Blaues Licht bei Nacht erhöht Krebsrisiko

Krebs entsteht nicht einfach so. Es gibt zahlreiche Faktoren, die unser persönliches Krebsrisiko senken oder eben erhöhen. Viele dieser Faktoren können wir selbst beeinflussen. Beispielsweise, wie wir uns ernähren oder ob wir rauchen.

Auch kann jeder selbst entscheiden, ob er bis tief in die Nacht auf Tablet, Smartphone, Laptop oder sonst einen Bildschirm starren will. Das blaue Lichtspektrum der Bildschirme sorgt nämlich dafür, dass die Gefahr für Brust- und Prostatakrebs steigt. Dasselbe gilt für LED-Lampen, die naturgemäss hohe Blaulichtanteile haben.

Licht aus Bildschirmen und LED-Lampen lässt Krebsrisiko steigen

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal), berichtete am 23. April im Fachjournal Environmental Health Perspectives von einem Zusammenhang zwischen der nächtlichen Nutzung von Lichtquellen, die hohe Blaulichtanteile aufweisen und einem erhöhten Risiko für Brust- und Prostatakrebs.

Blaues Licht wird insbesondere von LED-Lampen – die inzwischen auch in den Städten als nächtliche Beleuchtung verwendet werden – und Bildschirmen ausgestrahlt. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass es äusserst schädlich ist, nachts Lichtquellen mit Blaulichtanteil zu nutzen bzw. unter Einfluss dieser Lichtquellen zu schlafen (Die spirituellen Hintergründe von „Digitalisierung“ und Elektrosmog – Und doch obsiegt das Licht).

Blaue Lichtanteile schädlich für die Augen

Insbesondere für die Augen sind Bildschirme mit hohem Blaulichtanteil eine Qual. Das blaue Licht passiert die Hornhaut ungehindert und löst in der Makula des Auges – dem Ort des scharfen Sehens – Entzündungsprozesse aus. Auch fördert es im Auge den Tod der Sehzellen und schädigt die Netzhautzellen so stark, dass es zu einem beschleunigten Alterungsprozess derselben kommt.

Alle Wirkmechanismen zusammen erhöhen das Risiko für eine Makuladegeneration – eine Augenkrankheit, die mit starken Beeinträchtigungen des Sehvermögens einhergeht und im ungünstigen Falle blind machen kann.

Sinkender Melatoninspiegel, Schlafstörungen und Depressionen

Ebenfalls weiss man längst, dass die nächtliche Nutzung von Bildschirmen (z. B. beim E-Book-Lesen, Arbeiten am Bildschirm, Surfen im Netz, Korrespondieren via Smartphone etc.) den Melatoninspiegel senkt. Melatonin ist ein Hormon, das am Abend müde macht und für einen entspannten Schlaf sorgt. Sinkt der Melatoninspiegel, kommt es nachts zu Schlafstörungen und tagsüber zu Müdigkeit, eingeschränkter Leistungsfähigkeit und Stimmungstiefs.

Letzteres deshalb, weil der Serotoninspiegel tagsüber um so höher steigen kann, je höher des nachts die Melatoninproduktion verlief. Serotonin ist der Botenstoff, der u. a. glücklich, entspannt und zufrieden macht. Ein gesunder Melatoninspiegel ist daher auch äusserst wichtig, will man Depressionen bekämpfen oder verhindern.

Krebszellen werden in hellen Nächten erst so richtig munter

Genauso ist bekannt, dass ein niedriger Melatoninspiegel in der Nacht nicht nur den Schlaf beeinträchtigt, sondern auch Krebszellen munter macht. Schläft man hingegen bei absoluter Dunkelheit, scheint dies auch Krebszellen tief und fest „schlafen“ zu lassen – so Forscher im Juli 2014 in Cancer Research.

Aus diesen Gründen wurde Schichtarbeit mit häufiger Nachtschicht von der International Agency for Research on Cancer (IARC) – einer Einrichtung der WHO – als möglicherweise krebserregend klassifiziert.

Manolis Kogevinas, Forscher am oben genannten ISGlobal in Barcelona und Leiter der neuen Studie erklärt:

„Es gibt Belege für eine Verbindung zwischen künstlichem Licht bei Nacht, des dadurch gestörten Tag-Nacht-Rhythmuses und der Entstehung von Brust- und Prostatakrebs.“

„Besonders die blauen Lichtanteile senken die Melatoninproduktion“, fügt Martin Aubé, Professor für Physik am CÉGEP in Sherbrooke, Canada und Mit-Autor der Studie hinzu.

Medizinskandal Krebs

Künstliches Licht erhöht Risiko für Brust- und Prostatakrebs

Die Wissenschaftler hatten die Daten von mehr als 4000 Personen im Alter zwischen 20 und 85 Jahren ausgewertet. Inwieweit diese Menschen künstlichem Licht ausgesetzt waren, wurde nicht nur über Fragebogen in Erfahrung gebracht, sondern auch über Nachtbilder der Erdoberfläche, die von Astronauten der Internationalen Raumstation geschossen wurden. Denn nicht zuletzt der Lichtsmog in Städten führt zu einer enormen nächtlichen Lichtexposition der jeweiligen Bewohner.

Die Ergebnisse zeigten, dass jene Menschen, die nachts besonders hohen Blaulichtmengen ausgesetzt waren, ein um 1,5- bis 2-fach erhöhtes Risiko hatten, Brustkrebs oder Prostatakrebs zu entwickeln – verglichen mit Bewohnern, die in der Nacht bei Dunkelheit schlafen konnten.

Kümmern Sie sich daher um eine ungestörte Nachtruhe in Dunkelheit, verwenden Sie lieber Halogenlampen statt LED-Lampen oder auch einmal Kerzenlicht und nutzen Sie möglichst selten Bildschirme (Laptop, Smartphone, Tablet etc.) in den Stunden vor dem Schlafengehen (Handy: BioIntitiative fordert Einstufung als ‘Krebs erregend’ – Mediziner besorgt angesichts tödlicher Hirntumore).

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Literatur:

Im digitalen Hamsterrad. Ein Plädoyer für den gesunden Umgang mit Smartphone & Co.

Die Kunst des Human Hacking (mitp Professional)

Die Kunst der Täuschung: Risikofaktor Mensch (mitp Professional)

Quellen: PublicDomain/zentrum-der-gesundheit.de am 08.05.2018

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