„Vertrauen in Urtugend des Sparens zerstört“: Kritik an Orden für langjährigen EZB-Chef Draghi

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Die bevorstehende Verleihung des Großkreuzes 1. Klasse an Ex-EZB-Chef Mario Draghi wird mit dessen Verdiensten um die Bewahrung der Einheit der Eurozone begründet. Nicht überall stößt die Ehrung des Initiators europäischer Nullzinspolitik auf ungeteilte Zustimmung.

Am Freitag (31.1.) hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem im Oktober 2019 aus seinem Amt geschiedenen langjährigen Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, im Berliner Schloss Bellevue den das Großkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Dafür vorgeschlagen hatte ihn zuvor Bundesaußenminister Heiko Maas.

Eine gewisse Verwunderung über diesen Schritt äußert bereits im Vorfeld der Auszeichnung das „Bloomberg“-Portal. Der frühere EZB-Präsident, so heißt es dort, möge zwar diese Woche Deutschlands höchsten Orden erhalten, „hingegen wohl nicht dessen unsterbliche Liebe“. Das Finanznachrichtenportal erachtet es als erwähnenswert, dass Draghi anders als seine Vorgänger Jean-Claude Trichet und Wim Duisenberg die Auszeichnung nicht schon während seiner Amtszeit erhalten habe.

„Bild“: „Teuerster Verdienstorden“ in der Geschichte des Landes

Die offizielle Begründung für die Ehrung Draghis lautet, dass es diesem gelungen sei, den Euro zu retten. Im Zusammenhang mit der Griechenlandkrise und der hohen Schuldenbelastung weiterer Staaten der Eurozone stand der Erhalt des gemeinsamen Währungsraums mehrfach auf des Messers Schneide.

Bereits die weitreichenden Haftungszusagen, zu denen sich Euro-Staaten mit ausgeglichenerem Haushalt bereiterklärt hatten, um ein Ausscheiden der Krisenstaaten zu verhindern, waren in Deutschland vielerorts auf Kritik gestoßen. Die „Bild“-Zeitung schrieb bereits Anfang der Woche vom „teuersten Verdienstorden, den unser Land jemals vergeben hat“.

Noch umstrittener als die Euro-Rettung war jedoch die Nullzinspolitik, die Draghi dem Euroraum verordnet hatte – verbunden mit den Anleihen-Ankaufsprogrammen, die er der EZB verordnete und die auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt weitergeführt werden.

Nach Einschätzung von „Bild“-Kommentator Philip Fabian hat Draghis Nullzins-Kurs Deutschlands Sparer 120 Milliarden Euro an realer Kaufkraft gekostet. Berechnungen der Comdirekt und Barkow Consulting sollen es, wie die „Westdeutsche Zeitung“ berichtete, seit 2011 sogar 133,3 Milliarden Euro gewesen sein.

Zudem müssen die deutschen Sparer sogar mit Strafzinsen auf ihr Ersparte rechnen. Fabians Fazit: „Mit seiner Geldpolitik hat Draghi das Vertrauen in eine deutsche Urtugend zerstört: Sparsamkeit. Deutschland sollte ihn dafür nicht auch noch ehren.“ (Kommt erst die europäische Einlagensicherung, kommt’s für Sparer noch dicker – dann haften wir für marode Banken)

Merkels engster Verbündeter in der Zeit der Eurokrise

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch übt massive Kritik an Draghis Ehrung. Dieser, so Willsch, „verdient das Bundesverdienstkreuz nicht, weil er die Unabhängigkeit der EZB missbraucht hat, um das Verbot der Staatenfinanzierung zu unterminieren“. Zudem habe er durch seine Niedrigzinsdoktrin „deutschen Sparern massiv geschadet“.

Die Kontroversen, die Draghi in Deutschland immer noch hervorzurufen verstünde, illustriere die Herausforderungen, die vor dessen Nachfolgerin Christine Lagarde stünden, wenn es darum gehe, Brücken zu bauen zur wichtigsten Volkswirtschaft im Währungsraum, schreibt Bloomberg weiter. Dafür versuche Lagarde nun sogar, Deutsch zu lernen, und knüpfe Kontakte zu Amtsträgern aller Ebenen.

