Was Deutschland raucht, spritzt und schnupft: Die größte Szene gehört den legalen Drogen

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Wer Drogen sagt, denkt an Junkies, Dealer und Drogenmafia. Dabei gibt es die am weitest verbreiteten Suchtstoffe in jedem Supermarkt: Alkohol und Zigaretten. Der Begriff „Droge“ ist dafür jedoch tabu. Schließlich verdient auch der Staat am Genuss, der schnell zur Sucht werden kann.

  • Alkohol ist Deutschlands häufigste Droge, Tabak die gefährlichste.
  • 7,4 Millionen Deutsche trinken zu viel, 1,77 Millionen sind abhängig.
  • 5,6 Millionen Deutsche sind nikotinsüchtig.
  • Fast zwei Millionen kommen nicht von Medikamenten los.

Wer Cocktails in angesagten Szenebars trinkt, für Rauchpausen auf die Straße tritt oder nur noch mit Schlaftabletten Ruhe findet, verbittet es sich vermutlich, mit Drogenabhängigen in einen Topf geworfen zu werden. Tatsächlich unterscheidet sich ein Wein trinkenden Raucher von, sagen wir, einem Crack-Konsumenten. Nicht nur weil Alkohol und Tabak frei verkäuflich sind.

Die Menge macht’s beim Alkohol

Wein, Bier oder Drinks sind für die meisten Genuss und Geschmackserlebnis. Crack raucht niemand, weil es schmeckt, es soll einfach nur schnell zudröhnen. Wer gelegentlich ein Glas zu viel trinkt, büßt am nächsten Tag höchstens mit Kopfschmerzen. Der Crackraucher ruiniert sich mit jedem Zug.

Gerät der Alkoholkonsum aber außer Kontrolle, verschwimmen die Unterschiede. Wenn der Trinker ohne Alkohol nicht mehr existieren kann, kommt er von seiner „Droge“ ebenso schwer wieder los wie der Crackraucher.

Alkohol ist die billigste aller Drogen

Alkohol kann – ebenso wie jedes Rauschgift – zu völliger Abhängigkeit führen. Auf dem Weg dorthin gehen Hirnzellen kaputt und irgendwann ist die Leber mit der permanenten Entgiftung überfordert.

Am Ende einer Alkoholkarriere ist der Mensch ein geistiges und körperliches Wrack. Jedes Jahr sterben rund 15.000 Menschen in Folge ihres Alkoholkonsums, weit über zwei Drittel davon sind Männer.

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Komasaufen vom Taschengeld

Komasaufende Jugendliche sehen diese Gefahren natürlich nicht, wenn sie sich am Wochenende bis zur Alkoholvergiftung betrinken. Und da Alkohol in Deutschland billig ist, kann sich jeder Teenager vom Taschengeld einen Vollrausch leisten. Erschreckend dabei: In jungen Jahren ist die Gefahr am größten, alkoholabhängig zu werden. Aber auch die Chance, sich vom hohen Alkoholkonsum völlig zu erholen, steht dann gut.

Trinker und Raucher sind Deutschlands Drogenopfer Nummer 1

Laut Epidemiologischem Suchtsurvey des Bundesgesundheitsministeriums haben 7,4 Millionen Deutsche ein Alkoholproblem: Die Palette reicht von riskantem Alkoholkonsum (4,02 Millionen) über Alkoholmissbrauch (1,61 Millionen) bis zur Abhängigkeit (1,77 Millionen).

Kontrolliert trinken statt Totalverzicht

Nur acht Prozent fanden in den letzten Jahren den Weg in eine Entzugsklinik. Die Therapieansage „nie wieder ein Tropfen“ weicht in letzter Zeit zugunsten von kontrolliertem Trinken auf. Der reduzierte Alkoholkonsum ist jetzt auch in die neuen Leitlinien für die Therapie eingegangen. Studien haben gezeigt, dass der Ansatz für viele Alkoholabhängige funktioniert und Leben rettet.

