Katastrophales 7.8 Erdbeben im Himalaya: Tote und Verletzte in Nepal – Beben auch in Kanada und Neuseeland (Nachtrag & Videos)

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In den letzten 24 Stunden trafen einige schwere Erdbeben den Globus, den Anfang machte ein 6.0 in Neuseeland, gefolgt von einem 6.1 an der Westküste von Kanada und zuletzt ein katastrophales 7.8 in Nepal, mit zahlreichen Nachbeben.

1.910 Tote lautet die jüngste Bilanz der Katastrophe, die Nepals Polizei am Morgen veröffentlichte. In Indien, Tibet, Pakistan und Bangladesch starben insgesamt mindestens 60 Menschen. Mehr als 700 der Toten wurden allein in Kathmandu geborgen. Doch kaum jemand glaubt, dass es bei dieser Zahl bleiben wird.

Das Epizentrum des Bebens lag demnach 81 Kilometer nordwestlich von Nepals Hauptstadt Kathmandu. Die Stärke des Bebens war zunächst mit 7,5 angegeben worden.

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Viele Bewohner seien nach Beginn des Bebens ins Freie gestürzt, berichten Reporter von vor Ort. Mehrere Mauern von Häusern seien eingestürzt. Die Erdstöße dauerten je nach Ort zwischen einer halben Minute und zwei Minuten.

Video einer Überwachungskamera:

Auch jenseits der Grenze zu Indien waren sie zu spüren, so auch in der Hauptstadt Neu Delhi.

Video:

Indiens Ministerpräsident Narendra Modi schrieb auf Twitter, die Regierung sammle Informationen und arbeite daran, die Betroffenen in Indien und Nepal zu unterstützen. In der gebirgigen Region gibt es immer wieder schwere Erdbeben. Im Jahr 2011 kamen bei einem Beben der Stärke 6,9 im Nordwesten Indiens und Nepal 110 Menschen ums Leben.

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Sieben Weltkulturerbe-Stätten im Tal von Kathmandu

Im Tal von Kathmandu befinden sich innerhalb weniger Kilometer sieben Weltkulturdenkmäler. Vier der sieben Unesco-Stätten sind kunstvoll gebaute Tempel. Die drei anderen sind Paläste, die einst von Königsfamilien bewohnt wurden – auf dem Durbar-Platz in Kathmandu, dem Durbar-Platz in Bhaktapur und Durbar-Platz in Patan.

Zu den Attraktionen in der nepalesischen Hauptstadt gehört der neunstöckige Dharahara-Turm. Der Turm fiel durch das Erdbeben in sich zusammen, nur noch wenige Meter ragt ein Gerüst in den Himmel. Auch auf dem Durbar-Platz in Kathmandu steht fast nichts mehr.

Bergsteiger am Everest verschüttet

Mehrere Hubschrauber sind am Sonntag am Basiscamp des Mount Everest gelandet, um durch eine Lawine verletzte Menschen zu bergen. Sechs Helikopter erreichten das Lager am Sonntag, nachdem sich die Wetterbedingungen gebessert hatten, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Lawine war durch das Erdbeben am Samstag ausgelöst worden. Die ersten Verletzten seien am Morgen ausgeflogen worden, teilte ein rumänischer Bergsteiger am Sonntag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die schwer Verwundeten wurden in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu gebracht.

Allein 18 Leichen wurden im Basislager geborgen, das durch eine Lawine teils zerstört wurde. Laut dem Präsidenten des ansässigen Bergsteigerverbandes, Ang Thsering Sherpa, sind 61 Personen verletzt worden. Sie erlitten teils kritische Kopfverletzungen.

Hunderte Kletterer befinden sich noch am Berg

Unter den Toten befindet sich der Google-Ingenieur Dan Fredinburg, der an Kopfverletzungen starb. Das nepalesische Tourismusministerium geht davon aus, dass sich möglicherweise noch Hunderte Bergsteiger, darunter 400 Ausländer, im Basislager aufhielten oder bereits die Besteigung des höchsten Berges der Welt gestartet hatten.

Sherpa zufolge sind die hundert Bergsteiger und ihre Helfer oberhalb des Basislagers in Sicherheit. Der Weg hinab sei ihnen jedoch aufgrund der zerstörten Rückroute verwehrt.

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Die Menschen säßen zitternd auf der Straße, sagte eine dpa-Reporterin vor Ort. Sie hätten entsetzliche Angst. Die Betroffene Pooja Lama sagte nach einem Telefonat in ihren nepalesischen Heimatort Ranipauwa, ihr Haus sei komplett zerstört. „Aber immerhin sind wir am Leben“, sagte sie.

