Gesundheit: Wie Sie mit Selen Ihr Immunsystem stärken

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Wer auf der Suche nach einem Schutz vor Corona ist, stolpert unweigerlich über Selen. Das Spurenelement ist für ein leistungsfähiges Immunsystem zuständig – und ein starkes Immunsystem wiederum schützt vor Viren, auch vor Corona.

Viele Menschen sind Corona-positiv, zeigen aber keinerlei Symptome. Sie sind immun. Andere haben ein bisschen Husten und Schnupfen, nichts weiter. Auch sie sind offenbar geschützt. Was könnte man nun tun, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein? Könnte man Selen einnehmen, um das Immunsystem zu stärken?

Es geht nachfolgend also nicht darum, dass man etwas einnimmt, das nun das Coronavirus bekämpfen soll. Es geht ausschliesslich darum, die körpereigenen Verteidigungsmechanismen bestmöglich zu unterstützen und dem Körper alle Stoffe zur Verfügung zu stellen, die sein Immunsystem benötigt, um leistungsstark arbeiten zu können.

Alle Vitalstoffe sind für ein leistungsstarkes Immunsystem wichtig

Selen ist einer dieser Stoffe, aber natürlich nicht der einzige. Denn im Grunde sind alle essentiellen Vitalstoffe über den einen oder anderen Mechanismus am ordnungsgemässen Funktionieren des Immunsystems beteiligt. Ist ein Stoff mangelhaft vorhanden, kann es zu Abwehrlücken kommen.

Überprüfen Sie daher nicht nur Ihre Selenversorgung, sondern auch Ihre Magnesium-, Eisen- und Zinkversorgung und natürlich Ihre Vitaminversorgung. Genauso sind die Spurenelemente Kupfer und Jod an wichtigen Abläufen der körpereigenen Abwehr beteiligt und sollten ebenfalls nicht vergessen werden.

Selenmangel wegen selenarmer Böden in Europa

Selen ist ein mächtiges Antioxidans und gleichzeitig ein essentielles Spurenelement, das über die Nahrung und/oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden muss, also nicht vom Organismus selbst hergestellt werden kann.

Selen ist in Sachen Immunsystem stärken ein besonders wichtiges Spurenelement. Denn während man sich über die Ernährung vielleicht noch mit ausreichend Magnesium, Zink, Kupfer und Jod versorgen könnte, gelingt dies mit Selen nicht immer so gut. Der Grund dafür ist, dass die europäischen Böden als selenarm gelten, was dazu führt, dass auch unsere Lebensmittel selenarm sind.

Selen ist nicht nur für das Immunsystem unverzichtbar, auch für die Schilddrüse und damit für den gesamten Stoffwechsel, fürs Gehirn und die kognitiven Funktionen, für die Muskulatur und für das Herz-Kreislauf-System. Selen ist überdies ein Baustein mancher Entgiftungsenzyme, so dass ohne Selen keine umfassende Entgiftung möglich ist (Gesundheit: Selen – Entgiftet Schwermetalle und Umweltgifte).

Natürliches Selen in Lebensmitteln

Natürliches Selen liegt in Lebensmitteln als Selenomethionin (vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln) oder Selenocystein (vorwiegend in tierischen Lebensmitteln) vor. Dabei handelt es sich um zwei Aminosäuren, die nun zum Aufbau von körpereigenen Proteinen verwendet werden. Man spricht von Selenoproteinen.

Viele dieser Proteine verfügen über antioxidative Fähigkeiten, z. B. die sog. Glutathionperoxidasen, das heisst, sie reduzieren oxidativen Stress – und zwar in fast allen Geweben unseres Körpers. Da oxidativer Stress auch mit übermässigen Immunreaktionen und Entzündungsprozessen einhergeht, gilt eine gute Selenversorgung als entzündungshemmend und immunregulierend.

Selen verlangsamt Vermehrung von Viren

Gerade Viren verursachen im Körper ständig oxidativen Stress, so dass Selen schon allein über seine antioxidativen Eigenschaften die schädlichen Auswirkungen einer Virusinfektion mindern kann. Gleichzeitig wird durch die Aktivität der Glutathionperoxidasen die Vermehrung der Viren verlangsamt (1, 2). Verfügt der Körper über zu wenig Selen, nimmt auch die Aktivität der Selenoproteine ab und Viren haben ein leichteres Spiel.

