Die Schnauze voll von Europa – ein afrikanischer Migrant lieber wieder barfuß am Nil

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Dem Versprechen der Schlepper und dem Lockruf der DDR-Physikerin Angela Merkel folgend, hat sich vor Kurzem eine Millionenschaft an Migranten auf den Weg gemacht, um das gelobte Land Europa zu erreichen. Die Gründe für die Ausreise sind vielfältig: Krieg, Armut, Hunger (derzeit hungern weltweit fast 800 Millionen Menschen, hätten also einen guten Grund, um auszuwandern – siehe wfp) oder eben einfach die Aussicht auf ein besseres Leben in Glück und Wohlstand, das ihnen in ihrem Heimatland unerreichbar erscheint. Laut Asylrichter Peter Vonnahme (siehe Essay in Telepolis) war die Migrationswelle, die wir diesen Herbst erlebt haben, nur die Vorhut, viele Millionen Menschen stünden bereit, um dieser Vorhut zu folgen (Anm. d. Red.: Bild – Der Nil aus dem Weltall photographiert, Nasa).

Nach dem ungebrochenen Andrang an syrischen, afghanischen und irakischen Flüchtlingen wird nun ein Ansturm afrikanischer Migranten erwartet. So wie ein afrikanischer Bürgermeister im Doku-Klassiker „Let’s make money“ sagt: „Wenn ihr weiter fortfährt, uns auszubeuten, dann könnt ihr ruhig 10 Meter hohe Zäune bauen, wir werden trotzdem nach Europa kommen.“ Der renommierte Historiker Hugo Portisch appelliert daher: „Wer Europa retten will, muss Afrika retten“ (siehe DerStandard).

Grund genug für den Parkwaechter, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. Entgegen den Reisewarnungen des Außenministeriums bin ich also letzte Woche nach Afrika gereist. Neben vielen Menschen, die es beim besten Willen nicht glauben konnten, als ich ihnen von den Problemen erzählte, mit denen ein Europäer heute zu tun hat (bei meinen Gesprächspartnern herrschte dank Medienberieslung und Werbung die felsenfeste Überzeugung, dass Europa und insbesondere Deutschland ein reines Schlaraffenland sei), so traf ich auch einen Migranten, der das Alltagsleben in diesem Schlaraffenland bereits am eigenen Leibe erfahren hat und den daher nach eigener Bekundung keine vier Stiere wieder zurück nach Europa bringen (Neue Statistiktricks wegen Flüchtlingen – deutsche Propaganda auf afghanischen Straßen (Videos)).

Seine Lebensgeschichte ist alles andere als gewöhnlich: Als barfüßiger Fährmann auf dem Nil gelang es ihm, sich eine französische Touristin anzulachen. Ohne lange nachzudenken, packte er diese einmalige Gelegenheit beim Schopf und ritt mit der Französin auf einem geflügelten Blechschwan in ein neues Leben direkt im Herzen Europas.

Dass die Französin beim Anblick des äußerlich armen Fährmanns schwach wurde, wundert mich überhaupt nicht. Hadid ist ein unglaublich herzlicher, charmanter und charakterstarker Mann. Während er seine Lebensgeschichte erzählt, blitzt auf seinem sonnengegerbten Gesicht immer wieder ein ehrliches, strahlendes Lächeln auf, wie man es unter der männlichen Spezies in unseren europäischen Wohlschandsmetropolen, in denen laut WHO-Prognose Depression/Burnout in den nächsten 15 Jahren zur Volkskrankheit Nr.1 aufsteigen wird (siehe Ärztezeitung), selten sieht. Dass eine europäische Frau einen solch unverdorbenen, echten Mann attraktiver findet als die gewohnten nerdigen Smartphone-Workaholics, die sich über ihr Aftershave, ihren SUV und ihr Bankkonto definieren, war für mich durchaus nachvollziehbar.

Als ich Hadids Erzählung lauschte, war ich jedoch zwischendurch verwirrt. Denn immer wieder erzählte er in seinem gebrochenen Englisch, wie unglaublich „strong“ das Leben in Frankreich gewesen sei. Mit langgezogenem „o“ erklärte er, dass er sich niemals hätte vorstellen können „that life in Europe is sooo strong“. – Zunächst übersetzte ich dieses „sooo strong“ mit „affengeil“ oder „voll super“. Da Hadid jedoch jedes Mal, wenn er diese Phrase gebrauchte, die Hand zur Faust ballte und das zuvor noch heitere Gesicht grimmig verzerrte, fragte ich dann doch nach, was er denn mit „so strong“ meinte.

