Geheimer Atombunker unterm Weißen Haus: „US-Regierung ist besorgt“ (Videos)

Dass sich irgendwo unter dem Arbeitszimmer des US-Präsidenten für den Fall der Apokalypse ein Bunker befindet, ist ganz bestimmt keine Überraschung. Der Clou ist, dass US-Medien jetzt auf einmal darüber sprechen. Ein Zufall sei das sicherlich nicht, sagte ein Amerika-Kenner.

Mitarbeiter des Weißen Hauses können sich bei einem Angriff mit Massenvernichtungswaffen in einen geheimen Bunker retten, der sich unter dem Westflügel des Amtsgebäudes befindet.

Dies schreibt der ehemalige Redakteur der „Washington Post“ Ronald Kessler in seinem Buch „The Trump White House: Changing the Rules of the Game“.

Die Website „Washington Examiner“ hat Auszüge aus Kesslers Buch veröffentlicht (Unterirdische Bunker und Städte für eine Katastrophe: Hier will die Elite überleben! (Videos)).

Ihm zufolge wurde während der Amtszeit von Ex-Präsident Barack Obama unter dem westlichen Seitenflügel des Weißen Hauses ein Bunker für den Fall des „Jüngsten Gerichts“ gebaut. Der Bau des Bunkers habe 376 Millionen Dollar verschlungen.

Die Bauarbeiten, als deren offizielles Ziel die „Verbesserung der Stromleitungen und des Klimaanlagensystems“ angegeben wurde, hatten 2010 am nördlichen Rasenplatz begonnen. Der Geheimbunker soll mindestens fünf unterirdische Geschosse haben.

Das Personal, das gegen einen nuklearen Winter gut gerüstet sei, sei jetzt mit einem aktuelleren Problem konfrontiert als dem Schutz gegen Massenvernichtungswaffen, so Kessler.

„Der westliche Seitenflügel liegt auf einem Sumpfgelände und wird von Fliegen gestürmt. Trump hasst Fliegen. Die Insekten werden von Angestellten aus mit Salz bestückten Druckluftgewehren getötet“, heißt es im Buch.

Laut dem „Washington Examiner“ gibt es unter dem östlichen Seitenflügel des Weißen Hauses einen weiteren Bunker, der als Zentrum für Sonderoperationen des Präsidenten gelte. Der US-Präsident selbst soll täglich sechs bis acht Drohungen von verschiedenen Menschen bekommen.

Klingt alles recht beeindruckend. Nur:

„Einen Bunker unter dem Weißen Haus gibt es seit der Amtszeit John F. Kennedys“, sagt der Politologe und Amerika-Experte Konstantin Blochin. „Das wirft die Frage auf, warum diese Nachricht gerade jetzt aufkommt.“

Um Zufall oder Leichtsinn handelt es sich dabei laut dem Experten nicht. Vielmehr sei die Nachricht ein Zeichen, „dass die Vereinigten Staaten beunruhigt sind“, so der Politologe. „Vielleicht beunruhigt sie, dass sie nicht mehr auf einem unerreichbaren Level stehen, von wo aus sie ungestraft agieren können.“

Die US-Regierung könnte beunruhigen, dass auch sie sich werde verantworten müssen, so der Analyst. In unserer „polyzentrischen Welt“ sei auch Washington nicht mehr unverwundbar. Auch der Chef des Weißen Hauses sei nicht zu 100 Prozent sicher.

Die dunklen Seiten des Paradieses

Hotel mit Atombunker. Im Luxusresort Greenbrier in West Virginia wären im Ernstfall US-Politiker und der Präsident in einem geheimen Bunker untergekommen.

Wie im Schwung versteinert verharrt das Tor halb offen und gibt den Blick auf einen langen, dunklen Tunnel frei. 25 Tonnen Stahl gegen den GAU. Hinter diesen Schutzschild hätten sie, die Kongressabgeordneten und Senatoren, im Falle einer atomaren Attacke auf die Supermacht flüchten sollen.

Wenn der Kalte Krieg übergekocht und eine sowjetische Atombombe über Washington gerollt wäre. Denn am Ende des Tunnels liegt er, der Bunker.

