Nach dem Motto: Je größer das Verbrechen, umso weniger wird es hinterfragt. Aus alldem ergibt sich, dass einerseits unglaublich viele Fakten fehlen und andere Fakten, die gegen die Version des Unfalls sprechen, ausgeblendet werden. Ferner ergibt sich bereits daraus, dass das heute verbreitete Bild dieses Schiffsuntergangs auf äußerst wackligen Beinen stehen muss.
Dieses Buch wird daher den Versuch unternehmen, die zum Teil hundert Jahre alte fiktionale Kruste aus Lügen, Mythen und Propaganda über den Untergang der Titanic wegzuräumen, die Plausibilität eines Unfalls zu untersuchen und – sollte Letztere verneint werden – sich auf die Suche nach Spuren und Beweisen für ein Attentat zu begeben. Damit das gelingt, müssen wir uns komplett von allem vermeintlich »Bekannten« trennen: von allen Bildern, Filmen und Erzählungen. Zugegeben – leicht ist das nicht: Wie soll man hundert Jahre voll mythischer, propagandistischer und vor allem emotionaler Erzählungen aus seinem Gedächtnis streichen?
Die Männer, die im Ausguck von dem Eisberg »überrascht« werden, der Kapitän, der wahlweise »nichtsahnend« oder »größenwahnsinnig« in sein Unglück fährt, das hochaufragende Titanic-Heck, an dem sich verzweifelte Menschen festklammern und das dann plötzlich »abbricht«.
Das Titanic-Unglück und sein vermeintlicher Ablauf gehören inzwischen zum vielzitierten »kollektiven Gedächtnis« der Menschheit und sind zu einer Geschichte geworden, die schon lange keiner Konfrontation mit Fakten und grundsätzlichen Fragen mehr ausgesetzt wurde. In etwa so wie die Bibel.
Ja, genau genommen ist der Untergang der Titanic kein historisches Ereignis im eigentlichen Sinne, sondern eine mythische Erzählung wie der Untergang von Troja. Aber was ist Wahrheit und was Fiktion?
(Kapitän Edward John Smith)
Die seltsame Welt der Titanic: die Verschwörungstheorie
Um das herauszufinden, müssen wir uns kurz die seit hundert Jahren verbreitete »offizielle Verschwörungstheorie« über den Untergang der Titanic anschauen und erkennen, dass es sich überhaupt um eine Verschwörungstheorie handelt. Warum nenne ich es eine »offizielle Verschwörungstheorie«?
Die Antwort: Weil sie von unseren offiziellen Medien verbreitet wird, und weil es dabei einen roten Faden oder eine »Linie« gibt. Und die besteht darin, dass man nicht müde wird, uns immer neue »Beweise« zu liefern, warum und wieso der Untergang der Titanic »ein tragisches Unglück« gewesen sein muss. All die vielen Jahre, in denen wir uns Spielfilme und Dokumentationen über diesen Schiffsuntergang angesehen haben, haben wir vor uns hin geschlafen und gar nicht gemerkt, wie gewaltig wir eingeseift werden. Und daher muss ich Sie und mich erst einmal aus diesem Dornröschenschlaf wecken, bevor wir wieder einen ungetrübten Blick auf den Untergang der Titanic werfen können.
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Die Frage lautet also: Was ist logisch und plausibel? Was ist unwahrscheinlich? Und was widerspricht dem gesunden Menschenverstand? Gerade in letztere Kategorie fällt in Sachen Titanic verblüffenderweise vieles. Wir werden erstaunt sein, wie viel uns bei näherem Hinsehen als geradezu absurd und grotesk erscheint. Aufgefallen ist uns das bisher unter anderem deshalb nicht, weil wir seit hundert Jahren daran gewöhnt sind und regelrecht eingelullt wurden. Verschwörungstheorie oder Negativ?
Eine Ansammlung von Falschdarstellungen und offensichtlichen Absurditäten nenne ich ein »Negativ« – ein System aus Weglassungen, Verdrehungen, falschen Tatsachenbehauptungen und manchmal auch Lügen. Kurz: ein Bild, auf dem Weiß zu Schwarz und Schwarz zu Weiß wird.
In etwa wie beim 11. September 2001, bei den Attentaten auf John F. Kennedy und auf Robert Kennedy oder bei dem angeblich überraschenden Angriff der Japaner auf Pearl Harbor 1941.
Und während dieses Buch ein Negativ in ein Positiv umkehren will, machen Medien- und Propagandaapparate genau das Gegenteil: Sie sind andauernd damit beschäftigt, unsere Realität in Negative zu verwandeln.
Der Krieg gegen Libyen war eine humanitäre Aktion, Deutschland wird am Hindukusch verteidigt, wir alle retten den Euro, um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen.
Aber wir haben eine gute Chance: Positive (also die Wahrheit) sind meistens stabiler als Negative. Da Letztere künstlich erzeugt wurden, drohen Negative über kurz oder lang zu zerfallen. Daher benötigen sie eine aufwendige »Wartung«. Diese »Wartung« besorgen unsere Medien, indem sie die Negative immer wieder auffrischen, ausmalen und ausschmücken. Dazu bringen sie immer neue »Entdeckungen« und angebliche »Erkenntnisse« heraus, die das Negativ stabilisieren sollen. So wird beispielsweise das Kennedy-Attentat seit Jahrzehnten mit immer neuen »Dokumentationen« und »neuen Beweisen« für die Einzeltätertheorie (also das Negativ) »gewartet«, die Attentate des 11. September ebenso. Und auch der Untergang der Titanic ist ein solcher »gewarteter Mythos«.
