
Der Erste und Zweite Weltkrieg wurde mit menschlichen Leben teuer bezahlt. Der Kalte Krieg demonstrierte die Zukunft der modernen Konfrontationen: Sie werden weniger direkt ausgetragen und finden hinter den Kulissen statt. Inzwischen kämpfen Länder – wenn ihnen nicht gerade „Demokratie“ aufgezwungen wird – nicht mehr nur gegeneinander. Es wird offiziell gemeinsam Krieg gegen den Terror geführt – der aber statt zu verschwinden immer häufiger zurückschlägt. Dabei gerät zunehmend die Infrastruktur im Visier.
Terroristen sind der Staatsfeind Nummer eins, wenn man den Weltführern glauben darf. Diese deklarieren immer wieder, wie wichtig der Kampf gegen Terrorismus ist und zögern nicht, ihre fragwürdigen Akte damit zu rechtfertigen, dass dieser Feind um jeden Preis besiegt werden muss. Dass es nur eine Frage der Zeit war, bis dieser Gegner überall zu sein scheint und zurückschlägt, scheint logisch.
Das jüngste Attentat in Orlando zeigt, dass diese Szenarien schon bald zu unserem Alltag gehören könnten. Diese Meinung teilt auch der IS-Experte Bruno Schirra (siehe Beitrag von SWR). Seiner Ansicht nach herrscht beim IS das Konzept der Züchtung von Schläfern, die jederzeit zuschlagen könnten. Bisher attackierten diese in erster Linie von Menschen dicht besiedelte Gegenden mit Sprengstoffen.
Doch wie sieht es mit Infrastruktur aus? Haben IS und Konsorten ein Interesse daran? Können und wollen sie uns auch indirekt Schaden zufügen, beispielsweise durch einen Angriff auf das Stromnetz?
Die Ausmaße eines Stromausfalls sind kaum vorstellbar
Wir schreiben das Jahr 2010. Der Computerwurm Stuxnet setzt eine Atomanlage und andere Einrichtungen im Iran außer Kraft. Man munkelt, dass Geheimdienste am Werk waren, auch wenn diese Behauptung nicht bewiesen werden kann. Fakt ist, dass Stuxnet über einen USB-Stick in das System gelangte – jemand hatte also manuell Zugriff.
Heute wird darüber spekuliert, dass Israel und die USA mit Stuxnet das gesamte Land lahmlegen wollten. Der Vorfall zeigt, wie ungeschützt große Nationen sind und wie abhängig sie von Systemen sind, die ohne großen Aufwand angegriffen werden können. Diesem Risiko ist auch das Stromnetz ausgesetzt.
Strom ist überall und zu jeder Zeit vorhanden. Die meisten Menschen sind sich aber nicht annähernd bewusst, wie kritisch diese Energieversorgung ist, ohne die sie ihrem Alltag nicht nachgehen könnten. Ohne Strom würden nicht nur Haushalte, sondern ganze Regionen wirtschaftlich zusammenbrechen (Survival: Grundregel Nummer 1 – Keine Umstellung der Ernährung in Krisenzeiten).
Welche Auswirkungen ein sechstägiger Stromausfall auf eine Großstadt wie Berlin haben könnte, ergründet Sarah Geißler in ihrem Buch Anhaltender Stromausfall in Berlin – Stand und Entwicklungsperspektiven des Krisen- und Katastrophenmanagements. Das Buch geht lediglich auf einen relativ kurzen Stromausfall in einer Großstadt aus. Wie sieht es bei einem nationalen Stromausfall aus? Wer Informationen zum Ausmaß eines solchen Szenarios sucht, findet sie in dem Werk Was bei einem Blackout geschieht – Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalls.


