Von der Maas bis an die Memel: Steht die deutsche Ostgrenze wieder in Frage? (Videos)

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Die Frage der Deutschen Ostgrenze scheint „dank“ des Zwei-plus-Vier-Vertrags und des Deutsch-polnischer Grenzvertrags (beide 1990 abgeschlossen) endgültig auf die Oder-Neiße-Linie festgelegt zu sein. Doch jetzt wirft ausgerechnet Polen selbst unbeabsichtigt die Frage wieder auf.

Hintergrund ist der folgende:

Im Juli 2017 stieß die polnische Regierungspartei „Recht und Freiheit“ (PiS) unter ihrem Vorsitzenden Jaroslaw Kaczynski die Reparationsfrage wieder an. Seither stellte die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo mehrfach entsprechende Forderungen. Gegenüber dem Radiosender „RMF FM“ sagte sie am 7. September 2017:

„Polen hat das Recht auf Reparationen, und der polnische Staat hat das Recht, sie einzufordern.“ Der polnische Außenminister Witold Waszczykowski hat die polnischen Forderungen auf 840 Milliarden Euro beziffert.“ Von Roland M. Horn.

Tatsächlich veröffentlichte der Wissenschaftliche Dienst des polnischen Parlaments ein 40-seitiges Gutachten, das die polnische Ansprüche rechtfertigen solle. Hier wurde die offizielle Erklärung, mit der die polnische Regierung 1953 auf Deutsche Reparationsfragen verzichtet hatte, nicht rechtsgültig, da sie auf Druck der Sowjetunion zustande gekommen sei und nur für die DDR, nicht aber ganz Deutschland galt.

Wie zu erwarten war, lehnt die deutsche Bundesregierung die polnischen Forderungen kategorisch ab; Regierungssprechen Steffen Seibert erklärte, dass Polen 1953 „verbindlich und mit Wirkung für ganz Deutschland“ auf weitere Reparationszahlungen verzichtet und dies in späteren Jahren mehrfach bestätigt habe. Somit sei aus Sicht der Bundesregierung „abschließend rechtlich geregelt“ (Deutschland ist ein Handelskonstrukt, nicht souverän & hat keine Verfassung! (Video)).

Interessant ist hierzu die Aussagen des Historiker Gregor Schöllgen, der am 10. September unter dem Titel „Gefährliche Diskussion“ in der F.A.S erschien. Dort sagte Schöllgen unter anderem:

„[…] in der Endphase des Zweiten Weltkrieges hatten sich Stalin und seine westlichen Bündnispartner darauf verständigt, den unter sowjetischer Regie wieder zu errichtenden polnischen Staat für seine Verluste im Osten durch bis dahin deutsche Territorien im Westen zu entschädigen: Die deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße sollten an Polen gehen, der polnische Staat mithin nach Westen verschoben werden. So kam es dann auch. Die Abtretung des südlichen Ostpreußens, fast ganz Schlesiens, Pommerns sowie des östlichen Brandenburgs, insgesamt ein Fünftel des vormaligen Reichsgebietes in den Grenzen von 1937, ging mit der Vertreibung und Enteignung von Millionen Deutschen einher; Hunderttausende kamen ums Leben.

Mit der Inbesitznahme der vormals deutschen Gebiete wurde zugleich ein erheblicher Anteil der Reparationsansprüche abgedeckt, welche die Volksrepublik Polen gegenüber Deutschland erhob.
Denn in einem Abkommen mit Warschau hatte Moskau am 16. August 1945 die sowjetischen Ansprüche ‚auf deutsches Eigentum‘ auf dem Gebiet Polens, ‚soweit es zum deutschen Territorium gehörte‘, an Polen abgetreten. Dass das auch für dieses Territorium selbst galt, stand im Kreml außer Frage.

Als die sowjetische und wenige Tage später, am 24. August 1953, auch die polnische Regierung erklärte, mit Wirkung vom 1. Januar des folgenden Jahres auf weitere Zahlungen von Reparationen von ‚Deutschland‘ zu ‚verzichten‘, trugen beide auch der Tatsache Rechnung, dass mit der Abtretung der deutschen Ostgebiete einschließlich aller unbeweglichen wie beweglichen Habe enorme Vermögenswerte an Polen gefallen waren.“

Schöllgen erklärte weiter, dass bis Ende 2015 die Bundesrepublik auf dem Gebiet der Wiedergutmachung Leistungen von insgesamt 73,4 Milliarden Euro erbracht habe. In dieser Summe seien allerdings unter anderem die Enteignungen deutschen Industrievermögens in den vier Besatzungszonen in Deutschland sowie die in ihrem Wert kaum zu beziffernden deutschen Gebietsabtretungen an die Sowjetunion und insbesondere an Polen nicht enthalten sind (Heinrich XIII. Prinz Reuß bestätigt öffentlich zentrale Standpunkte sogenannter “Verschwörungstheoretiker” (Videos)).

