Putschversuch in der Türkei gescheitert – Durchmarsch zur Diktatur – Spekulationen über Verwicklungen aus dem Ausland (Nachtrag & Videos)

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Der Putschversuch in der Türkei ist nach Angaben der Regierung gescheitert. „Unsere Militärkommandeure haben die Kontrolle“, erklärte Ministerpräsident Yildirim. Nach seinen Angaben starben 265 Menschen, mehr als 1400 wurden verletzt. Fast 3000 mutmaßliche Putschisten seien festgenommen worden.

Am Freitag hatte ein »Rat für den Frieden im Land« im Fernsehen verkündet, die Armee habe »die Macht im Land in ihrer Gesamtheit übernommen«. Damit sollten »die verfassungsmäßige Ordnung, die Demokratie, die Menschenrechte und die Freiheiten« im Land gewährleistet werden, hieß es in der Erklärung.

Die Putschisten riefen das Kriegsrecht aus und verhängten eine Ausgangssperre. Erdogan sprach dagegen von einem »Aufstand einer Minderheit in der Armee« und kündigte »sehr starke Gegenmaßnahmen« an. Der Staatschef rief seine Anhänger zu Gegendemonstrationen auf.

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In der Hauptstadt Ankara sowie in Istanbul und Izmir folgten zahlreiche Menschen dem Aufruf. An einer der beiden teilweise gesperrten Bosporus-Brücken in Istanbul eröffneten Soldaten das Feuer auf demonstrierende Regierungsanhänger.

Ein AFP-Fotograf sah Dutzende Verletzte. Am Freitag ergaben sich hier Dutzende Putschisten. Sie ließen sich mit erhobenen Händen festnehmen. Außerdem ergaben sich laut Anadolu fast 200 Soldaten, die sich im Hauptquartier der Streitkräfte verschanzt hatten.

Im Zentrum von Ankara waren zuvor heftige Explosionen und Schüsse zu hören, während Kampfflugzeuge und Militärhelikopter über der Stadt kreisten. Medienberichten zufolge wurde das Parlament aus der Luft angegriffen. Laut Anadolu wurden dabei 17 Polizisten getötet.

Ministerpräsident Binali Yildirim wies die regierungstreuen Streitkräfte an, die Flugzeuge und Hubschrauber in den Händen der Putschisten abzuschießen (Russland meldet Erfolge: Türkei kann Syrien-Krieg kaum noch gewinnen – „USA wollen den IS nicht wirklich besiegen“ (Video)).

Er sprach von einem »idiotischen« Versuch, der »zum Scheitern verurteilt« gewesen sei. Jedoch waren in den frühen Morgenstunden weiterhin vereinzelte Feuergefechte in Ankara und Istanbul zu hören. Regierungstreue Kampfjets schossen ein von Putschisten gekapertes Kampfflugzeug ab. Am Samstag morgen griffen Kampfjets Panzer der Putschisten an, die am Präsidentenpalast in Ankara aufgefahren waren.

Erdogan hielt sich zu dem Zeitpunkt bereits in Istanbul auf. Er hatte seinen Urlaub am Mittelmeer abgebrochen und landete am frühen Samstagmorgen am Atatürk-Flughafen in der Bosporus-Metropole, wo er von jubelnden Anhängern empfangen wurde. Der Staatschef warf den Putschisten vor, kurz nach seiner Abreise sein Hotel in Marmaris bombardiert zu haben (Türkei beliefert IS mit Waffen über NGOs (Video)).

Video:

Putsch gescheitert

Der Umsturz in der Türkei ist am Widerstand der Bevölkerung gescheitert. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, liegt an der verheerenden Politik Erdogans.

Die Türkei erlebt dramatische und blutige Stunden. 36 Jahre nach dem letzten Militärputsch schicken sich Teile der türkischen Armee an, die Regierung und den verhassten Staatspräsidenten Reccep Tayyip Erdogan gewaltsam aus dem Amt zu fegen.

