Entdeckung in Ägypten: Forscher finden Totenstadt mit einer Million Mumien (Video)

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Noch nie zuvor wurde ein ägyptisches Grab derartigen Ausmaßes gefunden: 1700 Leichen haben Forscher südlich von Kairo ausgegraben, dicht gestapelt in Schächten. Forscher vermuten, dass es bis zu 1 Millionen Mumien werden könnten.

Ein Grab mit potentiell mehr als einer Million mumifizierten Leichen wurden rund 70 Kilometer südlich von Kairo entdeckt – die Toten wurden dort vor 1500 Jahren vergraben, zwischen dem ersten und siebten Jahrhundert nach Christus, wie „Daily Mail“ berichtet.

(Foto: Mumifiziertes 18 Monate altes Mädchen mit einem Armreif)

Archäologen haben bisher 1700 der Mumien ausgegraben, das heiße und trockene Wüstenklima hatte sie haltbar gemacht. Die Forscher vermuten, dass an der Stelle bis zu eine Million Tote vergraben wurden, da sie Kalkstein-Schächte mit einer Tiefe bis zu 23 Metern fanden.

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Die Nekropole (Totenstadt) erhielt den Namen »Fag el-Gamous«, was so viel wie »Weg des Wasserbüffels« bedeutet und befindet sich in der Nähe von Seila in der ägyptischen Region Al Fayyum. Die Archäologen sind schon seit rund 30 Jahren mit Ausgrabungen dort in Fag el-Gamous und an einer in der Nähe befindlichen Pyramide beschäftigt. Viele der Mumien stammen aus dem 1. Jahrhundert bis 7. Jahrhundert n. Chr., einer Zeit, als Ägypten noch von dem Römischen und Byzantinischen Reich regiert wurde.

Die Mumien liegen dicht gestapelt

Professor Kerry Muhlestein, Projektdirektor der Ausgrabung an der Brigham Young Universität, sagte: „Der Friedhof ist dicht besiedelt.“ Auf einer Fläche von fünf auf fünf Metern und zwei Metern Tiefe waren durchschnittlich 40 Leichen gefunden worden. Obwohl der Friedhof sehr groß sei, nähme die Dichte, in der die Toten dort liegen, nicht ab. „Mathematisch gesehen, liegen auf dem Friedhof über eine Million Mumien. Wir können die genaue Anzahl aber erst nach weiteren Untersuchungen wissen.“

Die Körper wurden dort in einer Zeit beerdigt, während der Ägypten vom Römischen und Byzantinischen Reich beherrscht wurde. Anders als viele Funde in Ägypten, handelt es sich bei dem Wüstenfund um ein Massengrab, in dem normale Bürger bestattet wurden und keine Mitglieder von Königsfamilien.

Diese Nekropole war auch nicht für Könige oder Adlige gedacht, denn die hier begrabenen Menschen wurden meist ohne Beigaben oder Särge bestattet. Die inneren Organe der Verstorbenen wurden auch nur selten entfernt und es war lediglich die sehr trockene, natürliche Umgebung, die sie mumifiziert hat. Deshalb kann man auch nicht direkt von einer rituellen Bestattungsmumifizierung sprechen.

Trotz des niedrigen Status der Toten, fanden die Forscher dennoch einige bemerkenswert schöne Gegenstände, einschließlich Bettwäsche, Glas und sogar bunte Schuhe, die für ein Kind angefertigt wurden. Eines der Mumien verblüffte die Forscher aber besonders. Es handelt sich um den Leichnam eines Mannes, der etwa 2,13 Meter groß gewesen ist. Das ist deshalb so ungewöhnlich, da die Menschen zu der damaligen Zeit unter allgemein schlechter Ernährung litten und selbst eine üppige Nahrung diese Größe nicht zustande bringen konnte. Deshalb vermuten die Forscher eine Erkrankung, die dieses Wachstum zur Folge hatte.

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(Die Mumien wurden zusammengebunden vergraben, wie hier, zwei Kinder und zwei Erwachsene)

Außerdem waren manche Mumien nach ihren Haarfarben sortiert. So waren die Blonden in einer, Rothaarige in einer anderen Ecke begraben.

Die Forscher fragen sich nun, wie es zu der hohen Zahl von Mumien kommen konnte: Ein nahegelegenes Dorf, das zur selben Zeit existiert habe, sei zu klein gewesen, um einen so großen Friedhof zu brauchen.

Es gibt zwar auch noch eine alte Stadt mit dem Namen Philadelphia (nach König Ptolemaios II (Philadelphos) benannt) in der Nähe, aber sie besitzt eigene Grabstätten.

Bisher haben die Archäologen in den letzten 30 Jahren gerade mal 1.000 von den geschätzten 1.000.000 Mumien ausgegraben und es könnten also noch einige Überraschungen in dieser Nekropole auf uns warten.

Video:

Quellen: PRAVDA TV/terra-mystica.jimdo.com/dailymail.co.uk/FocusOnline vom 18.12.2014

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