Dass Draghi nun trotz aller Kontroversen eine Auszeichnung bekommen hat, die er „kaum noch zusätzlich zu seinen bisherigen bräuchte“, stelle nach Einschätzung des Portals einen Akt der Anerkennung vonseiten der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel dar – für Draghis Bekenntnis zur Eurorettung.

Im Jahr 2012 hatte er erklärt, tun zu wollen, „was immer notwendig ist“, um ein Auseinanderbrechen des Währungsraums zu verhindern. Auf diese Weise hatte er Merkel den Rücken gestärkt, die damals verkündet hatte: „Scheitert der Euro, scheitert Europa!“ (Der Euro kann nicht funktionieren – wir stehen vor dem Währungs-Crash).

„Damoklesschwert des Scheiterns hängt weiter über der Euro-Zone“

In einer Kolumne für das Blog „Tichys Einblick“ geht auch der 2008 von den Grünen zur CDU gewechselte Haushaltsexperte Oswald Metzger davon aus, dass vonseiten der politischen Führung des Landes keine kritischen Töne zu hören sein werden, wenn Draghi am Freitag nach Berlin kommt. Der Tenor werde lauten, dieser habe die Eurozone gerettet (Zwei Experten – eine Meinung: Börsencrash 2020 (Video))

Dass Draghi tatsächlich etwa „einen gewaltigen Vermögenstransfer von Nord- nach Südeuropa organisierte, um die Zinsen der Schuldnerstaaten herunter zu subventionieren“, lasse ebenso Zweifel an der Angemessenheit der Ehrung aufkommen wie die neuerliche Blase, die seine Zinspolitik an den Immobilien- und Aktienmärkten geschaffen haben könnte.

Diese, so befürchtet Metzger, könnten jedoch schon bald platzen – mit Folgen, die ähnlich gravierend sein könnten wie in der Zeit der Finanzkrise der 2010er Jahre.

“Firmen, die heute nur überleben, weil sie ihren Schuldendienst dank der Niedrigzinsen gerade so leisten können, werden kollabieren und eine Reihe von Banken in den Abgrund reißen.“

Nachfolgerin Lagarde wäre gut beraten, die Reißleine zu ziehen, meint Metzger. Je länger Draghis EZB-Politik unter Christine Lagarde fortgeführt werde, umso geringer werde der Ausstiegsspielraum für eine verlässliche und allmähliche Zinserhöhung sowie eine Beendigung der Anleihenkäufe.

Zudem könnte sich laut Metzger der Jubel über die Eurorettung als verfrüht erweisen: „Das Damoklesschwert des Scheiterns hängt weiter über der Euro-Zone, auch wenn das immer weniger im politischen Fokus steht.“ (Finanzexperte erklärt wie der Finanzcrash ablaufen wird (Video)).

 

Fazit

Wir erinnern uns: Draghi ist nicht nur dafür verantwortlich, dass die Finanzkrise von 2008 in Wahrheit nie gelöst, sondern lediglich verschleppt wurde – Draghi war es auch, der durch seine Euro-Geld-Politik für die Staatspleiten – diese ebenfalls verschleppt – sowohl in Griechenland, als auch in Spanien, Portugal und Frankreich mitverantwortlich ist.

Letztlich ist Draghi auch dafür mitverantwortlich, dass die Mehrheit der Deutschen ihr Vermögen verloren hat und Deutschland kurz davor steht, ein Armenhaus zu werden. Sparer und solche, die fürs Alter vorsorgen wollten, sind durch die Politik dieser Person systematisch geschröpft und um ihre Ersparnisse betrogen worden. Nomen est Omen – das trifft auch hier zu – denn Draghi heißt übersetzt „Drache“.

Immerhin sehen einige Politiker dieses Landes die „Auszeichnung“ des „Drachen“ als „kritisch“. So sagte der CDU-Innenexperte Axel Fischer zu der Verleihung: „Die Politik der Europäischen Zentralbank unter Draghi hat nicht nur deutsche Sparer kontinuierlich enteignet, sondern die Altersvorsorge von Millionen Menschen in Deutschland geschmälert. Dafür hat er aus meiner Sicht keine deutsche Auszeichnung verdient. Die Geldpolitik Draghis war weder für den Euroraum noch für Deutschland hilfreich.“ (Crashgefahr: Heimliche Krisensitzungen wie bei den Pleiten von LTCM und Lehman Brothers).

