Hunger als chronische Katastrophe

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Hungerkrisen sind zu einem großen Teil menschengemacht – Was man dagegen tun kann, wurde in Wien diskutiert.

Im Rahmen des zweitägigen Caritas-Kongresses „Zukunft ohne Hunger“ in Wien diskutierten internationale Experten auch darüber, wie man der „chronischen Katastrophe Hunger“ begegnen kann. Denn die Ursachen für Unterernährung und Hunger würden nicht nur in der Armut liegen.

Da jedes Land eine andere Struktur habe, sei es wichtig, bei der Entwicklungshilfe genau zu ergründen, wo der Kern des Problems steckt. Eben dieser Zugang habe in Brasilien zu einer erheblichen Verbesserung der Lage geführt, so Paul Larsen, Direktor der Multilateral und NGO Relations Division im UN World Food Programme.

Mehr Solidarität

Die Experten waren sich darin einig, dass ein Mentalitätswandel unbedingt erforderlich sei, um das Dauerproblem Hunger zu beseitigen. Daher müsse in erster Linie das Solidaritätsdenken von Regierungen und auch jeder einzelnen Person gestärkt werden.

Auf die Frage einer Teilnehmerin, was sie individuell nun unternehmen könne, antwortete Otilia Sîrbu, Direktorin von Caritas Moldawien: „Erzähle jedem, dass er kein Wasser verschwenden soll.“ Und wenn jemand erwidern sollte, dass andere weiterhin sorglos mit Wasser umgehen, dann würde Sîrbu folgendes erklären: „Aber du wirst Kinder bekommen und erziehen – und die machen es dann so wie du.“

Hunger in Osteuropa

Sîrbu hat in ihrem Land die Erfahrung gemacht, dass Unternehmertätigkeiten noch 20 Jahre nach Ende der Sowjetzeit für die Bevölkerung negativ besetzt sind. Darunter leide auch die Landwirtschaft. Moldawien sei mal der „Brot- und Früchtekorb“ der ganzen Sowjetunion gewesen.

Der Lebensmittel- und Saatgutpreis sowie die Landverteilung seien inzwischen trotz fruchtbarem Boden die Hauptgründe, weshalb in Moldawien, ähnlich wie in anderen osteuropäischen Ländern, viele Menschen hungern müssen.

Gegen Vergessen und Ignoranz

Amitava Mukherjee von der UN-Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik empfiehlt, dass jeder, der einen hungerleidenden Menschen sieht, in einem Brief an den Bundespräsidenten davon berichten sollte. Auch für Larsen sind die Ignoranz und das Vergessen der Regierungen wichtige Punkte.

In Asien und der Pazifik-Region sei die Zugänglichkeit zu Lebensmitteln eher das Problem, als das Vorhandensein von Ressourcen, sagte Mukherjee. Besonders Frauen leiden in den betroffenen Gebieten, etwa in Indien, wo sie durch patriarchale Familienstrukturen benachteiligt werden. Der Mann würde traditionell zuerst essen, bis er satt ist, und erst dann bekämen die Frauen den Rest für sich und ihre Kinder. Dabei sollten sie gerade, wenn sie schwanger sind oder stillen, umso mehr Essen zur Verfügung haben.

Hunger in Afrika

Neben Dürrekatastrophen und Überschwemmungen macht Paul Larsen vor allem die Lebensmittelspekulation für den Hunger in Afrika verantwortlich. Davon sei auch das „World Food Programme“ betroffen. Schließlich müsse die Organisation die Lebensmittel selbst auf dem Weltmarkt kaufen.

Larsen fordert mehr Transparenz, sei aber nicht für die Abschaffung der Spekulationen, weil die Investitionen, die dadurch getätigt werden, wichtig für die Länder seien. Für Amitava Mukherjee liegt ein Lösungsansatz in größeren Lebensmittelreserven, die von der Regierung verwaltet werden. Dadurch könne man den Einfluss von globalen Preisschwankungen auf nationaler Ebene besser regulieren.

Zum Abschluss der Diskussion fügte ein Teilnehmer hinzu, dass der Kauf von regionalen und Fair-Trade-Produkten sowie sparsamer und nachhaltiger Konsum die Ressourcen schonen und gleichzeitig der Spekulation entgegenwirken würden. Die Kongressbesucher und das Expertenbord stimmte diesem Statement mit Applaus zu.

Quellen: Reuters/derstandard.at vom 04.06.2012

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