Vertuscht & verschwiegen: Die „Medikamentenwaffe!“ – Amokläufe, School-Shooting & Psycho-Pillen

Die Hintergründe über Amokläufe und School Shootings bleiben weitgehend im Dunkeln. Dabei gibt es längst Untersuchungen, dass die Verabreichung von Antidepressiva mit Schuld sein können.

Doch dieses Kapitel wird vertuscht und verschwiegen. Bis zu meinen Recherchen. Lesen Sie hier die ganze schockierende Wahrheit! Von Guido Grandt.

„Krankheit macht einsam, und Einsamkeit macht krank.“ Gerhard Uhlenbruck (Immunbiologe)

Amokläufe in den USA

„School Shootings“, also Amokläufe an Schulen, haben sich vor allem in den Vereinigten Staaten schmerzlich in das öffentliche Bewusstsein eingebrannt:

August 1966, Austin, Texas: Ein geistesgestörter Heckenschütze tötet an der University of Texas sechzehn Menschen, bevor er selbst von der Polizei erschossen wird.

April 1999, Littleton, Colorado: Zwei vermummte, schwarzgekleidete Jugendliche erschießen an der Columbine-Schule einen Lehrer und zwölf Mitschüler und verletzten vierundzwanzig weitere, bevor sie sich selbst richten.

März 2005, Red Lake, Minnesota: Ein Jugendlicher tötet seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin, geht dann in eine Schule, erschießt fünf Schüler und eine Lehrerin und begeht anschließend Selbstmord.

Oktober 2006, Nickle Mines, Pennsylvania: Ein Amokläufer tötet in der Dorfschule fünf Mädchen und nimmt sich dann selbst das Leben.

April 2007, Blacksburg, Virginia: Ein Student massakriert an der Virgina-Tech insgesamt zweiunddreißig Menschen, verletzt neunundzwanzig weitere und erschießt sich dann selbst. Es ist der bisher schlimmste Amoklauf in den USA (Wie Menschen rechtswidrig in Psychiatrien festgehalten werden).

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Amokläufe in Deutschland

Die schreckliche Chronologie reicht Jahrzehnte zurück:

Juni 1964, Volkhoven: Vom Schulhof der katholischen Volksschule gibt ein geistesgestörter Invalide mit einem Flammenwerfer durch ein offenes Fenster mehrere Flammenstöße auf Schüler ab. Acht der insgesamt achtundzwanzig schwer verletzten Neun- bis Elfjährigen sterben. Dann ersticht er noch zwei Lehrerinnen mit einer Lanze.

Juni 1983, Eppstein-Vockenhausen: In einer Schule erschießt ein Exil-Tschechoslowake zwei zwölfjährige Schülerinnen, einen elfjährigen Schüler, einen Lehrer und einen Polizisten. Ein Lehrer überlebt schwerverletzt. Der Amokläufer tötet sich schließlich selbst.

November 1999, Meißen: Ein fünfzehnjähriger maskierter Gymnasiast ersticht seine Lehrerin.

März 2000, Brannenburg: Ein sechzehnjähriger Schüler schießt den Leiter eines Realschulinternats in den Kopf, weil er ihn am Vortag von der Schule verwiesen hat. Der Täter fügt sich danach selbst schwere Verletzungen zu, der Internatsleiter stirbt einige Tage später.

Februar 2002, Eching und Freising: Ein Zweiundzwanzigjähriger, bewaffnet mit zwei Pistolen, drei Rohrbomben und einer Handgranate, tötet den Rektor seiner früheren Wirtschaftsschule und zwei weitere Menschen.

April 2002, Erfurt: Ein schwarz vermummter und schwer bewaffneter neunzehnjähriger Ex-Gymnasiast erschießt sechzehn Menschen, darunter acht Lehrerinnen und vier Lehrer und richtet sich dann selbst.

Juli 2003, Coburg: Ein sechzehnjähriger Realschüler schießt während des Unterrichts auf seine Klassenlehrerin, die unverletzt bleibt und verletzt eine Schulpsychologin, bevor er sich selbst tötet.

November 2006, Emsdetten: Ein Achtzehnjähriger stürmt in seine frühere Schule, bewaffnet mit Gewehren, Sprengfallen und Rauchbomben und verletzt siebenunddreißig Menschen. Danach begeht er Selbstmord.

