Alarmstufe Rot: Vulkanausbruch auf Hawaii (Videos)

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Der Kilauea-Vulkan auf der zu Hawaii gehörenden Insel Big Island ist laut der US-Behörde USGS (United States Geological Survey) ausgebrochen. Die Eruption begann in dem Krater Halemaumau am späten Sonntagabend.

Das Vulkan-Observatorium auf Hawaii (HVO) rief wegen der erhöhten Aktivität des Vulkans die Alarmstufe Rot auf.

„Kurz nach 21.30 Uhr HST entdeckte das hawaiianische Vulkan-Observatorium ein Leuchten im Halemaumau-Krater auf dem Gipfel des Kīlauea-Vulkans“, so eine Mitteilung des USGS.

Am Sonntag gegen 23.38 Uhr Ortszeit gab das Vulkan-Observatorium auf Hawaii (HVO) in einer Mitteilung bekannt, dass um 22.36 Uhr Ortszeit ein Erdbeben der Stärke 4,4 unter der Südflanke des Kilauea-Vulkans registriert worden sei.

„Die Situation entwickelt sich rasant und das HVO wird eine weitere Erklärung abgeben, sobald weitere Informationen verfügbar sind“, hieß es weiter.

Die Eruption in der Halemaʻumaʻu Caldera des hawaiianischen Vulkans Kilauea hält an. Mittlerweile ist die Informationslage klarer, da das HVO ein Statement zu den Vorgängen postete und zahlreiche Medien in den Networks geteilt wurden.

Der Vulkanausbruch begann um 21:36 Uhr Lokalzeit. Innerhalb des Kraters öffneten sich zwei Spalten und mehrere kleinere Schlote. Aus mindestens einer der Spalten wurde (und wird) eine Lavafontäne eruptiert, die einige Zehnermeter hoch war. Beim ersten Kontakt der Lava mit dem Wasser des Kratersees kam es zu mindestens 2 phreatomagmatischen Eruptionen.

Das VAAC Washington brachte eine VONA-Warnung heraus. Vulkanasche wurde in 9100 m Höhe detektiert. Die Lava sammelt sich nun am Boden des Kraters und hat schon eine Mächtigkeit von mehr als 10 Metern. Bisher handelt es sich um einen sekundären Lavasee, der sehr wahrscheinlich relativ schnell erstarren wird und dann eine Plattform bildet.

Wie lange die Eruption anhalten wird lässt sich nicht vorhersagen, aber ich tippe darauf, dass sie ehr kurzlebig sein wird, denn es hat starke Deflation eingesetzt. Ein Großteil der Inflation vom 2.Dezember wurde bereits wieder abgebaut.

Der rund 1.247 Meter hohe Kilauea auf Hawaiis Big Island gilt als einer der aktivsten Vulkane der Erde (Neuer Supervulkan entdeckt – weltweite Vulkanaktivität).

In den letzten Wochen hat das Observatorium Bodenverformungen und Erdbebenraten auf dem Gipfel des Vulkans Kīlauea und der oberen East Rift Zone aufgezeichnet, die die seit dem Abschluss des Ausbruchs der unteren East Rift Zone und des Zusammenbruchs des Gipfels im Jahr 2018 beobachteten Hintergrundwerte überschritten haben.

Ab September 2020 wurden von GPS-Stationen in der oberen East Rift Zone von Kīlauea erhöhte Auftriebsraten beobachtet.

Im vergangenen Monat wurde auch an GPS-Stationen in der Gipfelregion von Kīlauea ein erhöhter Auftrieb gemessen. Während seit März 2019 ein Anstieg im Zusammenhang mit der Inflation des Gipfelreservoirs nach dem Zusammenbruch zu verzeichnen ist, sind die Raten in den letzten Monaten stetig gestiegen und derzeit höher als seit dem Ende des Ausbruchs 2018.

Ende November 2020 begannen erhöhte Erdbebenraten, als seismische Stationen durchschnittlich mindestens 480 flache Erdbeben kleiner Stärke (97% davon waren kleiner oder gleich Stärke 2) pro Woche in Tiefen von weniger als 4 km verzeichneten (2,5 Meilen) unterhalb des Kīlauea-Gipfels und der oberen East Rift Zone. Dies entspricht einer Rate von weniger als 180 pro Woche nach dem Ende des Ausbruchs von Kīlauea im Jahr 2018 und bis Anfang November 2020.

Am 2. Dezember 2020 zeichneten GPS-Stationen und Neigungsmesser auf dem Gipfel von Kīlauea ein Bodenverformungsereignis auf (Vulkaneifel: Bodenhebung am Laacher See nachgewiesen).

Begleitet von Erdbebenschwärmen stimmten die beobachteten Muster der Bodenverformung mit einem kleinen Eindringen von Magma in den Deich unter dem südlichen Teil der Kīlauea caldera überein. Die Injektion führte zu einer Anhebung des Caldera-Bodens von etwa 8 cm (3 Zoll), und die Modellierung legt nahe, dass 0,4 bis 0,7 Millionen Kubikmeter Magma etwa 1,5 km unter der Oberfläche angesammelt waren.

Obwohl das Eindringen nicht an die Oberfläche gelangte und ausbrach, stellte es eine bemerkenswerte Abweichung von den Trends dar, die in den Datenströmen des Kīlauea-Gipfels nach dem Ende des Ausbruchs 2018 beobachtet wurden.

Am 17. Dezember 2020 stellten Seismometer eine bemerkenswerte Zunahme des Auftretens und der Dauer langperiodischer seismischer Signale unterhalb des Kīlauea-Gipfels fest, die auf magmatische Aktivität zurückzuführen sind. Während diese Art von Seismizität nach dem Ausbruch von 2018 durchschnittlich alle paar Wochen beobachtet wurde, sind die Raten in den letzten Tagen auf über ein Dutzend gestiegen.

Andere Überwachungsdatenströme, einschließlich Vulkangas und Webcam-Bilder, waren bis zu diesem Ausbruch stabil, sagte HVO.

Erdbeben vor der Küste von Big Island Hawaii

Vor der Küste der Insel kam es zu einem Erdbeben der Magnitude 4,5. Das Epizentrum befand sich 30 km südlich von Mountain View und damit vor dem Kilauea. Die Herdtiefe wird mit 9 km angegeben. Es manifestierten sich auch weitere Erdstöße mit Magnituden größer als 2 im Bereich der Gipfelcaldera.

Literatur:

Die Erde im Umbruch: Katastrophen form(t)en diese Welt. Beweise aus historischer Zeit

Erde im Aufruhr

Vulkanismus

Videos:

Quellen: PublicDomain/snanews.de/watchers.news/vulkane.net am 21.12.2020

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