Trump könnte beweisen, dass er nicht Putins Marionette ist, wenn er die Welt in einem atomaren Inferno verglühen ließe

Der US-Journalist und Friedensaktivist Norman Solomon befürchtet, dass Trump, mit dem Vorwurf, er lasse sich von Putin instrumentalisieren, in einen Atomkrieg mit Russland getrieben werden soll.

Vier Wochen nach der Amtseinführung Donald Trumps schrieb Paul Krugman, ein Kolumnist der New York Times, der neue Präsident habe bisher nichts getan, „was den US-Bürgern die Angst nehmen könnte, dass er in Wirklichkeit eine Marionette Putins ist“. Der als liberal geltende Experte bezog damit die Position derjenigen, die mit unbewiesenen Behauptungen vor einer „Achse Trump-Putin“ warnen. Von Norman Solomon.

Solche mittlerweile zur Routine geworden Angriffe sollen die (unbegründete) Angst schüren, dass der Präsident der Vereinigten Staaten ein Handlanger des Kreml ist. Der Verdacht zeigt bereits Wirkung, und wie es weitergehen wird, ist noch nicht abzusehen. Er könnte sogar einen atomaren Holocaust auslösen.

Mit den nicht endenden Vorwürfen und Anschuldigungen, die den Eindruck erwecken sollen, Trump sei ein Lakai des Kremls, wird der Präsident massiv unter Druck gesetzt und gezwungen, seine „Unschuld“ zu beweisen. Das könnte er am besten dadurch tun, dass er die versprochene Annäherung an Russland aufgibt und stattdessen den Konflikt mit Russland verschärft – nicht nur rhetorisch, sondern auch militärisch.

Viele US-Medien und das politische Establishment der USA sind sehr daran interessiert, Russland wieder zum Feind zu erklären. Dieses (irrationale) Verhalten könnte uns alle in den Abgrund der atomaren Zerstörung reißen. Das scheint die Kriegstreiber aber nicht zu kümmern.

Für unzählige Kommentatoren in den US-Medien und die meisten Mitglieder der Demokratischen Partei, darunter auch viele, die sich progressiv geben, und die republikanischen Unterstützer der kriegstreiberischen Senatoren John McCain und Lindsey Graham ist es sehr verlockend, Trump als Werkzeug der Russen abzustempeln.

Folgendes sei klargestellt: Ich lehne die Trump-Regierung aus vielen Gründen ab. Trumps grobe Missachtung der US-Verfassung und sein innen- und außenpolitisches Fehlverhalten rechtfertigen meiner Meinung nach sogar ein Amtsenthebungsverfahren. Ich gehöre selbst zu den Initiatoren einer bundesweiten Petition, die bereits über 890.000 US-Bürger unterzeichnet haben, mit der wir den Kongress auffordern, ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten.

Wer Trump nicht als Präsident haben will, sollte seine Ablehnung aber nur mit nachweisbaren Fakten begründen. Wir dürfen uns keinesfalls durch die pausenlos von demokratischen und republikanischen Falken, verantwortungslosen Journalisten und Geheimdienstlern geschlagenen Kriegstrommeln in Panik versetzen lassen. Dass James Clapper, der Direktor aller US-Geheimdienste, Anfang 2013 bei einer Anhörung einen Senatsausschuss dreist belogen hat, war kein Einzelfall (USA sabotieren Friedensbemühungen, weil sie einen Krieg mit Russland provozieren wollen).

Als er von Senator Ron Wyden gefragt wurde: „Sammelt die NSA irgendwelche Daten über die Millionen US-Bürger?“, antwortete er mit einem schlichten „No, Sir“. Dass er gelogen hatte, kam nur wenige Monate später heraus, als Edward Snowden Schlüsseldokumente über die umfassende Überwachungspraxis der NSA veröffentlichte.

 

Warum sollten wir also die Vermutungen „über russische Aktivitäten und Absichten“ für zutreffend halten, die Clappers Büro Anfang Januar in einem nur 25-seitigen Bericht veröffentlicht hat. Dieser Bericht wurde von einem Experten nach dem anderen geradezu „in der Luft zerrissen“.

Der investigative Journalist Gareth Porter stellte dazu fest: „Die US-Geheimdienste haben weder Beweise dafür, dass die von WikiLeaks veröffentlichten E-Mails des Democratic National Committee’s im Auftrag Russlands ‚gehackt‘ wurden, noch können sie nachweisen, dass die Russen damit den Wahlausgang zugunsten Trumps beeinflussen wollten. Clapper selbst hat Mitte November und noch einmal im Dezember 2016 vor dem Kongress ausgesagt, die US-Geheimdienste wüssten nicht, wer WikiLeaks die E-Mails zur Verfügung gestellt hat, und wann das geschehen ist.“

Im Gegensatz dazu gibt es aber wirklich stichhaltige Analysen über die Absichten, die mit dieser anti-russischen Kampagne verfolgt werden – zum Beispiel von Stephen F. Cohen, Glenn Greenwald und Robert Parry.

Mit der Verleumdung Russlands und der Diffamierung aller Entspannungsbemühungen (als „Landesverrat“) soll jede öffentlich Diskussion über die bisherige US-Außenpolitik verhindert werden; deshalb werden alle, die bessere Beziehungen zwischen den USA und Russland wollen, Verdächtigungen ausgesetzt, die Joe McCarthy stolz gemacht hätten.

