
Abertausende Springkrebse färben derzeit die kalifornischen Strände rund um San Diego orangerot. Die ausgewachsen bis zu dreizehn Zentimeter langen Angehörigen der Spezies Pleuroncodes planipes sind Flachwasserbewohner und leben am Kontinentalschelf vor Mexiko und Südkalifornien. Ihren massenhaften Landgang führen Wissenschafter auf das Klimaphänomen El Nino zurück.

„Dass die Tiere in so hoher Zahl stranden, ist üblicherweise auf wärmeres Wasser zurückzuführen“, sagte Linsey Sala von der Scripps Institution of Oceanography in La Jolla. Die Tiere wandern normalerweise nicht, sondern bleiben ihrem Gebiet treu. Strömungen und Wind können aber doch dafür sorgen, dass ganze Populationen in Bewegung geraten.

Die Wissenschafter raten übrigens davon ab, die Tiere, die wie eine Mischung aus Krabbe und Hummer aussehen, zu essen.
Aber nicht nur El Nino, auch die permanente Einleitung von radioaktiven Wasser in Fukushima, oder ein Parasit können dafür verantwortlich sein.
Video:
Niemand könne wissen, ob sich in den Körpern nicht Gifte gebildet hätten.
Literatur:
Menschenzeit: Zerstören oder gestalten? Wie wir heute die Welt von morgen erschaffen von Christian Schwägerl
Kritik des Anthropozäns: Plädoyer für eine neue Humanökologie von Jürgen Manemann
Quellen: APA/derstandard.at vom 17.06.2015
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