
Seit März können Schwerstkranke Cannabis legal in der Apotheke erhalten. Bei der Umsetzung des neuen Gesetzes gibt es aber noch Probleme – das räumte nun einem „Spiegel“-Bericht zufolge die Bundesregierung ein.
Das Bundesgesundheitsministerium hat Engpässe bei der Versorgung von Schwerstkranken und Schmerzpatienten mit medizinischem Cannabis eingeräumt. „Es liegen derzeit Meldungen vor, dass einige Sorten Cannabisblüten im Einzelfall nicht lieferbar sind“, zitiert der „Spiegel“ aus einer Regierungsantwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion.
Für diesen Fall könnten Ärzte alternative Medikamente verschreiben. Auch die Bundesvereinigung der Apothekerverbände hatte bereits von einem Lieferengpass geschrieben.
Neues Gesetz mit Hindernissen
Seit März dieses Jahres können schwer kranke Patienten Cannabis und Cannabisblüten auf Rezept in der Apotheke bekommen. Die Kosten soll die Krankenkasse übernehmen – doch auch dabei gibt es häufig Streit.
Nach „Spiegel“-Informationen gingen bei den Krankenkassen bereits Tausende Anträge auf Kostenübernahme ein, allein bei den AOK-Kassen waren es demnach 3.600 Anträge. Nach Kassenangaben seien jedoch lediglich 50 bis 60 Prozent der Anträge bewilligt worden.
Grüne: „Gesetz notfalls nochmal nachschärfen“
Die Opposition kritisierte die Bundesregierung scharf. Sie schließe offensichtlich die Augen vor „massiven Problemen“ bei der Umsetzung des neuen Gesetzes, sagte der Grünen-Abgeordnete Harald Terpe.
„Die Bundesregierung muss den beteiligten Akteuren – Kassen und Leistungserbringern – ihre Pflichten bei der Umsetzung dieses Gesetzes deutlich machen.“ Harald Terpe, drogenpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion
Wenn das nicht funktioniere, müsse das Parlament das Gesetz notfalls nochmal nachschärfen, erklärte Terpe.
Gröhe mahnt Krankenkassen zur Kooperation
Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe appellierte an die Krankenkassen. Er erwarte, dass sie das Gesetz im Sinne der Patientinnen und Patienten umsetzen. „Wir werden das sehr eng begleiten“, betonte er (Die Pharmaindustrie fürchtet sich vor dem Erfolg von Cannabis (Videos)).

Marlene Mortler erzählt amerikanische Märchen über Cannabis
Quellen der Bundesdrogenbeauftragten aufgedeckt. Dass mit der CDU nicht gut Cannabisrauchen ist, sagte die wohl wiedergewählt werdende Angela Merkel bereits eindeutig vor ihrem bevorstehenden Wahlsieg bereits in verschiedene Mikrofone.
Dass die CDU jedoch leider überhaupt keine Ahnung von der dringend zu behandelnden Materie besitzt, beweisen aktuell aber selbst die frivolen Parteimitglieder aus der Berliner Fraktion mit einer nahezu unglaublichen Anti-Legalisierungskampagne.
Deshalb verwundert es auch nicht, dass selbst die Bundesdrogenbeauftragte aus Bayern nicht rot anläuft, wenn sie öffentlich Unwahrheiten über steigende Konsumentenzahlen unter Jugendlichen in liberalen Gebieten verbreitet. Marlene Mortler erzählt amerikanische Märchen über Cannabis mit reinstem Gewissen und bedient sich dafür unverblümt bei einem pensionierten US-Drogenfahnder, anstatt auf glaubwürdigere Universitätsergebnisse zurückzugreifen.
Der Deutsche Hanfverband hat die dubiosen Quellen Marlene Mortlers aufgedeckt, die dortige Angaben offiziellen Ergebnisse über die tatsächlichen Erfahrungen in legalisierenden US-Bundesstaaten vorzieht. Von dem ehemaligen Drogenjäger Thomas Gorman sollen die fundierten Fakten stammen, die der Bundesdrogenbeauftragten bei ihrer Mission hilfreich erscheinen, Cannabis noch länger hinter dem Vorhang der Legalität zu halten.
Steigende Konsumentenzahlen unter Jugendlichen und die gern erwähnten Häufungen von Verkehrstoten mit Marihuana im Blut wurden laut Aussagen des extrem prohibitionistisch eingestellten Betreibers von der „Rocky Mountain High Intensity Drug Trafficking Area“ jedoch bloß durch öffentlich verfügbare Datensammlungen erstellt und widersprechen allen nach wissenschaftlichen Standards eingeholten Ergebnissen der Universitäten Michigan, Colorado, Columbia sowie dem US-Department of Health and Public Service und den Centers for Disease Control.

Falls die Drogenbeauftragte Marlene Mortler daher weiterhin lieber alternativen Fakten aus einer betroffenen Beamtenposition ernster nehmen möchte als ernst zu nehmende Untersuchungen aus Forscherhänden, sollte sie sich in Zukunft vielleicht eher an die bedenklichen Aussagen mit Jugendlichen zusammenarbeitender Polizisten erinnern.
Nach deren persönlichen Erkenntnissen haben hierzulande Achtklässler einen besseren Zugang zu Cannabis als Medizinalhanfpatienten, obwohl das Kraut noch nicht von der sich sorgenden Regierung legalisiert wurde.
Diese Bezugsquellen bleiben mithilfe der deutschen Bundesdrogenbeauftagten bis zu einer „aufweichenden“ Veränderung in der Cannabispolitik weiterhin fest zugedeckt. Deutschlands Realität unter der Prohibition (Cannabis-Wirkstoff: CBD heilt Knochenbrüche schneller).
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