 

Ein Putschversuch in der Türkei? Das tönt zunächst wie ein Witz. Doch aus dem vermeintlichen Witz wird sehr schnell blutiger Ernst. In der Hauptstadt Ankara greifen Militärs die Zentrale des Geheimdienstes an, in der Bosporus-Metropole Istanbul sperrt das Militär wichtige Brücken, vor dem Atatürk-Flughafen spielen Uniformierte und Anhänger des Staatschefs Katz und Maus, Medienhäuser werden besetzt.

Auch wenn die Regierung die Putschisten wohl zurückdrängt hat, die Folgen für die türkische Demokratie sind schon jetzt verheerend. Die letzte Nacht werden viele Türken als jene in Erinnerung behalten, in der die Demokratie befleckt wurde – diesmal von einer Offiziersgruppe.

Der Putschversuch zeigt, wie explosiv die Lage im Land geworden ist. Dass es so weit kommen konnte, hat vor allem mit der katastrophalen Politik von Erdogan zu tun. Aus dem einstigen Hoffnungsträger mit demokratischen Ambitionen ist ein Autokrat geworden, der Journalisten einsperrt, eine regelrechte Jagd auf Kritiker macht, die laizistische, kemalistische Opposition ausschaltet, ohne Not Neuwahlen erzwingt, bis ihm das Ergebnis passt, Soldaten in einen sinnlosen Krieg gegen die Kurden hetzt und eine islamistische Agenda verfolgt, die lange Terroristen des sogenannten Islamischen Staates begünstigt hat.

 

Das alles wollte das türkische Militär, oder Teile davon, offensichtlich nicht mehr dulden. Doch die Putschisten haben die Rechnung ohne das Volk gemacht. Sie verhängten in der Nacht auf Sonntag das Kriegsrecht und eine Ausgangssperre, aber das Volk lässt sich bisher nicht einschüchtern, die Menschen bleiben nicht zu Hause.

Das Volk strömt durch die Strassen, blockiert Kasernen und möchte die scheinbare Demokratie verteidigen, auch wenn sie von Erdogan bis zur Unkenntlichkeit pervertiert wurde. Es sind nicht nur Anhänger des Staatschefs, die mit Wut im Bauch eine illegale Machtergreifung der Armee ablehnen. Für einmal wenden sich auch die Opposition und die Kurden dagegen.

Und die bekannte türkische Schriftstellerin Elif Shafak schreibt auf Twitter: «Die Türkei braucht weder eine autoritäre Herrschaft noch ein Militärcoup. Was das einsame Land braucht, ist eine echte, liberale, pluralistische Demokratie» (Geheimer Passus im EU-Türkei-Deal: Merkel will hunderttausende Flüchtlinge direkt nach Deutschland umsiedeln).

Die Türkei hat viel und lange unter Putschisten gelitten. Wer Erdogan in die Wüste schicken will, der muss es an der Wahlurne versuchen.

Zu befürchten ist, dass der heissblütige Staatschef, der zusammen mit seinem Clan im Ruch der Korruption steht, nun mit noch mehr Härte gegen seine Widersacher vorgehen wird. Es gibt bereits Spekulationen, wonach Erdogan den Putschversuch selbst inszeniert haben könnte, um seine Macht zu festigen. Doch das Ausmass der Rebellion in der Armee spricht gegen diese Interpretation.

Wer steckt dahinter?

Erdogan beschuldigte die Bewegung des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch. Gülen und Erdogan waren einst Weggefährten, sie haben Wahlen gemeinsam gewonnen und die Macht des Militärs beschnitten. Aus der alten Freundschaft ist eine bittere und gefährliche Feindschaft geworden. Gülen steht an der Spitze eines Konglomerats aus Medienhäusern, Kliniken, Schulen, die in 140 Staaten der Welt aktiv sind.

Sein Netzwerk hat vor allem in der Türkei Einfluss: Staatsanwälte, die vermutlich der Gülen-Bewegung nahestehen, liessen Söhne von Ministern festnehmen, die in Korruptionsaffären verwickelt waren, und sie ermittelten im engsten Umfeld von Erdogan.

