Seelenwanderung: Fangen wir nach der Geburt wieder da an, wo wir mit dem Tod aufhören?

Hand aufs Herz: Auch mir bereitete die Geschichte am Anfang Gänsehaut. Sie klingt so unheimlich, dass sie eigentlich nicht wahr sein kann. Doch auf den zweiten Blick gibt sie uns tiefe Einblicke in die Struktur unserer Seele, die völlig abgekoppelt von unserem physischen Körper ihr Eigenleben führt.

Die Anruferin klang besorgt. Ihre Stimme stockte und sie war den Tränen nahe. Sie ist 28 Jahre alt, studiert Medizin im dritten Semester und ist das, was man als eine geerdete Person bezeichnen kann. Eine, die mit beiden Beinen auf den Boden der Tatsachen steht und nur an das glaubt, was man auch wissenschaftlich beweisen kann. Von Frank Schwede.

Vor etwa einem Jahr verliebte sie sich auf einer Party in einen etwa zwanzig Jahre älteren Mann, der ihr auf Anhieb gut gefiel. Und auch sie schien Eindruck auf den Mann gemacht zu haben. Sie verabredeten sich bereits für den nächsten Tag, so als könnten sie es beide nicht abwarten, sich wiederzusehen. Die Anruferin berichtete mir weiter, dass sie sich von dem Mann magisch angezogen fühlte. Doch das eigentlich Kuriose war für die Anruferin der große Altersunterschied:

„Niemals konnte ich mir bis zu diesem Tag vorstellen, mich einen zwanzig Jahre älteren Mann zu verlieben. Seltsam war zudem der Ort, an dem wir uns kennenlernten. Die Party. Den ganzen Tag hatte ich tierische Kopfschmerzen. Eigentlich wollte ich früh zu Bett gehen. Doch plötzlich waren die Kopfschmerzen wie weggeblasen und irgendeine unbekannte Macht zog mich geradezu an diesen Ort. Heute weiß ich warum. Es war dieser Mann. Ich sollte ihn dort treffen. Das war eine Vorbestimmung.“

Und so kam es in den folgenden Tagen und Wochen zu weiteren ausgesprochen intensiven Treffen zwischen meiner Anruferin und den Mann. Und schon nach wenigen Wochen entwickelte sich so etwas wie eine innige Liebesbeziehung. Die Anruferin beschrieb die sich rasch entwickelte intime Nähe zu dem Mann als berauschend, ja als Seelenbalsam und doch spürte sie einen unheimlichen schwarzen Schatten, der unsichtbar über diese Beziehung lag.

„Ich fühlte mich noch nie so gut in meinem Leben. Es fühlte sich alles so echt, so warm an. Aber dann waren da plötzlich diese seltsamen Träume. Immer wieder sah ich einen toten Mann am Boden liegen. Er lag unter einer Brücke und starrte mich mit weit aufgerissenen Augen an. Sein Blick war klagend. Ich konnte geradezu sein Schreien hören.“

Meine Anruferin schenkte diesem immer wiederkehrenden Traum zunächst keine sonderliche Bedeutung. Die frisch gewonnene Bekanntschaft gab ihr, wie sie unter Tränen gestand, das, was sie immer gesucht hatte. Wärme und Geborgenheit. Doch bald schon wurde das Glück auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Durch Zufall erfuhr die Anruferin, dass der Mann verheiratet ist und eine fünfzehnjährige Tochter hat (Reinkarnation: Vom Mittelalter bis zur Aufklärung).

