War der Pharao Tutanchamun ein todkrankes Kind? Die letzten Geheimnisse der schwarzen Mumie (Video)

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Tutanchamun, der im Alter von neun Jahren zum Pharao gekrönt wurde und mit 19 starb, bereitet der Wissenschaft bis heute Kopfzerbrechen. 3000 Jahre nach seinem Tod wird Tutanchamuns Mumie 1922 im Tal der Könige in einer Grabkammer von dem britischen Hobby-Archäologen Howard Carter gefunden.

Die Mumie lag in einem massiven Sarg aus Gold und glich einer verkohlten Leiche. Bis heute haben Experten keine Erklärung dafür. War es spontane Selbstentzündung oder wurde sie mit schwarzer Paste einbalsamiert? Das aber ist nicht das einzige Geheimnis des Kindkönigs. Von Frank Schwede

Mit nur neun Jahren wurde Tutanchamun zum Pharao gekrönt. Für die alten Ägypter war er weit mehr als nur ein König. Sie verehrten ihn wie einen Gott. Allerdings hatte der Kindkönig nur wenig zu sagen am Hofe. Er war umgeben von Beamten, Priestern und Generälen. Und jeder von diesen Herrschaften hatte ein Wörtchen mitzureden.

Und auch mit seiner Gesundheit schien es nicht zum Besten gestellt. Tutanchamun litt an einer schweren Knochenkrankheit. Man glaubt, dass eine mögliche Inzest-Beziehung der Eltern der Grund für mehrere Missbildungen ist, die möglicherweise mitverantwortlich für seinen frühen Tod sind, der bis heute der Wissenschaft Rätsel aufgibt (Pyramidenrätsel: Warum stehen die drei Großen Pyramiden dort, wo sie stehen?).

Mithilfe von Gentests fanden Wissenschaftler heraus, dass der Vater Tutanchamuns der Pharao Echnaton war. Auch die Mutter des Kindkönigs wurde gefunden. Allerdings konnte bis heute nicht geklärt werden wer sie wirklich war.

Es wird aber vermutet, dass es nicht Echnatons Frau, die schöne Nofretete war. Ist möglicherweise Echnatons Zweitfrau Kija die leibliche Mutter Tutanchamuns? Wir werden es möglicherweise nie erfahren.

Eine weitere Theorie ist, dass Echnaton seinen Sohn mit einer seiner Töchter gezeugt hat. Schließlich hat ja auch Tutanchamun seine Halbschwester Anchesenamun geheiratet. Solche Verbindungen in königlichen Familien waren nicht unüblich zu der Zeit

Tutanchamun hatte mindestens sechs Schwestern und Halbschwestern. Meritaton, Maketaton, Anchesenpaaton, Neferneferuaton tascherit, Neferneferure und Setepenre.

Mit 19 Jahren stirbt Tutanchamun auf bis heute ungeklärte Weise. Wurde er umgebracht oder war es ein Unfall? Es gibt zwar eine Menge Theorien, eine eindeutige Todesursache konnte aber bis heute nicht festgestellt werden.

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Einige Forscher glauben, dass der kleine König erschlagen wurde, andere wieder vermuten, dass es ein Unfall mit einem Streitwagen war. Bei einer Untersuchung mithilfe eines Computertomographs stellte sich heraus, dass Tutanchamun zu Lebzeiten zahlreiche Verletzungen, darunter Brüche, erlitten hat, möglicherweise Folgen der Knochenkrankheit (Wo ist der Deckstein der Großen Pyramide?).

 

Nur Tutanchamuns Grab wurde nicht geplündert

Der Pharao  bestieg vier Jahre nach dem Tod Echnatons etwa 1300 Jahre vor Christus mit nur neun Jahren den Thron Ägyptens. Dazwischen lag vermutlich eine dreijährige Regentschaft des Semenchkare oder eines Herrschers mit dem Thronnamen Anch-cheperu-Re.

Mit Tutanchamuns Tod ging schließlich auch die mächtigste Herrscherdynastie des Neuen Reichs zu Ende, der wohl bekanntesten Epoche der Pharaonenzeit.

Der britische Hobby-Archäologe Howard Carter fand die vollständig erhaltene Mumie von König Tut 1922 zusammen mit der berühmten goldenen Maske, für die übrigens elf Kilogramm Gold verwendet wurde, in einem massiven inneren Sarg aus Gold in einer Grabkammer im Tal der Könige.

Dort befinden sich vor allem Gräber der Herrscher des Neuen Reichs seit Thudmosis, der 18. bis 20. Dynastie von 1550 bis 1069. Die Gräber führen tief in die Felsen. Die Mumien wurden teilweise bis zu 100 Meter tief in den Berg geführt. Bis heute kennt man 26 Königsräber, die eigens für die Pharaonen angelegt wurden.