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Zudem kritisierte Gülen das brutale Vorgehen gegen türkische Jugendliche, die 2013 gegen Erdogans Baupläne im Istanbuler Gezi-Park protestierten. Seither führt Erdogan eine regelrechte Kampagne gegen Gülenisten, die er als Terroristen abstempelt.

Wo Paranoia und Willkür herrschen, kann es schnell zu Chaos und zum Blutvergiessen kommen. Das hat die letzte Nacht in der Türkei gezeigt.

„Putsch bedeutet für Erdogan Durchmarsch zur Diktatur“

Burak Çopur, Türkei-Experte und Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen, glaubt, dass der gescheiterte Umsturzversuch Präsident Recep Tayyip Erdogan weiter stärken werde. Nun drohe ein Durchmarsch zu einer Diktatur.

„Erdogan wird sich in den kommenden Tagen wieder als Opfer darstellen, das von allen Seiten angegriffen und bedroht wurde. Dann wird er sich als Demokratie-Held inszenieren, der erfolgreich die Militärdiktatur abgewendet hat.“

Es sei davon auszugehen, dass Erdogan „heute oder in den kommenden Tagen eine große Kundgebung veranstalten werde.“ Çopur warnt, dass der ehemalige AKP-Chef bald Verfassungsänderungen zur Errichtung eines Präsidialsystems oder Neuwahlen einleiten werde.

Jetzt droht eine Diktatur

Für den Umbau der Türkei in ein Präsidialsystem, die Erdogan schon lange anstrebt, braucht er eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament.

Çopur glaubt, diese Bemühungen werden nach dem fehlgeschlagenen Militäraufstand erfolgreich sein: „Für Erdogan bedeutet dieser vereitelte Putsch einen Durchmarsch zu einer Diktatur. Es lässt sich leider auch nicht gänzlich ausschließen, dass er von diesem Putsch wusste und bewusst nicht interveniert hat. Wer auch immer hinter dem Putsch steckt, man hat damit in die Karten von Erdogan gespielt.“

Çopur: „Kein legitimes Mittel gegen einen Anti-Demokraten“

Dass der Putsch gescheitert ist, sei kein Wunder. „Der Militärputsch war amateurhaft organisiert“, erklärt Çopur, der in diesem „kein legitimes Mittel“ sieht, „um einen Anti-Demokraten wie Erdogan zu bekämpfen“.

Videos:

Nachtrag 21:00 Uhr

Spekulationen über Verwicklungen aus dem Ausland

In der Türkei scheint nach den Unruhen der Nacht von Freitag auf Samstag wieder Normalität einzukehren. Übereinstimmenden Meldungen mehrerer Medien zufolge sollen sich die Soldaten der türkischen Armee wieder in den Kasernen befinden. Regierungsloyale Kräfte haben wieder die vollständige Kontrolle im Staat übernommen. Etwa 50 Soldaten, die an der Absperrung der Bosporus-Brücke in Istanbul beteiligt waren, haben sich als letzte in den frühen Morgenstunden der Polizei ergeben.

Premierminister Binali Yildirim spricht in einer Erklärung von 161 toten Polizeiangehörigen und Zivilisten, 104 toten Putschisten, insgesamt 1.440 Verletzten und von 2.839 Soldaten, die im Zusammenhang mit den Unruhen festgenommen wurden. Mindestens 29 Leutnante und fünf Generäle sollen zuvor kolportierten Meldungen zufolge ihres Amtes enthoben worden sein. Die Regierung wirft ihnen eine Beteiligung an dem Putschversuch vor.

Am Freitagabend hatten Soldaten zwei Brücken in der Bosporusmetropole Istanbul gesperrt sowie den Atatürk-Flughafen besetzt. In Ankara wurde von tief fliegenden Militärhubschraubern und Soldaten berichtet, die versuchten, den Präsidentenpalast unter ihre Kontrolle zu bekommen. Eine Reporterin des staatlichen Nachrichtensenders TRT verlas eine Erklärung, wonach eine Gruppe mit dem Namen „Frieden in der Heimat“ die Macht im Staat übernommen habe. Der Name nimmt Bezug auf einen bekannten Ausspruch des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Die Reporterin gab später an, mit Waffengewalt zur Verlesung der Erklärung gezwungen worden zu sein.