So stellte es sich heraus, dass er eigentlich „so hard“ meinte. Und er schilderte kopfschüttelnd, wie stressig, unsozial, sinnentleert und daher menschenunwürdig er das Alltagsleben in Europa erlebt hat. Da er ein hochintelligenter Mensch ist (weniger intelligente Menschen kommen da oft erst nach Jahrzehnten oder am Sterbebett drauf) , durchschaute er das Wohlschandsleben, nach dem er sich bisher so gesehnt hatte, sehr schnell als ein Leben des äußeren Scheins, das außer zu geistigem Tod letztlich zu gar nichts führt (Gesellschaft: Hurra, wir verblöden!).

Unseren durchspaßten, aber eigentlich vollkommen unlustigen Lifestyle, der in Wirklichkeit kaum noch ein europäischer, sondern weitgehend ein amerikanischer ist, wollte er jedenfalls nicht bis zum bitteren Ende zelebrieren, obwohl er als Hahn im Korb alle Möglichkeiten des Luxus gehabt hätte. Während ihn also seine daheimgebliebenen Freunde um sein neues Leben in Europa beneideten, wurde er selbst von Tag zu Tag unglücklicher, seine sonnenhafte Heiterkeit verblasste. Dass er es trotzdem ganze fünf Jahre lang in Europa ausgehalten hat, war nur dem Umstand geschuldet, dass er mit seiner französischen Frau zwei Kinder zur Welt brachte, die er sehr liebte.

Nachdem der vormals vollsonnige Hadid schließlich kurz vor dem inneren Erfrierungstod stand, zog er die Notbremse. Er zog sich das Sakko und die glänzenden Lackschuhe wieder aus und kehrte zurück zu seinen Brüdern an den Nil, wo er nun wieder barfuß und im braunen Kaftankittel eine Holzlanze in den Schlamm drückt, um mit seinem Faluka-Segelboot Touristen ans andere Ufer zu bringen.

Wenn man ihn so betrachtet, merkt man ihm durchaus an, dass er nicht ganz ungeschoren vom gelobten Land Europa zurückgekommen ist. Sein an sich heiterer Blick kann ernst werden, auch sein zuvor schwarzes Haar ist seit seinem Europa-Aufenthalt angegraut. Und trotzdem fühlt er sich wieder pudelwohl, seit er die Last von Kommerz, Technokratie und Wohlschand abgelegt hat und wieder barfuß am Nil arbeitet. Er liebe sein Heimatland, den Nil, erzählt er -die ihm vertrauten Brüder und Schwestern, die Ibis-Vögel und Kühe, die am Ufer nach Futter stöbern, die Sonne, die ihm Kraft gebe (im Nildelta gibt es maximal einen Regentag pro Jahr), vor allem aber die menschliche Wärme bzw. das herzliche soziale Miteinander bei Tee und Fladenbrot und die Muße, mit der diese Alltagskultur hier zelebriert wird.

Er wolle nicht mehr tauschen, obwohl das Fährmannsgeschäft derzeit schlecht ist. In den letzten sieben Monaten hatte er an dem Hotelkai, an dem er ankert, ganze zwei Aufträge – er erzählt, dass zwar eine Menge europäischer Touristen vorbeikämen, aber diese neuerdings Angst hätten, mit einem dunkelhäutigen Moslem in ein Boot zu steigen. Er nähme das allerdings nicht persönlich und auch nicht tragisch, denn er und seine Brüder hielten zusammen und helfen sich gegenseitig. Wenn bei einem das Geschäft schlechter geht, wird er trotzdem von den anderen Mitgliedern der Familie miterhalten, sodass niemand Hunger leiden muss oder obdachlos ist. Hadid hatte Glück, er wurde nach seiner Rückkehr aus Europa von einem intakten Familiennetzwerk aufgefangen und reintegriert.

Millionen andere Migranten, die nach Europa gezogen sind oder sich gerade auf den Weg machen, haben diese Möglichkeit nicht, obwohl sie demnächst vermutlich ähnliche Erfahrungen mit unserer Kultur machen werden wie Hadid – wie ich aus meinem eigenen Bekanntenkreis von Migranten erzählt bekomme, haben die meisten von ihnen alles Hab und Gut verkauft, um die für die Schleppung nach Europa notwendigen ca. 10.000 Dollar zu lukrieren. Eine Rückkehr in ihr Heimatland kommt für sie nicht in Frage, da sie dort buchstäblich vor dem Nichts stünden (Geplante Migrationsflut: Was die Dunkelmächte mit uns wirklich vorhaben!).

