Die Bilderberg-Gruppe: Wissen über die Macht gesellschaftlicher Eliten (Videos)

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Auf den Bilderberg-Konferenzen diskutieren Vertreter der transatlantischen Machtelite seit 1954 jedes Jahr aufs Neue die großen Fragen der Weltpolitik. Die Bilderberg-Gruppe wird bis heute in erster Linie von Verschwörungstheoretikern zu einem öffentlichen Thema gemacht. In der politischen Öffentlichkeit, den Massenmedien und der Wissenschaft wurde das Ereignis nur in seltenen Fällen zur Kenntnis genommen. Der vorliegende Beitrag untersucht die im journalistischen, politischen, verschwörungstheoretischen und wissenschaftlichen Feld verankerten Wissenskonstruktionen über die Macht der sagenumwobenen Bilderberg-Gruppe.

Helmut Schmidt, Egon Bahr, Helmut Kohl, Wolfgang Schäuble, Angela Merkel, Peer Steinbrück, Olaf Scholz, Jürgen Trittin und Christian Lindner … diesmal die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Daneben gehören auch zahlreiche deutsche Medien- und Wirtschaftsvertreter zu den geladenen Gästen. Hier geht es zu der Teilnehmerliste.

Die Liste der auserlesenen Teilnehmer vergangener Bilderberg-Konferenzen erstreckt sich über Jahrzehnte. Ob deutsche Spitzenpolitiker oder einflussreiche Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik, Adel und Journalismus des nordamerikanischen und westeuropäischen Raums, auch 2015 trifft sich die Bilderberg-Gruppe unter dem geschützten Dach des österreichischen Interalpen-Hotels in den Bergen Tirols.

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Dass der Tagungsort schon früh bekannt gegeben wurde, ist unverkennbar ein Hinweis darauf, dass die Aktivitäten und Treffen der Gruppe seit einigen Jahren sehr viel stärker beobachtet werden und ins öffentliche Interesse gerückt sind. Nüchtern betrachtet handelt es sich um ein Treffen hochgestellter Persönlichkeiten, das vor 60 Jahren aus dem Interesse erwuchs, die Beziehungen zwischen Westeuropa und den USA zu verbessern.

Die Konferenz und deren Inhalte unterliegen, wie bei ähnlich global ausgerichteten und diskret operierenden Organisationen, der Chatham House Rule. Eine Regelung, die die Freiheit und Anonymität der Mitglieder gewährleisten soll. Was damals als rein informelle Gesprächsplattform der internationalen Mächte gedacht war, wird heute zunehmend als „mächtigste Elite der Welt“ karikiert.

Traut man den Schlagzeilen, dann werden Regierungswechsel beschlossen, Pläne für die Zukunft der Weltgesellschaft geschmiedet oder die Weltwirtschaft heimlich angekurbelt. Solche Behauptungen erfahren eine rasante Verbreitung in der massenmedialen Diskussion und bestimmen, was wir als Leser über die Bilderberg-Gruppe wissen und was uns weiterhin verborgen bleibt. Die vergangenen Jahre zeigen, dass die Debatte um den Einfluss der Bilderberger bislang noch im Trüben fischt, weil kaum eine seriöse wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Phänomen vorliegt.

Wie man sich dem verschwiegenen Thema aus sozialwissenschaftlicher Perspektive annähert, führt der Autor Björn Wendt in seiner Studienarbeit „Die Bilderberg-Gruppe – Wissen um die Macht gesellschaftlicher Eliten“ vor. Während es der Berichterstattung an Objektivität und Transparenz fehlt, unternimmt der studierte Soziologe den seltenen Versuch einer theoretisch und methodisch fundierten Untersuchung.

Mit ruhiger und wohlinformierter Stimme bewegt er sich in dem Spannungsfeld des gesellschaftlichen Diskurses über die Macht der Elite-Gruppe. Die Frage, wie Journalisten, Politiker und Verschwörungstheoretiker ihr Wissen über die Macht der Bilderberg-Gruppe konstruieren, bildet dabei den Kernpunkt in Wendts Arbeit. Ausgehend von einem Gerüst aus klassischen, marxistischen und pluralistischen Elitetheorien nähert sich der Autor seiner Fragestellung, indem er zahlreiche Dokumente und Daten heranzieht: Angefangen bei journalistischen Beiträgen über politische Stellungnahmen bis hin zu verschwörungstheoretischem Material erfolgt eine empirisch qualitative Sichtung der öffentlichen Erzeugnisse.

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Diese Differenzierung erlaubt es dem Autor, spezifische Zensurmechanismen der unterschiedlichen Akteursgruppen hinsichtlich ihrer Berichterstattung aufzudecken. Seine Ergebnisse ergänzt er abschließend durch die Betrachtung des wissenschaftlichen Feldes. Dabei gewährt der Autor dem interessierten Leser tiefe Einblicke in bisher vernachlässigte Quellen zur Organisationsstruktur, Finanzierung und Rekrutierung sowie zu Ablauf und Themen der Bilderberg-Konferenzen.

Auch auf eine vollständige Auflistung ihrer Mitglieder von den Anfängen bis zum Jahr 2012 wird nicht verzichtet. Mit kritischem Blick und methodischer Sicherheit stellt er aufschlussreiche Erkenntnisse auf dem Gebiet der „Elitenforschung“ vor und setzt zudem wichtige Impulse für eine vertiefende Diskussion und Untersuchung eines unzureichend thematisierten sozialen Phänomens.

