30-Jahres-Studie: Wissenschaftlerin bringt Genfood mit Autismus in Verbindung (Video)

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Eine Wissenschaftlerin am renommierten Massachusetts Institute of Technology, einer der führenden Universitäten der Vereinigten Staaten, warnt, im Jahr 2025, also in gerade einmal zehn Jahren, könnte jedes zweite Kind in den USA mit Autismus geboren werden. Die Wissenschaftlerin leitet eine 30-Jahres-Studie über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Krankheiten.

Nach dieser Studie ist der schockierende Anstieg von Autismus auf den Konsum des hochgiftigen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat zurückzuführen, das routinemäßig auf Genmais und Gensoja versprüht wird, die in den USA (aber auch in der EU, in Russland und China) über Tierfutter in die Nahrungskette gelangen.

Die Biophysikerin und Elektroingenieurin Dr. Stephanie Seneff vom MIT hat über 170 wissenschaftliche Artikel mit so genanntem »peer review« veröffentlicht. Seit einigen Jahren konzentriert sie sich auf die Beziehung zwischen Ernährung und Krankheiten, insbesondere Alzheimer, Autismus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie auf die Auswirkung von Nährstoffdefiziten und Umweltgiften auf die menschliche Gesundheit.

Bei einer Konferenz Ende Oktober 2014 in Groton, Massachusetts, präsentierte Seneff die neuesten Erkenntnisse ihrer Arbeitsgruppe über die Verbindung zwischen dem Verzehr von Glyphosat und Autismus. Ihren schockierten Zuhörern erklärte sie: »Bei der heutigen Zuwachsrate wird 2025 jedes zweite Kind autistisch sein.« Sie betonte, die Nebeneffekte von Autismus ähnelten einer Glyphosat-Vergiftung, und präsentierte Daten, die eine deutliche Verbindung zwischen der Anwendung von Roundup auf Feldfrüchte wie Mais oder Sojabohnen und der zunehmenden Häufigkeit von Autismus zeigten.

Glyphosat und Monsantos Machtpolitik

Roundup ist der meistverwendete Unkrautkiller der Welt. Jeder amerikanische Landwirt, der GV-Saatgut von Monsanto (oder einem anderen Hersteller) kauft, muss sich vertraglich verpflichten, es auf Gensoja und Genmais zu versprühen. Und das ist keine Kleinigkeit.

1992 einigte sich US-Präsident George H. W. Bush mit Monsanto darauf, keine unabhängige staatliche Gesundheits- und Sicherheitsüberprüfung von Roundup und Roundup-resistenten GVO (gentechnisch veränderte Organismen) durchzuführen. Roundup enthält Glyphosat und weitere nicht deklarierte Giftstoffe. Bis heute werden alle Sicherheitstests von Monsanto selbst geliefert, die Firma wurde wiederholt bei der Übermittlung falscher Daten erwischt.

Abgerundet wird das kriminelle Bild durch die Berufung des früheren Monsanto-Vizechefs Michael R. Taylor zum Stellvertretenden Kommissar für Lebensmittel bei der amerikanischen Lebensmittelsicherheits- und Arzneimittelzulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration).

Dabei wissen nur wenige, dass die am häufigsten angebauten GV-Feldfrüchte – Gensoja und Genmais – gentechnisch so verändert sind, dass sie hohen Dosen des Unkrautkillers Roundup oder ähnlichen Glyphosat-haltigen Mitteln widerstehen. Sie sind nicht genmanipuliert, um höhere Erträge zu bringen oder den Chemikalieneinsatz zu reduzieren. Sondern nur, um gegen hohe Dosen von Glyphosat resistent zu sein.

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Autismus und Glyphosat

Wie Seneffs Studie ergab, zeigen Kinder mit Autismus Biomarker für überschüssiges Glyphosat, beispielsweise Zink- und Eisenmangel, niedrige Werte von Serum-Sulfat, Krampfanfälle und mitochondriale Störungen. Anhand von Schaubildern belegte Seneff einen deutlichen Zusammenhang zwischen der zunehmenden Anwendung von Roundup (mit Glyphosat) und der Anstiegsrate von Autismus.

