
Die Sichtungen unbekannter Flugobjekte scheinen in diesem Jahr wieder zuzunehmen. Entsprechende Berichte liegen aus der ganzen Welt vor. Was hinter diesen Objekte steckt, ist bis heute ein Geheimnis geblieben. Was man mit Sicherheit sagen kann, ist, dass 99 Prozent der gesichteten UFOs von der Erde stammen. Von Frank Schwede
Kürzlich bekam UFO-Fotograf Michael Müller eine faszinierende Aufnahme zugespielt, die zwei zylindrische Objekte vor der Kulisse eines Zeppelins über Hagenau am Bodensee zeigt. Müller nahm die Aufnahme unter die Lupe und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis.
„Ich vergrößerte die zwei unbekannten zylindrischen Objekte. Deutlich erkennt man die phasenverschobenen Umrisse.“, schreibt Müller, was zumindest beweist, dass die Objekte tatsächlich authentisch sind.
Allerdings kann man aufgrund der Entfernung nicht mit eindeutiger Sicherheit sagen, um was es sich da genau handelt.
Über zylindrische Objekte wurde schon oft und auch viel berichtet. Die mit Abstand berühmteste Sichtung einer Zigarre ist die der beiden Piloten Chiles und Whitted vom 23. Juli 1948.
Um 20.30 Uhr starteten die beiden Piloten mit einer DC 3 der Eastern Airlines im texanischen Houston mit Ziel Boston. In den frühen Morgenstunden gegen 2.45 Uhr sahen sie in der Nähe von Montgomery im US Bundesstaat Alabama etwas, das wie eine Rakete aussah und geradewegs auf sie zuhielt.
Chiles berichtete:
„Es raste mit einer unglaublichen Geschwindigkeit auf uns zu. Wir zogen nach links, und es flog etwa 2,5 Kilometer rechter Hand an uns vorbei. Das Objekt war zigarrenförmig, sah metallisch aus, hatte eine Länge von ungefähr dreißig Metern und den doppelten Umfang einer Dakota. Flügel hatte es keine, dafür aber zwei Reihen von Bullaugen, die wie von einem Magnesiumlicht grell erleuchtet waren.“
Am Bug will Chiles eine Antenne erkannt haben, hinten ein Feuerschweif von über zehn Meter Länge. Als das unbekannte Objekt der DC 3 nahe gekommen war, zog es hoch, anstelle der Heckflamme war ein seltsames Bündel von Strahlen zu sehen. Dann schoss das Objekt im rechten Winkel nach oben und verschwand außer Sichtweite. (Vor 65 Jahren war Südeuropa UFO Hotspot – „kubanische Zigarren“ am Himmel und es regnete Engelshaar)

Viele Zigarren über Europa der 30er Jahre
Spätere Nachforschungen haben ergeben, dass dasselbe oder ein ähnliches Objekt kurz zuvor auf der Robbins Aviation Base in der Nähe von Marcon im US Bundesstaat Georgia gesichtet worden war. Handelte es sich möglicherweise um einen geheimen Testräger?
Eine weitere „Zigarre“ wurde am 20 April 1949 von Professor Clyde W. Tombaugh, dem Entdecker des Planeten Pluto gesichtet. Tombaugh sah sechs bis acht hell erleuchtete Rechtecke, die er für die Fenster eines dunklen, zylinderförmigen Objekts hielt. Tombaugh sagte:
„Ich habe den Nachthimmel viele tausend Stunden beobachtet, aber so etwas Seltsames habe ich nie gesehen.“
Zigarrenförmige UFOs wurden über Europa schon in den 1930er Jahren gesichtet und als Geisterraketen bezeichnet. Im Januar 1934 gingen in Skandinavien bis zu vierzig Meldungen pro Tag ein.
Im Laufe der Zeit kam es auch im Süden Europas zu ähnlichen Beobachtungen. Im Sommer 1946 gab es über ganz Europa zu rund tausend Sichtungen zigarrenförmiger Objekte.
Am 18. Juni 1979 hatte der italienische Luftwaffen-Offizier Giancarlo Cecconi in den Mittagsstunden eine Begegnung mit einem zigarrenförmigen Flugobjekt. Cecconi befand sich in einer Fiat G 91 auf dem Rückweg von einer Foto-Aufklärungsmission über den Apenninen, als ihn ein Funkspruch vom Kontrollturm der Luftwaffenbasis Sant´Angelo di Treviso erreichte.