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Studie zeigt: Alkohol ist 114 Mal schlimmer als Marihuana

Dirk Lachenmeier und Jürgen Rehm, Professoren an den Universitäten in Karlsruhe und Dresden, haben sich die Frage gestellt, wie wahrscheinlich es eigentlich ist, an einer bestimmten Droge zu sterben. Dazu haben sie die normal konsumierte tägliche Dosis mit der tödlichen Dosis eines Stoffes verglichen. Das Ergebnis steht nun im Magazin Scientific Reports und ist überraschend.

Demnach ist Alkohol die tödlichste Droge. Sie erreicht auf der „Margin-of-Exposure“-Skala einen Wert von 1,2. Die Skala errechnet den Punkt, an dem Überleben und Tod gleich wahrscheinlich sind, den so genannten LD50-Wert („Lethal Dosis 50“). Nur Heroin ist mit 1,1 noch tödlicher. Auch Kokain gehört mit einem Wert von 2 noch zu den höchst riskanten Drogen.

Cannabis einziger Stoff mit geringem Risiko

Es folgen Stoffe, die die Forscher in ein mittleres Risiko einsortieren, zum Beispiel Ecstasy (6,3), Nikotin (6,8) und Methamphetamin (7,7). Amphetamine (19) und Methadon (23) sind noch ungefährlicher. Cannabis ist hingegen der einzige Stoff mit einem geringen Todesrisiko – der Wert liegt bei 119.

Die Werte sind aber mit Vorsicht zu genießen: Zum einen ist die exakte tödliche Menge eines Stoffes meist nicht bekannt. Schließlich flößt niemand einem Menschen so viel Alkohol ein bis er stirbt. Die Daten stammen aus Tierversuchen, wobei Erfahrungswerte zeigen, dass diese oft übertragbar sind.

Regelmäßiges Spritzen von Heroin oder Kokain noch schlimmer

Zum anderen bedeutet ein niedriges Risiko von Cannabis nicht, dass Joints ungefährlich sind. Genauso wenig sagt ein niedriger Wert von Alkohol, dass dies eine der schlimmstmöglichen Drogen ist. Die Studie bewertet nur das Risiko, direkt an der Droge zu sterben. Erkrankungen, die durch regelmäßigen Konsum ausgelöst werden, werden nicht erfasst.

Gleichzeitig betonen die Forscher, dass moderater Alkoholkonsum weit weniger riskant ist als regelmäßiges Spritzen von Heroin oder Kokain. Auch die Umstände des Konsums müssen berücksichtigt werden: Alkohol nehmen Menschen nun mal nicht über unsaubere Nadeln zu sich und das Bier in ihrer Flasche dürfte auch kaum mit giftigen Stoffen gestreckt worden sein (Mineralwasser und Bier durch Mikroplastikfasern verunreinigt).

Die Rauchergemeinde schrumpft

Tabakprodukte verursachen keinen Rausch. Doch ihre Abhängigkeit vom Nikotin spüren Millionen Raucher in Deutschland, wenn es ihnen einfach nicht gelingt, mit der Qualmerei aufzuhören. 5,6 Millionen Menschen in Deutschland gelten als abhängig vom Tabak, und damit jeder dritte der momentan Rauchenden.

Das Rauchverbot in Gaststätten, öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln, das weitreichende Werbeverbot, Warnaufdrucke auf Zigarettenschachteln haben dem Glimmstängel ein negatives Image verpasst und die Zahl der Raucher schrumpfen lassen. Der harte Kern bleibt unbeeindruckt.

Rauchen ist das größte Gesundheitsrisiko überhaupt

Die körperlichen Folgen des Rauchens entwickeln sich selbst durch hohen Konsum nicht zwangsläufig, siehe den 96-jährigen Helmut Schmidt. Generell leben jedoch Raucher im Schnitt fast 18 Jahre kürzer als Nichtraucher, sie haben das höchste Risiko für Lungenkrebs.

Jüngere Infarktpatienten sind fast immer Raucher. Auch Arteriosklerose, das berüchtigte Raucherbein und Impotenz sind Folgen langjährigen Qualmens. Faltige Haut und verfärbte Zähne sind oft unansehnliche äußere Begleiterscheinungen der Nikotinsucht.

