Frankfurter Studenten wehren sich gegen die Haushaltspauschale

In Frankfurt wehren sich derzeit mehrere Studentenvereinigungen gegen die Haus-haltspauschale. Sie finden, sie haben genug GEZahlt und haben dementsprechend im Internet zu einer Unterschriftenaktion zur Reduzierung der Gebühren für Studenten aufgerufen. 6 Euro monatlich halten sie für angemessen, die Haushaltspauschale sieht aber fast 18 Euro pro Haushalt vor.

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) brachte kürzlich die Webseite „Genug GEZahlt!“ ans Netz und verteilt derzeit Flyer auf dem Campus. Ab Januar 2013 muss jeder Student, der in Deutschland einen Mietvertrag unterschrieben hat, 17,98 Euro monatlich an Rundfunkgebühren entrichten. Damit werden die finanziell eher schlecht gestellten Studenten genauso stark belastet, wie alle Arbeitnehmer und Selbstständige. Aufgrund der gestiegenen Mieten, Krankenversicherungsbeiträge und Lebenshaltungs-kosten fordern sie eine Festsetzung der monatlichen Gebühren auf 6 Euro. Sie hinter-fragen zudem, was man in den öffentlich-rechtlichen Programmen für sein Geld geboten bekommt. Soll man wirklich fast 18 Euro monatlich für Talkshows, royale Königs-hochzeiten und einen jodelnden Hansi Hinterseer bezahlen?

Auch gilt es zu bedenken, dass künftig auch die Personen ohne Radio- oder Fernsehgerät ihre Gebühren in voller Höhe entrichten müssen. Sechs Euro monatlich könnten sich die meisten aber noch pro Monat leisten, so der Studentenverband. Die Frankfurter AStA geht hingegen noch weiter. Sie fordern eine Kulturflatrate und dementsprechend die Abschaffung der Rundfunkgebühren. Sie finden, die Tätigkeit der Gebührenein-zugszentrale (GEZ) sei viel zu „bürokratielastig„. Einzig die Mieter von Wohn-gemeinschaften sind künftig im Vorteil, weil die Rundfunkgebühren ab Januar 2013 nur noch einmalig entrichtet werden müssen. Umso mehr Personen sich eine Wohnung teilen, umso preiswerter wird es.

Genug GEZahlt? Wer auch der Meinung ist, er möchte als Besucher einer Fachhochschule oder Universität nur noch 6 Euro entrichten, der kann die Unterschriftenaktion des RCDS hier unterstützen. Bis auf den Vor- und Nachnamen müssen keinerlei persönlichen Daten angegeben werden.

Quelle: gulli.com vom 15.07.2012

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