Verbrauchertäuschung: Glückliche Tiere sind nicht die in der Werbung

Werbeplakate zeigen Hühner, Rinder und Schweine gern zufrieden in freier Laufbahn. Doch die Idylle trügt. Denn nicht nur die Verbraucher, auch die Tiere zahlen für diese Bilder einen hohen Preis.

Wir wollen wieder glückliche Tiere sehen. Draußen im Freiland kann jeder mit eigenen Augen beurteilen, ob alles okay ist. Wenn Hühner, Schweine und Kühe zwischen Blumen spazieren oder friedlich in der Sonne dösen, ist das Ziel erreicht.

Hühner sind da anderer Meinung: Sie meiden offene Weideflächen, weil sie da möglichen Angriffen von Raubvögeln nicht entfliehen können. Sie brauchen Bäume, Büsche und Gestrüpp, um sich darunter zu verstecken. Sonst bleiben viele Tiere lieber im Stall.

Jede Grasnarbe verwandeln sie durch Scharren nach Insekten alsbald in nackten Boden. Deshalb sehen Hühnerhöfe so trostlos aus. Grüne Wiesen sind der Beweis, dass dort gerade keine Hühner herumlaufen.

Rinder brauchen Schatten, frischen Wind, kühles Wasser. Auf älteren Gemälden stehen die Tiere oft an Wasserläufen oder in der Nähe von Bäumen.

Angenehm warme Ställe oder gar Wiesen, auf denen die Luft in der Sommersonne flimmert, sind für unser Milchvieh ein Graus. Doch die Werbung bedient genau diese Vorstellung.

Rüsselklammern gegen Bodenwühlen

Schweine verwandeln jede Wiese in kurzer Zeit in einen schlammigen Acker. Da die Kundschaft aber für Fleisch vom Weideschwein tiefer in die Tasche greift, zwicken pfiffige Halter ihren Tieren Rüsselklammern, also Krampen in die Schnauze.

Gelegentlich lassen sich diese Klammern bei jungen Menschen als Nasenpiercing bewundern. Doch da gibt’s einen gewaltigen Unterschied: Schweine wühlen für ihr Leben gern mit der Schnauze im Boden nach Futter.

Das tut dann so säuisch weh, dass die Wiese heil bleibt. Tierquälerei pur. Inzwischen sind die Rüsselklammern verboten.

Viele Kunden setzen deshalb auf spanische Iberico-Schweine: Diese leben halbwild in köstlicher Freiheit und suchen sich ihr Futter in Eichenwäldern selbst.

 

Betrachtet man die Werbefotos spanischer Anbieter genauer, entdeckt man in schöner Regelmäßigkeit Rüsselklammern in den Schnauzen. Dann kann man freilich der Kundschaft dunkle Schweine im grünen Gras zeigen.

Nicht nur die Verbraucher, auch die Tiere zahlen für diese Bilder einen hohen Preis. Denn in den Eichenhainen sind auch Wildschweine unterwegs, die sich naturgemäß für die netten Schweinedamen interessieren. Trächtige Sauen kann der Mäster nicht gebrauchen.

Also werden weibliche Tiere, sobald sie ein Gewicht von 40 Kilo erreicht haben, eingefangen und kastriert. Dafür braucht‘s vier kräftige Männer und ein Messer. Damit werden die Eierstöcke herausgeschnitten. So bleibt die Idylle gewahrt und die Kundschaft glaubt, Schweine im Glück zu sehen.

Die Afrikanische Schweinepest rückt näher

Doch mit Freiland ist es für die Schweine bald vorbei. Von Osten rückt die Afrikanische Schweinepest immer näher. 2007 war sie per Schiff von Afrika nach Armenien gelangt. Ursache war wohl die Verfütterung von Speiseabfällen der internationalen Schifffahrt. Inzwischen hat die Seuche Tschechien erreicht.

Ihren Ursprung nahm sie bei Warzenschweinen, die südlich der Sahara leben. Dort zeigen infizierte Tiere keinerlei Krankheitssymptome. Anders bei unseren Schweinen, da führt das Virus meist zu einem qualvollen Tod. Für Menschen ist es zum Glück nicht infektiös.

Nicht die Weidehaltung ist das höchste Glück für Schweine, sondern der Schutz vor Krankheiten. Doch es gibt gegen die Afrikanische Schweinepest keine Therapie. Die Branche glaubte, sich nicht darum kümmern zu müssen.

Das bedeutet: Wenn die Seuche bei uns angekommen ist, werden die Wildschweine großräumig geschossen und Schweinebestände gekeult. Die polnische Regierung plant deshalb einen knapp 800 km langen Zaun, um infizierte Wildschweine fernzuhalten. Das ist aktiver Tierschutz.

 

Tritt der Seuchenfall ein, wird das Ausland einen Importstopp verhängen. Bisher kaufen vor allem die Chinesen jene Teile des Schlachtkörpers, die bei deutschen Verbrauchern verpönt sind: Innereien jeglicher Art.

Damit subventionieren die chinesischen Verbraucher das günstige Angebot unserer Fleischtheken. Fallen diese Kunden weg, werden nicht weniger Tiere in Ställen gehalten – aber Schweinefleisch wird wesentlich teurer.

Das Geld für Tierschutz fehlt dann erst recht. Mahlzeit!

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Literatur:

Opium fürs Volk: Natürliche Drogen in unserem Essen von Udo Pollmer

Der Gen-Food Wahnsinn

Die Milch macht’s!: Wie ein Grundnahrungsmittel unsere Gesundheit ruiniert von Alissa Hamilton

Food, Inc. – Was essen wir wirklich?

Quellen: PublicDomain/deutschlandfunkkultur.de am 16.09.2017

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