Entwöhnung nur durch Eigeninitiative

Wer vom Tabak loskommen will, ist auf Eigeninitiative angewiesen. Suchtexperten wollen aber die Raucherentwöhnung auf die gleiche Ebene heben wie die Alkoholtherapie.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung eine entsprechende Leitlinie für effektive Behandlungsansätze entwickelt. Das 400-Seiten-Werk soll Druck auf die Politik machen.

Süchtig nach dem Rezept vom Arzt

Vier bis fünf Prozent aller häufig verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Suchtpotenzial. Meist handelt es sich dabei um Schmerz- und Schlaftabletten, Antidepressiva und Beruhigungsmittel, entspannende und aufmunternde Medikamente oder solche, die helfen sollen abzunehmen. Schätzungsweise ein Drittel dieser Mittel verschreiben Ärzte aber nicht gegen akute Probleme. Die Pillen vollen vielmehr Entzugserscheinungen bei Langzeitkonsumenten verhindern.

Süchtig nach Pillen sind überwiegend Frauen

Mehr als zwei Millionen Deutsche sind medikamentensüchtig, dazu kommen vier Millionen, die psychoaktive Medikamente zu oft oder zu lang nehmen. Abhängig vor allem von Beruhigungsmitteln sind überwiegend Frauen, die Mehrzahl über 50 Jahre alt. Es ist eine schleichende und unauffällige Sucht.

Die Mehrheit der Süchtigen steckt in einer sogenannten Niedrig-Dosis-Abhängigkeit. Sie schlucken meist nur ein oder zwei Tabletten am Tag. Oft nehmen Patienten die Pillen sogar über Jahre hinweg in dieser unverändert geringen Dosis ein.

Ohne Tabletten dreht die Psyche durch

Setzen die Süchtigen die tägliche Tablette ab, kommt das böse Erwachen. Die Betroffenen leiden unter heftigen Entzugserscheinungen wie extremer Unruhe, Panik und Angstzuständen – genau unter den Symptomen, die sie ursprünglich mit den Pillen bekämpft haben.

Entspannt bis zombiehaft

Langfristig kann die Leber Schaden nehmen, aber generell sind die körperlichen Folgen der Sucht von Psychopharmaka vergleichsweise gering. Die Medikamente sind relativ gut verträglich. Die psychischen Auswirkungen sind dagegen heftig: Die Patienten stumpfen ab, sie werden gleichgültig und teilnahmslos. Sie wirken nicht ruhig und gelassen, sondern emotionslos.

Quellen: APA/dpa/FocusOnline vom 04.05.2015

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4 comments on “Was Deutschland raucht, spritzt und schnupft: Die größte Szene gehört den legalen Drogen

  1. Der Artikel gibt einfach nur das wieder, was einem ein simpler Mediziner/Arzt erzählen würde und das wiederum überschreitet kaum das, was man in den Heftchen im Wartezimmer der Ärzte lesen kann. Hier wäre ein kritische Haltung des Artikels wünschenswert gewesen.
    Wie stümperhaft das ärztliche Wissen vielfach ist, sieht man z. B. daran, daß von den Ärzten noch bis in die 1990er Jahre hinein behauptet wurde, es könne im Magen keine Besiedlung durch Mikroben geben. Dabei ist das Gegenteil richtig! Und die Magenflora ist sogar von ganz außerordentlich großer Bedeutung für den menschlichen Körper (zur Magenflora noch unten).

    1.) Aber fangen wir zunächst mit dem „Raucherbein“ an. Dieses kann problemlos wieder beseitigt werden:
    Mit dem Produkt „buer lecithin liquid“ habe ich mein Problem mit dem seit Sommer letzten Jahres schmerzhaft auftretenden „Raucherbein“ erfolgreich beseitigt.

    Ich rauche seit meinen Pubertät und bin heute 65 Jahre alt. Als im späten Sommer letzten Jahres plötzlich das „Raucherbein“-Symptom in meinem rechten Bein auftrat, stellte ich – geschockt – das Rauchen für etwa drei Monate ein. Mein „Raucherbein“ verbesserte sich dabei kaum.
    Als ich dann wieder zu rauchen anfing, mußte ich etwas unternehmen und nahm nun täglich Lecithin und zugleich Omega-3-Kapseln ein.