Die AfD forderte eine öffentliche Entschuldigung bei den deutschen Sparern. Die stellvertretende Parteivorsitzende, Beatrix von Storch, sagte: „Man mag es kaum glauben, aber Draghi soll von Steinmeier das Bundesverdienstkreuz erhalten: Der Mann, der mit seiner Nullzinspolitik deutsche Sparer und Rentner enteignet hat. Was für eine Schande. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Sparer. Deutsche Sparer verlieren jedes Jahr wegen Draghi zig Milliarden.“ ( Bargeldende, Negativzinsen, Enteignung – auf uns kommt einiges zu!)

Die Amtszeit von EZB-Chef Draghi war geprägt von massiven Ankäufen von Staatsanleihen und der Einführung von Negativzinsen. Bei seiner Entscheidung im vergangenen Jahr, die Anleihekäufe nach einer Pause wieder aufzunehmen, setzte sich Draghi auch über den Rat des EZB-Expertengremiums hinweg. Schätzungen zufolge dürfte die Nullzins-Politik von Draghi und der EZB die deutschen Sparer und Rentner um etwa 300 Milliarden Euro „erleichtert“ haben.“

Ändern wird die Kritik der Politiker jedoch nichts.



Literatur:

Die Unersättlichen: Ein Goldman-Sachs-Banker rechnet ab

Wehrt Euch, Bürger!: Wie die Europäische Zentralbank unser Geld zerstört

Der Weg ins Verderben: Wie die Eliten die nächste Krise vorbereiten und wie Sie sich davor schützen können

Die Nullzinsfalle: Wie die Wirtschaft zombifiziert und die Gesellschaft gespalten wird

Quellen: PublicDomain/epochtimes.de am 01.02.2020

About aikos2309

2 comments on “„Vertrauen in Urtugend des Sparens zerstört“: Kritik an Orden für langjährigen EZB-Chef Draghi

  1. Gesichtet in Kleve:Fahrzeuge der US-Militärpolizei
    https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2020/01/31/gesichtet-in-klevefahrzeuge-der-us-militaerpolizei/

    DIe menschenfeindlichen US Imperialisten bringen sich nun auch in Ostdeutschland in Stellung

    Überall tauchen gerade diese und ähnliche Fotos auf… einige meinen, dass es ein gutes Zeichen sei und das bestehende BRD System abgewickelt werden wird.. Was wenn es aber eher die Vorbereitung auf ein Chaos ist? Und eher gegen uns gerichtet ist? Hat jemand vielleicht nähere Infos?

    „Besetztes“ Deutschland – warum Deutschlands Souveränität immer noch eingeschränkt ist …
    https://faszinationmensch.com/2016/07/29/besetztes-deutschland-warum-deutschlands-souveraenitaet-immer-noch-eingeschraenkt-ist/

    Geheimer Staatsvertrag vom 21. Mai 1949: „Deutschland bleibt bis 2099 von den Alliierten besetzt“
    https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2018/06/17/geheimer-staatsvertrag-vom-21-mai-1949-deutschland-bleibt-bis-2099-besetzt/

    1. Die Amis wollen wohl einen Weltkrieg provozieren und denken das nur Europa in Schutt und Achse gelegt wird, aber da irren sich diese bösartigen Vollidioten !
      Ihr geklautes Land (USA) wird auch betroffen sein und auch in Schutt und Asche gelegt vermute ich mal.
      Allerdings wundert es mich das die Polit- und Militärkasperköpfe solch ein immenses Risiko eingehen, haben die etwa Waffen von denen wir nur spekulieren können ?
      Wir bekommen doch nur Waffensystem zusehen die angeblich Neu sind bzw. erneuert wurden.
      Ist ja mit Rußland und China genauso, keiner der drei Staaten werden doch nicht ihre geheimen Waffen vorzeigen.
      Ein gutes Beispiel ist ja der B2-Bomber, er wurde erst nach mehr als 10 Jahren bekannt gegeben, in der derzeit wurde dieser Flieger als UFO gesichtet.
      UFO = Unbekanntes Flugobjekt.
      Also muß ein UFO nicht immer außerirdisch sein.
      😉

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