Das Kabinett Nepals stellte bislang nach offiziellen Angaben umgerechnet 4,5 Millionen Euro für die Rettungsmaßnahmen bereit. Indiens Luftwaffe schicke ein Flugzeug mit Nahrungsmitteln, Wasser, Rettungsausrüstung, Spürhunden, Ärzten und Krankenpflegern, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Das Nachbarland Pakistan hat ebenfalls Hilfe angeboten.

Auch in Deutschland bereiten sich erste Helfer für einen Einsatz im Himalaya vor. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagte Richard van Hazebrouck, Pressesprecher des Technischen Hilfswerks in Bonn.

Russland will etwa 50 Rettungskräfte sowie Technik in die Katastrophenregion schicken. Die Helfer seien startklar und hätten große Erfahrung in Erdbebengebieten, teilte das Zivilschutzministerium in Moskau mit. Kreml-Chef Putin sprach seinem Amtskollegen sowie den Menschen in Nepal sein tiefes Mitgefühl angesichts der „menschlichen Opfer und schweren Zerstörungen“ aus.

Videos:

Kanada: Starkes Erdbeben bei Queen Charlotte Islands

Südlich der kanadischen Inselgruppe Queen Charlotte, vor der Küste von British Columbia, trat Freitagnachmittag um 15:56 Uhr ein starkes Erdbeben auf.

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Nach ersten Angaben des USGS hatte es Magnitude 6.1. Geofon gibt M5.8 an. Das Epizentrum lag etwa 20 km von der Südspitze der dünn besiedelten Inselgruppe entfernt. Auch auf dem Festland war das Erdbeben mit geringer Intensität spürbar. Mit Schäden ist nicht zu rechnen. Eine Tsunamiwarnung wurde nicht herausgegeben.

Ursache des Erdbebens ist die Grenze zwischen der Nordamerikanischen und der Pazifischen Platte. Ähnlich zur San Andreas Verwerfung in Kalifornien handelt es sich um eine horizontale Verschiebung.

Neuseeland: Starkes Erdbeben auf der Südinsel

Nur selten kommt es vor, dass starke Erdbeben in Neuseeland im ganzen Land spürbar sind. Vergangene Nacht war dies der Fall.

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GeoNet registrierte das Erdbeben um 5.36 Uhr MESZ mit Magnitude 6.2. Das Epizentrum lag im Norden der Südinsel, 160 km von Wellington entfernt. Betroffen war die dünn besiedelte Bergregion an der Grenze von Canterbury und Marlborough.

Aufgrund der Tiefe von 52 km war auch weiter vom Epizentrum entfernt noch eine moderate Intensität wahrzunehmen, unter anderem in Wellington und Christchurch. Stark war das Erdbeben in Städten nahe des Epizentrums. Viele Supermärkte und Lokale beklagen reihenweise umgeworfene Regale und zerstörte Waren. Einige Supermärkte wurden evakuiert und geschlossen, bis die Verluste behoben sind. Meldungen über Schäden an Gebäuden gibt es zunächst nicht. Aufgrund der Überbelastung brach das Mobilfunknetz in Teilen von Neuseeland kurzzeitig zusammen.

Mehrere, teils spürbare Nachbeben bis Magnitude 3.8 traten laut GeoNet auf. Ursprung des Erdbebens ist der südlichste Ausläufer der Subduktionszone im Nordosten von Neuseeland.

Erst gestern trat ein Erdbeben der Stärke 5.1 einige Kilometer nördlich nahe der Stadt Seddon auf. Auch dieses war in Wellington deutlich spürbar.

Video:

Übersicht der Erdstöße laut der europäischen Erdbebenwarte EMSC ab 5.0 in der Magnitude.

Die Nachbeben treten wie das Hauptbeben meistens in nur 10km Tiefe auf.

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Nachtrag Sonntag 9:52 Uhr. Neues Nachbeben der Stärke 6.8 in 10km Tiefe. Bei den Nachbeben rannten viele Menschen in Panik auf Freiflächen, um möglicherweise herabstürzenden Trümmern zu entgehen.

Es sind dramatische Szenen, die sich auch am zweiten Tag nach dem heftigen Erdbeben in Nepal abspielen. In Kalanki, einem Stadtteil von Kathmandu, arbeiten die Helfer mit Hochdruck an der Bergung eines Überlebenden. Er liegt unter einem Toten, beide sind unter Betonplatten begraben. Daneben steht seine Familie, sie weint und betet.