Wie ihr Diagramm zeigt, nimmt die Häufigkeit von Autismus bei Kindern seit 1992 ständig zu, nachdem Präsident Bush Monsanto freie Hand ließ und sich Monsanto-Pflanzen auf amerikanischen Äckern verbreiteten. Heute sind rund 97 Prozent aller Sojabohnen in den USA gentechnisch verändert, die meisten stammen von Monsanto. Über 80 Prozent des Maises in den USA ist mit Glyphosat besprühter Genmais. Seit 1992 ist der Verbrauch von Glyphosat auf amerikanischen Äckern auf fast das 400 000-Fache gestiegen. Seneffs Diagramm zeigt dementsprechend eine erstaunliche Korrelation mit dem Anstieg von Autismus seit 1992. Damals lag die Zahl der neuen Fälle bei 15 000, bis 2010 war sie auf fast 380 000 Fälle gestiegen.

Die MIT-Wissenschaftlerin betont: Die Häufigkeit von Autismus ist von 1:5000 im Jahr 1975 auf heute 1:68 gestiegen, mit weiterhin steigender Tendenz. Und Autismus steht in enger Verbindung mit der zunehmenden Anwendung von Glyphosat. Glyphosat-kontaminierte Soja- und Maisprodukte finden sich heute in besorgniserregenden Mengen in der amerikanischen Ernährung.

Da es praktisch auf den gesamten Genmais in den USA versprüht wird und da fast der gesamte US-Mais gentechnisch verändert wird, finden sich Spuren von Glyphosat in allen Limonaden wie Cola oder Fanta oder allen mit Maissirup gesüßten Süßigkeiten. Alle Chips, Müslis und Schokoriegel sind mit Soja-Füllmitteln versetzt, die die Hersteller zugeben, um natürliche Nahrungs-mittel wie Rindfleisch oder Geflügel »zu strecken«. Es gibt Sojaprotein-Isolate oder strukturierte Soja in milchfreier Eiscreme, aufgeschlagenem Tortenüberzug, fettarmem Milchpulver, vorgeformten Hamburger-Fleischplatten und Fleischkäse zum Fertigbacken. Mit Glyphosat besprühte Gensoja findet in der Fastfood- und Snackindustrie vielfache Verwendung, beispielsweise in Chicken Nuggets, Energieriegeln, kohlenhydratarmen Snacks, vegetarischen Produkten und anderen industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Auch Weizen wird häufig kurz vor der Ernte mit Roundup besprüht, also enthalten auch alles nicht organische Brot und andere Weizenprodukte giftiges Glyphosat.

Wie Dr. Seneff betonte, braucht der Gehalt von Glyphosat in einzelnen Produkten gar nicht hoch zu sein, trotzdem kann der kumulative Effekt (vor allem angesichts der Menge an industriell verarbeiteten Lebensmitteln, die die Amerikaner essen) verheerend sein.

Glyphosat in der Muttermilch

Am 14. Mai 2014 kamen Vertreterinnen einer Organisation namens Moms Across America in Washington mit hohen Repräsentanten der Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) zusammen, um darüber zu beraten, wie der Glyphosat-Einsatz bei Feldfrüchten in den USA verringert werden kann. Um den Termin zu erhalten, hatten die Frauen auf Facebook eine massive Kampagne gestartet. Sie zitierten neuere Studien, wonach die Muttermilch in den USA häufig mit Roundup kontaminiert ist.

Bei jüngeren Studien war in der Milch amerikanischer Mütter Glyphosat in Konzentrationen nachgewiesen worden, die um das 760- bis 1600-Fache über dem Grenzwert für Trinkwasser in Europa lagen. Auch Urinproben ergaben zehnmal mehr Glyphosat im Urin von Amerikanern als von Europäern.

Vor der Presse erklärte Zen Honeycutt, die Gründerin von Moms Across America: »Es ist ein Gift und es ist in unserem Essen. Und jetzt finden sie es in der Muttermilch. Zahlreiche Studien weisen auf schwere Schädigungen bei Säugetieren hin. Wir wollen ein Ende dieser toxischen Chemiecocktails in unserem Essen.« Die EPA versprach eine erneute Untersuchung des Glyphosat-Einsatzes, sie setzte sich eine Frist bis 2015, um über eine Einschränkung oder Einstellung der Anwendung zu entscheiden.

Dabei ist allerdings nicht klar, ob die Untersuchung erstmals seit Beginn der Roundup-Anwendung zu Beginn der 1990er Jahre auch unabhängige staatliche Tests einschließen soll, anstatt sich auf die Ergebnisse von circa 100 bestehenden Tests zu verlassen, denen zufolge Glyphosat in den verwendeten Mengen für Menschen unschädlich ist. Diese Tests wurden fast ausnahmslos von Monsanto und anderen GVO-Produzenten zur Verfügung gestellt.

