Weltweite Verschuldung steigt auf 244 Billionen Dollar – Derivatemarkt bei 206 Billionen US-Dollar

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Die Bankenvereinigung IIF sorgt sich um die steigende Verschuldung in der Welt, sieht die Nachhaltigkeit der Kreditexpansion in Gefahr und warnt vor Problemen für die Weltwirtschaft in 2019.

Das Institute of International Finance (IIF) hat den weltweiten Schuldenstand für das dritten Quartal 2018 bekanntgegeben. Sie ist demnach seit 2016 um 12 Prozent auf zuletzt 244 Billionen US-Dollar angestiegen. Das entsprach 318 Prozent der Weltwirtschaftsleistung.

Den größten Beitrag zum Anstieg leisteten laut IIF die öffentlichen Haushalte der entwickelten Länder sowie Unternehmen aus Schwellenländern.

Die Regierungen in den USA, Japan und Europa hätten trotz der gesunkenen Zinsen und trotz des gestiegenen Wachstums sehr wenig dazu beigetragen, die Verschuldung zu reduzieren, heißt es im „Global Debt Monitor“ des Instituts. Und man drückt in dem Report Sorge über die Entwicklung aus.

Die USA hätten beispielsweise seit 2001 keinen Haushaltsüberschuss mehr erzielt. Das Land habe zuletzt durch höhere Ausgaben und massive Steuersenkungen annähernd 2 Billionen US-Dollar zusätzliche Schulden aufgebaut. Die Eurozone habe über die Europäische Zentralbank 2,5 Billionen US-Dollar für geldpolitische Stimulation ausgegeben (10 Jahre Finanzkrise – nach der Krise ist vor der Krise).

Außerdem erwähnt man Japans Rekordhaushalt mit 860 Milliarden US-Dollar und 3,5 Billionen US-Dollar an geldpolitischen Maßnahmen durch die Bank of Japan. Die Welt stoße an die Grenzen einer „mühelos nachhaltigen Verschuldung“, so der IIF.

Und man warnt: „2019 wird die Weltwirtschaft mit Spannungen konfrontiert werden, die man seit mindestens zehn Jahren nicht erlebt hat und die Zentralbanken und Regierungen werden mit weniger Mitteln gewappnet sein, um sie zu bekämpfen.“

Wir erinnern uns: Vor zehn Jahren ereignete sich die Weltfinanzkrise, die sich zu einer Weltwirtschaftskrise ausdehnte (Ausblick 2019: Ein neuer Zyklus beginnt! Das Ende der Volksparteien wird eingeläutet, der Bullenmarkt ist am Ende und die Rezession kommt!).

Das Institute of International Finance ist eine globale Vereinigung von Finanzinstituten der führenden Industrienationen. Es 1983 gegründet und hat ihren Sitz Washington D.C.. Im Zeitraum von 2003 bis 2012 war der ehemaligen Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann Vorsitzender des IIF.

Die vom IIF berechnete Verschuldung umfasst jene von privaten und öffentlichen Haushalten sowie Unternehmen und Finanz-Institutionen (Was die Finanzkrise mit dem Untergang des Römischen Imperiums zu tun hat).

US-Derivatemarkt bei 206 Billionen US-Dollar

Das Nominalvolumen der im US-Bankensektor gehandelten Finanzderivate ist im dritten Quartal um 10 Prozent gegenüber Vorjahr angestiegen. Geradezu beängstigend wirkt das Verhältnis der Derivatepositionen zu den Vermögenswerten der US-Großbanken.

Im dritten Quartal 2018 betrug das Nominalvolumen der im US-Bankensektor gehandelten Finanzderivate 206,98 Billionen US-Dollar (amerikanische „Trillions“). Dabei handelt es sich allerdings nur um die von den Finanzinstituten selbst gemeldeten Aktivitäten, die unter anderem Futures/Forwards, Optionen, Swaps und Kreditderivate beinhalten (Finanzmarkt: Das letzte Hurra, bevor die dunklen Jahre kommen).

Gegenüber dem Vorquartal ist das Marktvolumen leicht um 0,1 Prozent zurückgegangen. Im Vorjahresvergleich gab es jedoch einen satten Anstieg um knapp 10 Prozent. Die Zahlen stammen aus dem vierteljährlichen Report des Office of the Comptroller of the Curreny (OCC).

Größter Derivatehändler der USA ist nach wie vor JP Morgan mit einem gemeldeten Nominalvolumen von 58,71 Billionen US-Dollar. Danach folgen Citibank ($ 55,02 Bio.), Goldman Sachs ($ 51,67 Bio.) und Bank of America ($ 20,41 Bio.).

Interessant ist auch das Verhältnis der Derivatepositionen zu den Vermögenswerten der Banken (Bilanzsumme). Bei JP Morgan übersteigt der Nominalwert der Derivate das Finanzvermögen um das 26-fache. Noch höher ist der Hebel allerdings bei Citibank (38-fach) und Goldman Sachs (288-fach).

Die Bankenbranche betont immer wieder, dass die Derivate mit Gegengeschäften ausreichend abgesichert seien – aber nur bis die Bombe platzt…  (Die Krise 2009 war nur der Anfang, schnallen Sie sich an für 2019! (Video))

Quellen: PublicDomain/goldreporter.de am 26.01.2019

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