März 2009, Winnenden und Wendlingen: In der Albertville-Realschule in Winnenden und in der näheren Umgebung in Wendlingen tötet der 17-jährige Tim K. 15 Menschen und sich selbst, nachdem er nach stundenlanger Flucht von der Polizei gestellt wurde. Elf weitere Menschen wurden verletzt (offzielle Version der Geschichte, die ich jedoch bezweifle).

Mai 2009, Sankt Augustin: Eine maskierte Sechzehnjährige, bewaffnet mit Messer, Gastpistole und fünf Molotowcokctails, will einen Amoklauf starten. Doch auf der Damentoilette wird sie von einer Mitschülerin gestellt. Die Sechzehnjährige schneidet ihr in einem Handgemenge den Daumen ab und flieht, wird später verhaftet und zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt.

September 2009, Ansbach: Ein Achtzehnjähriger stürmt in ein Gymnasium, bewaffnet mit einer Axt, zwei Messern und Molotowcocktails und verletzt acht Jugendliche und zwei Lehrer. Polizeibeamte verwunden ihn mit Schüssen aus ihren Maschinenpistolen schwer. Gegen den Täter wird ein Haftbefehl wegen zehnfachen versuchten Mordes erlassen.

Unheimliche Parallelen: Psychopillen – Die „Medikamentenwaffe“

Experten scheinen sich in einem Punkt einig zu sein: Amokläufe sind keine „Spontanhandlungen“.

Oftmals – aber nicht immer – gehen viele Komponenten Hand in Hand: eine zerbrochene soziale Lebenswelt mit sozialer Einsamkeit und Entwurzelung, eine Tatwaffe und eine psychische Krankheit.

Aber ist es nicht einfach eben zu „einfach“ nur starke psychische Störungen wie, psychopathische, psychotische und traumatische, dafür verantwortlich zu machen, Schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen?

Menschen würden zu Tätern, weil sie sich selbst und ihre soziale Umwelt nicht mehr ertragen könnten, meint der Psychologe und Psychotherapeut Peter Langmann in seinem Buch „Amok im Kopf. Warum Schüler töten“.

Das zerstörte Innen suche sein Ventil, „seinen eigenartigen Frieden“, in der Zerstörung nach Außen. Er spricht weiter von einer „Epidemie der Schulmassaker“. Und obwohl es viele Überschneidungen gebe, beispielsweise kämen die meisten Amokläufer aus soliden Mittelschichtsfamilien, bedürfe es individueller Betrachtung.

Diese zusätzlichen Beweggründe für Amokläufe führen Experten noch an: Hass auf Frauen und damit auf Schülerinnen und Lehrerinnen, Nachahmungswünsche, Killerspiele und Horrorfilme, eigenes Versagen, pubertärer Frust oder ausländerfeindliche und rechtsextremistische Motive.

Doch eine „Etikettierung“ von Amokläufern lehnen Experten des „United States Secret Service“ und des „United States Departements of Education“ in einer Analyse aus dem Jahr 2002 ab. Bei den in siebenundzwanzig Jahren untersuchten siebenunddreißig „School Shootings“ würden die Täter kein einheitliches Persönlichkeitsprofil aufweisen. Wohl aber werden drei Gruppen unterschieden: die depressiven, die schizophren-paranoiden und die kontaktscheuen, völlig unauffälligen Typen.

Doch sind das wirklich alle Erklärungen, die wir angesichts solcher Schulmassaker zu bieten haben? Kann es wirklich sein, dass es sonst keine anderen Beweggründe gibt? Kann diese so wahnhaft dargestellte Gewalt nicht auch noch von etwas anderem kommen? Aber wenn ja von was?

„School Shooting“ und Medikamente

Bei meinen Recherchen in Deutschland und den USA bin ich auf einen Sachverhalt gestoßen, der auch die Verbindung der Amokläufe hierzulande und in den Vereinigten Staaten (und sonst wo) herstellt. Die Amokläufer waren alle nicht nur jung und haben in den meisten Fällen Selbstmord begangen, sondern wiesen noch ein anders „verbindendes“ Element auf.

Aus US-amerikanischen Quellen wurden mir Unterlagen zugespielt, in denen beispielsweise nicht nur die Amokläufe, Morde, Selbstmorde Geiselnahmen und andere Gewalttaten der letzten Jahre weltweit aufgelistet sind (mit Schwerpunkt USA), sondern noch weitaus mehr: nämlich welche der diesbezüglichen Täter während oder vor der Tatausführung mit Medikamenten behandelt worden waren, unter Medikamenteneinflüssen standen oder kurze Zeit vorher ein Medikament abgesetzt hatten.