Sind solche Ausfälle realistisch? Könnten Terroristen durch gezielte Angriffe für großflächige Stromausfälle sorgen? Ja, und zwar aufgrund der „Attraktivität“ des Ziels: Das Stromnetz ist eine hochkomplexe Entität, die aus vielen kleinen Einheiten (Stromtrassen, Transformatoren, Umspannwerken, etc.) besteht. Es kann mit wenig Aufwand viel Schaden bewirkt werden.
Der gezielte Angriff auf ein Stromnetz ist laut Matthias Dahlheimer vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, der auch Mitglied im Chaos Computer Club ist, durchaus möglich. Gemeint ist kein Bombenanschlag, sondern ein Cyber-Angriff. Da die Systeme nicht mehr manuell kontrolliert werden, könnten Hacker die Steuerungssoftware eines Stromanbieters mit einem Virus infizieren und Kontrolle über das Programm erhalten.
Der Angriff auf mehrere Umspannwerke würde verheerende Konsequenzen nach sich ziehen, wie ein Fall aus dem Jahr 2006 verdeutlicht: Ein Luxusliner sollte den Weser-Ems-Kanal durchfahren. Dazu schalteten Verantwortliche eine Hochspannungsleitung im falschen Moment ab. Eine halbe Stunde lang waren zehn Millionen Haushalte in Deutschland, Spanien und Frankreich ohne Strom.



Speisen bei Kerzenlicht – wenn das Licht ausgeschaltet bleibt
Eine halbe Stunde ist für die meisten Haushalte kein Problem. Doch wenn die Steckdosen länger als einen Tag „kalt“ bleiben, bricht bald das Chaos aus. Die Abhängigkeit der modernen Zivilisation von der Energiequelle Strom ist mehr als besorgniserregend. Der Bundestag veröffentlichte 2011 eine Studie, die verdeutlicht, wie Menschen ohne Strom leben würden. Kurz gesagt: Wie in der Steinzeit.
Das Gesundheitswesen würde zusammenbrechen und Menschen würden psychisch und körperlich stark unter den neuen Lebensbedingungen leiden. Um mit einer solchen Situation umgehen zu können, können sich Verbraucher rüsten. Als Lesetipp zum Thema empfehlen wir ÜBERLEBEN ohne Strom von Eva-Maria Oeser.
Die größte Herausforderung neben der mentalen Vorbereitung liegt darin, Strom selbst zu produzieren. Das ist heutzutage nicht unmöglich, insbesondere, wenn man ein Immobilienbesitzer ist. Photovoltaikanlagen sind im Süden Deutschland durchaus verbreitet, können aber alleine meist nicht ganzjährig Strom zur Verfügung stellen.
In den USA ist es üblich, Notstromaggregate zu kaufen, die mit Diesel oder Benzin betrieben werden und bei einem Stromausfall automatisch anspringen. Die Stromerzeugungsaggregate sind auch in vielen Krankenhäusern oder bei Serveranbietern im Einsatz, da sie sich einen langfristigen Stromausfall nicht leisten können.
Da Notstromaggregate von einer endlichen Energiequelle – Benzin und Diesel – abhängig sind, können sie nur bedingt empfohlen werden. Erneuerbare Energiequellen sind eine bessere Lösung, die langfristig eine selbst generierte Stromproduktion garantieren können. Generell sollten Verbraucher nicht nur Maßnahmen umsetzen, die ihr Eigenheim mit Strom versorgen. Bei einem nationalen Stromausfall könnte es zu einem Ausnahmezustand kommen, der Menschen zwingen könnte, aus ihrem Eigenheim zu flüchten.
Die unabhängige Stromversorgung garantiert zum Beispiel dieser Pedal Power Generator. Der Tretgenerator kann mit Muskelkraft geladen werden – eine umweltfreundliche und sportliche Möglichkeit, Strom zu generieren.
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Ergänzend zum Tretgenerator empfehlen wir diesen Energiespeicher. Mit der manuell generierten Energie haben Verbraucher die Möglichkeit, den Outdoorpowerpack aufzuladen. Gleichzeitig führen sie zu jeder Zeit eine zusätzliche Energiequelle mit sich, mit der sie UV-Wasserreiniger, GPS-Geräte sowie Smartphones laden können.



Licht spielt ebenfalls eine große Rolle für Menschen – und zwar auf psychischer Ebene. Studien haben gezeigt, dass viele Menschen unter dem sogenannten Winter Blues leiden. Das fehlende Licht belastet diese Personen auf mental.
Damit es nicht frühzeitig dunkel wird und das Risiko einer psychischen Erkrankung steigt, können Verbraucher tagsüber diese solarbetriebene Laterne aufladen und sie abends einschalten. Der integrierte Akku liefert bis zu 45 Stunden Licht.
Literatur:
Perfekte Krisenvorsorge
Bushcraft: Survivalwissen Wildpflanzen Europas
Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten
Quellen: PublicDomain/krisenvorsorge.com am 30.06.2016
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