Medikamententests: Westdeutsche Pharmakonzerne korrumpierten systematisch DDR-Ärzte

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Westliche Pharmakonzerne haben DDR-Ärzte systematisch korrumpiert, um sie für umstrittene Medikamentenversuche zu gewinnen. Unternehmen wie Bayer, Sandoz oder Boehringer Mannheim beschäftigten dazu eigene Lobbyisten, die jenseits der Mauer generalstabsmäßig Kontakte aufbauten und Mediziner mit Bargeld, Geschenken und Medizintechnik umwarben. „Zur Durchsetzung ihrer kommerziellen Interessen“, heißt es in Stasi-Akten, hätten die Konzerne „Möglichkeiten der Korruption und Bestechung genutzt“.

Diese Geschäftspraktiken waren offenbar mit Unternehmensvorständen abgestimmt. Im Fall eines Bayer-Lobbyisten konnte die Stasi dessen Berichte an den Bayer-Vorstand auswerten. „In einem solchen Bericht ist vermerkt, welche Personen bestimmte Medikamente oder andere Repräsentationsgeschenke erhalten haben“, heißt es in den Akten.

Seinen Vorständen empfahl der Bayer-Mitarbeiter demnach, die „alte Arbeitsmethode“ fortzuführen. Er bat „um Überweisung eines Geldbetrages an die jeweiligen DDR-Wissenschaftler“. Über seine Motive erklärte – ebenfalls laut Stasi-Akten – ein Sandoz-Mitarbeiter beim Besuch eines Bernburger Krankenhauses, „dass er Medikamenten-studien billig und möglichst umfangreich und wissenschaftlich genau“ zu organisieren habe. Dies werde in der Bundesrepublik „zunehmend schwieriger“.

Ein DDR-Orthopäde aus Schwedt wiederum berichtete laut Akten, wie er auf der Leipziger Messe von Pharmakonzernen umworben wurde. „Sekt stand auf dem Tisch, dazu eine Stange Zigaretten, für meine Frau übliche Kosmetik“, beschrieb er einen Termin bei der Pfizer-Tochter Mack. Beim Schweizer Hersteller Ciba-Geigy (heute Novartis) habe man ihn „hinter die Kulissen“ geleitet und „sehr geschmeidig“ behandelt.

Bundestagsabgeordnete aller Parteien fordern nun nicht nur die Aufklärung der umstrittenen Tests, im Parlament wurde in einer Fragestunde auch diskutiert, ob Medikamente mit zweifelhaftem DDR-Hintergrund ihre Zulassung verlieren könnten.

Quellen: dpa/SpiegelOnline vom 17.05.2013

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