Schöllgen sagte auch:

„Wer heute gegenüber Deutschland polnische Reparationsforderungen erhebt, muss wissen, dass er mit dem Feuer spielen könnte: ‚Im Rahmen einer solchen Diskussion nämlich käme man nicht an der Tatsache der Besitzergreifung ehemals deutscher Gebiete vorbei. Man müsste dann auch eingetretene Personenschäden sowie materielle Schäden berücksichtigen.‘ Im Ergebnis würde es ‚dann zu einer gefährlichen Diskussion kommen‘“.

So sah es 1972 der damalige Außenminister Walter Scheel.

Was aber nur selten diskutiert wird, ist die noch nicht erfolgte Reparationsleitung seitens Polens an Deutschland für die Heimatvertriebenen, bei dem es zu etlichen Millionen Todesopfern kam. Sie müsste im Zweifelsfall mit deutschen Reparationsleitungen an Polen verrechnet werden (Geheimnis gelüftet: Vereinte Nationen stufen Deutschland als „Feindstaat“ ein (Videos)).

Doch die Implikationen gehen noch weiter: In dem umstrittenen „Vertrag“ von Versailles, der eher einem Diktat gleicht, wurden von Deutschland eine große Zahl von Land- und Bevölkerungsabtretungen, darunter die Provinzen Posen und fast ganz Westpreußen an den neu gegründeten Staat Polen verlangt.

Deutschland unterschrieb, wie ich in meinem Buch: UFOs, Okkultismus und Mysterien – Heute und im Dritten Reich feststelle, dieses Machwerk nur unter Protest, denn England drohte, bei Verweigerung der Unterzeichnung des „Vertrags“ die Blockade der deutschen Häfen für die Einfuhr von Nahrungsmitteln und Rohstoffen nach Deutschland und Österreich-Ungarn wieder aufzunehmen.

Das hätte England tun können, denn das Land hatte trotz des Friedensvertrags seine Seeblockade aus dem Krieg bis 1919 aufrechterhalten und somit den Waffenstillstand bis dahin dauerhaft gebrochen. Außerdem drohte Frankreich damit, Deutschland, das zu dieser Zeit weitgehend entmilitarisiert war, mit Truppen zu besetzen. Angesichts dieser ausweglosen Lage unterschrieb Deutschland am 28. Juni 1919 den Vertrag unter Protest (Neue Weltordnung: Deutschland hat noch immer keinen Friedensvertrag und finanziert US-Truppen im eigenen Land).

Der „Vertrag“ beruhte also auf Druck und Erpressung. Zudem war Deutschland zuvor mittels arglistiger Täuschung in diese Falle gelockt worden. Ein Vertrag, der auf Druck und Erpressung beruht, wird in der Rechtsprechung als sittenwidrig angesehen und ist null und nichtig. Aus diesem Grund stelle ich fest, dass dieser „Vertrag“ nicht rechtens war und es somit auch heute noch ist.

Basierend auf diesen „Vertrag“, in dem Deutschland als Alleinschuldiger bezeichnet wird, wurden Deutschland und seinen Verbündeten exorbitante Reparationsforderungen, die gar nicht zu tragen waren, auferlegt. Der damalige Reichsjustizminister Otto Landsberg von der SPD bezeichnete diesen durch den Versailler Vertrag hergestellten „Frieden“ als einen „langsamen Mord des deutschen Volkes“ (Warum bekommt Deutschland keinen Friedensvertrag und darf keine Verfassung in eigener Souveränität beschliessen).