Wenn man sich nur die auflisteten „School Shootings“ (USA) vornimmt, bei denen Menschen zu Schaden gekommen sind, bleiben von 1998 bis 2009 acht übrig und zwar in: Illinois, Minnesota, South Carolina, Colorado, Oregon, Virginia und North Carolina.

Dabei gab es insgesamt neunzig Tote und neunundsiebzig Verletzte. In zwei Fällen ist nicht klar, ob die Täter unter Medikamenteneinfluss standen, bei den sechs weiteren werden folgende Medikamente angegeben: Prozac (Fluctin), Paxil (Seroxat), Luvox, Zoloft (Sertralin) und Celexa. Bei den restlichen vierzig aufgeführten Gewalttaten an amerikanischen Schulen (Geiselnahmen, Selbstmorde, Schießereien, Messerattacken, Bombenlegungen etc.), standen, neben den bereits genannten, offenbar alle aufgeführten Täter unter dem Einfluss eines Medikaments: Anafranil, Cymbalta, Lexapro, Efexor (Venlafaxin), Wellbutrin).

Alle diese Medikamente haben eines gemeinsam: es sind Antidepressiva!

Natürlich wird all dies nicht an die große Glocke gehängt! Keine Gesundheitsbehörde der Welt könnte es sich eigentlich erlauben von diesen Missständen zu wissen, aber nicht reagiert zu haben und doch haben es fast alle getan, wie ich noch aufzeigen werde.

Doch bevor wir uns näher ihnen befassen möchte ich zum besseren Verständnis des Lesers einige Worte zur Krankheit Depression und ihrer medikamentösen Behandlung verlieren.

Depressionen und Antidepressiva

Depressionen sind Erkrankungen, die mit Niedergeschlagenheit sowie körperlichen und psychischen Störungen einhergehen, wie beispielsweise Schlafstörungen und Antriebslosigkeit. Sie zählen heute zu den häufigsten Erkrankungen. Frauen sind doppelt so häufig davon betroffen wie Männer.

Schätzungsweise fünf bis fünfzehn Prozent der Patienten eines Allgemeinmediziners – die Angaben gehen hier auseinander – leiden an behandlungsbedürftigen Depressionen. Antidepressiva sind die von ihnen am meisten verordneten Psychopharmaka. Sie sollen stimmungsaufhellend und antriebsnormalisierend wirken und – je nach Wirkstoff – auch noch beruhigend und angstlösend.

Die Ursachen von Depressionen sind noch nicht restlos geklärt. Im menschlichen Körper befindet sich ein Netz von Milliarden Nervenzellen, die Handeln, Denken und Fühlen erst möglich machen. Diese Informationen werden in Form von elektrischen Strömen weitergeleitet, die, salopp gesagt, mit Höchstgeschwindigkeit durch die Nervenbahnen rasen.

Zwischen den einzelnen Nervenzellen klaffen so genannte „synaptische Spalten“, mikroskopisch kleine Lücken, die von den elektrischen Impulsen nicht übersprungen werden können. Deshalb schütten Nervenzellen spezielle Botenstoffe, Neurotransmitter aus, die zur nächsten Zelle wandern und dort elektrische Ladungen auslösen, um danach wieder von der Zellwand aufgenommen zu werden.

Es gibt Hinweise darauf, dass während eine Depression die Hirntätigkeit verändert, beziehungsweise der Hirnstoffwechsel gestört ist, weil Neurotransmitter (beispielsweise Serotonin, Noradrenalin und andere), aus der Balance geraten sind. Hier greifen Antidepressiva in den Hirnstoffwechsel ein.

Die meisten modernen Antidepressiva sind so genannte „Wiederaufnahme-Hemmer“, die verhindern, dass der jeweilige Botenstoff nach dem Überbringen der Nachricht sofort wieder in den Speicher der Absender-Zelle zurücktransportiert wird und daher den erwünschten Reiz über einen längeren Zeitraum auslösen.

Die volle Wirkung der Präparate entfaltet sich erst nach drei bis sechs Wochen, weil sie die „Blut-Hirn-Schranke“ erst einmal überwinden müssen, eine Sicherheitsschranke, die das Gehirn gegen das Eindringen gefährlicher Stoffe abriegelt, um nur bestimmte Moleküle passieren zu lassen.

Antidepressiva müssen über einen längeren Zeitraum regelmäßig eingenommen werden. Wirkungen und Nebenwirkungen ändern sich je nachdem, welche und wie viele Neurotransmitter beeinflusst werden.