„Seine Beine sind zertrümmert“, sagt der Polizist Suresh Rai der Nachrichtenagentur AP. Die Helfer schaffen den Schutt beiseite, sie müssen die Betonplatten- und Pfeiler durchtrennen, um das Opfer zu befreien, das bei Bewusstsein ist und um Hilfe ruft. „Wir werden ihn da rausholen“, schwört Rai.

Viele Menschen campen aus Angst vor Nachbeben im Freien

Die meisten Menschen in Nepals Hauptstadt Kathmandu verbrachten die Nacht im Freien, bei leichtem Nieselregen – darunter auch Verletzte, die in den überfüllten Krankenhäusern keinen Platz mehr fanden. Tausende haben ihre Häuser verloren oder fürchten sich, in die Gebäude zurückzukehren. Laut Augenzeugen bebt die Erde noch immer – wie auch um 5 Uhr Ortszeit, als ein starkes Nachbeben die Menschen aus dem Schlaf riss. Selbst der Präsident Ram Baran Yadav habe in einem Zelt geschlafen, sagte sein Sprecher einem lokalen Radiosender.

Fast nirgendwo in Kathmandu gibt es Strom, manche Menschen helfen sich mit Solarlampen. „Wir laden unsere Handys an Autobatterien auf“, sagte Alina Shrestha von World Vision, die selbst betroffen ist. Mukesh Kafle, Chef der nepalesischen Energiebehörde, sagte der Nachrichtenagentur AP, dass die Stromversorgung am Flughafen, in den Krankenhäusern und in den Regierungsgebäuden wiederhergestellt sei.

Aber bis die Stromversorgung im ganzen Land wiederhergestellt ist, wird es noch lange dauern. Viele Kabel, Masten und Verteilerstellen des ohnehin von Stromausfällen geplagten Netzes sind beschädigt oder zerstört. „Wir müssen sichergehen, dass alle Verbindungen heil sind, bevor wir den Strom in einem Gebiet wieder anstellen“, sagte Kafle. „Aber unsere Techniker arbeiten rund um die Uhr“.

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Wie sieht es in den abgelegenen Regionen aus?

Wie es in vielen abgelegenen Städten und Dörfern in dem Himalaya-Land aussieht, ist noch kaum zu überblicken. Das Dorf Barmak, unter dem das Epizentrum des Bebens lag, sei fast vollständig zerstört, so ein Sprecher des Innenministeriums. „Ich habe meine Angehörigen und alle meine Nachbarn verloren“, klagte eine Frau aus Jaybageshwari einem örtlichen Radiosender, und bat um Hilfe. „Kann jemand, der überlebt hat, uns helfen? Wir haben weder Essen noch Kleidung. Alles ist weg.“

Nepal hat den Notstand in den betroffenen Gebieten ausgerufen. Schulen und Universitäten bleiben für eine Woche geschlossen. Die Stromversorgung könnte lange ausfallen, da das Erdbeben die Wasserkraftwerke beschädigt hat, von denen Nepal fast all seinen Strom bezieht.

Indien hat mehrere Flugzeuge mit Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln, Wasser und Kommunikationsgeräten geschickt. Auch aus Deutschland haben sich Helfer auf den Weg gemacht, darunter ein Team des Bundesverbands Rettungshunde. Pakistan bereit den Transport eines mobilen Krankenhauses nach Kathmandu vor, das 30 Betten bereithält und von Armee-Ärzten, Chirurgen und anderen Spezialisten betreut wird.

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Nachtrag Sonntag 14:00 Uhr.

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Vom historischen Dharahara-Turm blieb nur eine Ruine. Die Zahl der Toten steigt auch einen Tag nach der Katastrophe immer weiter. Erst war von 700 Menschen die Rede, dann von870, am Sonntag dann von mehr als 2400. Das Innenministerium in Kathmandu teilt mit, mehr als 4700Menschen seien verletzt worden. Und es wird befürchtet, das sich die Zahlen noch weiter erhöhen.

Nachtrag 18:03 Uhr.