    Nachdem ich exakt 20 Tagen lang täglich zunächst drei, dann zwei kleine Becher von „buer lecithin …“ (am besten Einnahme nach der Hauptmahlzeit) eingenommen hatte – und zugleich täglich eine Kapsel Omega-3 Lachsöl – waren meine Beschwerden im rechten Bein vollkommen verschwunden – und sind es auch heute noch(ein 1 ¼ Jahr später). Dies obwohl ich wieder stark rauche (1-1 ½ Schachteln, am Tag).

    Nicht auszuschließen ist natürlich, daß mein Behandlungserfolg vielleicht allein auf den Omega-3-Kapseln beruht, oder daß er auf der Kombination von Lecithin und Omega-3 beruht. Ich vermute jedoch, daß der Erfolg meiner Selbstbehandlung allein(!) auf Lecithin (hier über das Produkt „buer lecithin“) beruht.

    Meine Recherche (über „Wikipedia“ – http://de.wikipedia.org/wiki/Lecithine – und andere links) über „Lecithin“ ergab, daß Lecithin Fette wasserlöslich und damit abbaubar macht. In der Hühnerzucht wird Lecithin eingesetzt um die bei Hühnern unerwünschte „Fettleber“ zu beseitigen.
    Nun handelt es sich bei der Arteriosklerose (= die Ursache sowohl für „Raucherbein“ wie auch Herzinfarkt) ja eben nicht – wie der Volksmund fälschlich vermeint – um „Kalk“-Ablagerungen. Vielmehr handelt es sich um Ablagerungen ‚unguter‘ Fette (die meinen Vermutung nach von eher ‚talgiger‘ Konsistenz sein dürften – und gerade deshalb vom Körper schwer zu entsorgen sind). Außerdem liegen diese Ablagerungen nicht innen an der Aderwand an – etwa wie Kalkablagerungen bei alten durchgesägten Leitungsrohren bei Hausabrissen.. Vielmehr liegen die Ablagerung mitten in der Ader, die dann ballonartig anschwillt und dann den Blutdurchfluß behindert.

    Der menschlich Körper hält schon seit Urzeiten stets Lecithin bereit – und zwar sowohl im Gehirn, wie in der Leber, wie in den Herzmuskeln und auch noch in anderen Muskeln (siehe Wikipedia) .
    Mein Vermutung geht dahin, daß der menschliche Köper Lecithin generell als Mittel zur Beseitigung von Ablagerungen unguter Fette bereithält und benutzt. D. h. schon bevor das Tabak-Rauchen bekannt wurde, hatte der menschliche Körper ein Problem mit Ablagerungen unguter Fette. Die natürliche Anwesenheit von Lecithin im menschlichen Herz, sonstigen Muskeln, Gehirn, bewahrte offenbar schon den urzeitlichen Jäger vor einer Schwächung seiner Muskelleistungen und seiner Herzmuskelleistungen durch sich in den Adern der Muskelfasern einlagernde Depots unguter Fette, so daß der urzeitliche Mensch mit körperlicher Höchstleistung erfolgreich das Mammut ausrotten konnte.
    Das gesundheitlich ungünstige Rauchen hat dieses Problem lediglich verschärft – so daß nunmehr lediglich eine erhöhte Zufuhr von Lecithin erforderlich ist.

    Gehirn: Das vom Körper im Gehirn bereitgehaltene Lecithin dürft dort ebenfalls die Funktion haben, Ablagerungen in den dortigen Adern zu beseitigen (Gefahr der Unterversorgung, des Hirnschlags). Immerhin fällt auf das Gehirn etwa 1/3 des gesamten körperlichen Energieverbrauchs. D. h.: Das Gehirn dürfte deutlich mehr mit (ablagerungsgefährdeten) Blutadern versorgt sein als z. B. die Arm- oder Beinmuskeln.

