
Erst wenn das letzte Kraftwerk abgeschaltet ist, werden auch die Grünen merken, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt.
Januar 2014. Ein dunkle Wolkendecke hängt über Deutschland. Kein Lüftchen regt sich. Es schneit schon seit Tagen ununterbrochen. Auf den Solarkollektoren haftet ein halben Meter Schnee. Die Windräder stehen still. An den Strombörsen steigen die Kurse auf Rekordhöhe. Doch plötzlich geht gar nichts mehr.
Der Stromexport nach Deutschland wird eingestellt. Die Nachbarländer brauchen ihn selbst, weil sie unter ähnlichen Problemen leiden. Nun beginnt eine Chaos-Kaskade mit Domino-Effekt, welche das gesamte Stromnetz in Deutschland zusammenbrechen lässt. Erst werden einzelne Gebiete zwangsabgeschaltet. Dann gerät das ganze Netz außer Kontrolle wegen sogenannter Asynchronität. Folge: Not-Aus. Licht aus. Nacht in Deutschland.
Vereinzelt laufen Notstrom-Aggregate an. Doch die Nation ist auf einen kompletten Blackout gar nicht eingestellt. An den Tankstellen geht mangels Strom gar nichts mehr, Supermärkte machen dicht, Banken funktionieren nicht mehr. Geldautomaten tot. Telefon geht wegen Überlastung auch nicht mehr. Behörden machtlos.
Es kommt zu ersten Plünderungen, anschließend zu teils anarchistischen Aufständen. Die Sache läuft völlig aus dem Ruder. Mittlerweile ist auch Wasserversorgung kollabiert. Kommunikation ist nicht mehr möglich. Auch das Internet gibt nach einigen Stunden den Geist auf. Krankenhäuser schließen. Treibstoff für Notstromaggregate kann nicht geliefert werden, weil die Zapfsäulen der Tankstellen nur mit Strom funktionieren.
Chaos in den Städten. Der Nahverkehr ist zum Erliegen gekommen. Wegen Ausfall aller Ampeln geht auf der Straße gar nichts mehr. Die Polizei ist machtlos. Die Politik ist wegen totaler Kommunikations-Störung nicht mehr wahrnehmbar – denn Fernseher funktionieren bekanntlich mit Strom.
Alles düstere Science Fiction? Dank EEG könnte dieses Szenario schon bald bittere Realität werden.

Offiziell hat sich angeblich nichts geändert, was die Zahl der Stromausfälle betrifft, doch sowohl die Netzbetreiber als auch viele Stromkunden wissen, dieses Märchen hat mit der Wahrheit nicht mehr viel zu tun. Die größte Sorge haben jedoch Unternehmen, welche durch einen längeren Stromausfall in ihrer Existenz bedroht wären und am Ende wird auch das wieder den einzelnen Bürger treffen.
Auf dem Land und in den Mittelgebirgen treten Stromausfälle bei einem Gewitter oder im Winter durch Schneebruch auch heute noch relativ regelmäßig auf, doch in den meisten größeren Städten ist es unnötig, den Radiowecker mit einer Pufferbatterie zu bestücken, da sie quasi nie benötigt wird. Das könnte sich allerdings radikal ändern, wenn die bisherige Entwicklung bestehen bleibt und genau das ist bislang der Fall.
Gerade erst hat die Bundesnetzagentur der Stilllegung von zwölf Kraftwerksblöcken von 28 beantragten Abschaltungen mit insgesamt 7.000 Megawatt Leistung zugestimmt. Sie rentieren sich einfach nicht mehr für die Betreiber, weil der sogenannte “Ökostrom” die Preise drückt, denn die vom Bürger bezahlten Milliardensubventionen machen aus un-stetigem und unrentablem Ab-und-zu-Strom aus Solarzellen und Propellern ein äußerst lukratives Geschäft für die Profiteure der Energiewende.
Ökofaschisten jubeln beim Anblick dieser Entwicklung, beweist sie doch angeblich, dass der “grüne” Strom inzwischen salon- und wettbewerbsfähig geworden und ein Umstieg auf 100% Sonne und Wind technisch möglich sei. Dieser Schein trügt allerdings gewaltig, denn nicht allein der Preis beim Strom ist entscheidend, sondern vor allem die Frage, ob er zum benötigten Zeitpunkt auch geliefert werden kann.
