus „Flame“ treibt sein Unwesen

  1. Wenn ich das lesen, dann bekomme ich richtig angst mich vor meinem Rechner zu setzen. Gut, ich mache zwar nichts illegales im Netz, aber trotzdem möchte ich nicht von irgendjemanden – selbst wenn er irgendwo im Ausland sitzt – ausspioniert werden.

  2. Rechtschreibfehler(doppelt „er“ am Anfang des Satzes…):
    Er hatte er vor allem Industrie-Anlagen wie Kraftwerke oder Chemiefabriken befallen, auch in Deutschland […]
    Weiterhin noch eni Rechtschreibfehler bei folgendem Ausschnitt: „Betroffen seine bis zu 5.000 Computer […]“ … Das Wort sollte bestimmt nicht seine heißen 😉
    Außerdem ist natürlich noch folgender Rechtschreibfehler: „[…] teilte die auf Anti-Viren-Programme spezialisierten Firma Kaspersky Lab mit. Sollten […]“. Es kann sein, dass das „spezialisierte“ Firma heißen soll.
    Also ihr solltet eure Texte mal gründlicher Lesen, da es mir beim ersten Lesen aufgefallen ist 🙂
    Ansonsten zum Thema: „Ich finde solche Viren schon sehr heftig und da ich mit Viren auch nicht wenig zu tun habe, empfehle ich allen sich sorgfältig dagegen zu schützen! Ein spezielles [Infinity-Run-System] wäre perfekt gegen Viren, aber dazu mehr auf meiner Internetseite demnächst! Ich denke, dass das alles ein totaler Kindergarten ist genau wie bei der „Politikfummelei“ mit Griechenland […]“
    Danke nochmal für das Schreiben eines Kommentars!
    Sehr wichtiges Thema! So etwas sollte wirklich gezielt an die Öffentlichkeit! 🙂

    1. Wir haben es gelesen, aber 6 Uhr morgens ist nicht meine Zeit – einfach überlesen…vielen lieben Dank für den netten Hinweis, wir haben die Stellen verbessert 🙂
      Der Kommentar bei dem Griechenland-Artikel war wichtig, da sonnt immer nur die manipulativen Meldungen aufgenommen werden. Wir müssen differenzieren 😉
      Viel Spaß beim lesen des Blogs 🙂

      1. Alles klar!
        Weißt du wieso ich so spät schreibe? Ich habe irgendwo auf meinem Rechner diesen Kommentar gefunden und ihn gegoogelt! Dann habe ich diesen Blog wiedergefunden! Misteriös xD
        Naja 😉
        Jedenfalls 1A Sache, dass ihr euch bemüht und alles versucht 🙂

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