5 Spartipps für das Leben im Minihaus

Sie liegen im Trend und immer mehr Menschen ziehen diese Wohnform in Betracht: Tiny Houses oder auch Minihäuser bringen viele Vorteile mit sich und lassen sich zudem günstig einrichten. Leben und Wohnen auf kleinem Raum mit maximalem Komfort – das ist das Konzept der Minihäuser.

Übergeschwappt ist der Trend aus den USA und er findet immer mehr begeisterte Befürworter. Nicht zuletzt, weil die Tiny Houses das grundlegende Platzproblem in vielen Wohnregionen lösen. Sie lassen sich dank der platzsparenden Bauweise auf kleine Grundstücke integrieren und bieten den Bewohnern trotz der kleinen Wohnfläche viele Möglichkeiten, um sich individuell zu entfalten.

Damit das Minihaus im Innenraum mit platz- und kostensparender Funktionalität überzeugt, verrät dieser Artikel fünf Spartipps für das Interior Design.

Bauform: Fest installiert oder mobil

Vor dem Einrichten des Innenlebens steht die Frage im Raum, wie das Minihaus umgesetzt werden soll. Es gibt die Möglichkeit, das kleine Zuhause fest installiert – wie ein normalgroßes Haus – auf einem erworbenen Grundstück zu bauen oder eine mobile Variante zu wählen, ein Tiny House.

Der Vorteil eines mobilen Tiny House ist, dass es die Hausbewohner begleiten kann. Beispielsweise bei einem Arbeitsstellenwechsel an den nächsten Standort, sodass statt eines Umzugswagens nur eine Zugmaschine für das Tiny House organisiert werden muss, die das Haus mitsamt dem Hausstand von A nach B zieht.

Neben den „echten“ Tiny Houses bieten auch Bauwagen, irkuswagen oder andere Holzwohnwagen die Möglichkeit, einen mobilen Wohnsitz zu haben. Auf Dauer spart dieses Konzept viele Kosten (Alternatives Leben in Mini Häusern: Domizile für Individualisten).

Spartipp #1: Platzsparende Möbelstücke und clevere Einbauten

Tiny-House-Bewohner haben nur ein paar Quadratmeter zur Verfügung, um ihr Minihaus als persönlichen Eigenheim-Traum zu gestalten. Aus diesem Grund ist es ratsam, auf platzsparende Möbelstücke zurückzugreifen. Empfehlenswert sind auch selbstgebaute bzw. maßgefertigte Einbauten.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Maße können an die Gegebenheiten des Raumes individuell angepasst werden. Platzsparende Einbauten sind in jedem Raum des Minihauses das Zauberwort. Regale können als Raumteiler dienen und sorgen (insbesondere mit Schubkästen) dafür, dass alle Utensilien untergebracht werden können, nehmen allerdings weniger Platz weg als große Stauraumriesen wie sperrige Schränke. Für Mini-Bäder gibt es spezielle platzsparende Badkeramik.

Spartipp #2: Ein Beleuchtungskonzept das doppelt sparsam ist

Bei den Lichtquellen gibt es gleich mehrere Möglichkeiten zu sparen – zum einen Kosten, zum anderen Platz – und zwar mit praktischen Einbaustrahlern. Sie lassen sich sowohl im Decken- als auch im Bodenbereich installieren. So nehmen sie keinen Raum weg, sondern passen sich den reduzierten Quadratmetern hervorragend an.

Die Strahler zum Einbauen sind überall einsetzbar. Sie finden im Bad, im Wohnzimmer, in der Küche oder im Büro ihren Platz. Darüber hinaus besitzen sie den Vorteil, verschiedene Aufgaben zu erfüllen: Von der Akzentbeleuchtung bis hin zu grundlegenden Lichtquelle für einen Raum ist alles möglich.

In der Regel sind die Strahler auch schwenk- und dimmbar, sodass individuelle Effekte ebenfalls zu den praktischen Vorteilen dieser Lampen gehören. Bei der Installation im Bad gilt es auf die richtige IP Schutzart zu achten. Vor Spritzwasser sind die Lichtquellen dank IP44, gegen Strahlwasser mit IP65 abgesichert.

Wer auf eine stromsparende Beleuchtung – also auf Kunstlicht in Form von LEDs setzt –, der spart zusätzlich auch Stromkosten. Ratsam sind hier tauschbare Modelle, um die Lichtquelle nach einer Weile auszuwechseln.