Premierminister Binali Yıldırım sprach im Laufe des Abends von einem „Putschversuch durch Teile der Armee“. Berichten zufolge sind Bomben auf den Präsidentenpalast und ein Hotel in Marmaris gefallen, in dem sich kurz zuvor Präsident Recep Tayyip Erdoğan aufgehalten haben soll. Ferner wurde von einer Geiselnahme des amtierenden Generalstabschef Hulusi Akar und der Einnahme staatlicher Medien durch Soldaten berichtet.

Die Botschaft der USA warnte US-Bürger am Freitagabend davor, ihre Häuser und Hotels zu verlassen. Sie sprach von einem „Aufstand in der Türkei“ und davon, dass der Ausnahmezustand und das Kriegsrecht verhängt worden wären.

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Dies erscheint als bemerkenswert, da eine ähnliche Terminologie regelmäßig auch im Zusammenhang mit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien gewählt wurde. Türkische Quellen berichten, dass europäische Länder wie Frankreich und Deutschland in den Tagen vor den Ereignissen ihre Botschaften in der Türkei geschlossen oder den Betrieb eingeschränkt hätten.

Der türkische Präsident Erdoğan selbst wendete sich über CNN Türk und FaceTime an die Bevölkerung der Türkei und rief diese dazu auf, auf die Straßen zu gehen. In mehreren türkischen Städten folgten zehntausende Menschen diesem Aufruf. Einige stellten sich Panzern entgegen oder bestiegen diese. Wenige Stunden nach Bekanntwerden der Ereignisse verbreiteten sich erste Meldungen, wonach die Soldaten sich zurückzogen und regierungsloyale Kräfte die Lage wieder unter Kontrolle brachten.

Türkische Medien melden, dass der frühere Oberst der türkischen Armee, Muharrem Köse, die treibende Kraft hinter dem Versuch sei, die Administration von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und von Premierminister Binali Yıldırım zu entmachten. AP zitiert türkische Quellen, die erklären, Köse sei im März 2016 wegen des Verdachts der Zugehörigkeit zur Bewegung des Predigers Fethullah Gülen aus den Streitkräften entlassen worden.

Das sich selbst als „Hizmet“-Bewegung bezeichnete Netzwerk des Predigers, der seit 1998 in den USA lebt, behauptet von sich, eine rein humanitäre Bewegung zu sein, die sich weltweit für Bildung und interreligiösen Dialog einsetzt. Die türkische Regierung hingegen bezeichnet sie als „Fethullistische Terrororganisation – Parallelstaatsstruktur“ (FETÖ) und wirft ihr vor, gezielt staatliche Institutionen unterwandert zu haben, um von dort aus die Macht zu ergreifen.

Die Zeitung „Zaman“, die als Sprachrohr der Gülen-Anhänger gilt, hat am Samstag eine Erklärung veröffentlicht, die von dem Prediger stammen soll und in welcher der „Putschversuch“, wie ihn auch Gülen selbst nennt, verurteilt wird. Regierungsnahe Medien in der Türkei präsentieren hingegen Tweets führender Personen innerhalb des Gülen-Netzwerks aus Tagen vor den Unruhen. Diese könnten als Andeutungen hinsichtlich eines bevorstehenden Staatsstreichs gewertet werden.

Acht Angehörige der türkischen Armee, die der Gruppe um Köse zugerechnet werden, sind zudem mit einem Armeehubschrauber in Griechenland gelandet. Dass diese ein EU-Land als Ziel ihrer Flucht ausgesucht haben, wird in der Türkei als Hinweis darauf gewertet, dass es westliche Mitwisser in Bezug auf die Planungen des „Regime Change“-Versuchs gegeben haben könnte.

Aus der Türkei heißt es unterdessen, die Regierung in Ankara würde es als „feindseligen Akt“ betrachten, würden die USA deren Begehren auf Auslieferung des Predigers weiterhin nicht entsprechen.

