Millionen US-Bürger weiter ohne Strom

An der Pazifikküste ist es noch erträglich, der Rest der USA muss mächtig schwitzen. Für Millionen Menschen im Osten des Landes ist die Hitzewelle doppelt schlimm: Sie warten nach den schweren Unwettern noch immer auf Strom.

Nach den schweren Gewitterstürmen in den USA müssen noch mehr als zwei Millionen Menschen im Osten des Landes ohne Strom auskommen. Manche von ihnen müssen nach Angaben ihrer lokalen Energieversorger noch bis Freitag warten, bis Kühlschränke und Klimaanlagen wieder am Netz sind, berichteten US-Medien am Montag. Eine Hitzewelle brachte extreme Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad. Auch für die kommenden Tage rechnen die Meteorologen mit Spitzenwerten.

Bei schweren Unwettern zwischen den Rocky Mountains und der Atlantikküste am Freitag kamen mindestens 17 Menschen ums Leben, zunächst war von 13 die Rede gewesen. Viele wurden von Bäumen erschlagen, als die Stürme nahezu ohne Vorwarnung mit Spitzengeschwindigkeiten von fast 150 Stundenkilometern über das Land rasten.

Gefahr für alte und kranke Menschen

Zudem brachte die Hitze vor allem Ältere und Kranke in Lebensgefahr – zahlreiche Orte öffneten Sporthallen, Kirchen und staatliche Gebäude als „Kühlzentren“. Kostenlos verteilte Wasserflaschen und Eiswürfel sollten die Not lindern.

Der Nationale Wetterdienst erwartet für einen Großteil des Landes auch für die nächsten Tage „erbarmungslose Hitze“. „Starke bis sehr heftige Gewitterstürme sind möglich von der südlichen Atlantik-Region bis zum nördlichen Zentrum der USA“, hieß es zudem in einer Warnung der Behörde am Montag.

Verkehrsprobleme erschwerten vielen Amerikanern den Start in die Woche, berichtete der TV-Sender MSNBC. Hunderte ausgefallene Ampeln und umgestürzte Bäume auf den Straßen hätten vor allem im Bundesstaat Maryland chaotische Zustände verursacht.

Quellen: dpa/tageblatt.lu vom 02.07.2012

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