Als sich in den Sechzigerjahren viele Amerikaner Schutzräume in Gärten und Kellern bauten, überlegte der damalige Präsident Eisenhower, wie er die Regierung vor dem Vernichtungsschlag retten könnte, und ersann das geheime Project Greek Island. Ein Bunker unter dem Greenbrier-Resort in White Sulphur Springs, West Virginia.

Ein 2500-Seelen-Nest direkt an der Autobahn. An der Hauptstraße, hinter einer bewachten Einfahrt, thront schneeweiß das Greenbrier: ein Prunkbau der Revolutionsarchitektur mit Casino, Spa und Golfplatz. In den 1960er-Jahren bot das Luxushotel die perfekte Tarnung.

Mit einem Bahnhof gegenüber und einem Flughafen im benachbarten Lewisburg wäre es ein Leichtes gewesen, mehr als tausend Politiker aus der Gefahrenzone zu retten. Das Resort ist vom 400 Kilometer entfernten Washington schnell zu erreichen, gleichzeitig aber weit genug entfernt, um der Welle zu entkommen.

Die Schritte von Linda Walls hallen hohl, als sie immer tiefer durch den Tunnel zum Bunker vordringt. Meterdicke Betonwände. Drei Stockwerke, jedes so groß wie ein Fußballfeld. Die Überlebensgarantie der Demokratie. Walls, die Leiterin des Bunkermuseums, schlüpft durch einen blau gekachelten Gang.

„Hier hätten Spritzdrüsen die Politiker dekontaminiert“, erklärt sie. Dahinter streben spinnennetzartig Gänge in alle Richtungen, Türen schnappen ins Schloss. Mit jeder Tür, die zufällt, wächst die Beklommenheit.

Vorräte für 60 Tage

1958 begannen Bagger, den Bunker aus der Erde zu graben. Offiziell bauten die Arbeiter an einer neuen Ausstellungshalle. In Wahrheit schufen sie viel mehr als das: ein Kommunikationszentrum, eine Kantine, Schlafsäle und sogar ein kleines Krankenhaus für den Ernstfall. Walls schleicht lautlos über das schwarz-weiße Fliesenschachbrett des Bunkerspeisesaals.

Damals, als die Gerüchteküche des Greenbriers brodelte, ruhten in den Gefriertruhen des Bunkers stets frische Lebensmittel für drei Tage. „In der Mitarbeiterkantine gab es dann ab und zu bestes Rindsfilet oder andere ungewöhnliche Dinge“, erzählt Walls, die in jener Zeit als Klavierspielerin im Greenbrier auftrat und jahrelang glaubte, der Bunker verstecke sich unter der Ausstellungshalle. „Wer seinen Job behalten wollte, stellte keine Fragen und hielt den Mund.“ (Giganten unter der Erde: Geheime Untergrund-Städte der Militärs (Videos))

70 Hotelmitarbeiter waren eingeweiht, hätten im Ernstfall für die Kongressabgeordneten gekocht, geputzt und sich um die Technik gekümmert. Bis dahin tauschten sie regelmäßig Glühbirnen aus, aktualisierten die Kommunikationsanlagen und sorgten für Lebensmittelvorräte für 60Tage. In dieser Zeit hätten die Abgeordneten die Krise in den Griff bekommen müssen. „Der Sauerstoff im Bunker hätte bei voller Besetzung gerade einmal 72Stunden gereicht“, erklärt Wall.

Über dreißig Jahre lang blieb der Bunker eines der bestgehüteten Geheimnisse der USA. Zehn Jahre Haft und 25.000 US-Dollar Strafe standen auf Hochverrat. 1992 enthüllte schließlich der Journalist Ted Gup die geheimen Pläne der Regierung in der „Washington Post“. „Gup hat uns und unser Land betrogen“, erzählt Wall, und ihre grünen Augen funkeln verächtlich. Offiziell machte das FBI Jagd auf den Maulwurf.

Manche munkeln, die Regierung selbst hätte den Tipp gegeben, um nicht länger Steuergelder für ein überflüssiges Projekt zu verschwenden. Die Suche nach dem Verräter blieb bis heute erfolglos.

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Literatur:

Der Regierungsbunker

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten

Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde?

Plan B. Bonn, Berlin und ihre Regierungsbunker: Ein Ost-West-Dialog zum Kalten Krieg

Videos:

Quellen: PublicDomain/de.news-front.info/de.sputniknews.com am 07.04.2018

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