Spekulationen gehen davon aus, dass die jüngsten außenpolitischen Schritte der Regierung Erdoğan vor allem in neokonservativen Kreisen des Westens Missfallen ausgelöst hatten. Die Politik der Normalisierung mit der Russischen Föderation und Israel sowie die jüngsten Hinweise auf einen Kurswechsel in der Syrienpolitik könnten eine neue Situation an der Südflanke der NATO schaffen.

In der NATO wird es bereits seit längerem mit Argwohn betrachtet, dass der türkische Verteidigungsetat gemessen am BIP stetig im Sinken begriffen ist. Hatte dieser im Jahr 2000 noch bei 2,5 Prozent gelegen, lag er 2015 bei nur noch 1,7 Prozent und wird voraussichtlich in diesem Jahr zwischen 1,2 und 1,6 Prozent landen. Die NATO selbst hatte 2014 auf ihrem Gipfel in Wales einen Anteil von zwei Prozent als erwünschten Richtwert ausgegeben.

Der Beginn einer versöhnlichen Nachbarschaftspolitik seitens der Türkei könnte den geopolitischen Interessen Washingtons entgegenlaufen und den Einfluss Brüssels vermindern. Nicht zuletzt energiepolitisch würde eine Annäherung dieser Länder sowie Aserbaidschans, wo Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu vor kurzem zu Gast war, die EU in eine prekäre Situation bringen.

Die türkische Regierung wies unterdessen Berichte zurück, wonach ein früherer Verteidigungsminister, „Ali Habib“, der Regierung Assad in Syrien jüngst nach Ankara gereist sei. Dieser habe den Berichten zufolge dort über einen Militärrat verhandeln sollen, der einen politischen Übergangsprozess im Nachbarland ermöglichen würde. Er soll mit dem Geheimdienst verhandelt haben und anschließend nach Moskau weitergeflogen sein.

Die russische Polizei soll unterdessen am Mittwoch Sachar Kalaschow, auch bekannt als „Junger Shakro“, in seiner Luxuswohnung in Moskau verhaftet haben. Kalaschow gilt als größter Waffenlieferant der in der Türkei als Terrororganisation eingestuften „Kurdischen Arbeiterpartei“ (PKK). Die Verhaftung steht offiziellen Angaben zufolge im Zusammenhang mit bestehenden Mordvorwürfen gegen den mutmaßlichen Waffenhändler.

Neben den Mutmaßungen über mögliche geopolitische Hintergründe des Putschversuches nehmen auch Spekulationen in eine ganz andere Richtung zu. Während ein erfolgreicher Putsch das Ende von Erdogans Präsidentschaft bedeutet hätte, stützt eine Vereitelung dessen Machtstellung eher. Irritationen weckte der türkische Präsident vor allem deshalb, weil er den Umsturzversuch vor laufenden Kameras als ein „Geschenk Gottes“ bezeichnet hatte und eine umfangreiche „Säuberung“ der Armee ankündigte. Der gescheiterte Umsturz könnte Erdogan vom starken Mann in Ankara zum ganz starken Mann machen. Ein Tag nach dem Putschversuch bleiben vor allem viele offene Fragen.

Literatur:

Zerstörung der Hoffnung (Killing Hope): Bewaffnete Interventionen der USA und des CIA seit dem 2. Weltkrieg von William Blum

Die Weltbeherrscher: Militärische und geheimdienstliche Operationen der USA von Armin Wertz

Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet von Michael Lüders

Quellen: PublicDomain/tagesschau.de/jungewelt.de/tagesanzeiger.ch am 16.07.2016

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3 comments on “Putschversuch in der Türkei gescheitert – Durchmarsch zur Diktatur – Spekulationen über Verwicklungen aus dem Ausland (Nachtrag & Videos)

  1. Das war kein Putch.
    Das war eine reine Erdogan Propaganda Veranstaltung.
    Um nun als Held dazustehen, und sicher auch von anderen Ländern jetzt Trostpflaster zu bekommen.
    Ein echter Militärputch wird nicht mit 1500 Soldatchen gemacht, die großteils scheinbar nichtmal wissen was los war.
    Da wird zuerst der Machthaber kaltgestellt, entweder durch ne Kugel oder durch eInbuchten, bevor man losputscht.
    Das war wie damals mit dem Reichstag.

