Das Ende der Bienen: Weltweite Auswirkungen der giftigen Pestizide

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Die Menschheit kann wählen, eine schlichte und sehr klare Wahl: giftige Pestizide, die unsere Bienen töten oder die Bienen, die unsere Pflanzen befruchten, Leben auf unsere Felder bringen und Nahrung auf unsere Tische. Keine Bienen, keine Pflanzen und keine Nahrung. Die Bienen verschwinden und wir folgen nach. Doch gewisse mächtige Lobbies und Regierungen schert das den Deibel.

Neonicotinoide sind starke Pestizide, die mit dem Kollaps der Honigbiene in Verbindung gebracht werden, ein wichtiges Insekt für die Pollinierung unserer Pflanzen in der ganzen Welt. Eine Serie von Studien hat die Neonicotinoide mit dem Zusammenbruch der Honigbienen-Kolonien (CCD) in Zusammenhang gebracht wegen ihrer neuro-aktiven chemischen Wirkungen, die auch eine schädigende Wirkung auf manche Vogelarten haben, die sich von Insekten ernähren, die von diesen Pestiziden bekämpft werden.

Millionen tote Bienen

Neonicotinoide wurden in den 1990-er Jahren eingeführt und am Ende des Jahrzehnts wurden sie für den Verlust von einer großen Anzahl von Honigbienen und Vögeln verantwortlich gemacht, in so hohem Maße, dass die EU und mehrere andere Länder 2013 die Verwendung gewisser Neonicotinoide verboten. Manche, aber nicht alle.

Sieben werden weiterhin benutzt: Imidacloprid (Bayer CropScience), Thiamethoxam (Syngenta), Clothianidin (Sumitomo Chemical/Bayer CropScience), Acetamiprid (Nippon Soda), Thiacloprid (Bayer CropScience), Dinofuran (Mitsui Chemicals), Nitenpyram (Sumitomo Chemicals).

Neonicotinoide verändern das soziale Verhalten von Bienen und tatsächlich scheinen weder Honigbienen noch Hummeln in der Lage zu sein, mit Neonicotinoiden besprühte Pflanzen zu meiden und woanders nach Nahrung zu suchen, wie Versuche mit drei der meistbenutzten Neonicotinoide gezeigt haben: Imidacloprid (IMD), Thiamethoram (TMX) und clothianidin (CLO). Schlimmer noch, IMD und TMX scheinen Bienen aktiv anzuziehen – sie fraßen mehr von den Drogen, die mit Sucrose getränkt sind als pure Sukrose.

Immer noch vermarktet

Diese Substanzen sind direkt mit dem Tod von Millionen Bienen in Verbindung gebracht worden. Weshalb sind sie also immer noch auf dem Markt? Und warum versuchen manche Regierungen, die Verbote zu umgehen? Die Antwort ist kristall- klar: Neonicotinoide sind in mehr als 120 Länder registriert und sie bringen einen globalen Verkauf von 1.5 Mrd. Euro ein, was rund 25 Prozent des globalen Pestizid-Marktes ausmacht.

Literatur:

Das lautlose Sterben der Bienen: Ursachen – Konsequenzen – Auswege von Friedrich Hainbuch

Saat der Zerstörung. Die dunkle Seite der Gen-Manipulation von F William Engdahl

Mit Gift und Genen: Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert von Marie-Monique Robin

Quellen: PublicDomain/neopresse.com vom 07.09.2015

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