Bislang gibt es Beweise für Korruption auf hoher Ebene der Behörden der US-Regierung, denen die Verantwortung für Gesundheit und Wohlergehen der Bürger obliegt. Sie werden schwerlich ernsthafte Forschung oder ein Moratorium für Glyphosat auf der Grundlage ausgedehnter Untersuchungen wie einst bei DDT zulassen.

Anfang Dezember 2014 veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium die Ergebnisse einer Studie, wonach zwar in mehr als der Hälfte der getesteten Lebensmittel Pestizidrückstände nachweisbar waren, diese jedoch bei 99 Prozent der Proben in den von der Regierung als sicher erachteten Grenzen lagen; bei 40 Prozent der Proben fanden sich überhaupt keine Spuren von Pestiziden.

Dennoch räumte das Ministerium ein, aus »Kostenerwägungen« nicht auf Rückstände von Glyphosat getestet zu haben. Aus »Kostenerwägungen« machte man sich nicht die Mühe, auf den aktiven Inhaltsstoff des meistverwendeten Unkrautkillers zu testen? Nach ihrem Vortrag in Groton sagte Dr. Seneff: »Meiner Ansicht nach lässt sich die Lage kaum noch reparieren. Wir brauchen drastische Maßnahmen.« Die Weihnachtszeit ist eine gute Zeit, um über den Wert eines Menschen, eines jeden menschlichen Lebens, nachzudenken. Zu oft scheint das heute in Vergessenheit zu geraten, besonders, wenn die GVO-Lobby ihre Macht ins Spiel bringt.

Video: Dr. Stephanie Seneff, senior researcher at MIT, speaking at this year’s Autism One conference

ARD plusminus berichtet: Gefahr aus der Gartenspritze

Die Europäische Union (EU) prüfte 2014 erneut, ob die Zulassung für das Pflanzenschutzmittel Glyphosat verlängert wird. Während Bundesbehörden grünes Licht geben, warnen viele Forscher vor schädlichen Folgen, auch für den Menschen.

Glyphosat wurde bereits in Brot und Brötchen nachgewiesen und erreicht offenbar auch den Menschen: In einer Stichprobe von Plusminus wurde in acht von elf Fällen Glyphosat im Urin festgestellt.

Das Pflanzenschutzmittel kommt in vielen verschiedenen Bereichen zur Anwendung. Es wird in privaten Gärten eingesetzt, manche Kommunen halten mit dem Wirkstoff Grünflächen unkrautfrei, die Bahn setzt es auf ihren Gleisen ein und Landwirte sprühen es auf ihre Felder.

In den vergangenen Jahren ist der Verkauf von Glyphosat stark gestiegen. Im Jahr 2000 wurden in Deutschland 3.275 Tonnen des Wirkstoffs verkauft, 2012 waren es schon 5.981 Tonnen. Das reicht für mehr als 40 Prozent der gesamten bewirtschafteten Ackerfläche in Deutschland.

Im Jahr 2012 untersuchte die Zeitschrift „Ökotest“ Weizenprodukte, um festzustellen, ob sich darin Rückstände des Pflanzenschutzmittels Glyphosat befinden. In dreiviertel aller Produkte war das Pflanzengift nachweisbar. Für Chefredakteur Jürgen Stellpflug war besonders erstaunlich, dass sich Glyphosat auch in Brötchen und Brot nachweisen ließ, also in erhitzen Produkten. Zuvor hieß es immer, Glyphosat überstehe den Backprozess nicht.

Wenn sich das Pflanzenschutzmittel in der Nahrung befindet, gelangt es in den menschlichen Organismus. Für eine Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) wurden Urinproben aus 18 Ländern untersucht. 70 Prozent der Proben aus Deutschland enthielten Glyphosat.

Die Bundesregierung sieht keine rechtlichen Möglichkeiten für ein Verbot.

Zu einem möglichen Verbot des Pflanzenschutzmittels Vorox, das Glyphosat enthält, beruft sich der Hersteller Compo auf das Bundesinstitut für Risikobewertung: „Die Voraussetzungen für eine Genehmigung von Glyphosat liegen vor.“ Monsanto, Hersteller des Mittels Roundup, das ebenfalls Glyphosat enthält, verweist auf einen Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz. Demnach gingen von Glyphosat keine Gefahren für die Gesundheit aus. Ein Verbot im Haus-und Kleingartenbereich lehnt Monsanto als unbegründet, unverhältnismäßig und nicht zielführend ab.

Quellen: PRAVDA TV/info.kopp-verlag.de/Massachusetts Institute of Technology (MIT)/daserste.de vom 29.12.2014

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