Bei Selenmangel kommt es bei Infekten zu stärkeren Entzündungsprozessen, vermutlich infolge eines höheren Ausmasses an oxidativem Stress, den andernfalls die Selenoproteine unter Kontrolle halten würden. Das Ergebnis: Virusinfekte verlaufen schlimmer als bei guter Selenversorgung (9).

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Selen verbessert Immunreaktionen

Studien an Nutztieren und auch am Menschen zeigten, dass eine vermehrte Zufuhr von Selen sowohl die zellvermittelte als auch die humorale Abwehr verbessert. Umgekehrt führt ein Selenmangel zu einer schwächeren Immunreaktion, wenn Viren, Allergene oder auch Krebszellen im Körper auftauchen (9).

Selen stärkt das Immunsystem gegen Grippeviren

Bei älteren Probanden in einer randomisierten kontrollierten Studie aus Frankreich zeigte sich, dass (bei zuvor niedrigem Selenspiegel) die tägliche Gabe von 100 µg Selen und 20 mg Zink über 15 bis 17 Monate hinweg zu einer besseren Wirkung (Immunantwort) der Grippeimpfung führte als dies bei Probanden der Fall war, die keine entsprechende Nahrungsergänzung erhielten (10).

Auch beobachtete man an Mäusen, dass in einem frühen Stadium einer Influenzainfektion (Grippe) bei Selenmangel eine höhere Zahl Makrophagen (Fresszellen) aktiv ist, diese Zahl dann aber im Verlauf der Erkrankung plötzlich sinkt. Bei Tieren mit guter Selenversorgung blieb die Zahl der Abwehrzellen gleichbleibend hoch (9).

Ebenfalls an Mäusen entdeckte man, dass die Symptome viraler Erkrankungen schlimmer ausfallen und Virusinfektionen auch länger anhalten, wenn die Nahrung zu wenig Selen enthielt (3, 4).

Selen verhindert Mutationen von Viren

Aus anderen Untersuchungen weiss man, dass manche Grippeviren (Influenza A) in Gegenwart von Selenmangel eher zu Mutationen neigen als bei gesundem Selenspiegel. Mutationen sind deshalb problematisch, weil sie dem Virus Überlebensvorteile bieten und er auf diese Weise immer wieder versuchen kann, das Immunsystem auszutricksen (9).

Selen stärkt das Immunsystem bei HIV

Selbst bei einer HIV-Infektion ist der Selenstatus von grosser Bedeutung. Wenn Betroffene einen niedrigen Selen-Blutspiegel aufweisen, dann sinkt die Zahl der CD4-Zellen (auch T-Helferzellen genannt). Die T-Helferzellzahl wird bei HIV regelmässig überprüft. Sinkt sie, ist dies ein Zeichen für ein Fortschreiten der Erkrankung bzw. für ein Schwächerwerden des Immunsystems und für ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko (Vitamin C: Die momentan wichtigste Gesundheitsprophylaxe).

Bei HIV-Patienten mit einem Serumselenspiegel von unter 135 µg/l kommt es ausserdem zu einem erhöhten Risiko für Infektionen mit Mykobakterien. Diese Bakterien sind für Gesunde selten ein Problem, für Immungeschwächte hingegen schon. Eine tägliche Einnahme von Selen konnte bei HIV-Betroffenen sodann auch das Fortschreiten der HI-Viruslast verlangsamen und die Zahl der CD4-Zellen erhöhen (9).

Selen stärkt das Immunsystem gegen Polioviren

Auch in Sachen Poliovirus hat sich gezeigt, dass ein guter Selenspiegel von Vorteil sein kann. Die Polioimpfung zumindest soll deutlich besser wirken, wenn man über ausreichend Selen verfügt, was eine Studie ergab, in der man Personen mit Selenmangel vor der Impfung Selen als Nahrungsergänzung verordnete. Die mit Selen versorgten Menschen waren ausserdem viel früher virenfrei, während gleichzeitig die Viren in Gegenwart des Selens seltener mutierten (9).