    Leber: Hier sind die eingelagerten Fette natürlich keine ’schlechten Ablagerungen‘, sondern vom Körper gezielt anlegte Energiespeicher. Lecithin wird vom Körper hier vermutlich dazu genutzt, diese Energiedepots in der Leber auch wieder (z. B. in Hungerzeiten) abrufen zu können (Argument: Fettleber in der Hühnerzucht wird durch Lecithin erfolgreich beseitigt – s. Wikipedia).
    Möglicherweise vermag Lecithin auch den Opfern einer „Säuferleber“ nützlich zu sein.

    Für die höhere Gesundheit in ostasiatischen Ländern (z. B. Japan) – gerade was den Tod durch Herzinfarkt angeht – wird immer der höhere Fischverzehr vermutet (das wäre dann Omega 3). Ich vermute jedoch den höheren Sojaverbrauch als Ursache der geringeren Infarktgefährdung dort. Denn das in den Apotheken erhältliche Lezithin (wie z. B. „buerlecithin“) wird gerade aus dem stark lecithinhaltigen Soja gewonnen.

    2.) DER ALKOHOLKONSUM
    a) Alkoholkonsum und Magenflora

    aa) Alkohol ist ein Desinfektionsmittel
    und es zerstört deshalb die Lactobazillen und Bifidus (nachfolgend: „L&B“). D. h. wer Alkohol trinkt, muß L&B ’nachfüttern‘. Gut ist der Trinkjoghurt „Vollfit“ von ALDI, da er sowohl über „Lactob. Acidophilus“ wie über „Bifidus“ verfügt. Allerdings ist diese Produkt (wie auch die der anderen Anbieter) stets völlig unausgereift (damit es länger im Kühlregal hält). Man sollte die Packung „Vollfit“ deshalb vor dem Verzehr mindestens eine Woche lang außerhalb des Kühlschranks (bei mäßiger Raumtemperatur) lagern.
    Wenn man z. B. nach mehreren Gläsern Wein vor dem Mittagessen diese L&B nicht durch probiotische Joghurte wieder nachführt, hat man bis zum Abend einen vollen Magen (mit dem sog. „Vollgefühl“), da die Magen-Darm-Schranke die Kohlehydrate (Sellerie, Möhren, Kohl usw.) nicht durchläßt, da diese nicht ausreichend von L&B vorverarbeitet wurden. Die Eiweiße (Fleisch, Fisch) hingegen wurden von der Magensäure zersetzt und sind zu diesem Zeitpunkt längst im Darm .

    bb) L&B und E. Coli
    Ein weiteres Problem für die Magenflora ist – bei reichlichem Alkoholgenuß – die übermäßige Menge an Flüssigkeit. Als ich z. B. meine Verdauung verbessern wollte und nun statt normalem Bier nur alkoholfreies(!) Bier trank – verbesserte sich überhaupt nichts. Auch jetzt blieb ein richtig ‚fester‘ Stuhl aus. Ich stellte fest, daß durch meine hohe Flüssigkeitszufuhr (ich trank auch noch jede Menge Kaffee und mein Urin war immer weiß und nie gelb) das Gleichgewicht zwischen L&B und dem Bakterium E. Coli gestört war. Dies wurde auch bezeichnet durch eine unappetitliche und starke Gasentwicklung nach unten und oben, welche typisch ist für eine übermäßigen Ausbreitung von E. Coli.
    Dabei ist das Entscheidende, daß sich der E. Coli, welcher bei einem normal-saurem Magen nicht im Magen halten kann, bei einer fortlaufenden Verdünnung der Magensäure (durch zuviel Flüssigkeitszufuhr), sich im Magen verbreitet.
    Daß sich E. Coli (hier ist die Rede vom gesunden E. Coli und nicht von den bösartigen E. Coli-Derivaten – „Montezumas Rache“) im Magen ausbreitet, ist von der Natur gewünscht. Denn gerade bei Babys, die durch die reichliche Flüssigkeitszufuhr (Muttermilch) E. Coli im Magen ansiedeln, wird so verhindert, daß sie an Verstopfung leiden und letztlich sogar zugrundegehen (gerade beim Urzeitmenschen – vor der Existenz von Medizin und Krankenhäusern). Und ihr Stuhl ist immer weich und nie fest (nie liegt eine „Wurst“ in den Windeln). Wegen der E. Coli machen Babys auch ihr „Bäuerchen“. Denn L&B erzeugt kein Gas. Nur E. Coli (und auch die böse Candida Albicans) erzeugt Gas (CO2 und H2).
    Wenn man Ärzte fragt, warum Babys denn ein „Bäuerchen“ machen, bekommt man die törichte Antwort: „Weil sie beim Saugen an der Brust/Flasche Luft mit einsaugen“.
    Nein, Babys saugen ganz still und leise und saugen nicht nebenher auch noch Luft ein. Auch Zigarettenraucher saugen nicht nebenher noch Luft ein. Auch erprobte Bierflaschentrinker saugen nicht nebenher Luft ein – und wenn sie anschließend ein „Bauerchen“ machen, hat das ganz andere Gründe (Kohlensäure im Bier aber auch die Gasentwicklung durch den E. Coli) )!

