Franziskaner-Orden wegen dubioser Finanzgeschäfte vor der Pleite

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Ausgerechnet der auf Armut und als Gegen-Entwurf zu einer reichen Kirche gegründete Franziskaner-Orden steht nach eigenen Angaben wegen dubioser Finanzgeschäfte vor der Pleite. Zwar sind die deutschen Franziskaner nicht direkt von dem Skandal betroffen. Allerdings wird erwartet, dass die Provinzen zusammenlegen müssen, um eine Pleite abzuwenden.

Der Franziskaner-Orden steht nach eigenen Angaben wegen dubioser Finanzgeschäfte vor der Pleite. Der Orden «hat schwere, ich unterstreiche schwere finanzielle Probleme mit einem beträchtlichen Betrag an Schulden», schrieb Generalminister Michael Anthony Perry in einem offenen Brief an seine katholischen Ordensbrüder. Hausinterne Ermittlungen hätten ergeben, dass möglicherweise «zweifelhafte Finanzoperationen» ohne das Wissen der Führung des Ordens gemacht worden seien, die die «finanzielle Stabilität» in Gefahr gebracht hätten. Staatliche Ermittlungsbehörden seien eingeschaltet worden.

Die deutschen Franziskaner, die in einer unabhängigen Provinz organisiert sind, sollen von dem Skandal nicht direkt betroffen sein. Allerdings sei nicht klar, welche Auswirkungen der Skandal auf die deutsche Provinz haben werde, weil man sich als Solidargemeinschaft verstehe.

Der Orden teilt auf seiner Website mit:

Der Generalminister des Franziskanerordens, Michael Perry, hat alle Brüder in einem Brief vom 17. Dezember darüber informiert, dass sich die Generalleitung des Ordens in „schwerwiegenden finanziellen Schwierigkeiten“ befindet.

Der Franziskanerorden gliedert sich weltweit in über hundert lokale Provinzen, die finanziell selbständig sind. Darum sind auch die Deutsche Franziskanerprovinz und ihre Klöster und Einrichtungen von dieser Krise finanziell nicht betroffen. Die Verwaltung unserer finanziellen Mittel geschieht nach klaren ethisch-ökologischen Anlagekriterien, die immer wieder aktualisiert werden und einer jährlichen externen Prüfung unterliegen. Ebenfalls nicht betroffen sind unsere weltkirchlichen Hilfswerke wie die Franziskaner-Mission in Dortmund oder der Franziskaner-Missions-Verein in München, über die wir mit den uns anvertrauten Spendengeldern weltweit pastorale und soziale Projekte unterstützen.

Betroffen von der Finanzkrise der Generalleitung sind jene Häuser, die unmittelbar dem Generalminister unterstehen, etwa internationale Ausbildungszentren, und solche Provinzen, die vor allem in der Ausbildung ihrer jungen Brüder finanziell von der römischen Zentrale abhängig sind.

Dennoch ist der Franziskanerorden natürlich eine weltweite Solidargemeinschaft. Darum wird die Überwindung der finanziellen Schwierigkeiten eine Herausforderung für alle Provinzen sein.

Die Provinzialminister der mitteleuropäischen Provinzen, die vom Generalminister bereits vor der Veröffent-lichung seines Briefes von der Finanzkrise unterrichtet worden waren, haben die Generalleitung in Rom frühzeitig aufgefordert, konsequent und mit externer Hilfe aufzuklären, wie es zu dieser für den Gesamtorden unhaltbaren Situation kommen konnte. Zugleich hoffe ich, auch im Blick auf das nächstjährige Generalkapitel, dass diese schwere Krise dazu beiträgt, sichere Kontrollmechanismen für einen transparenten und verantworteten Umgang mit unseren materiellen Gütern zu entwickeln.

Nach italienischen Medienangaben geht es unter anderem um millionenschwere Investitionen in ein Hotel im Zentrum von Rom mit Blick auf den Petersdom. Dabei sei Geld versenkt worden. Der Orden wollte sich dazu am Freitag nicht äußern.

Auch kommentierte er Medienberichte nicht, wonach in der Schweiz Konten beschlagnahmt worden seien. Über diese Konten soll auch Geld in Gesellschaften investiert worden sein, gegen die unter anderem wegen Drogen- und Waffenhandels ermittelt wird, wie das italienische Magazin «Panorama» ohne Angaben von Quellen schrieb. Von Schweizer Seite war dazu am Freitag keine Bestätigung zu bekommen.

«Ordensferne» Personen hätten bei dem Skandal eine Rolle gespielt, schrieb Perry. Er rief die Brüder des Bettelordens weltweit dazu auf, einen «finanziellen Beitrag zu machen, um die Situation zu verbessern». Zudem sollte die Finanzaufsicht und Transparenz innerhalb des Ordens gestärkt werden.

Papst Franziskus – der aus dem Jesuitenorden stammt – hat sich nach Franz von Assisi benannt, der den Franziskanerorden im Mittelalter gegründet hatte. Die Franziskaner leben nach dem Gelübde der Armut. Heute ist der Orden nach eigenen Angaben mit 14 000 Mitgliedern die zweitgrößte Bruderschaft der Welt und in etlichen Ländern aktiv, darunter Deutschland.

Nach Skandalen bei der Vatikanbank kämpft der Papst seit seinem Amtsantritt vor knapp zwei Jahren für mehr Transparenz bei Finanzgeschäften der katholischen Kirche.

Quellen: dpa/Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten vom 22.12.2014

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