Protest gegen EZB-Eröffnung: „Gewalt, wie seit Jahrzehnten nicht mehr“ (Videos)

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Bei den gewalttätigen Blockupy-Protesten vor dem EZB-Neubau in Frankfurt sind am Mittwoch 90 Polizisten und auch zahlreiche Demonstranten verletzt worden. Es kam zu Festnahmen. Der Polizeipräsident sprach von Gewalt, wie sie die Stadt lange erlebt hat.

Krawalle, Rauchsäulen, Verkehrschaos: Nach chaotischen Szenen am Mittwochmorgen entspannte sich die Lage in Frankfurt am Mittag allmählich. Nahe der Europäischen Zentralbank (EZB) im Ostend löste die Polizei in der Uhlandstraße eine lange Zeit brenzlige Situation wieder auf: Sie entließ auch noch die letzten von hunderten eingekesselten Aktivisten, die am Vormittag die offizielle Eröffnung des neue EZB-Gebäudes hatten stören wollen.

(Foto: Schwarze Rauchwolken hüllten die Frankfurter Skyline ein)

Zuvor war es seit dem frühen Morgen zu regelrechten Straßenschlachten zwischen Blockupy-Aktivisten und Polizei gekommen.

Polizeipräsident: „Gewalt von größeren Gruppierungen“

Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill sprach in der hessenschau von einer „Gewalt, wie wir sie seit Jahrzehnten in Frankfurt nicht mehr hatten“. Diese sei von größeren Gruppierungen ausgegangen. Bereswill kritisierte auch die Angriffe auf die Feuerwehr, die brennende Barrikaden löschen sollte und die Beschädigungen an Autos von „vollkommen unbeteiligten Privatleuten“ an etlichen Stellen der Stadt.

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Laut Polizei wurden 91 Beamte verletzt – manche durch Steinwürfe, die meisten durch eine ätzende Flüssigkeit oder durch Reizgas. „Ich denke, wir müssen auch im Laufe des Tages mit weiteren gewalttätigen Aktionen rechnen“, sagte eine Polizeisprecherin.

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Die Beamten haben nach eigenen Angaben 15 Demonstranten festgenommen. In der Uhlandstraße hatte sie rund 350 Aktivisten kurzfristig festgesetzt, weil aus ihren Reihen an verschiedenen Stellen der Stadt Straftaten begangen worden seien. Ein Sprecher des Blockupy-Bündnisses berichtete, beim Einsatz von Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken durch die Polizei seien mindestens 128 Demonstranten verletzt worden.

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(In der Innenstadt brannten Streifenwagen)

Wasserwerfer im Einsatz

Nach Angaben der Polizei waren rund 3.000 Demonstranten am Zaun vor der EZB aufgezogen und versuchten vergeblich, das weiträumig abgesperrte Gelände zu stürmen. Insgesamt waren laut Blockupy etwa 6.000 Aktivisten in der Stadt, davon 1.000 aus dem Ausland. Die Polizei war massiv gegen die Protestierenden vorgegangen, nachdem mehrere Brände gelegt worden waren.

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Die Beamten setzten Wasserwerfer eingesetzt und wurden im Gegenzug mit Steinen beworfen. „Ausschreitungen machten den Wasserwerfereinsatz erforderlich“, twitterte die Frankfurter Polizei. Es seien insgesamt sieben Polizeiwagen angezündet worden, sagte eine Polizeisprecherin.

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(Blockupy löste Chaos in Frankfurt aus)

Schüler nach Hause geschickt

Im Frankfurter Ostend gab es kaum eine Straßenkreuzung, an der nicht Mülltonnen, Autoreifen oder Fahrzeuge brannten. Die Feuerwehr hatte es schwer, an die Einsatzorte zu gelangen. „Bitte lasst unsere Einsatzkräfte in Ruhe und ihre Arbeit machen!“, appellierte die Feuerwehr über Twitter. Gewalttätige Demonstranten hatten neben Feuerwehrfahrzeugen auch Straßenbahnen mit Steinen beworfen.

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An mehreren Schulen im Ostend fiel wegen der Ausschreitungen der Unterricht aus. Morgen solle der Unterricht überall „nach Möglichkeit“ wieder stattfinden, teilte das Kultusministerium mit. Die Schulen seien aber auf eine eventuelle Zuspitzung der Lage vorbereitet und könnten Kinder länger betreuen, falls Gefahren auf dem Heimweg drohten. Da Sicherheit Vorrang habe, könnten alle Eltern am Mittwochmorgen aber selbst entscheiden, ob sie die Kinder Zu hause lassen wollen.

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(Ein Vermummter wirft im Ostend ein Schaufenster ein)

Blockupy: Wie Hasen gejagt

Das Blockupy-Bündnis kritisierte das Vorgehen der Polizei nach den Ausschreitungen. Sie habe Teile der Demo angegriffen, sagte Blockupy-Sprecher Frederic Wester. „Das ist nicht so, wie wir von Blockupy den Tag geplant haben. Aber man muss auch feststellen, dass offensichtlich das Bürgerkriegsszenario, was die Polizei da aufgemacht hat, (…) von vielen Leuten als Herausforderung und als Provokation begriffen worden ist.“ Das Bündnis hoffe aber, dass die Lage nicht weiter eskaliere.

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Auch Blockupy-Sprecher Thomas Occupy wies der Polizei die Schuld an der Eskalation zu. Er selbst habe beobachtet, wie die Polizei Teilnehmer am Morgen kurz nach 6 Uhr ohne Grund mit Pfefferspray angegriffen und „wie Hasen“ gejagt habe.

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(Manche Demonstranten hatten sich verkleidet)

8.500 Demonstranten auf dem Römerberg

Seit 14 Uhr haben sich tausende Menschen zur Blockupy-Hauptkundgebung in der Innenstadt versammelt. Nach Polizeischätzungen sind zu der Großkundgebung auf dem Römerberg 8.500 Demonstranten zusammen gekommen. Der Zulauf vor dem Rathaus der Stadt sei aber auch nach Beginn immer noch sehr stark, sagte eine Polizeisprecherin.

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Eine italienische Gewerkschafterin forderte „ein Europa der Bürger und nicht der Banken“, auf der Bühne wurde griechische Musik gespielt. „Wir Demokraten kämpfen gegen die Politik der Verarmung und gegen gigantische Verteilung von unten nach oben“, sagte Jochen Nagel, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

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Veranstalter und Polizei rechnen mit rund 10.000 Demonstranten, die ab 17 Uhr zur Alten Oper ziehen wollen. In der gesamten Stadt kommt es wegen der Demonstrationen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, auch im Nahverkehr.

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Hier noch interessanter Kommentar zu den Ereignissen:

Quelle: PRAVDA TV/hr-online.de vom 18.03.2015

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