Negativ 1: Titanic, der Film …
Inhalt
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Die seltsame Welt der Titanic:
die Verschwörungstheorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Negativ 1: Titanic, der Film . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Negativ 2: »Der Untergang der Titanic« . . . . . . . . 34
Die zehn dümmsten Ausreden für den
Untergang der Titanic . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Die Untersuchungen: eine extrem
verwischte Spur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Angeklagte und Richter in einem . . . . . . . . . . . . . . 44
Die Vorsitzenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Keine strafrechtliche Aufarbeitung . . . . . . . . . . . . . 48
Die Zeugen (»menschliche Beweise«) . . . . . . . . . . . 49
Fehlende Zeugen und Vernehmungen . . . . . . . . . . 52
Fehlende Sachbeweise: Logbuch und Seekarten . . . 53
Die Vorgeschichte: der verdeckte Krieg . . . . . . . . . . . 59
Im Spannungsfeld der Interessen . . . . . . . . . . . . . . 61
Die Bruchlinie des angloamerikanischen
Imperiums . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
Zwei Seiten derselben Medaille . . . . . . . . . . . . . . . 62
Eine Frage der Staatsräson . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
Ein Gefolgsmann Großbritanniens . . . . . . . . . . . . . 66
Den Erdball zwischen den Pfoten . . . . . . . . . . . . . . 67
J. P. Morgan: Geld regiert die Welt . . . . . . . . . . . . 69
Freibeuter der Finanzwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
»Der Chef der Vereinigten Staaten« . . . . . . . . . . . . 75
Die Lizenz zum Gelddrucken . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
Kriegserklärung an das Empire . . . . . . . . . . . . . . . 79
Ein Schlag ins Kontor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
Eine empörende Travestie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
Das Vorspiel: Olympic und Hawke . . . . . . . . . . . . . . 87
Eine Kette von Ereignissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
Schachmatt für J. P. Morgan . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
Das Wrack der Olympic . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
Freigabe für Plan B . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
Eine eingebaute Katastrophe? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
Schottenwände: eine Tasse Tee genügt . . . . . . . . . . 101
So wenig Boote wie möglich . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Verrammelte Notausgänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110
Die Ratten verlassen das sinkende Schiff . . . . . . . . . . . 114
Rückzieher im letzten Moment . . . . . . . . . . . . . . . 116
Gottvater lässt sich entschuldigen . . . . . . . . . . . . . 121
Eine ansteckende Reisemüdigkeit . . . . . . . . . . . . . . 125
Ziemlich konkrete Vorahnungen . . . . . . . . . . . . . . 127
Die Heizer gehen von Bord . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
Eine Bombe im Bauch –
die Titanic brennt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
Ein guter Grund, nicht mitzufahren . . . . . . . . . . . . 135
Fahrlässigkeit oder Vorsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138
Die Jungfernfahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140
Das große Rätselraten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143
Wie findet ein Schiff seinen Weg? . . . . . . . . . . . . . 144
Die Eiswarnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151
Treffer – versenkt! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169
Die Legende vom einsamen Eisberg . . . . . . . . . . . . 179
Im Eis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184
Der mysteriöse Eisberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 186
Ein schrecklicher Unfall? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216
Rettungsboote: Normal ist das nicht … . . . . . . . . . 228
Die Geisterschiffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 255
Das Californian-Rätsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 264
Mount Temple . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 271
Milliardäre sterben früh … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 286
Mord an John Jacob Astor? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287
Benjamin Guggenheim – Gentleman-Tod
auf der Titanic? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 304
Isidor Straus: Milliardäre müssen
draußen bleiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 314
Die wundersame Rettung des Charles Herbert L. 323
Der Untergang: Wodurch sank die Titanic? . . . . . . . . 331
Leichenschau am Wrack. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 335
Titanic: auf Biegen und Brechen? . . . . . . . . . . . . . . 344
Feuer und Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 350
Eine galoppierende Amnesie . . . . . . . . . . . . . . . . . . 350
Wie ertappte Verbrecher. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 352
«Unten tobte das Feuer« . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 355
Vorsicht, nasse Kohle! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 358
Explosionen auf der Titanic . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 361
Von einer Explosion ins Meer geschleudert . . . . . . 361
Ein geheimnisvolles Loch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 368
»Kojak, übernehmen Sie…«. . . . . . . . . . . . . . . . . . 370
Die Aussagen des Herrn Diebel . . . . . . . . . . . . . . . 376
Titanic – ein Versicherungsbetrug? . . . . . . . . . . . . . 379
Titanic – eine ehrenwerte Gesellschaft?. . . . . . . . . . 386
Das Ende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 390
Rendezvous mit der Mount Temple . . . . . . . . . . . . 391
Es lebe Kapitän Smith … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 394
… und Charles Herbert Lightoller . . . . . . . . . . . . . 399
Die Botschaften der Britannic . . . . . . . . . . . . . . . . 400
Das Ende der White Star Line . . . . . . . . . . . . . . . . 404
Motiv Mord? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 407
Ein bösartiges Genie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 409
Hier geht es zu der gesamten Leseprobe.
Literatur:
Das Titanic-Attentat: Die wahren Hintergründe der Schiffskatastrophe von Gerhard Wisnewski
Operation 9/11: Der Wahrheit auf der Spur von Gerhard Wisnewski
JFK – Staatsstreich in Amerika von Mathias Bröckers
Die CIA und der 11. September: Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste von Andreas von Bülow
Quellen: PRAVDA TV/PublicDomain/droemer-knaur.de vom 03.07.2015
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