Allerdings liegt die Grabkammer von Tutanchamun nicht im Felsen, sondern unter der Erde. Eine Treppe führt hinunter in die Gruft. Bis zu Carters Entdeckung waren alle bis dato entdeckten Pharaonen-Gräber durch Grabräuber geplündert. Nur dieses nicht. Der Grund könnte sein, dass es sich gut versteckt unter der Erde befindet.

Plünderungen fanden auch schon zur Zeit der Pharaonen statt, um an den Besitz des kostbaren Schmucks zu gelangen, die den Toten mitgegeben wurden. Die Ägypter glaubten nämlich an ein Leben nach dem Tod. Deshalb gaben sie den Toten Schätze aus Gold mit ins Grab und mumifizierten den Leichnam (Russlands Pyramiden: Es gab einmal ein Pyramiden-Netzwerk auf der Erde! Steckt in der Pyramide die Urkraft des Universums?).

Warum aber wurde Tutanchamun anders bestattet? Eine Legende sagt, dass König Thutmosis I, der erste Pharao, der im Tal der Könige bestattet wurde, befohlen hat, seinen Körper nicht mehr in einem prächtigen Monument, sondern an einem geheimen Ort zu bestatten. Waren Grabräuber der Grund dafür? Nach diesem Schema wurden  alle nachfolgenden Pharaonen begraben. Der letzte war Ramses X.

Aber auch Thutmosis I und viele andere Könige verschwanden bald daraufhin aus ihren Grabkammern. Die Geschichte des Tals der Könige ist bis heute voll mit geheimnisvollen Legenden, die auch von Plünderern und Grabräubern berichten, die in den Nächten mit Fackeln unterwegs waren.

Das Grab von Tuthmosis III gilt als eines der ältesten Gräber und liegt am äußersten Ende des Osttals. Ab der 18. Dynastie entstanden auch zahlreiche Totentempel in der Ebene vor dem Felsengebirge. Dazu zählen die Tempel von Hatschepsut, Amenophis III, Ramses II und Ramses III. Seltsamerweise existiert keiner von Tutanchamun.

Ein weiteres Rätsel, auf das die Wissenschaft bis heute keine plausible Antwort gefunden hat, ist die Frage, warum die Mumie von Tutanchamun wie eine verkohlte Leiche aussieht.

Experten vermuten eine spontane Selbstentzündung. 2013 wurde dazu eine Dokumentation unter dem Titel: Tutankhamun: The Mystery oft he Burnt Mummy veröffentlicht (10 Gründe, warum die Große Pyramide von Gizeh eine riesige Energiemaschine gewesen sein könnte).

Was könnte die Ursache für eine Selbstentzündung sein? Wissenschaftler vermuten, dass sich eine große Menge Harze und Öle, die zur Balsamierung benötigt wurden, durch eine chemische Reaktion entzündet haben könnten – was wiederum den Schluss nahe legt, dass bei der Balsamierung etwas schief gelaufen sein muss. Der britische Ägyptologe Chris Naunton:

„Die Möglichkeit, dass eine verpfuschte Mumifizierung zur spontanen Verbrennung des Körpers kurz nach seiner Beisetzung geführt hat, ist vollkommen unerwartet. Es handelt sich tatsächlich um eine Offenbarung.“

Experten kamen zu dem Schluss, nachdem sie ein Stück Fleisch des Pharao untersucht haben, dass bereits 1968 der Mumie entnommen wurde. Sollte es tatsächlich zu einer Entzündung gekommen sein, würde das bedeuten, dass das Feuer zwar heiß genug war, um den Leichnam zu verkohlen, aber nicht heiß genug, dass er zu Asche zerfiel.

Laut der Dokumentation glauben die Wissenschaftler, dass das Feuer eine Temperatur von 220° Celsius hatte. Bei einer Einäscherung beträgt die Temperatur 760° bis 982° Celsius.

Bis heute ist aber unklar, warum eine mit Perlen bestickte Kappe aus Leinen auf dem Kopf des Pharao nahezu unbeschädigt blieb, während sein Körper verkohlte.

Außerdem trug die Mumie Schmuck. Armreife Halsketten, Anhänger und Ohrringe. Auch die blieben unversehrt. Eine große Zahl dieser Schmuckstücke ist im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt. Hätte es aber wirklich ein Feuer im Sarg gegeben, dann müssten auch an den Holzsärgen Brandflecken zu sehen sein. Sind es aber offenbar nicht.

Andere ägyptische Forscher vermuten, dass möglicherweise eine chemische Reaktion zwischen der Mumie und den Harzen, bedingt durch die Schwüle im Grab, zur Schwarzfärbung geführt haben könnte (Britischer Historiker vermutet, dass die Große Pyramide von Gizeh als gigantische Wasserpumpe genutzt wurde (Video)).

Die Ägyptologin Salim Ikram ist zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen. Sie glaubt, dass Mumie und Sarg mit einer dickflüssigen schwarzen Masse einbalsamiert wurde, womit die Bestatter Osiris dunkle Haut imitieren wollten.