Mehr Virusinfektionen in Ländern mit selenarmen Böden

In einer Publikation von 2011 (5) wird dargelegt, dass die Entwicklung viraler Infektionserkrankungen (HIV, Influenza, SARS, Ebola, Schweinegrippe, Vogelgrippe) immer dort begann, wo die Böden besonders selenarm sind. Wenn es in diesen Regionen dann auch noch Millionenstädte mit eng gedrängter Bevölkerung gibt, dann kann sich ein Virus umso besser verbreiten.

Eine hohe Belastung mit Giftstoffen, etwa Arsen oder Quecksilber kann dazu führen, dass die Selenvorräte eines Menschen schnell aufgebraucht werden. Denn sie binden Selen und machen es somit unbrauchbar für den Organismus. Ist zu wenig Selen vorhanden, bleibt auf diese Weise nichts mehr zur Bildung der für das Immunsystem so wichtigen selenhaltigen Proteine übrig.

Auch dieser Zusammenhang könnte mit ein Grund dafür sein, dass die Gefahr von Viruserkrankungen in Gebieten mit hoher industrieller Umweltbelastung bei gleichzeitigem Selenmangel höher ist. Gerade in China ist die Arsenbelastung von Wasser und Böden besonders hoch.

 

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Arsenbelastung, Selenmangel und Corona?

Untersuchungen der Arsenbelastung in italienischem Reis zeigen, dass Reis aus dem Norden Italiens (Lombardei, Emilia-Romagna, Piemont), wo es auch die meisten Covid-19-Fälle gibt, die höchsten Arsenwerte zeigt, Reis aus dem Süden Italiens (z. B. Kalabrien, wo nur wenige Covid-19-Fälle bekannt wurden) die niedrigsten Arsenwerte, während die Werte von spanischem Reis die des italienischen noch weiter toppen (7, 8).

Natürlich handelt es sich hier lediglich um eine beobachtete Korrelation (und um einzelne Werte, die bei anderen Untersuchungen wieder ganz anders ausfallen können). Ob es tatsächlich kausale Zusammenhänge gibt, ist noch nicht untersucht. Denn im Norden Italiens liegt bekanntlich auch eine deutlich stärkere Luftverschmutzung vor als im Süden, die schon allein ein Problem darstellt, da dadurch die Lungenvorerkrankungen dort häufiger sind und diese nun wiederum ein Risikofaktor für entsprechend schwer verlaufende Virusinfekte darstellen.

Nichtsdestotrotz gehört eine gesunde Selenversorgung und das Vermeiden eines Selenmangels mit zu den wichtigsten präventiven Massnahmen, die das Immunsystem stärken, die zusätzlich oxidativen Stress mindern und die einer Schadstoffbelastung vorbeugen.

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So kann man mit Selen das Immunsystem stärken

Da der Selengehalt von Lebensmitteln stark vom Selengehalt des jeweiligen Bodens abhängt, der stark schwanken kann, ist es kaum möglich, hier verlässliche Werte anzugeben oder Empfehlungen auszusprechen.

Der offizielle Selenbedarf eines Erwachsenen wird mit 60 bis 70 µg pro Tag angegeben. Fisch, Meeresfrüchte und die Paranuss gelten als gute Selenquellen. Je nach Quelle soll die Paranuss zwischen 100 und 600 µg Selen pro 100 g enthalten, Fisch je nach Art zwischen 20 und über 100 µg.

Allerdings sind Paranüsse immer wieder mit Aflatoxinen belastet (Schimmelpilzgifte) – und Fisch ist nicht nur selenreich, sondern manchmal auch quecksilberreich. Auch aus anderen Gründen ist Fisch kein besonders empfehlenswertes Lebensmittel.

Gerade in Krisenzeiten greifen wir daher nach Überprüfung des Selenspiegels zu entsprechenden Nahrungsergänzungen, um hier auf Nummer Sicher zu gehen.

Quellen als PDF.

Literatur und Produkte:

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Gesund durch Vitamin-D: Der Ratgeber zum Vitamin-D und Vitamin-D-Mangel

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Gesund mit Vitamin D: Wie das Sonnenhormon hilft und schützt

Quellen: PublicDomain/zentrum-der-gesundheit.de am 01.04.2020

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