„Trizyklische“ Antidepressiva sind die Klassiker, sie wirken breitgefächert, greifen gleich in mehrere Botenstoffsysteme ein, sind gut wirksam, aber dafür nicht so gut verträglich. Deshalb werden sie hauptsächlich bei schweren Depressionen eingesetzt. Gerade Überdosierungen mit diesen Medikamenten können gefährlich werden.

„Tetrazyklische“ Antidepressiva wirken ähnlich umfassend, sind aber weniger stark. Damit sind sie zwar besser verträglich, aber weniger wirksam.

Das Enzym „Mono-Amino-Oxidase (MAO)“ baut Botenstoffe wie Noradrenalin und Serotin ab. Werden diese Enzyme gehemmt, steigt die Konzentration der oben genannten Botenstoffe im Hirnstoffwechsel an.

„Selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)“ blockieren das Transportmolekül, das den Botenstoff Serotonin wieder in seine Speicher zurück befördert. Sie sind geeignet bei leichten und mittelschweren Depressionen.

„Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)“ hemmen gezielt die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin durch die Nervenzellen.

„Atypische Antidepressiva“ erhöhen ebenfalls die Konzentration von Serotonin und Noradrenalin, blockieren jedoch im Gegensatz zu den SNRI nicht die Wiederaufnahme in die Speicher, sondern maximieren deren Ausschüttung.

Schauen wir uns, in alphabetischer Reihenfolge, einen Teil der möglichen Nebenwirkungen dieser Antidepressiva einmal genauer an, die für mögliche Amokläufe verantwortlich sein könnten. Dabei beziehe ich mich auf die jeweiligen Medikamentenbeschreibungen und Packungsbeilagen, die meist den Zusatz aufweisen, diese Auflistungen würden nicht alle möglichen Nebenwirkungen enthalten.

Anafranil: Konzentrationsstörungen, Alptraum, Erregung, Angst, Gedächtnisstörungen, verstärkte Depression, Desorientiertheit, Verwirrtheitszustand, Halluzinationen und Depersonalisation.

Celexa: Suizidgefahr, Angstgefühle, Hyperaktivität, Irritation, Halluzinationen, Realitätsverlust, Aggressivität, Feindseligkeit.

Cymbalta: Angst, Suizidgedanken.

Efexor: ungewöhnliche Trauminhalte, Angst, Hypomanie, Verwirrtheit, Aphatie, Halluzinationen, Suizidgefährdung, Feindseligkeit.

Lexapro: Ohnmachtsgefühl, Suizidgefahr, Angstgefühle, Hyperaktivität, Irritation, Realitätsverlust, Aggressivität, Feindseligkeit

Luvox: Angstgefühle, Hyperaktivität, Suizidgefahr, Halluzinationen, Realitätsverlust, Aggressivität, Feindseligkeit.

Paxil: Angstgefühle, Hyperaktivität, Irritation, Unruhe, Halluzinationen, Realitätsverlust, Selbstmordgedanken, Aggressivität, Feindseligkeit.

Prozac: Unruhe, Angstgefühle, Benommenheit, Alpträume, Denkstörungen, Verwirrtheit, Hypomanie, Manie, Suizidgedanken, aggressive Verhaltensweisen.

Wellbutrin: Suizidgefahr, Angstgefühle, Hyperaktivität, Irritation, Halluzinationen, Aggressivität, Feindseligkeit.

Zoloft: Alpträume, depressive Symptome, Manie, Hypomanie, Verwirrung, Halluzinationen, aggressive Reaktionen.

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass der Begriff „Nebenwirkungen“ vielleicht irreführend ist und wir eher von „Wirkungen“ sprechen sollten. Jeder von uns weiß, herkömmliche Straßendrogen sind gefährlich, aber wenige, dass Antidepressiva eigentlich chemisches Gift sind.

Dem (Laien-)Patienten wird oftmals von den Verantwortlichen der Pharma-Industrie suggeriert, die Nebenwirkungen wären Teil der psychischen Störung. Dabei wird ausgeblendet, dass diese längerfristig gesehen meist schlimmer als die eigentliche Ursache sind.

So scheinen Antidepressiva (fast) alle eines gemeinsam zu haben: eine ausgeprägte Suizidgefahr. Studien der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA ergaben schon vor einigen Jahren, dass Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen Selbstmordgedanken verstärken und auch bei Erwachsenen die Tendenz zum Selbstmord erhöhen. In vielen anderen Untersuchungen sind diese Selbstmordrisiken jedoch nicht angemessen berücksichtigt worden.