„Ich war wie vor dem Kopf gestoßen. Ich dachte, das kann doch nicht sein. Doch dann erwachte die Kämpferin in mir. Ich wusste spätestens von diesem Moment an, dass ich um diesen Mann kämpfen musste. Nur ich wusste noch nicht warum. Ich dachte, warum nur habe ich um die zwei vorherigen Beziehungen nicht gekämpft, so jetzt wie um diese. Ich kämpfte um einen Mann, der verheiratet ist und eine fünfzehnjährige Tochter hat, die doch gerade in diesem Alter ihren Vater so sehr braucht. Ich wusste keine Antwort auf all die vielen Fragen und ich fühlte mich in diesem Moment so abgrundtief schlecht. So schlecht wie noch nie zuvor in meinem Leben. Ich studiere Medizin und bin dazu da Menschen zu helfen und sie nicht zu zerstören. Doch jetzt zerstöre ich gerade das Leben zweier Menschen.“

 

„Ich sah den toten Körper unter der Brücke und seinen klagenden Blick“

Die Anruferin stellte den Mann zur Rede. Dieser erklärte ihr, dass seine Ehe bereits seit einem Jahr so gut wie am Ende sei und nur noch sie die wichtigste Person in seinem Leben sei. Doch in den folgenden Monaten blieb es zunächst bei einer heimlichen Beziehung, die sich aber in der Folge allmählich zu einem Drama entwickelte.

„ich spürte mehr und mehr, dass ich diesem Mann hörig war. Wir waren auf eine geradezu seltsame Weise abhängig voneinander. Wie zwei Magneten, die nicht mehr voneinander lassen können. Ich bekam es plötzlich mit der Angst zu tun, dass mit mir etwas nicht stimmte.“

Für die Anruferin wurde die Beziehung bald zu einer Belastung. Sie spürte, wie sie allmählich ihre Balance verlor, nachts schlecht schlief und am Tage kaum noch belastbar war. Die einfachsten Dinge entwickelten sich für sie zu einer Herausforderung.

„Ich vernachlässigte mich mehr und mehr, begann zu trinken und meine Wohnung wurde zu einer einzigen Müllhalde. Ich hatte mich und mein Leben einfach nicht mehr im Griff und ich wusste nicht warum. Eigentlich hätte ich doch allen Grund gehabt, glücklich zu sein. Ich hatte endlich den Menschen getroffen, der mir etwas bedeutet und dem auch ich etwas bedeute. Doch irgendetwas Schreckliches stand zwischen uns und unserem Glück. Ich glaubte nicht, dass es seine Frau und seine Tochter waren. Andere Männer lassen sich auch wegen einer anderen Frau scheiden. Warum tat dieser Mann das nicht? Langsam begriff ich, dass er nur mit mir spielte. Doch dann wieder zeigte er mir, wie sehr er mich liebt. Von diesem Moment an frug ich mich: kann man an einer Liebe auch zerbrechen?“

Bald darauf beendete die Anruferin die Beziehung zu dem Mann. Doch bereits nach drei Tagen schrieb sie erneut eine SMS. Ihr Inhalt: „Bitte lass uns noch einmal über alles in Ruhe reden.“

„Nachdem ich die Beziehung beendet hatte, ging es mir in der Nacht darauf extrem schlecht. Ich fühlte mich mies und schuldig und hatte wieder diesen schrecklichen Alptraum. Ich sah wieder diesen toten Mann unter der Brücke, seine weit aufgerissenen Augen und diesen klagenden Blick. Ich wachte schweißgebadet auf und konnte nicht wieder einschlafen. Der Traum war so real, die Bilder waren so echt.“

Doch auch der zweite Anlauf scheiterte. Wieder trennte sich die Anruferin von dem Mann und wieder schafften beide die Trennung nicht. Weitere Alpträume machten der Anruferin zu schaffen. Plötzlich fühlte sie sich in der Stadt nicht mehr wohl. Der Mann schien zu ihrem Schatten geworden zu sein, So jedenfalls empfand sie jetzt diese seltsame Beziehung. Eine Beziehung, die eigentlich keine war – obwohl sie nach außen wie nach innen von Liebe und großen Gefühlen geprägt zu sein schien.