Ikram glaubt, dass der Pharao als Osiris dargestellt wurde. Osiris ist in der ägyptischen Mythologie der Gott der Unterwelt, der Wiedergeburt und auch der Fruchtbarkeit.

Das Geheimnis der Erektion des Pharao

Das wäre auch eine Erklärung, warum der Penis von Tutanchamun in einem 90 Grad-Winkel in Form einer Erektion einbalsamiert wurde. Außerdem wurde das Herz des Königs vor der Einbalsamierung herausgerissen, gleich dem Mythos um Osiris, nachdem dessen Bruder Seth ihn umgebracht hat und das Herz separat begraben hat.

Bis heute ist auch nicht geklärt, wer die beiden Kindermumien waren, die sich in dem Grab des Pharao befanden. Nachdem Carter in den Nebenraum vorgedrungen war, entdeckte er dort zwei kleine rund 60 Zentimeter lange mumienförmige Särge aus vergoldetem Holz.

Darin lagen, von einem weiteren Sarg umgeben, zwei kleine Mumien von früh- oder totgeborenen Mädchen. Auf den Särgen befanden sich keine Inschriften. Es wird aber vermutet, dass Königin Anchesenamun Fehlgeburten erlitten hat.

Man sagt, dass sie sich einen Thronerben wünschte, da sie und ihr Gatte Tutanchamun die letzten Mitglieder der königlichen Familie waren. Als die beiden Mädchen kurz nach der Geburt starben oder bereits tot zur Welt kamen, wurden sie balsamiert und als ihr Vater starb, mit in sein Grab gelegt.

Eine weitere hartnäckige Legende ist der berühmte „Fluch des Pharao“, den es nie wirklich gab. Entstanden ist er ein halbes Jahr nach der Öffnung des Pharao-Grabes, als Lord Carnavon plötzlich verstarb. Die Todesursache war allerdings kein Fluch, sondern eine Blutvergiftung.

In den Medien aber wurde bald darauf die Vermutung geäußert, der junge Pharao habe die Schändung seiner Grabstätte durch einen magischen Fluch aus dem Jenseits gerächt (Die „vierte Gizeh-Pyramide“ in Abu Roasch – ist sie vor 12.000 Jahren explodiert? (Videos)).

 

Andere wieder vermuteten, dass Priester ein unheimliches Gift in der Grabkammer ausgebracht haben, das auch nach 3000 Jahre noch absolut tödlich war. Auch das  Auftauchen einer Kobra, das Symbol der Pharaonen, bei Carter soll ein weiterer deutlicher Hinweis auf die unheimliche Rache des Königs gewesen sein.

Die Wirklichkeit erwies aber am Ende, wie so oft im Leben, als eine völlig andere. Es hat nie einen mysteriösen Todesfall um das Archäologen-Team gegeben. Carter starb 16 Jahre nach der Graböffnung in London eines natürlichen Todes und Professor Derry, der das Leinen von der Mumie schnitt, 38 Jahre nach der Untersuchung der Mumie im Alter von 87 Jahren.

Letztendlich wird Tutanchamun wahrscheinlich für immer ein Geheimnis bleiben. Schließlich braucht die Welt solche Geheimnisse. Was wäre sie, wenn es die kleinen und großen Rätsel und Geheimnisse nicht gäbe – sicherlich um einiges ärmer (Russische Wissenschaftler über das Geheimnis der Pyramiden von Gizeh (Videos)).

Bleiben Sie aufmerksam!

Literatur:

Wissen in Stein – Das Geheimnis der Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas [2 DVDs]

Ancient Aliens Seasons 1-6

Das Geheimnis der Pyramiden [2 DVDs]

DIE PYRAMIDEN VON BOSNIEN. Mitten in Europa stehen die größten Pyramiden der Welt [erweiterte Neuausgabe der Limited Edition]

Video: Die Entdeckung der unversehrten Gerabkammer des Tutanchamun gilt als der Fund des Jahrhunderts. Nun gibt es Hinweise, dass die Ausgrabungen inszeniert sein konnten, mit einer präparierten Grabkammer und offensichtlich gefälschten Grabbeigaben. Nicht mal die Mumie von Tutanchamun scheint echt zu sein…

Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 20.01.2021

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2 comments on “War der Pharao Tutanchamun ein todkrankes Kind? Die letzten Geheimnisse der schwarzen Mumie (Video)

  1. Verblüffende These, dass Blöcke der Pyramiden aus einem spez. Beton gegossen wurden und Granit ebenso gegossen werden konnte mittels Sonnen-Riesen-Linse, welche der Schmelzung diente. Filmisch sehr aufwändig gemacht. über 3,5 Stunden lang…

    The Movie Great Pyramid K 2019 – Director Fehmi Krasniqi

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