Allerdings besitzen die Leuchtmittel eine sehr lange Lebensdauer, sodass ein Austausch nicht so schnell nötig ist. Mit den LEDs ist es möglich, bis zu 80 % Strom zu sparen. Dimmbare Modelle sparen zusätzlich Strom, weshalb es sich lohnt, bei gedimmten Licht das Gläschen Wein am Abend auf der Mini-Veranda zu genießen.

Spartipp #3: Der (Winter-)Garten als Wohnzimmer

Wer sich für ein festinstalliertes Minihaus mit Garten entschieden hat, kann bei entsprechender Wetterlage das Leben nach draußen zu verlagern. Unabhängig vom Wetter ist man mit einem angesetzten, kälteisolierten Wintergarten (wie im folgenden Bild beim ownhome).

Ein Wintergarten lässt sich auch in der kalten Jahreszeit als weiterer Raum nutzen, schützt dahinter liegende Räume vor Kälte und ermöglicht es, über eine offene Zimmertüre warme Luft ins Haus fließen zu lassen.

Spartipp #4: Autarkie als Kostensenker

Nachhaltigkeit, Umwelt und Energie sind drei wichtige Themen, die auch den Minihaus-Besitzer interessieren. An der Hochschule Konstanz hat die Fakultät Bauingenieurwesen im Wintersemester 2017/18 ein Projekt zum Thema „Energiekonzept Tiny House“ durchgeführt.

Hierbei wurde der Beweis erbracht, dass es auch im Tiny House möglich ist, sich autark mit Wärme und Strom zu versorgen. Letzteres wurde mittels Photovoltaikanlage auf dem Dach gelöst. Die Fläche war hier ausreichend, um den Bedarf an Strom für einen energiebewussten Single-Haushalt zu decken (Diese Erfindung könnte Millionen Menschen ihr eigenes Zuhause geben (Videos)).

Stromspeicher dienten als Puffer und dank eines Holzofens und einem Abgaswärmetauscher war auch die Versorgung mit Heizwärme und Warmwasser gegeben.

Ein Pfeiler wahrer Autarkie ist auch die Selbstversorgung mit Gemüse. Die lässt sich ganzjährig mit einem Gewächshaus (wie beim Tiny House von Olive Nest Tiny Homes) realisieren.

Spartipp 5: Effiziente Küchenplanung

Ein wichtiger Bereich in jedem Haus ist die Küche, welche in einem Minihaus mindestens genauso viel sorgfältige Planung benötigt wie das Badezimmer. Zum einen gilt es alle wichtigen Geräte platzsparend und intelligent unterzubringen.

Zum anderen benötigen Hausbewohner auch Flächen zum Zubereiten und Spülen sowie ausreichend Stauraum für die üblichen Küchenutensilien und Speisevorräte. Diesem Anspruch werden moderne Single-Küchen gerecht: Inzwischen haben sich zahlreiche Hersteller und Marken einiges einfallen lassen, um hier ein gelungenes Konzept zu etablieren.

Ratsam ist in jedem Fall eine Spülmaschine. Auch, wenn viele Menschen dieses Gerät für eine Luxus-Anschaffung halten – in einem Minihaus kann sie ein Segen sein. Grund dafür ist, dass die Küche wenig Abstellfläche besitzt, sodass eine Spülmaschine gleich den perfekten Stauraum bietet, um das benutzte Geschirr wegzuräumen (Unabhängig und selbstversorgerisch: Autarkes Leben in Deutschland).

Minimalistisches Wohnkonzept schafft finanzielle Freiheit

Es gibt verschiedene Gründe, warum es sich lohnt auf das Wohnen auf kleinem Raum umzusteigen. Nicht zuletzt sind die steigenden Mieten in den Städten ein Problem, denn nicht jeder ist in der Lage, diese zu bezahlen.

Wer sich nicht sicher ist, ob das Konzept der Minihäuser die persönlichen Ansprüche erfüllt, kann die Möglichkeit nutzen, in einem Tiny House zu probezuwohnen. Der Hype um Tiny Houses hat es mit sich gebracht, dass mittlerweile auch Hotels ihr Angebot durch Tiny Houses erweitern.

Literatur:

Garbage Warrior [DVD]

Meine hippe Hütte: stylish – retro – cool

Das Holzhaus der Zukunft: Ökologisch bauen mit menschlichem Maß

Kleine Häuser unter 100 Quadratmeter: Große Wohnqualität durch kreative Konzepte

Quellen: PublicDomain/tiny-houses.de am 20.06.2018

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