Erdveränderungen: Eine Stadt in Russland könnte im Erdboden versinken (Video)

Seit den 1980er Jahren tauchen überall in der Stadt Beresniki in der Ural-Region Löcher und riesige Risse in der Erde auf. Große Teile der Siedlungen mussten bereits aufgegeben werden, wie Drohnenaufnahmen vom Dienstag zeigen.

Die Entwicklung ist eine Folge massiven Kalisalzabbaus. Die Stadt hat es deshalb auch bereits zu internationaler Berühmtheit geschafft.

Wohnblöcke, Schulen und Eisenbahnwaggons sind durch zum Teil über 100 Meter tiefe Erdfälle irreparabel beschädigt oder verschluckt worden. Jahrzehntelang wurde hier im großen Stil Kalisalz abgebaut. Um weitere Erdbeben und Erdrutsche zu verhindern, hat der Minenbetreiber Uralkali auch die unterirdischen Tunnel geflutet.

Außerdem haben Stabilisierungsarbeiten in den brüchigen Stollen stattgefunden. Tausende von Einwohnern des Gebietes waren dennoch gezwungen, umzuziehen. Am alten Hauptschacht am Stadtrand brach die Erde vor über zehn Jahren über mehrere Hundert Quadratmeter ein.

Das Gebiet und das frühere Verwaltungsgebäude liegen nun im Wasser. Menschen, die ihre Häuser der Einstürze oder der Gefahr eines Einsturzes wegen aufgeben mussten, werden entschädigt (Erdveränderungen: Sinklöcher verschlingen Florida – riesige Erdspalte in Neuseeland (Videos)).

Eine Stadt in Russland könnte untergehen

Jahrzehnte gruben die sowjetischen Bergleute in die Tiefe und hinterließen den unvorstellbaren Hohlraum von 84 Millionen Kubikmetern. Ein beklemmendes Gefühl, wenn man weiß, dass diese Mine in sich zusammenfallen könnte.

Denn die sowjetischen Bergleute gruben zu gierig, nicht immer nach Vorschrift. Und so drückte eines Tages das Wasser in die Mine, die Salzschichten lösten sich auf, die Gesteine darüber brachen in die ausgeschwemmten Löcher. Die Oberfläche gab nach. Seitdem öffnet sich die Erde. Oben. In manchen Stadtvierteln von Beresniki (Ein gigantischer Riss in der Erde spaltet Afrika (Videos)).

Laut dm Eigentümer-Unternehmen Uralkali soll der Stollen heute sehr sicher sein. Es gebe keine Gefahr für die Bevölkerung: “Die Decke wird gestützt. Mit den so genannten Ankern. Sie werden hineingebohrt und halten so die Decke an der höher liegenden und stärkeren Salzschicht.

Es macht das Ganze stabil”, versichert Ingenieur Alexander Kladov unten im Schacht. Man arbeite nach internationalen Standards (‘Aufbrechen’ der Erde: Mehrere Erdfälle in Rom – Vulkan Ätna zieht es ans Mittelmeer (Videos)).

Im alten Hauptschacht, der mittlerweile geschlossen ist, öffnete sich 2007 hier zum ersten Mal die Erde. Ein Krater, dessen Wände 350 Meter in die Tiefe stürzten. Die Stadtverwaltung evakuierte 2000 Menschen.

Drei Jahre später wurde der Bahnhof von Beresniki zur Gefahr für die Menschen. Er wurde dicht gemacht. 2011 explodierte Methangas, das aus einem Krater aufstieg. Heute ist hier ein See.

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Literatur:

Vulkane der Eifel: Aufbau, Entstehung und heutige Bedeutung

Die Erde im Umbruch: Katastrophen form(t)en diese Welt. Beweise aus historischer Zeit

Erde im Aufruhr

Vulkanismus

Video:

Quellen: PublicDomain/dw.com/deutsch.rt.com am 22.05.2018

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