„Ich entschloss mich dazu, mich nun endgültig zu trennen und in eine andere Stadt zu ziehen. Bloß weit genug weg an einen anderen Ort. Ich wollte noch einmal ganz von vorne anfangen. Einen Schlussstrich ziehen, unter mein altes Leben. Ich hoffte so sehr, dass mir das gelingen würde. Doch auch an diesem Punkt scheiterte ich kläglich. Die alten Gefühle folgten mir auch in meine neue Wohnung. Ich nahm sie offenbar mit samt dem Gepäck mit. Als ich am ersten Abend in meiner neuen Wohnung zur Ruhe kam und mein Smartphone in den Händen hielt, drückte ich wie von unsichtbarer Hand geführt die Nummer des Mannes. Und alles fing wieder von vorne an.“    

Selbst der Umzug in eine andere Stadt änderte nichts an der Situation der Anruferin. Ihre Seele befand sich offenbar in einem Gefängnis. Sie bewegte sich wie ein Hamster in seinem Rad. In den meisten Fällen ist die Ursache für diese Art Lebenssituationen in einem früheren Leben zu suchen. Auch bei meiner Anruferin schien das der Fall zu sein.

„Eine Kommilitonin, die im Nebenfach Psychologie studiert, riet mir zu einer Hypnose. Anfangs dachte ich: spinnt die, was soll das bringen? Doch dann habe ich mich einmal näher mit dem Thema Wiedergeburt befasst und habe dabei Erstaunliches erfahren. Nämlich dass es möglich ist, dass Schuld und Gefühle der Seele dauerhaft anhaften können. Schuld und Gefühle, die so tief sitzen, dass man sie nicht wieder los wird.“

 

„Er hieß Pierre und wir waren unzertrennlich!“

Bereits schon in der ersten Hypnosesitzung erfuhr meine Anruferin, welche Ursache die seltsame Beziehung zu dem Mann wirklich hatte.

„Es war in den späten 1950er Jahren. Ich lebte damals in einem kleinen Städtchen in der Normandie und hieß Claudine. Ich war gerade mal sechzehn, als ich mich in einen gleichaltrigen Jungen verliebte. Der Junge hieß Pierre.

Er war meine ganz große Liebe. Wir waren unzertrennlich. Er war groß, hatte dunkle Augen und pechschwarzes Haar. Pierre war damals der Schwarm aller Mädchen. Alle mochten ihn, aber nur mir schenkte er sein Herz. Wir hatten eine schöne Zeit und schworen uns ewige Treue.

Bis zu dem Tag, als mein Vater, ein Gendarm an der örtlichen Präfektur, befördert und nach Paris in das Innenministerium versetzt wurde. Es war so schrecklich. Pierre und ich mussten uns trennen. Ich werde nie den Vorabend meiner Abreise vergessen. Pierre machte mir schwere Vorwürfe. Er sagte mir, dass mir diese Trennung einmal sehr leid tun werde. Zwei Wochen später erfuhr ich von einer Freundin, dass sich Pierre aus Liebeskummer von einer Brücke in den Tod stürzte. Die Hypnose brachte noch ein weiteres schreckliches Detail ans Licht. Ich sprang einige Tage nach dieser Nachricht vom Dach eines Pariser Hochhauses, um Pierre in den Tod zu folgen. Wir waren wirklich unzertrennlich.“

Schuld, Sühne und Liebe schienen sich im neuen Leben meiner Anruferin vereint zu haben. Und zugegeben: ganz auszuschließen ist das nicht. Sehr häufig hört man in jüngster Zeit immer wieder von solchen Fällen. Dass sich Menschen in einem zweiten oder gar dritten Leben noch einmal auf recht seltsame Weise wiederbegegnen. Das kann im positiven wie im negativen Sinne geschehen. Ich denke, dass die Art der Wiederbegegnung im Wesentlichen damit zusammenhängt, auf welche Weise man sich getrennt hat. Im Fall meiner Anruferin war es eine eher gewaltsame Trennung.

