Nordkorea bittet Mongolei um Hilfe – Seoul nennt neue Termine für nordkoreanische Raketenstarts

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Nordkorea hat die Mongolei um Hilfe im Kampf gegen die Nahrungsmittelknappheit gebeten. Bei einem Treffen mit dem mongolischen Präsidenten Tsakhiagiin Elbegdor erklärte Nordkoreas Botschafter, dass sein Land mit einem „schweren“ Mangel an Nahrung konfrontiert werden könne. Der Botschafter bat den Präsidenten, die Möglichkeit von Lieferungen humanitärer Hilfsgüter nach Nordkorea zu prüfen.

Nordkoreanische Nachrichtenagenturen kündigten offiziell keine Knappheit von Nahrungsmitteln an, aber Gerüchte über die Hungersnot in Nordkorea erscheinen regelmäßig in der Weltpresse. Eine der wahrscheinlichen Ursachen für den neuen Hunger kann eine Flut sein, die das Land im Sommer 2012 heimsuchte und einen Großteil von Nutzpflanzen vernichtete.

Seoul nennt neue Termine für nordkoreanische Raketenstarts

Südkorea hat drei neue Termine für die Prüfung einer ballistischen Rakete durch Nordkorea genannt. Die vorherige Prognose, der 15. April, der Geburtstag des Gründers Nordkoreas, Kim Il Sung, hat sich nicht bewahrheitet. Die jetzigen Annahmen wurden angesichts der Tatsache gemacht, dass Pjöngjang an der Ostküste Raketenstartanlagen positioniert.

Nordkorea kann einen Probestart der ballistischen Rakete bereits am 25. April vor-nehmen, meint man im südkoreanischen Verteidigungsministerium. Das ist der Gründungstag der Koreanischen Volksarmee. Es wird auch der 30. April genannt, der Tag, an dem die groß angelegten Übungen Südkoreas und der USA zu Ende gehen.

Eben diese Übungen provozierten die jetzige Runde der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Als ein weiteres wahrscheinliches Datum für den Start gilt der 27. Juli. Das ist der Tag, an dem die Feuereinstellung im Koreakrieg von 1950 – 1953 unterschrieben wurde.

Diese Prognosen erinnerten in vieler Hinsicht an ein orakeln aus dem Kaffeesatz, meint Georgi Toloraja, Direktor für koreanische Programme des Wirtschaftsinstituts der Russischen Akademie der Wissenschaften:

„Ich habe eine Empfindung, dass südkoreanische Experten verwirrt sind. Sie geben schlicht und einfach Versionen preis, die wahrheitsgetreu zu sein scheinen, das heißt die an gewisse Daten gebunden sind. Ich denke nicht, dass es an den Daten liegt. Nordkorea ist im Prinzip zu Raketentests jederzeit bereit. Es liegt jedoch an der politischen Situation. Wenn es Nordkorea gelingt, einen Dialog mit den USA durchzusetzen, so wird es keine Tests geben. Gelingt es nicht, so wird es welche geben. Am ehesten lässt sich Pjöngjang von einer solchen Logik leiten. Man sollte nicht auf irgendwelche Daten schauen. Ein Vorwand wird sich immer finden.“

Indessen hat Nordkorea zwei mobile Startanlagen mit ballistischen Raketen von Typ Scud an die Ostküste verlegt. Dies teilten Quellen im südkoreanischen Nachrichtendienst mit. Früher sind, ebenfalls laut ihren Informationen, zwei Musudan-Raketen mittlerer Reichweite und sieben mobile Startanlagen dorthin beordert worden. Militärexperten schließen nicht aus, dass die Tests der Musudan-Rakete misslingen könnten. Und dann wird Pjöngjang die Raketen vom Typ Scud und Nodon starten lassen.

Wie dem auch sei, Seoul und Washington haben Pjöngjang davor gewarnt und darauf hingewiesen, dass neue Raketenbedrohungen „das kommunistische Regime ungünstig beeinflussen“ würden. Diese Erklärung wurde nach dem Besuch des Generalstabchefs Martin Dempsey in Seoul gemacht.

Am Montag führte der US-amerikanische General Konsultationen über die Situation auf der koreanischen Halbinsel in Peking durch. Es wird erwartet, dass dort den bevor-stehenden chinesisch-nordkoreanischen Verhandlungen die größte Beachtung geschenkt wird. Am Vorabend nahm Pjöngjang den Vorschlag Chinas an, einen Dialog zu beginnen.

Schon in den nächsten Tagen kann Wu Dawei, Sondervertreter der chinesischen Regierung in Nordkorea eintreffen. Seine Mission sei für eine Normalisierung der Situation in der Region äußerst wichtig, meint Wladimir Jewsejew, Direktor des Zentrums für gesellschaftspolitische Studien:

„China ist ein guter Mediator. Es besitzt in Wirklichkeit ernst zu nehmende Hebel für die Einflussnahme auf Nordkorea. Doch ist dieser Einfluss nicht grenzenlos. Die Tatsache, dass China eine solche Initiative an den Tag gelegt hat, ist gut, das sollte man auf jede Weise unterstützen. Zugleich muss man jedoch begreifen, dass Nordkorea nicht alles so tun wird, wie China es will. Deshalb kommt es hier auf eine aktive Mitwirkung ver-schiedener Spieler an. Das Wichtigste dabei wäre, alle Seiten von irgendwelchen provokativen Handlungen abzuhalten. Russland könnte sich daran aktiv beteiligen. Insgesamt ist eine Stabilisierung auf der koreanischen Halbinsel für Russland äußerst wünschenswert.“

Zuvor hat der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärt, dass Moskau Nordkorea energisch davon überzeugt, die Vorschriften des UN-Sicherheitsrates exakt einzuhalten, welche ein Moratorium über jede Raketen- und Kerntätigkeit verhängen. Gleichzeitig fordert Russland Nordkorea nachdrücklich dazu auf, sich jeglicher Schritte zu enthalten, die einen Militärkonflikt in Nordostasien provozieren könnten.

Quellen: EPA/AFP/Stimme Russlands vom 23.04.2013

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