Die Flugaufsicht hatte ein unbekanntes Objekt auf dem Radarschirm, man bat Cecconi, mal nach dem Rechten zu sehen. Der Offizier ließ sich in den Luftraum von Quinto lotsen und sah bald darauf einen seltsamen, länglich-schwarzen Punkt direkt über den Militärflughafen.

(Foto der Cecconi-Zigarre)
Das Objekt war bläulich, zigarrenförmig, etwa acht Meter lang und drei Meter breit. Die Oberseite war abgeflacht, in der Mitte befand sich eine kleine, weiße, durchsichtige Kuppel, die einem großen Wassertropfen ähnlich sah.
In achtzig Meter Entfernung umkreiste Cecconi das bewegungslos schwebende Objekt und schoss mit seiner Bordkamera einige Aufnahmen. Erst Jahre später äußerte sich das italienische Verteidigungsministerium zu dem Vorfall und gab an, dass es sich bei dem zylindrischen Objekt lediglich um eine Art schwarze Plastiktüte gehandelt habe, möglicherweise ein länglicher Heliumballon an einer Schnur.

Interessant ist auch die Sichtung eines gewissen John Baglio aus dem US Bundesstaat Massachusetts vom 6. Januar 2020. Baglio befand sich mit seinem Sohn auf dem Highway zwischen Malden und Boston, als ihn sein Sohn auf ein seltsames, röhrenförmiges Objekt am stahlblauen Himmel aufmerksam machte.
Das Objekt bewegte sich zwischen zwei Chemtrails hindurch und war durchsichtig wie Glas. Baglio hielt an und filmte den geheimnisvollen Flugkörper. Gegenüber Daily Star Online sagt er später, dass er bis heute nicht wüsste, was das war.

Auf seinen Film erhielt Baglio viele Kommentare. Einige Kommentatoren meinten, dass es sich um eine neuartige Drohne handeln könne und dass es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen dem Objekt und den Chemtrails gebe.
Das vermutet auch ein namentlich unbekannter UFO-Forscher. Er schrieb: „Was ich weiß, ist, dass das Objekt zylinderförmig und 60 Meter lang ist und dass dieser Typ seit vielen Jahren unter anderem in England, Mexiko und weiten Teilen der Vereinigten Staaten beobachtet wird.“
Weiter schrieb der UFO Forscher, dass Augenzeugen gesehen hätten, dass oft auch Kugeln und scheibenförmige Objekte aus der Röhre herausgekommen. Die Kugeln werden laut Aussage des Experten sehr häufig in der Nähe von Chemtrails gesichtet und sie wurden auch schon dabei beobachtet, wie sie Proben der Substanz entnommen haben.