Nach meiner Afrika-Reise bin ich jedenfalls zur Überzeugung gekommen, dass die neuen Menschen, die derzeit zu uns strömen, auch eine große Chance für uns sind. Wir brauchen Menschen vom Format eines Hadid, denn wie es scheint, schaffen wir selbst es nicht mehr, uns aus eigener Kraft aus der tödlichen Umklammerung des Kommerz-/Technik-/Unterhaltungswahns zu befreien, der uns in den Grand Canyon zu ziehen droht. So wie ein Frosch es nicht mehr aus dem heiß gewordenen Wasser eines Kochtopfes herausschafft, nachdem die Temperatur des Wassers, in dem er sitzt, stufenweise, also unmerkbar angehoben wurde und nun kurz vorm Siedepunkt steht. Ein neuer Frosch, den man in diesen heißen Topf hineinwirft, wird sofort „Au!“ schreien und wieder hochspringen. Wenn viele Frösche gemeinsam gegen den Deckel springen, können sie diesen Deckel wegreißen und eventuell auch die anderen, fast schon matsch gekochten Frösche befreien.

In den nächsten Jahren werden also viele Migranten das Hadid-Erlebnis haben und unseren PolitikerInnnen und Denkpanzer-Generälen entgegenschreien: „Seid ihr komplett wahnsinnig?! Wenn ihr so weitermacht, bringt ihr uns alle und die Umwelt um!“

Damit das stattfindet, wäre es wichtig, dass wir den Migranten nicht nur eine AusBildung, sondern vor allem echte Bildung geben. Also ihnen nicht bloß Excel und Powerpoint füttern, sondern sie auf profunde Weise mit der europäischen Kultur und Philosophie, die wir in Politik und Pädagogik bei Nacht über Bord geworfen haben, vertraut machen.

Nachdem heute auf deutschen Schulhöfen das Wort „Goethe“ laut Bericht im Focus zu einem der übelsten Schimpfwörter unter Jugendlichen geworden ist, diese aber im Gegenzug die Texte von Bushido und den Pornorappern im Schlaf aufsagen können, braucht es eben eine neue Generation, die uns aus unserem Dussel reißt und den Goethe neu aus der Taufe hebt. Gibt man herzhaften und natürlichen Menschen vom Format eines Hadid auch nur eine Prise Goethe mit auf den Weg, dann werden diese den hierzulande bereits unerträglichen Neoliberalismus/Technokratismus/Mammonismus aus den Angeln heben und uns damit vor einer drohenden Katastrophe bewahren (Fünf Wege auf denen wir immer dümmer werden (Videos)).

Allerdings ist das Ganze ein Wettlauf mit der Zeit. Wir haben nämlich nur die erste Generation der Migranten zur Verfügung, um das zu schaffen. Diese sind menschlich noch weitgehend intakt, da sie zumeist einfachen, archaischen Verhältnissen entstammen, wo ihnen nicht sogleich nach der Geburt ein Tablet-PC vor den Kopf geschnallt und ein Smartphone zwischen die Beine geschoben wurde. Das gnadenlose Stakatto der UNTERhaltungselektronik hatte also nicht die Möglichkeit, sie menschlich kahlzuscheren. Zwar sind ihre Häuser vielfach durch US Bombenhagel zerstört worden, aber der mediale Bombenhagel auf ihr Inneres ist ihnen zumindest in ihrer frühen Kindheit erspart geblieben. Sie besitzen also noch kein dissoziiertes, sondern ein weitgehend intaktes vegetatives und Zentral-Nervensystem.

Wenn es jedoch nicht gelingt, dieser ersten Generation die entsprechende Bildung bzw. die notwendige Prise an „Goethe“ beizubringen, sondern man sie nur zu technokratiegläubigen Tretmühleneseln des Kommerz erzieht, dann wäre der Zug abgefahren. Denn das erste, was die zum Wohlstand gekommenen Migranten tun würden (müssen), wäre es, ihren Kindern im Gitterbett ein Tablet-PC vor den Kopf zu schnallen und ein Smartphone zwischen die Beine zu schieben. Mit dieser zweiten Generation stünden wir dann vor der gleichen Situation wie jetzt, allerdings mit zusätzlichem Sprengpotential.