Deshalb muss Trumps wiederholt erklärte Absicht, die Beziehungen zu Russland verbessern zu wollen, die zu den wenigen konstruktiven Maßnahmen gehört, die er bereits im Wahlkampf angekündigt hat, als Beleg dafür herhalten, dass er schon länger mit Russland konspiriert und mit der russischen Regierung unter einer Decke steckt.

Leider beteiligen sich auch viele Organisationen, die sich progressiv geben, an dieser Verleumdungskampagne. Eine der größten, MoveOn (NGO finanziert von George Soros), hat am 10. Februar per E-Mail eine Petition gestartet, die aus einem einzigen Satz besteht: Der Kongress soll eine Untersuchung mit dem Ziel starten, nachzuweisen, dass Trump „Verbindungen zur russischen Regierung“ unterhält.

Schauen wir uns an, was Präsident Trump auf seiner Pressekonferenz am 16. Februar dazu gesagt hat:

„Es wäre für mich doch viel leichter, hart gegenüber Russland aufzutreten, damit würde ich aber einen Deal mit Russland unmöglich machen. Ich weiß nicht, ob es überhaupt zu einem Deal kommt, das weiß ich wirklich nicht. Es könnte sein oder auch nicht. Es wäre aber so viel einfacher, mich mit Russland anzulegen, je heftiger, desto besser für mich. Das wissen Sie doch. Ich will aber das Richtige für die US-Bürger und auch für die ganze Welt tun. Russland ist eine starke Atommacht, und wir sind das auch. Glauben Sie mir, wenn wir unsere Beziehungen zu Russland verbessern, wäre das gut und nicht schlecht. Es wäre wirklich großartig, wenn wir uns mit Russland verständigen könnten, das verstehen Sie doch. Morgen werden Sie aber wieder schreiben, Donald Trump will mit Russland verhandeln, und das ist schrecklich. Es wäre aber nicht schrecklich, es wäre gut.“

Für diese Absicht müsste Trump eigentlich Beifall und Unterstützung bekommen. Stattdessen wird man dem Präsidenten auch diese Äußerungen wieder im Mund herumdrehen, und ihn mit Krugmans Worten erneut als „Marionette Putins“ diffamieren.

Was müsste Präsident Trump tun, um sich von dem Angst einjagenden Vorwurf, er sei ein Lakai des Kremls, zu befreien? Wie könnte er den Beifall der Mainstream-Medien und der Meinungsmacher in den Redaktionen und im CIA-Hauptquartier gewinnen?

Er müsste umfallen und den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum gefährlichen Feind erklären. Er müsste noch mehr US-Soldaten an die russische Grenze verlegen und Russland mit noch größeren Militärmanövern provozieren. Das wäre aber äußerst riskant, weil sowohl die USA als auch Russland über mehr als 4.000 einsatzbereite Raketen mit Atomsprengköpfen verfügen, von denen sich immer einige „in höchster Alarmbereitschaft“ befinden.
 

Nach Feststellungen der Union of Concerned Scientists werden diese Atomraketen von ihren Bedienungsmannschaften rund im die Uhr startbereit gehalten und können in zehn Minuten in der Luft sein. Diejenigen, die Trump weiterhin als „Marionette der russischen Regierung“ denunzieren und herabwürdigen, machen damit gleichzeitig einen Atomkrieg wahrscheinlicher.

Wenn die Spannungen mit dem Kreml weiter eskaliert werden, ist er unvermeidlich. Wollen wir wirklich zulassen, dass die US-Regierung in eine äußerst riskante, in eine Katastrophe führende Konfrontationspolitik mit der anderen atomaren Supermacht getrieben wird?

Der Autor Norman Solomon ist der Koordinator der online agierenden Aktivistengruppe RootsAction.org und der verantwortliche Direktor des Institute for Public Accuracy. Er hat ein Dutzend-Bücher geschrieben, darunter auch das Buch “War Made Easy: 3/6 How Presidents and Pundits Keep Spinning Us to Death”, das 2016 in deutscher Übersetzung unter dem Titel „WAR MADE EASY (Krieg leicht gemacht) – Wie uns Präsidenten und Experten zu Tode lügen“ im Jim Humble Verlag erschienen ist.

Literatur:

Durch globales Chaos in die Neue Weltordnung von Peter Orzechowski

Der Weg in die Weltdiktatur: Krieg und Frieden im 21. Jahrhundert. Die Strategie des Pentagon von Dr.Thomas P.M. Barnett

Trump!: POPulismus als Politik von Georg Seesslen

Quellen: PublicDomain/luftpost-kl.de am 13.03.2017

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One thought on “Trump könnte beweisen, dass er nicht Putins Marionette ist, wenn er die Welt in einem atomaren Inferno verglühen ließe

  1. atomaren Holocaust-deswegen hat die Schattenregierung ( Alien Agenda ) ihn nach oben gesetzt ,und die Sichtbare Schattenregierung dazu -er ist Marionette der Unsichtbaren Regierung -der Finsteren Mächte die den Planeten zerstören wollen -wie sie es seit Jahrhunderten mit anderen Zivilisationen getan haben ,hier herrscht Krieg der Aliens ,die die Menschen sowie ihre Evolution vernichten wollen.Antilicht -Nwo-Alien Agenda -Nwo -Chaos -Nwo-Katastrophen Nwo -Kriege -Nwo -Leid-Nwo -Armut-Nwo-Elend-Nwo-Cyborgs Nwo-egal um was es sich hier dreht -nur alles Nwo gegen das Licht
    während der Mensch schläft auch wenn es 2 Min .vor 12 ist

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