„Alle Angehörigen und Nachbarn“

Wie es in vielen abgelegenen Städte und Dörfern in dem Himalaya-Land aussieht, ist noch immer kaum zu überblicken. Das Dorf Barmak, unter dem das Epizentrum des Bebens lag, sei fast vollständig zerstört, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. „Ich habe meine Angehörigen und alle meine Nachbarn verloren“, klagte eine Frau in einem örtlichen Radiosender. „Kann jemand, der überlebt hat, uns helfen? Wir haben weder Essen noch Kleidung. Alles ist weg.“

Nepal hat den Notstand in den betroffenen Gebieten ausgerufen. Schulen und Universitäten bleiben für eine Woche geschlossen. Die Stromversorgung könnte lange ausfallen, da das Erdbeben die Wasserkraftwerke beschädigt hat, von denen Nepal fast all seinen Strom bezieht. Indien hat mehrere Flugzeuge mit Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln, Wasser und Kommunikationsgeräten geschickt. Auch aus Deutschland haben sich Helfer auf den Weg gemacht, darunter ein Team des Bundesverbands Rettungshunde.

Video:

Hilfsorganisationen riefen die Menschen in Deutschland zu Spenden auf. Care etwa plant, bis zu 75.000 Menschen mit Notunterkünften, Nahrungsmitteln, Wasserreinigungstabletten und dem Bau von Latrinen zu unterstützen. Das Deutsche Medikamentenhilfswerk „Action Medeor“ packt Verbandsmaterialien, chirurgisches Besteck, Schmerzmittel, Antibiotika und Spritzen für seine Partner.

Video:

Nur Kekse und Trockenfrüchte

Die internationalen Caritasverbände arbeiten bereits vor Ort – und berichten von großen Problemen. „Der Zugang zu Erdbebenopfern ist vielerorts noch nicht möglich, weil die Straßen blockiert sind. Die Kommunikation ist aufgrund des Stromausfalls schwierig“, erklärte der Direktor der Caritas in Nepal, Pius Perumana. Ein deutscher Mitarbeiter werde bald das lokale Katastrophen-Team verstärken. Auch die Organisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe wird zwei erfahrene Helfer schicken.

Augenzeugen berichten, vielfach hätten die Menschen nur noch Kekse und Trockenfrüchte übrig. Hilfsorganisationen fürchten, dass bald auch das Wasser ausgeht. Auch die Ärzte sind an vielen Orten bereits überlastet. „Unter den Toten sind viele Kinder“, sagte Doktor Pratab Narayan aus dem Teaching-Krankenhaus. „Wir sind völlig überwältigt von der Zahl an Menschen.“

Einsatz auf dem Dach der Welt

Mindestens 18 Menschen starben – darunter auch Google-Manager Dan Fredinburg (†33). Auch ein Chinese und ein Australier sollen unter den Toten sein.

Mittlerweile ist die Suche nach verwundeten Bergsteigern und Sherpas in dem mehr als 5000 Meter hoch gelegenen Basislager in vollem Gange. Nach Angaben der Polizei in Lukla wurden 61 Verletzte per Hubschrauber ins Tal gebracht. Zum Zeitpunkt des Lawinenunglücks hielten sich nach offiziellen Angaben etwa 1000 Bergsteiger und Träger am Mount Everest auf.

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Darunter war auch der Überlebende George Foulsham. „Ich rannte und es warf mich um. Ich versuchte aufzustehen, doch es warf mich erneut um. Ich konnte nicht atmen, ich dachte, ich wäre tot”, sagte der 38-jährige über den Moment, als die Lawine eintraf. „Als ich schließlich aufstand, konnte ich nicht glauben, dass es über mich hinweg gegangen war und ich fast unverletzt war.“

Der Bergsteiger Alex Gavan berichtete aus dem Basislager, die Helikopter brächten derzeit Seile und Eisschrauben in die höher gelegenen Camps, um eine neue Abstiegsroute zu legen. Die einzige Route durch den gefährlichen Eisfall, die mit vielen Leitern große Gletscherspalten überwindet, wurde durch die Lawine zerstört, schrieb der Bergsteiger Daniel Mazur von vor Ort auf seiner Homepage. Einige wenige Bergsteiger seien aus den Camps oberhalb des Basislagers ausgeflogen worden, schreibt Gavan. Aber mehr als 100 säßen noch fest.

Video:

Nachtrag Montag 9:41 Uhr.

Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben im Himalaya steigt weiter: Laut dem Chef des Katastrophenschutzes kamen in Nepal 3218 Menschen ums Leben, 6500 wurden verletzt.

Video:

Keine weiteren signifikanten Nachbeben, alles im 4.0 bis 5.0 Bereich.

Nachtrag Montag 12:50 Uhr.