Denn aus der Migrationsforschung weiß man, dass von der ersten Generation an Einwanderern noch praktisch keine extremistischen Taten zu befürchten sind, selbst wenn diese große Vorbehalte zur Kultur des Gastgeberlandes verspüren. Die mitgebrachte kulturelle Substanz reicht scheinbar noch aus, um Enttäuschung und Wut zu kompensieren. Gelingt es allerdings nicht, deren Kindern zu vermitteln, dass das Leben in der Gesellschaft, in der sie aufwachsen, sinnvoll sei, dann würden sie lt. empirischer Studien zerstörerische Tendenzen entwickeln und sich radikalisieren.

Aber lassen wir dieses Negativ-Szenario wieder beiseite und konzentrieren wir uns auf die große Chance, die wir nun haben. Denn wie viele schon gemerkt haben, können wir uns gegen die gegenwärtige Europapolitik unserer Murkselpolitiker sowieso nicht wehren, egal wie wahnwitzig diese ist. Man kann für oder gegen Migration sein, aber in Wirklichkeit ist es vollkommen egal, Merkel und ihre transatlantischen Berater von Boston-Consulting & Co. ziehen sowieso ihr Ding durch. Der Zuzug von Millionen Migranten (laut ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn 32 Millionen – siehe Zeit), die Deutschland aufgrund streng-wissenschaftlicher und daher unwiderlegbarer demografischer Berechnungen benötige, ist beschlossene Sache. Ebenso wie die Absenkung bzw. Abschaffung des Mindestlohns beschlossene Sache ist (siehe WirtschaftsWoche) sowie eine weitere Anhebung bzw. Abschaffung des Rentenantrittsalters (H.W. Sinn: „Wir müssen länger arbeiten und nicht weniger lange. Die Rente mit 67 ist ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Ich würde aber noch weitergehen und das gesetzliche Rentenalter ganz abschaffen“ – siehe FAZ).

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Diese Machenschaften sind auf Schiene und rollen. Indem wir aber jetzt den neu ankommenden Migranten und ihren Kindern die richtige (Charakter-)Bildung bzw. besagte Prise „Goethe“ geben, können wir die mit ökonomischen und machtpolitischen Hintergedanken akkordierte Migration zu einem Bumerang für Merkel & Co. machen. Die neue Generation würde dann den Murkselpolitikern so richtig einheizen. Sie würde den neoliberalen/mammonistischen Wahnsinn, der uns zur Normalität erklärt wurde, nicht mehr tolerieren sondern wieder zum Teufel zurückschicken.

In diesem Sinne möchte ich an alle appellieren, die durchaus verständliche Wut über die derzeitigen Verhältnisse nicht an den Migranten auszulassen (leider hat ja die Anzahl an Übergriffen auf Asylheime wieder zugenommen), sondern den Migranten in philosophisch-humanistischer Weise unter die Arme zu greifen, sie mit guten Büchern und Internet-Links zu versorgen, die in Schule und Uni nicht am Lehrplan stehen usw. Denn diese Menschen brauchen nicht nur Essen und Teddybären, sie brauchen auch geistige Nahrung, philosophische Gespräche und Schulungen, persönlichen Zuspruch etc.

Dann werden sie uns Hand in Hand einen großen Dienst erweisen.

(P.S.: Ich hätte gerne ein Foto von Hadid mit seinem milden, strahlenden Lächeln in der Abendsonne am Nil veröffentlicht, aber er möchte nicht, dass womöglich seine Kinder in Frankreich Probleme bekommen, indem er etwas Kritisches über Europa sagt. So kann ich es nur mit freien Worten beschreiben: Würden bei uns mehr solche wachen, sonnigen Gesichter aufrechter Menschen ins Land strahlen, dann müssten die dicken Schneemänner und Schneefrauen, die derzeit an den Schalthebeln der Macht sind, bald schmelzen.)

Literatur:

Wenn das die Deutschen wüssten…: …dann hätten wir morgen eine (R)evolution! von Daniel Prinz

Die Asyl-Industrie von Udo Ulfkotte

Inside IS – 10 Tage im ‚Islamischen Staat‘ von Jürgen Todenhöfer

Mekka Deutschland: Die stille Islamisierung von Udo Ulfkotte

Quellen: PublicDomain/nachrichtenspiegel.de am 08.12.2015

Weitere Artikel:

Neue Statistiktricks wegen Flüchtlingen – deutsche Propaganda auf afghanischen Straßen (Videos)

 

 

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2 comments on “Die Schnauze voll von Europa – ein afrikanischer Migrant lieber wieder barfuß am Nil

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