Zwei Tage nach Beben: Hilfs-Schiffe erreichen Salomonen – 7.0 Nachbeben von über 100 mit Stärke 5+ (Videos)

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Nach dem Erdbeben und Tsunami im Südpazifik werden zwei Schiffe mit dringend benötigten Hilfslieferungen für die besonders betroffene Salomonen-Insel Santa Cruz erwartet. Wie die Lokal-Zeitung „Solomon Star“ am Freitag online schrieb, sollen die beiden Schiffe mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Zelten noch am Freitag in der Provinzhauptstadt Lata eintreffen. Die Zahl der Toten sei auf zehn gestiegen. Cameron Vudi vom Roten Kreuz befürchtet, dass die Opferzahl noch steigen wird.

Nachbeben beschädigt Landebahn

Am Freitag habe ein Nachbeben der Stärke 6,6 die Landebahn des Flughafens Lata beschädigt, berichtete eine neuseeländische TV-Reporterin. Sie war an Bord eines Hilfsflugzeugs, das wegen der Schäden umkehren musste.

Die Inselgruppe war nach einem Beben der Stärke 8,0 am Mittwoch von einem Tsunami mit bis zu einem Meter hohen Wellen heimgesucht worden. Wegen des flachen Geländes konnten einige Bewohner kaum Schutz suchen. Bei den Toten handelt es sich zumeist um ältere Menschen und Kinder. Hunderte Gebäude wurden Berichten zufolge zerstört oder beschädigt. Etwa 4500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

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7.1 Nachbeben – über 100 weitere mit der Stärke 5+

Am Freitag um 12:12:12 (!?) Uhr MEZ bebte die Erde erneut im Südpazifik, diesmal mit einem 7.1 in 10km Tiefe, welches am Abend auf 7.0 herab gestuft wurde.

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15 schwere Erdbeben über 6.0, davon 4 über 7.0, denn das 8.0 Erdbeben wurde von Seismologen auf 7.9 korrigiert – alle an einer Stelle, zwischen 20 und 10km Tiefe und ein 6.9 in Japan.

Die Häuser haben in den vergangenen 7 Tagen so viele schwere Erdbeben ertragen müssen, es ist eigentlich schwer vorstellbar, dass dort überhaupt noch was steht.
Die Menschen, die Opfer, sind natürlich äußerst verunsichert, wenn nicht gar panisch. So wie bekannt ist leben viele in improvisierten Siedlungen auf Hügeln oder im Inselinneren. Ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Strom. Die vielen Erdbeben verschlimmern die psychische Lage der Opfer.

Das beste wäre es die ganzen Inseln in der Nähe zu evakuieren. Die Erdplatte ist dort im Moment so instabil, keiner weiß ob nicht in den nächsten Tagen noch ein 8+ Beben hinterher kommt. Das sind keine gewöhnlichen Nachbeben. Das sind alles einzelne Beben einer gewaltigen Erdbebenserie, die noch lange nicht zu Ende ist. Und ob sie ihren Höhepunkt überhaupt schon erreicht hat, kann auch niemand sagen.

Wir verzeichnen mehr als 100 Erdstöße über 5.0 auf der Richterskala, hier der Tagesüberblick:

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Tausende Menschen sitzen auf der Insel fest, ohne Nahrung, ohne Trinkwasser, ohne medizinische Versorgung. Flugzeuge können nicht landen, weil die Landebahn beim gestrigen Nachbeben zerstört wurde. Schiffe trauen sich nicht anzulegen, weil ein Tsunami jederzeit die Boote in die Bäume schleudern kann.

Die Menschen spüren alle paar Stunden ein Erdbeben mit Intensität VIII, was in etwa der Intensität des Fukushima-Erdbebens entspricht. Sie wohnen unter freiem Himmel, weil sie entweder keine Häuser mehr haben, oder weil ihre Häuser jederzeit zusammen-brechen könnten.

Rettungskräfte können auch nicht viel tun, außer die Leichen bergen, die immer noch unter dem Schutt liegen, und ihr Bestes geben, dass es nicht noch mehr Leichen gibt.

Weltraumwetter

Kommen wir zu den Beobachtungsmonitoren. Links in der Mitte sehen wir den Sonnenwind, in der Mitte die Elektronen und rechts die Protonen.

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Der Sonnenwind ist leicht von 350 auf 450 km/s angestiegen, bedingt durch das koronale Loch auf der Südseite der Sonne. Ein koronales Loch ist ein Bereich der Sonnenkorona, der eine niedrigere Temperatur und Dichte als seine Umgebung aufweist. Koronale Löcher manifestieren sich als dunklere Bereiche auf Satellitenaufnahmen im Röntgen-strahlenbereich.

Der schwache Streifschuss der C 8.7 Sonneneruption wurde für heute 10 Uhr UTC erwartet, bereits ab 2 Uhr UTC steigt der Teilchenstrom an, parallel mit dem ein-treffenden Sonnenwind.

Die Planetenkonstellationen der kommenden Tage:

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„Geocentric“ bedeutet die Konstellation mit der Erde und „Heliocentric“ mit der Sonne. Das obere Bild zeigt den Blick gen Himmel am 11. Februar 2013, höchst wahrscheinlich ist weiter mit schweren Erschütterungen mit 6+ bis Mitte der Woche zu rechnen.

Ach ja, am 15./16. Februar bekommen wir Besuch aus dem All, wenn der Komet 2012 DA 14 der Erde näher kommt, in einer Höhe in der viele Satelliten es auf ihren regulären Umlaufbahnen tun.

Quellen: PRAVDA-TV/APA/dpa/EMSC/diepresse.com/ juskis-erdbebenvorhersage.blogspot.de vom 08.02.2013

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