Welche gewaltige Kraft das Erdbeben hatte, zeigt die Aussage von Roger Bilham, Geologe an der University of Colorado. Er sagte zur Nachrichtenagentur AFP: «Ein massiver Block der Erdkruste, etwa 120 Kilometer lang und 60 Kilometer breit, hat sich am Samstag innerhalb von 30 Sekunden um drei Meter nach Süden verschoben. Und oben drauf waren Kathmandu und Millionen Menschen.»

Nachtrag Montag 20:37 Uhr.

Zwei Tage nach dem katastrophalen Erdbeben in Nepal haben Geoforscher die Daten Hunderter Erdbebensensoren analysiert – sie zeigen, warum der Ruck so verheerend war. Am Samstag um 11.56 Uhr Ortszeit brach das Gestein nur elf Kilometer unter der Erde, 80 Kilometer nordwestlich von Kathmandu, mit der Wucht des Aufpralls eines etwa 150 Meter dicken Meteoriten.

Ein mächtiges Felspaket, von der Ausdehnung her achtmal so groß wie Berlin, ruckte in 30 Sekunden drei Meter voran. Es ratterte nahezu flach über das Gestein unter ihm, verkantete immer wieder, sodass der Boden mehr als tausend Kilometer weit zitterte und im Umkreis von 300 Kilometern so schwer erschüttert wurde, dass Tausende Gebäude einstürzten. Der Untergrund schlitterte nach Süden – Kathmandu und angrenzende Ortschaften liegen nun drei Meter südlicher als vor dem Beben.

Mehr als 500 Jahre lang hatte sich die Spannung im Untergrund aufgebaut. Der letzte starke Schlag entlang der Erdbebennaht, die Samstag gebebt hat, entlud sich wohl im Jahr 1505. Ursache der Gewalten ist der Zusammenstoß zweier Tausende Kilometer breiter Kontinentalplatten unter dem Himalaya: Die Indisch-Australische Platte schiebt sich etwa einen Millimeter pro Woche in den Eurasischen Kontinent.
Land gequetscht

Der Crash der Kontinente hat die Geschwindigkeit der Indischen Platte im Laufe der Jahrmillionen auf ein Viertel abgebremst – die Aufprallenergie kann Berge versetzen: 2000 Kilometer hat sich die Indische Platte im Laufe der vergangenen 50 Millionen Jahre hineingebohrt – und dabei den Himalaya aufgefaltet; zehn seiner Berge wölben sich höher als 8000 Meter. Unter steten Erdbeben hebt sich das Gebirge um etwa einen halben Millimeter pro Woche.

Nepal liegt mitten in der Knautschzone, von Norden und Süden drücken die beiden Platten: Nepal verkürzt sich im Jahr durchschnittlich um zwei Millimeter – entlang seiner 600 Kilometer langen Grenze verliert es jährlich die Fläche zweier Fußballfelder. Das Beben von Samstag hat das Land weiter gequetscht, sodass Kathmandu nun knapp einen Meter höher liegt.

Die stärksten Beben könnten noch bevorstehen. Darauf weisen Gefahrenkarten hin, die Geologen aus der Erdbebenhistorie errechnen: Je länger ein starkes Beben entlang einer Kollisionszone zurückliegt, desto stärker könnte der nächste Schlag werden – so lautet die zugrundeliegende Annahme.

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Das Zittern bleibt

Entlang des Himalaya klafften mehrere große Erdbebenlücken, warnt seit Langem der Geologe Roger Bilham von der University of Colorado – in den vergangenen Jahrhunderten hat es dort kaum starke Beben gegeben. Entsprechend starke Spannung dürfte sich im Untergrund aufgebaut haben.

Indien, Pakistan, Bhutan, Bangladesch und Nepal drohten Erdbeben der Stärke neun, sie wären etwa hundertmal stärker als das vom Samstag. Millionen Tote müssten befürchtet werden, mahnt Bilham. Auch nahe Kathmandu steckt den Studien zufolge weiterhin beträchtliche Spannung im Gestein. Wann das nächste Extrembeben zuschlagen wird, lässt sich aber nicht vorhersagen.

Laut nepalesischem Innenministerium kamen mindestens 3726 Menschen ums Leben, mehr als 6500 wurden verletzt. In Indien starben 62, in China mindestens 20 Menschen.

Dieser Artikel wird aktualisiert…

Literatur:

Naturgewalten. Vulkane, Erdbeben, Wetterextreme von Robert Dinwiddie

Erdbeben von Götz Schneider

Quellen: PRAVDA TV/EMSC/dpa/FocusOnline/http://juskis-erdbebennews.de vom 25.04.2015

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