  2. Also wenn diese Putschisten die Elite der Türkischen Armee bilden dann bewerbe ich mich sofort als Generalstabschef!!!!!! So ein dilletantischer Scheiss ist einfach nicht möglich ! Da ist was oberfaul !

  3. Das einzige was ihr Kommentatoren, ihr Leser, inbesondere Deutschland allgemein, wollt, ist, dass die Türkei genau in die Lage kommt wie Libyen, Ägypten, Irak, Iran und Syrien. Endlich kommt euer Hass ans Tageslicht, euer wahres Gesicht. Ihr habt zu früh eure Masken abgelegt, bevor es klar war ob dieser Putsch gelingt. Ihr fühlt euch durchschaut, weil Ihr eure Schadensfreude zu früh gefeiert habt.

    Libyen: Ihr wisst, dass die Amerikaner an Gaddafis Vermögen wollte. Es wird auf 150 Milliarden geschätzt, nicht zu vergessen das Öl und das Gold, Das Volk wird wie dreck behandelt,

    Ägypten: Ihr feiert bestimmt auch den Sissi. Natürlich warum denn nicht? Er hat die Demokratie gebracht. Für die Demokratie kann man doch schon mal 3000 Menschen in einer Demontration niedermähen. Das Volk wollte bestimmt so einen „Demokraten“ der gerne mal auf Sie schießt. Welches Volk sieht das nicht gerne?

    Syrien: Dort wird das Volk misshandelt und in die ewigen Jagdgründe geschickt. Da soll ja auch die Demokratie installiert werden, War es denn vorher eine Diktatur? Und wenn das Volk flüchtet will keiner sie haben, besonders nicht die EU. Aber wieso denn nicht? Ihr seid doch der Verfechter der Demokratie, ihr habt es doch gut geheißen. Warum der Sinneswandel?

    Iran, Irak: Die Amerikaner sind über Lügen gerechtfertig einmarschiert. War es nicht so? Wo ist da eure Begeisterung für die Demokratie?

    Ihr wollt euch seid Ewigkeiten gegen die Ungerechtigkeit in Deutschland wehren. Wehrt ihr euch doch. Ihr wollt dann bestimmt wie Helden gefeiert werden, wenn ihr das macht. Aber bei den scheiss Türken freut ihr euch nicht. Haben die etwas gemacht was ihr schon lange machen wolltet, aber nicht die Eier dazu hattet? Haben die euch Deutschen die Show gestohlen?

    Und bitte kommt mir nicht mit geistigen Abfällen wie; Schade um die Türkei, jetzt wird eine Diktatur herrschen. Nein Ihr wollt nichts gutes für die Türkei. Ihr wolltet es nie. Eines habe ich in meinem Leben gelernt. Der Deutsche ist nur so lange gut zu dir, solange duch Ihn nicht in etwas übertriffst. Falls es der Fall ist, sieht man was passiert. Eure hasserfüllte, vor Neid verzogene, vor verbitterung rote, fast platzende, Heuchler-Fresse kommt zum Vorschein.

    Zu allerletzt. Eure Meinung interessiert die Türkei nicht. Bettelt nicht immer um Aufmerksamkeit. Ihr NERVT!

    PS: Schöne Aufklärer-Seite, sobald es um die Türkei geht, werden alle Falschmeldung egal was für eine Meldung, hauptsache etwas Negatives, ausführlich aufgezeigt, mit irgendwelchen Pseudo-Argumenten zur Untermauerung. Ich habe verglichen. Was in den deutschen Medien und türkischen Medien(es waren nur 2 aktiv) gezeigt wurde: In den deutschen Medien stundenlang die leere Brücke mit Soldaten, in den türkischen Medien das ganze Volk auf den Straßen und die Gefechte.

    Gott bewahre uns vor schlechten Menschen wie euch. Ihr seid Abschaum.

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