Claudine und Pierre hingen sehr aneinander und waren eben unzertrennlich bis über den physischen Tod hinaus. Auf seelischer Ebene haben sie sich jedoch niemals voneinander getrennt. Ihre Seelen blieben für immer miteinander verbunden und vereinbarten, sich in einem zweiten Leben wieder zu begegnen, um vielleicht da weiterzumachen, wo das gemeinsame Glück vor mehr als fünfzig Jahren ein tragisches Ende gefunden hat (6 unglaubliche Reinkarnations-Fälle (Videos)).

 

Meine Anruferin und der Mann haben ausführlich miteinander geredet. Auch die gemeinsame Beziehung aus dem früheren Leben kam dabei zur Sprache. Sie hat den Mann um Verzeihung gebeten, was dieser auch tat. Beide sind bis heute gute Freunde und die Schatten aus der Vergangenheit scheinen durch das Verzeihen und einer Klärung auf seelischer Ebene bereinigt zu sein.

Meine Anruferin hat in dem darauf folgenden Jahr ihr gesamtes Leben und ihre Vorgeschichte aufgearbeitet und ist davon überzeugt, dass wir nicht einmal einen Bruchteil von den tatsächlichen Vorgängen unserer Seele verstanden haben. Sie ist ferner davon überzeugt, dass all unser Tun und Handeln ein komplexer Prozess sind, der von uns selbst nicht steuerbar ist. Und das der Charakter eines Menschen nicht von den Eltern geerbt ist, sondern das der Charakter vielmehr ein Bestandteil unserer Seelen-DNA ist.

„Kein Mensch kann sein Verhalten und seinen Charakter ändern, da der Charakter immer ein Teil der Seele ist und bleibt und die Seele von Körper zu Körper wandert. Somit kann es unmöglich sein, dass wir den Charakter von unseren Eltern erben.

Der Charakter ist Teil unserer Persönlichkeit und unsere Persönlichkeit ist unsere Seele.“

Meine Anruferin plant nun im Nebenfach Psychologie zu studieren. Sie ist sich sicher, dass es ihre Bestimmung ist, Menschen zu dienen und zu helfen. Übrigens hat sie in einer weiteren Hypnosesitzung erfahren, dass sie auch als Claudine Ärztin werden wollte. Fangen wir also in nach der Geburt da an, wo wir mit unserem Tod aufhören? Bleiben Sie aufmerksam!

Literatur:

Die zahlreichen Leben der Seele: Die Chronik einer Reinkarnationstherapie von Brian L. Weiss

Beweise für ein Leben nach dem Tod: Die umfassende Dokumentation von Nahtoderfahrungen aus der ganzen Welt von Jeffrey Long

Blick in die Ewigkeit: Die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neurochirurgen von Eben Alexander

Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 17.02.2017

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4 comments on “Seelenwanderung: Fangen wir nach der Geburt wieder da an, wo wir mit dem Tod aufhören?

  1. Man sagt ja auch ,wenn man eine bestimme Aufgabe nicht erfüllt hat ,dann kann es passieren das man sie im nächsten erfüllen muss,schafft man das auch wieder nicht …..nochmal …..oder man hat das Gefühl -hier war ich schon einmal -obwohl es gar nicht sein kann .Ja,das kenne ich nur zu gut :-)ich denke schon es ist vorbestimmt.

  2. Trotzdem erschloss sich mir der Sinn in den letzten 63 Jahren nicht. Ein Leben ohne Ende ist viel schöner. Warum?

    Sarah Hakenberg – April April!
    http://www.dzig.de/Filme-Luegen

    In meinen Zellen und Genen befindet sich die Information meiner Vorfahren und die Spur zu meinen Züchtern oder Schöpfern auf der Menschenfarm. Einfacher geht es kaum!

  3. Ich denke wir könnten da weiter machen wo wir aufgehört haben, wenn wir den Anschluss suchen und keine Angst haben. Bei den meisten liegt es wissen der Möglichkeit und dann am wollen und den Mut es zu versuchen. Manchmal stehen manche Menschen vor einer Tür mit einem großem „I“ sie ist verschlossen, man muss klopfen und genau da fehlt dann der Mut.

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