Somit komme ich zum dem Schluss, das bei endgültigen Friedensverhandlungen, die m. E. dringend geboten wären, nicht die Grenzen von 1990, auch nicht die von 1937, sondern jene von 1871-1914 zugrunde gelegt werden müssen – eben die, die „von der Maas bis an die Memel“ reichten, wie es so schön in der ersten Strophe des Deutschlandlieds heißt…

Verweise:

https://www.wsws.org/de/articles/2017/09/14/pole-s14.html

https://www.gregorschoellgen.de/media/archive1/artikel/Gregor_Schoellgen-FAS-Gefaehrliche_Diskussion.pdf

Roland M. Horn: UFOs, Okkultismus und Mysterien – Heute und im Dritten Reich. Nibe Verlag, Alsdorf 2017

“Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die in Klammern eingefügten Links und die eingeblendeten Bilder nicht zu meinem Artikel gehören, sondern vom Betreiber dieses Blogs hinzugefügt wurden.” (Roland M. Horn)

Literatur:

Durch globales Chaos in die Neue Weltordnung

Geboren in die Lüge: Unternehmen Weltverschwörung

Die Eroberung Europas durch die USA: Eine Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung Eine Strategie der Destabilisierung, … und komplett überarbeitete Neuausgabe

Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde?

Videos:

Quellen: PublicDomain/Roland Horn für PRAVDA TV am 14.03.2019

About aikos2309

4 comments on “Von der Maas bis an die Memel: Steht die deutsche Ostgrenze wieder in Frage? (Videos)

  1. Genscher am 17.07.1990 in Paris : die Grenze an der Oder wird vorläufig akzeptiert…..Dem polnischen Außenminister fiel vor Schreck der Löffel in die Suppe …. so ähnlich ist der Text im Protokoll abgelegt !

  2. Man kann Unrecht niemals zu Recht erklären.Es wird Gerechtigkeit geben.Ein Urteil wird die Zukunft fällen.Es ging immer um die Vernichtung Deutschlands,um Macht und Geld.

  3. Zitiert aus https://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/die-vergessenen-opfer.html

    Das nach dem Ersten Weltkrieg wieder gegründete Polen war von Anfang an ein Vielvölkerstaat. Die erste amtliche Volkszählung 1921 ergab etwa 69 Prozent Polen. Etwa 19 Prozent waren Ukrainer, fast acht Prozent Juden (die in Polen als Volksgruppe galten), und etwa 3,3 bis 3,9 Prozent – hier stritten sich deutsche Volksgruppe und polnische Regierung – waren Deutsche, das waren etwa 1,06 bis 1,4 Millionen Menschen. Ende 1918 hatten sogar ausweislich der letzten Vorkriegs-Volkszählung noch 2,4 Millionen Deutsche in den Gebieten gelebt, die 1919 zu Polen kommen sollten.

    Dieser verhältnismäßig große Prozentsatz war kein Wunder, gehörten doch weite Teile früher zu Deutschland wie etwa Posen, Westpreußen und das östliche Oberschlesien. Es gelang der polnischen Mehrheit, im Laufe der Jahre mindestens etwa 800000 Deutsche aus Polen hinauszudrängen („entdeutschen“ nannten die polnischen Wortführer die dabei angewendeten Methoden). Aber auch über eine halbe Million Juden wichen vor polnischen Diskriminierungen aus und emigrierten. Obwohl sich Polen gegenüber der Versailler Friedenskonferenz verpflichtet hatte, seine nationalen Minderheiten zu schützen und ihnen kulturelle Autonomie zu gewähren, verfolgten die polnischen Regierungen eine Minderheitenpolitik nach der Devise, Polen müsse „so rein werden wie ein Glas Wasser“ („Polska musi byc czysta jak szklanka wody!“). So wurden Minderheitenschulen geschlossen, Geschäftsleute boykottiert, Kirchengemeinden, sofern sie nicht römisch-katholisch waren (die der deutschen Volksgruppe waren ganz überwiegend evangelisch), schi­kaniert. Als dann die politische Lage zwischen Deutschland und Polen immer angespannter wurde, wuchs der polnische Druck auf die deutsche Volksgruppe immer mehr. Im Sommer 1939 flohen die Deutschen in Massen aus ihrer Heimat nach Deutschland oder in die Freie Stadt Danzig; dort befanden sich Ende August Flüchtlingslager mit etwa 77000 Volksdeutschen aus Polen.

  4. Die polnische Regierung sollte nicht so auf die Kacke hauen, das kann für die zum Bumerang werden !
    Wer hat denn den 2.Wk provoziert ?
    Wer wollte denn vor dem 2.Wk Deutschland angreifen ?
    Wer hat sich den verarschen lassen von Churchill und wurde im Stich gelassen ?

    Die damalige polnische ReGierung !!!
    Es ist alles geschichtlich Nachweisbar !

    Ich komme mit den Polen gut aus, habe selbst Polen als Freunde und es gibt keine Diverenzen.
    Es ist immer das Politpack und Religionspack was die Menschen spaltet !

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