Niederlage für Monsanto & Co.: Mehrheit der EU-Staaten verbietet Genmais

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Wer will schon genverändertes Saatgut auf den Feldern? Agrarkonzerne wie Monsanto, Syngenta und Pinoeer.

Die Mehrheit der EU-Staaten widersetzt sich der Freigabe von Genmais durch die EU-Kommission. Dies ist eine empfindliche Niederlage für die Gentechnik-Lobby in Brüssel.

19 EU-Mitgliedsstaaten wollen den Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen ganz oder teilweise verbieten. Die EU-Kommission habe dazu entsprechende Anträge erhalten, wie sie am Sonntag mitteilte. Betroffen ist in erster Linie die Monsanto-Maissorte MON 810. Der Anbau ist in der EU grundsätzlich erlaubt und in Spanien auch üblich. Auch in Portugal, Tschechien, Rumänien und der Slowakei wird er ausgebracht. Ein Gesetz räumt den einzelnen Staaten jedoch eine Ausweichklausel ein. Ein Kommissionssprecher sagte, bis zum Ablauf einer Frist am Samstag seien 19 Anträge eingegangen.

Dies ist eine Schlappe für die Monsanto-Lobbyisten in Brüssel, die in der EU-Stadt über veritable Einflussmöglichkeiten verfügt.

Zuletzt hatte eine WHO-Studie für Aufsehen gesorgt, weil sie nicht ausschließen konnte, dass das Monsanto-Pestizid Roundup krebserregende Stoffe enthält.

Eigentlich entscheidet die EU über Anbaugenehmigungen, die für jede gentechnisch veränderte Sorte gestellt werden müssen. Seit März können die Mitgliedsstaaten jedoch ein nationales Verbot erlassen. In Deutschland ist der Anbau von Genmais verboten.

Neue Anträge von Monanto, Syngenta und Co.

Diese Gelegenheit hat Deutschland vergangene Woche genutzt und acht Anbauverbote für verschiedene gentechnisch veränderte Maislinien angemeldet, die derzeit der EU-Kommission zur Zulassung vorliegen.

Im Schreiben von Bundesagrarminister Christian Schmid heißt es: „Der Anbau des gentechnisch veränderten Maises ist unvereinbar mit der in Deutschland üblichen Ackernutzung.“ Es sei mit negativen Folgen für den konventionellen und ökologischen Maisanbau zu rechnen. Vermutlich ist das der erste Schritt eines nationalen Anbauverbots.

Die EU-Kommission muss nun Deutschlands Antrag für ein Anbauverbot an die Genmais- Hersteller weiterleiten. Die Unternehmen – Monsanto, Dupont Pioneer, Dow Agroscience aus den USA und Syngenta aus der Schweiz – werden aufgefordert, Deutschland in ihren Zulassungsanträgen auszulassen. Tun die Konzerne das nicht, würde Deutschland ein Anbauverbot erlassen.

Insgesamt 19 der 28 EU-Mitgliedstaaten haben ihre Verbotsanträge bei der EU-Kommission bis zum Stichtag am vergangenem Samstag eingereicht. Darunter sind Frankreich, Griechenland, Italien, die Niederlande, Österreich und Polen.
Das ist ein deutliches Signal gegen den Anbau von genetisch manipulierten Pflanzen.

Gentechnisch veränderte Organismen produzieren etwa Gifte gegen Schädlinge oder sind gegen bestimmte Unkrautvernichtungsmittel resistent. Die Befürworter verweisen auf gesteigerte Erträge. Kritiker sehen ungeklärte gesundheitliche Risiken und Gefahren für die Pflanzenvielfalt.

Literatur:

Meine eigene Samengärtnerei von Constanze von Eschbach

Saat der Zerstörung. Die dunkle Seite der Gen-Manipulation von F William Engdahl

Mit Gift und Genen: Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert von Marie-Monique Robin

Tödliche Ernte: Wie uns das Agrar- und Lebensmittelkartell vergiftet von Richard Rickelmann

Quellen: news.utopia.de/Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten vom 05.10.2015

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6 comments on “Niederlage für Monsanto & Co.: Mehrheit der EU-Staaten verbietet Genmais

  1. Ehrlich gesagt: Die sollen ihren Scheiss behalten!
    Soll ich jetzt noch von Gemüse krank werden?
    Wann werden die Menschen eigentlich mal vernünftig?
    Überall Krieg und Ausbeutung!
    Wir wollen das nicht!
    Wir wollen keine Kriege, keine Völkerwanderungen die und durch die NWO augezwungen wird und wir wollen vernünftige Lebensmittel!

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