Wer also den Meldungen über „heimliche Weltregierungen“ und „mächtige Eliten des Planeten“ überdrüssig ist und sich stattdessen einem wissenschaftlich fundierten und transparent gestalteten Deutungsmodell der Macht der Bilderberg-Gruppe widmen möchte, ist mit dieser Arbeit richtig gerüstet.

(»Bilderberger & Co.: Geheime Mächte steuern die Welt. Echt? Wahnsinn!«)

Die Rolle der Medien

Die Bilderberger treffen sich seit über 50 Jahren, die Existenz dieser Gruppe ist aber den Wenigsten bewusst. Es hat Jahre gedauert, bis etwas an die Öffentlichkeit gelangte. Das die Treffen durch das Militär und Polizei hermetisch abgeriegelt sind ist sicherlich nicht der Grund für das Schweigen der Massenmedien, schließlich nehmen Medienvertreter regelmäßig an den Konferenzen teil. Berichte gibt es kaum, außer kurze und kaum beachtungfindende Informationen trivialer Art. Der Bürger wird bewusst im Dunkeln gehalten um den Zielen der Machtelite nicht im Wege zu stehen. Die Masse weigert sich zu erkennen, dass die Presse voll in das Geschehen involviert ist.

Video: Der Wiener Politrapper Kilez More hat unterdessen einen satirischen Werbe-Clip für die diesjährige Bilderberg-Konferenz produziert:

“Es ist eine Privatisierung und Re-Oligarchisierung der Politik zu beobachten”

Vom 10-14. Juni kommen sie wieder zu einem verschwiegenen Treffen zusammen: Hochrangige Politiker, Spitzenmanager, Wissenschaftler und andere gewichtige Funktionsträger der westlichen Welt nehmen auch in diesem Jahr an der Bilderberg-Konferenz teil. Für die Zusammenkunft haben sich “die Bilderberger”, wie die Mitglieder des Elite-Zirkels bezeichnet werden.

Herr Wendt, warum haben Sie sich in Ihrer Studie mit der Bilderberg-Gruppe auseinandergesetzt?

Björn Wendt: Weil die Soziologie und die Politikwissenschaft, also genau die Disziplinen, mit denen ich mich im Studium auseinandergesetzt haben, seit nun über 60 Jahren einen großen Bogen um die Bilderberg-Gruppe machen. Das gilt zumindest für die Wissenschaft in Deutschland.

Aber Sozialwissenschaftler waren bei den Konferenzen eingeladen.

Björn Wendt: Das stimmt. Ralf Dahrendorf, Daniel Bell, Zbigniew Brzezinski oder Joseph Nye waren etwa bei Bilderberg, um nur vier prominente Beispiele zu nennen. Dieses Involviert-Sein der Sozialwissenschaften auf der einen Seite und ihr Desinteresse an der wissenschaftlichen Thematisierung der Bilderberg-Konferenz im öffentlichen Raum auf der anderen Seite, erschien mir erklärungsbedürftig. Auch für die an der Bilderberg-Konferenz teilnehmenden Journalisten und Politiker lässt sich dieser Zusammenhang von Involviert-Sein und Nicht-Thematisierung nachzeichnen. Die Summe dieser Nicht-Thematisierungen erzeugt ein Vakuum im öffentlichen Diskurs zur Thematik, das seit den 1970er Jahren vermehrt durch verschwörungstheoretische Deutungsversuche gefüllt wurde. Diesen verschwörungstheoretischen Ansätzen standen kaum adäquate Gegenerzählungen gegenüber. Also: Warum Bilderberg?

Nachdem ich durch die Lektüre von Bernt Engelmanns Roman “Hotel Bilderberg” auf das Thema aufmerksam wurde, konnten mir die Sozialwissenschaften zunächst nicht weiterhelfen. Weil fast nur verschwörungstheoretische Bücher und Artikel zum Thema existierten, dachte ich, es wäre ein sinnvolles Unterfangen, die Quellenlage zur Bilderberg-Konferenz breiter aufzuarbeiten, als es bisher geschehen war.

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Von einer Privatisierung von Politik ist die Rede.

Björn Wendt: Ja, eine Art von Privatisierung und Re-Oligarchisierung der Politik ist zu beobachten, bei der Formate wie Bilderberg verdeutlichen, dass Superreiche und Manager, über ganz unterschiedliche, in der Regel relativ intransparente, Kanäle Zugang zur Spitzenpolitik und den Wissenseliten suchen und finden (Historische Dokumente belegen: Pharma-Öl-Kartell steckt hinter dem 2. Weltkrieg (Video)).

Lesen Sie bei heise online das gesamte Interview nach.

Literatur:

Drahtzieher der Macht: Die Bilderberger – Verschwörung der Spitzen von Wirtschaft, Politik und Medien von Gerhard Wisnewski

Die Rockefellers: Ein amerikanischer Albtraum von Tilman Knechtel

Die wahre Geschichte der Bilderberger von Daniel Estulin

Was Sie nicht wissen sollen!: Einigen wenigen Familien gehört die gesamte westliche Welt und nun wollen sie den Rest! von Michael Morris

Die Rothschilds: Eine Familie beherrscht die Welt von Tilman Knechtel

Quellen: PRAVDA TV/rtdeutsch.com/equapio.com/optimus-verlag.de/heise.de vom 09.06.2015

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