Amerikaner heben seit 9/11 wieder massiv Geld von Bankkonten ab

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Das neue Jahr hat für den US-Bankensektor nicht sonderlich gut begonnen. Laut eines neuen Berichts der Zentralbank Federal Reserve hoben die Amerikaner in der ersten Januarwoche so viel Bargeld von ihren Bankkonten ab, wie schon seit dem Tag der Anschläge auf das World Trade Center am 9. September 2001 nicht mehr.

Eine Ironie des Schicksals, dass US-Bankkunden nach dem Ende der Transaction Account Guaranty ausgerechnet zu den Großbanken überlaufen, die ihnen die Finanzkrise hauptsächlich eingebrockt haben.

Der massive Kapitalabzug von $114 Milliarden durch amerikanische Sparer zu Beginn dieses Jahres ist sehr wahrscheinlich dem Auslaufen des auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008 initiierten Programms Transaction Account Guaranty geschuldet. Bis Ende 2012 wurden nicht Zins bringende Einlagen amerikanischer Bankkunden in einer Höhe von $250.000 pro Konto staatlich garantiert.

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Damit ist es seit dem 1. Januar vorbei. Der Staat garantierte über einen Zeitraum von rund vier Jahren die Bankeinlagen von Kunden in einer Gesamthöhe von $1,5 Billionen. Damals profitierten von dem staatlichen Programm vor allem kleine und mittelgroße Regionalbanken, die ihre Kunden nach dem Zusammenbruch der kalifornischen IndyMac Bank auf diese Weise davon überzeugen konnten, ihre Einlagen nicht panisch abzuheben.

Doch genau dieses Verhalten zeigt sich jetzt rund vier Jahre später, wie ein neuer Bericht der Federal Reserve zeigt. Ein Beweis für die Annahme, dass die meisten Amerikaner ihrem Bankensystem auch weiterhin nicht über den Weg trauen. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird damit gerechnet, dass viele Kunden ihre Einlagen auf Konten von systemrelevanten Großbanken transferieren werden, wogegen Regionalbanken bis zuletzt Lobbyarbeit im Kongress betrieben.

Man braucht sich sicherlich nicht zu wundern, wenn aus diesem Grund die Pleitewelle unter den Regionalbanken wieder an Fahrt aufnehmen wird in den nächsten Wochen. Der massive Kapitalabzug seit Beginn dieses Monats ist vom Volumen her bereits größer als zu Zeiten der Anschläge auf das World Trade Center. Insgesamt sanken die Einlagen bei amerikanischen Banken bis Ende der ersten Januarwoche dadurch auf $5,37 Billionen.

Nutznießer der zu beobachtenden Entwicklung dürften einmal mehr die amerikanischen Großbanken sein, die durch die US-Regierung jederzeit als systemrelevant angesehen werden. So sehen das ganz offensichtlich auch die Bankkunden, die ihre Konten für laufende Ausgaben nun ausgerechnet zu denjenigen Instituten transferieren, die ihnen die Finanzkrise durch ihre überbordenden Spekulationen und Betrügereien hauptsächlich eingebrockt haben.

Quelle: wirtschaftsfacts.de vom 28.01.2013

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