Die Nazis und das Geheimnis der UFOs
Michael Müller vermutet hinter den zigarrenförmigen Objekten ein sogenanntes Andromeda-Gerät aus reichsdeutscher Produktion. Der Mythos der Reichsflugscheibe ist ein gerne und vor allem viel- und kontroversdiskutiertes Thema, bisher allerdings ohne greifbare Ergebnisse.
Nachdem die V 1 und V 2 Raketen der Nationalsozialisten zahlreiche britische Städte, darunter auch London, verwüstet hatten, machten sich Experten bald darauf ernsthaft Gedanken, ob die Nazis möglicherweise noch andere Wunderwaffen in petto hatten.
Eines der Projekte der Nazis soll ein scheibenförmiges Luftfahrzeug gewesen sein, das 1945 seinen ersten Testflug absolviert hatte und nach Meinung von Beobachtern eindrucksvolle Leistungen vollbrachte.
Vielfach wird die Vermutung geäußert, dass die Arbeiten an dem Fluggeräte nach Ende des Zweiten Weltkriegs fortgesetzt wurden und dass einige der in den ersten Nachkriegsjahren gesichteten UFOs auf dessen Konto gehen.
Nehmen wir mal an, dass es sich wirklich so war, dass ein Großteil der Geheimprojekte des Raumzeitalters auf Basis von Arbeiten deutscher Wissenschaftler in den USA entwickelt und in den Wüstengebieten von Arizona, New Mexiko und Nevada testgeflogen wurden, wäre das eine durchaus plausible Erklärung, warum ausgerechnet dort viele dieser Objekte gesichtet und nachgewiesenermaßen abgestürzt sind. Der prominenteste Zwischenfall könnte also durchaus Roswell sein. (Verschollene Zeitung über den UFO-Roswell-Zwischenfall wieder aufgetaucht)
Dass in den ersten Jahren nach Kriegsende scheibenförmige Fluggeräte getestet wurden, ist ebenfalls sicher. Das beweist unter anderem ein 1994 freigegebenes Geheimdokument, aus dem bekannt wurde, dass auf dem US Luftwaffenstützpunkt Wright Patterson ab Oktober 1947 sogenannte fliegende Untertassen getestet wurden, allerdings mit dem Ergebnis, dass die Tests aufgrund mangelnder Flugfähigkeit bald darauf abgebrochen wurden.
Dass die Nazis tatsächlich herausragende Technologie entwickelt haben, hat die Horten 229 der Brüder Walter und Reimar Horten. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Jet sogar dazu in der Lage war, Radarstrahlen zu absorbieren.
Das gibt Grund zu der Annahme, dass weitere technische Errungenschaften von deutschen Wissenschaftlern unter der Hakenkreuzfahne entwickelt wurden, die bis heute strengster Geheimhaltung unterliegen – möglicherweise auch die Reichsflugscheibe.
Nichts als krude Thorien?
Viele der im Internet kursierenden Geschichten dürften aber wohl dem 2012 veröffentlichten Science Fiction-Film „Iron Sky“ des finnischen Regisseurs Timo Vuorensola zu Grunde liegen.
„Iron Sky“ zeigt, wie hochrangige Nazis 1945 mit Hilfe einer sogenannten Reichsflugscheibe zum Mond fliehen, um von dort die Eroberung der Erde zu planen. Wie viel Wahrheit und Dichtung in dem Kinostreifen steckt, lässt sich aufgrund fehlender seriöser Informationen nur schwer beurteilen.
Die vielen handgezeichneten Konstruktionsskizzen und teils unscharfen Schwarzweißfotos, die im Internet kursieren, sind leider kein eindeutiger Beweis für die Existenz der Reichsflugscheibe, weil deren Echtheit bis heute nicht belegt worden sind.
Leider wird das Thema gerne der rechtextremen Szene zugeordnete, was eine sachliche Diskussion nahezu unmöglich macht. Möglicherweise geschieht das bewusst, um das Thema ad absurdum zu führen.

Interessant ist diesen Zusammenhang, dass sich der Modellhersteller Revell im Jahr 2018 nach heftigen Protesten dazu genötigt sah, sein Produkt „Haunebu 2“ aus dem Sortiment zu nehmen.
Der Kinderschutzbund und das Militärhistorische Museum Dresden hatten zuvor Kritik an dem Modellbausatz geäußert, man warf dem Unternehmen unter anderem die Verherrlichung von Krieg und Nationalsozialismus vor, was wundert, weil der Hersteller schließlich auch anderes militärisches Gerät aus dem Driiten Reich im Programm hat. Warum also wurde ausgerechnet die Haunebu II zum Stein des Anstoßes?
Im Produkttext hieß es zunächst: „1934 begannen die Arbeiten an den Rundflugzeugen. Ihr Antrieb und die Neutralisierung der Fliehkräfte im Innenraum erfolgten über Vril-Energiefelder. Flugfähige Exemplare der bis zu sechstausend Kilometer schnellen Haunebu II starteten Mitte 1943, kamen aber kriegsbedingt nicht über die Erprobungsphase hinaus.“
Nachdem der Hersteller die Produktbeschreibung geändert hat, brachte er das Modell ein Jahr später in identischer Verpackung wieder auf den Markt.
Sicherlich steckt mehr dahinter, als die Öffentlichkeit erfahren darf.
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Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 07.11.2022