Die Betreiber dieser genannten Kraftwerksblöcke jedenfalls können mit ihnen keinen Gewinn mehr erwirtschaften, weil sie wegen der vorrangigen Einspeisung des “Ökostroms” dazu genötigt sind, ihre Anlagen zwar ständig “unter Dampf” zu halten, jedoch nur bei Flaute oder Wolken ihre Leistung ins Netz abgeben und entsprechend vergüten lassen zu können. Am Ende kommt, was immer in planwirtschaftlichen Märkten geschieht: Das subventionierte Produkt verschwindet aus den Läden oder in unserem Fall: Das Stromnetz wird zusammenbrechen.
Dieser Prozess ist absurd und unglaublich, doch in der Tat sehen sich immer mehr Betriebe dazu genötigt, technische Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um im Falle eines größeren Stromausfalls nicht eine enorme wirtschaftliche Katastrophe erfahren zu müssen.
Natürlich bringen solche Vorsorge-Maßnahmen auch ein gewisses Wirtschaftswachstum, vielleicht werden dadurch sogar ein paar Arbeitsplätze geschaffen. Aber ist dies das voll-mundig und großspurig versprochene Wachstum durch die sogenannte Energiewende, von denen die Ökofaschisten immer fabulieren? Der gegenwärtig einsetzende Trend zur Verlagerung energieintensiver Unternehmen ins Ausland wegen günstiger Strompreise und verlässlicher Energieversorgung wird uns mit Sicherheit mehr Arbeitsplätze kosten.
Wie lange die Netzbetreiber den täglichen Balanceakt der Netzstabilisierung noch schaffen, weiß niemand. Die Zahl der Eingriffe ins Stromnetz, um dieses vor dem un-mittelbaren Kollaps zu bewahren, stieg in den vergangenen wenigen Jahren enorm an und es ist lediglich noch eine Frage der Zeit, wann tatsächlich der erste Super-GAU eintritt.
Auch wenn es aus politischen Gründen und sicherlich auch aus einer Denkblockade der linksgrünen Medien heraus nicht erwünscht ist, diese Entwicklung ganz offen beim Namen zu nennen, die Zahl der “kleinen” Stromausfälle steigt, das können viele Bürger inzwischen bestätigen. Selbst in manchen städtischen Gegenden, wo der Strom bislang eigentlich nie ausfiel, stellt sich der eine oder andere inzwischen die Frage, ob nicht doch langsam eine Batterie in den netzbetriebenen Wecker eingelegt werden sollte.
Allerdings wird das große Erwachen wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen, denn bevor die Masse realisiert, dass die “Energiewende” im sprichwörtlichen Sinne nicht nur eine 180-Grad-Kehre in Sachen bezahlbaren Stroms, sondern auch bezüglich einer sicheren Energieversorgung bedeutet, muss sicherlich zuerst erheblicher Schaden durch den einen oder anderen großen Ausfall entstehen.
Prädestiniert ist dafür natürlich am ehesten die dunkle Jahreszeit, denn in dieser Zeit fällt die Einspeisung des enorm teuren Photovoltaikstroms mit seinen Dutzenden an Gigawatt Peak-Leistung fast vollständig aus. Die gleichzeitige Genehmigung zur Abschaltung von Kraftwerken erhöht ebenfalls nicht unbedingt das Vertrauen in die Versorgungssicherheit. Kein Wunder also, wenn immer mehr Unternehmen sich für den Fall der Fälle auf eigene Faust zu wappnen versuchen.
Sollte uns tatsächlich ein großflächiger und langanhaltender Stromausfall ereilen, wird auch der Einsatz von Notstromaggregaten nur dann hilfreich sein, wenn deren Kraftstoff-versorgung mittel- und langfristig gewährleistet ist. Der Betreiber eines Rechenzentrums beispielsweise, welcher mit dem Diesellieferanten einen Liefervertrag abgeschlossen hat, binnen zwölf Stunden die Tanks wieder füllen zu müssen, wird am Ende dumm dastehen, denn die Raffinerie bleibt ohne Strom nämlich ebenfalls dunkel.