Auch Forschungen des Ottawa Health Research in Zusammenarbeit mit der McGill University in Montreal und der University of Wales zeigen Anfang 2005, dass SSRI wie Prozac, Zoloft oder Paxil die Gefahr der Selbsttötung um ein zweifaches erhöhen. Es gibt jedoch keine Studien ohne Gegenstudien. So wollen Forschungen der Gesundheitsorganisation „Group Health“ und der University of Illinois wieder genau das Gegenteil belegen.

Doch auch der „wissenschaftlichen Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP)“ der „Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA)“ kommt zum Ergebnis der erhöhten Suzidgefahr. Und nicht nur zu dem: bei mit Antidepressiva behandelten Kindern und Jugendlichen tritt häufiger auch „Feindseligkeit“ und „Aggressivität“ auf, als bei denen, die mit unwirksamen Placebos behandelt worden sind!

Daraufhin reagiert die Europäische Kommission umgehend. Das belegt ein Schreiben des „Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)“ vom 8. September 2005, das, aufgrund der „Abwehr von Gefahren durch Arzneimittelrisiken, hier: Entscheidung der EU-Kommission vom 19. August 2005 betreffend: Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI) und Serotonin-und-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SNRI)“, anordnet: ab 1. Dezember 2005 müssen die Produktinformationen und Packungsbeilagen für oben genannte Antidepressiva geändert werden.

So muss es bei den Produktinformationen „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendungen“ unter anderem heißen: „Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren: (Arzneimittelname)…sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Ausnahme von Patienten mit (genehmigtes Anwendungsgebiet) angewendet werden. Suizidale Verhaltensweisen (Suizidversuch und Suizidgedanken) sowie Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) wurden in klinischen Studien häufiger bei mit Antidepressiva behandelten Kindern und Jugendlichen beobachtet als bei Kindern und Jugendlichen, die mit Placebo behandelt wurden.

Sollte aufgrund klinischer Notwendigkeit dennoch die Entscheidung für eine Behandlung getroffen werden, ist der Patient im Hinblick auf das Auftreten suizidaler Symptome sorgfältig zu überwachen. Darüber hinaus fehlen Langzeitdaten zur Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen in Bezug auf Wachstum, Reifung, sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung.“

Derselbe Wortlaut, nur nicht medizinisch gestelzt, sondern umgangssprachlicher, muss auch auf die Packungsbeilage der betreffenden Antidepressiva aufgedruckt werden.

Im Oktober 2009 wird eine britische Studie veröffentlicht, die belegt, dass Männer, die mit Antidepressiva (mit dem Wirkstoff Nortriptylin) behandelt wurden, zehnmal häufiger an Selbstmord denken, als mit einem anderen Wirkstoff Behandelte! Nortriptylin steckt in Deutschland auch im Medikament „Nortrilen“.

Doch nicht nur während der Einnahme sind die meisten Antidepressiva eine Gefahr für Leib und Leben, sondern auch, wenn sie abgesetzt, Therapien also unterbrochen werden. Deshalb wird eine schrittweise Verringerung der Dosis unter Überwachung eines Arztes dringend empfohlen. Offiziell werden diese Symptome als „Absetzerscheinungen (withdrawal syndroms)“ bezeichnet, wobei die Öffentlichkeit diesen Begriff kritisiert und den Pharmakonzernen vorwirft, ihn aus marktdynamischen Gründen eingeführt zu haben, statt von „Entzugserscheinungen“ zu sprechen.

Ich werde nachfolgend bei dem zuletzt genannten Begriff bleiben. Die SSRI- und SNRI-Entzugserscheinungen („SSRI Discontinuation Syndrome“) treten in der Regel in den ersten vierundzwanzig Stunden bis eine Woche oder sogar noch nach Monaten nach Absetzen dieser Antidepressiva ein. Das hängt jedoch auch von der Dosis der Medikation und der Halbwertszeit der Wirksubstanz ab.

Beispielsweise beim SSRI-Antidepressiva Paroxetin, das natürlich auch in Deutschland erhältlich ist, heißt es in der Gebrauchsinformation betreffs „Absatzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit einem SSRI“: „Wenn Sie die Behandlung mit Paroxetin…beenden, besonders wenn das plötzlich geschieht, können Absatzsymptome bei Ihnen auftreten…Diese sind häufig, wenn die Behandlung beendet wird.

