Erstmals seit 150 Jahren: Supermond, Blue Moon und Blutmondfinsternis in einer Nacht

Drei seltene Himmelsereignisse, nämlich ein sichtbarer Supermond, ein Blauer Mond und eine Blutmondfinsternis, sind Ende Januar dieses Jahres zu beobachten.

Ein Aufeinanderfallen dieser drei Spektakel, was auch als „Super-Blau-Blutmond-Finsternis“ bezeichnet wird, hat es zuletzt vor 150 Jahren gegeben, schreiben die Medien.

Das Phänomen eines Supermondes tritt ein, wenn der Voll- oder der Neumond der Erde besonders nahe ist. Der am 31. Januar zu beobachtende Supermond ist der dritte in der Reihe von drei Supermonden.

Die vorangehenden waren am 3. Dezember 2017 und am 1. Januar 2018 zu sehen. Da es diesen Januar zwei Vollmonde gibt, gilt der dritte Supermond zugleich als „Blauer Mond“.

Laut der US-Raumfahrtbehörde Nasa wird es am 31. Januar zudem eine absolute Mondfinsternis geben. Dabei schiebt sich die Erde zwischen Mond und Sonne und der Schatten der Erde wandert über den Mond, den sie später komplett verdeckt. Da der Mond bei diesem Ereignis kurz dunkelrot aussieht, wird er als Blutmond bezeichnet.

Alle drei Himmelsereignisse lassen sich nur in Ostasien, Neuseeland, Australien und im Westen Nordamerikas perfekt beobachten, während sie im Osten Nordamerikas und in Europa nur teilweise zu sehen sind.

Angemerkt sei, dass, im Gegensatz zur Sonnenfinsternis, der Supermond und die Mondfinsternis ohne Bedenken mit dem bloßen Auge verfolgt werden können.

In anderer Hinsicht jedoch ist der Bann des Mondes geringer als immer wieder gern behauptet: Er spielt nämlich keine große Rolle beim Entstehen von großen Erdbeben, wie US-Forscher jetzt zeigen konnten.

Die Geologin Susan Hough vom US-Amt für Bodenforschung hat in den “Seismological Research Letters” über 200 stärkere Beben statistisch ausgewertet – jeweils im Zusammenhang mit den Positionen von Mond und Sonne. Ein minimaler Einfluss war nur bei den schwächeren Beben festzustellen, schreibt Hough. Er sei aber so gering, dass er keinerlei Konsequenz für die Vorhersage von Beben habe (Supermond: 2018 beginnt mit riesigem Vollmond).

Der Mond geht in Deutschland etwa zwischen 20:31 Uhr (München) und 20:57 Uhr (Köln) auf. In Österreich ist er je nach Wohnort etwa ab 20:12 Uhr (Wien) zu sehen und in der Schweiz etwa ab 20:42 Uhr (Zürich). Die partielle Phase der Finsternis endet um 21:18 Uhr. Die gesamte Finsternis beginnt um 17:50 Uhr und endet um 22:50 Uhr.

Mondfinsternisse und ihre historische Bedeutung

Soweit man auch in die Geschichte zurück­blickt – Finsternisse des Mondes und der Sonne ha­ben stets eine wichtige Rolle gespielt. Ob­wohl man bereits lange vor unserer Zeit­rechnung zumindest

Mondfinsternisse mit einiger Sicherheit vorhersagen konnte, ver­breitete das Auftreten solcher Phänomene zumeist Angst und Schrecken. Man vermutete, dass ein Tier, oft als Drache dar­gestellt, den Mond oder die Sonne verschluckte.

Durch Ge­bete oder andere Kulthandlungen wollte man das Tier dazu bewegen, den jeweiligen Himmelskörper wie­der freizugeben, was auch regelmäßig gelang. Bekannt ist die Legende der beiden chinesi­schen Hofastronomen Hi und Ho, die es ver­säumten, eine Sonnenfinsternis vorherzu­sagen, und deshalb hingerichtet wurden. Dieses Geschehnis soll sich im Jahr 2.128 v. Chr. zugetragen haben.

Neben den Chinesen versuchten sich auch die Babylonier an der Vorhersage von Fins­ternissen. Durch Jahrhunderte währende Beobachtungen fanden Sie heraus, dass sich Mondfinsternisse in einem Anstand von etwa 18 Jahren und 11 Tagen wiederholen.

Vielleicht war diese Saros-Periode auch den griechischen Naturwissenschaftlern bekannt. Jedenfalls sagte Thales von Milet laut Hero­dot (der allerdings 150 Jahre später lebte) die totale Sonnenfinsternis am 28. Mai 585 v. Chr. voraus.

Zur Finsternis-Prognose bedarf es übrigens nicht unbedingt der Kenntnis der Saros-Periode. Mit Hilfe der steinzeitlichen Megalith-Anlage von Stonehenge geht es auch, sogar mit unterschiedlichen Methoden (Raffetseder [1999], Bill Kramer). Ob das Monument tatsächlich als “Finsternis-Computer” genutzt wurde, wird sich kaum nachweisen lassen; zumindest bot es von seiner Konstruktion her die Möglichkeiten dazu.

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Literatur:

Wie die Teufel den Mond schwärzten: Der Mond in Mythen und Sagen

Wahrsagen mit dem Astro-Mythologischen Grand Jeu der Mlle Lenormand: Die Entschlüsselung der Kartenbedeutungen, die faszinierende Praxis durch genaue … der Legesysteme auf den Punkt gebracht

Mondleben 2018: Wandkalender

Quellen: PublicDomain/kleiner-kalender.de/mondfinsternis.net/merkur.de/de.sputniknews.com am 29.01.2018

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5 comments on “Erstmals seit 150 Jahren: Supermond, Blue Moon und Blutmondfinsternis in einer Nacht

  1. Die Mondaufgangszeiten morgen können nicht stimmen! Bei mir ging der Mond heute bereits gegen 16 Uhr auf und ich habe mnehrere Fotos aufgenommen. Rein rechnerisch müßte er also morgen gegen 17 Uhr bereits sichtbar sein.

  2. La-le-lu
    Nur der Mann im Mond schaut zu
    Wenn die kleinen Babies schlafen
    Drum schlaf’ auch du

    nun das war nix selbst der Mann im Mond kann nicht schauen, da alle sowas von fleißig waren im sprühen was das Zeug hält 🙂

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