Die Konsequenzen für die Normalbevölkerung wären noch wesentlich fataler, denn Wasser und Gas sind das nächste, was nach dem Strom nur wenig zeitversetzt ausfallen wird.
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Wir tun daher gut daran, uns mit möglichst nichttechnischen Vorsorgemaßnahmen zu befassen und zwar rechtzeitig, denn wenn der Strom erst einmal weg ist, dann ist es zu spät zum Notfall-Einkauf.
Beispiel: Der Stromausfall bei Hurrikan Sandy in New York.
Während Hurrikan Sandy Stromleitungen kappte und Datencenter überflutete, stellten Millionen von Smartphone-Usern an der amerikanischen Ostküste fest: Nichts geht mehr. Für viele ist das Handy inzwischen das Fenster zu Welt. Man benutzt es zum Telefonieren, SMS-schreiben, Mailen, für Facebook, Twitter, für Informationen und Entertainment, zum Fotografieren und zum Spielen. Doch wer all das auch während eines Stromausfalls macht, hat innerhalb weniger Stunden keinen Akku mehr.
Das Festnetztelefon hängt auch am Strom. Auch das Tablet, der Laptop und der Heim-PC. Der Fernseher, der Kühlschrank, der Herd. Die Kaffeemaschine, die Kamera, der Toaster. Die Liste ist lang. Der moderne Mensch ist ohne Strom kaum handlungsfähig. Eine Binsenweisheit eigentlich, doch gerade für die als so fortschrittlich geltenden New Yorker durchaus eine neue Erfahrung.
Nicht nur an der Ostküste spürte man die Folgen des Stromausfalls: Da ein Datencenter in Manhattan überflutet wurde, gingen bekannte Dienste wie Buzzfeed, Gawker und zwischenzeitlich sogar die Huffington Post offline. Wer seine Daten in der Cloud oder auf virtuellen Festplatten gesichert hatte, überlegte schnell, ob er nicht besser wieder auf physische Speichermöglichkeiten zurückgreifen sollte.
So waren aber die drei am meist gekauften physischen Artikel in den Geschäften: Bier, Kondome und Klopapier…
Video: Zeitrafferaufnahme vom 29. und 30. Oktober 2012
Video: Nachschau von Hurrikan Sandy mit faszinierenden Fotos/Videos des Wall Street Journals (ach ja, immer auf die innere Stimme hören, wenn die Regierung zur Evakuierung ruft)
Video: Blackout – der große Stromschock
Im Jahr 2005 ereignete sich im Münsterland der bisher größte Strom-Blackout in der deutschen Geschichte: Zirka 250 000 Menschen waren bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt tagelang ohne Strom. “
Eine Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag warnt, dass bei einem längeren Stromausfall der Kollaps der Infrastruktur in Deutschland kaum zu vermeiden ist.
Deutscher Bundestag – Drucksache 17/5672
17. Wahlperiode: Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgen-abschätzung (18. Ausschuss) gemäß § 56a der Geschäftsordnung Technikfolgen-abschätzung (TA)
TA-Projekt: Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung
Inhaltsverzeichnis u.a.
2. Stromausfall als Auslöser einer „nationalen Katastrophe“
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/056/1705672.pdf
Starke Sonneneruptionen zum Beispiel können hoch technisierte Gesellschaften von einem Moment auf den anderen lahmlegen, wie zuletzt 1989 in Kanada. Innerhalb von nur 90 Sekunden fielen die Versorgungssysteme aus, sechs Millionen Menschen hatten keinen Strom mehr.
Was woanders die Katastrophe bedeutet, ist auf der Ostsee-Insel Ruden bereits Alltag. 2006 wurde den beiden letzten Bewohnern ohne Vorwarnung der „Saft“ abgedreht. Wie sie seitdem auf der Insel ausharren und wie ein Leben ohne Strom funktioniert.
Quellen: PRAVDA TV/ZDF/crash-news.com/sueddeutsche.de/MMnews vom 08.11.2013
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