Die Gefahr ist höher, wenn Paroxetin…über einen längeren Zeitraum oder in hohen Dosen eingenommen worden ist, oder wenn die Dosis zu schnell reduziert wird. Die meisten Menschen finden, dass die Symptome leicht sind und sich innerhalb von zwei Wochen von selbst zurückbilden. Bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend oder länger anhaltend sein (2 – 3 Monate oder länger).“

Ein plötzliches Absetzen von Antidepressiva kann körperliche und psychische Entzugserscheinungen hervorrufen, wie beispielsweise: Kreislaufbeschwerden, Gleichgewichtsstörungen, Empfindungsstörungen, „Brain zaps“, Empfindungen, die an leichte Stromschläge erinnern, motorische Störungen, Schlafstörungen, Reizbarkeit. Das scheinen nur die harmlosen Entzugserscheinungen zu sein, die jedoch in Aggressionen enden können.

So berichtet beispielsweise Donald Grady, der Polizeichef der Northern Illionois Universität, in die im Februar 2008 der Ex-Student Steven K. stürmte, fünf Menschen tötete, fünfzehn Studenten verletzte und sich dann selbst erschoss, dass der Amokläufer „launisch“ geworden sei, nachdem er seine Medikamente – vermutlich Antidepressiva abgesetzt hatte!

Später stellte sich heraus, dass es sich um Prozac gehandelt hatte (siehe auch Kapitel 12.2. „Medienmaulkorb“ und Vertuschungen). K.s beste Freundin Jessica B. sagte dem Sender CNN in einem Interview, dass sich Steven durch Prozac „wie ein Zombie“ fühlte (Psychopharmaka: Die unbemerkte Seuche).

Auch beim bislang blutigsten Schulmassaker in der Geschichte USA – als am 16. April 2007 in Blacksburg der Student Cho Seung-Hui in die Virgina High Tech University stürmt und zweiunddreißig Menschen tötet, neunundzwanzig verletzt und sich dann selbst erschießt – heißt es aus Ermittlerkreisen, der Amokläufer hätte Antidepressiva genommen.

Georg R., der achtzehnjährige Amokläufer von Ansbach, der am 17. September 2009 acht Jugendliche und zwei Lehrer zum Teil schwer verletzte, befand sich ebenfalls in psychotherapeutischer Behandlung, wie sich herausstellte.

Dies ist in ein Auszug aus meinem Buch:

11.3. – Der Amoklauf von Winnenden: Hintergründe, Widersprüche & Vertuschungen (gugra-Media-Nostalgie 10)

Literatur:

Der betrogene Patient: Ein Arzt deckt auf, warum Ihr Leben in Gefahr ist, wenn Sie sich medizinisch behandeln lassen

Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert

Mediale Medizin: Der wahre Ursprung von Krankheit und Heilung

Heilen mit der Kraft der Natur: Meine Erfahrung aus Praxis und Forschung – Was wirklich hilft

Quellen: PublicDomain/ am 26.09.2018

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3 comments on “Vertuscht & verschwiegen: Die „Medikamentenwaffe!“ – Amokläufe, School-Shooting & Psycho-Pillen

  1. Die Nähe zur Welt des Geldes kann aber bisweilen die wissenschaftliche Wahrheitssuche auch beeinflussen, zumindest in Amerika: Dort räumt, in einer anonymen Befragung unter 2167 Wissenschaftlern, jeder fünfte ein, in den letzten drei Jahren Ergebnisse zurückgehalten zu haben, um laufende Patentanträge nicht zu gefährden, oder unerwünschte Ergebnisse verzögert zu haben. Manch unliebsame Erkenntnis, meinen Experten, käme sogar nie ans Licht.

    H.-U. Grimm “Aus Teufels Topf”

    Aus der September-Ausgabe der Zeitschrift “konkret” mit Matthias Beckers Kulturkolumne (»Der große Bluff«, S. 41): »Eine große Umfrage von ›Nature‹ ermittelte jedoch vor zwei Jahren, dass etwa zwei Drittel der befragten Wissenschaftler die Experimente anderer Wissenschaftler nicht mit den gleichen Ergebnissen wiederholen konnten.”
    Zwei Drittel der befragten Wissenschaftler scheiterten somit daran, die Experimente anderer Wissenschaftler mit den gleichen Ergebnissen zu wiederholen. Die Hälfte scheiterte an der ergebnisgleichen Wiederholung der eigenen Experimente.
    Die Hälfte scheiterte also daran, ihre eigenen Ergebnisse mit dem gleichen Versuchsaufbau zu reproduzieren.

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