    Solange der Magen nicht ausreichend sauer ist, sind Zucker und Weißmehlprodukte zu meiden, da E. Coli diese mit seiner eine viel höheren Vermehrungsgeschwindigkeit als L&B explosionsartig nutzt – und nun L&B aus dem Magen, dem Anfangsdarm, und dann auch noch aus dem Enddarm, verdrängt.

    Mit einer Einstellung der überhöhten Flüssigkeitszufuhr wird der Magen wieder ausreichend sauer und L&B herrscht nun allein im Magen. Seine Vermehrungsgeschwindigkeits-Nachteil gegenüber E. Coli kann es nun ausgleichen, weil es sich in der Verweilzeit der Nahrung im Magen (ca. 6 – 8 Stunden) zu seiner eigenen massenweisen Vermehrung nutzen kann. Nun verdrängt L&B die E. Coli auch aus dem Anfangsdarm – und nachfolgen (insbesondere durch Bifidus) auch aus dem Enddarm.
    Gerade deswegen kann es aber nun zur unerwünschten „Verstopfung“ kommen. Vor langer Zeit klagte mir ein alter Herr über sein Verstopfung. Heute wüßte ich, was ich ihm raten könnte: Vor der Hauptmahlzeit (zunächst) einfach ein Fläschchen Riesling ‚rieseln‘ lassen – oder 2 Flaschen Bier trinken. Auch (zunächst) auf Zucker und Weißmehl verzichten – weil dies zu einem (jetzt unerwünschten) Vermehrungsvorteil von L&B führte. Auch mehr Fleisch und Fisch essen und weniger Kohlehydrate – da E. Coli auch Eiweiß verarbeitet, während L&B dies nicht können.

    b) Alkoholkonsum und Gehirn
    „Alkohol … Auf dem Weg dorthin gehen Hirnzellen kaputt “
    Auch wieder so ein Schwachsinn der Mediziner! Übrigens aus eiern Zeit, in der man stock und steif behauptete, daß Hirnzellen sich nicht vermehren können. Das Gegenteil ich richtig! Eine der Haupteigenschaften der Hirnzellen ist ihr rasante VERMEHRUNG!

    aa) Chemische Zerstörung: Fusel-Alkohol (Methyl) mag Zellen töten. An Äthylalkohol ist der menschliche Körper jedoch schon seit Urzeiten (auch durch die körpereigene Produktion von Alkohol) gewöhnt.

    bb) „Strategische“ Zerstörung: Ganz anders verhält es sich mit der Zerstörung bzw. des – u. U.: massiven – Abbaus des Gehirns. Durch falschen Gebrauch des Gehirns kann ein Gehirn veröden – wie heutzutage ein Korallenriff.
    Und natürlich veröden Alkoholiker – wie auch andere Suchtabhängige – ihr Gehirn. Aber eben nicht wegen des „Alkohols“, sondern wegen einer falschen/zerstörerischen Geistesführung.
    So wie man die Vermehrungsfähigkeit der Hirnzellen durch richtigen Gebrauch nutzen kann, kann man durch falsche Verhaltensweise sein Gehirn abbauen. Ich frage mich (ohne allerdings ausreichend Kenntnis zu haben), ob Krankheiten wie „Alzheimer“ nicht allein auf einem ‚falschen Gebrauch‘ des Gehirns beruhen.

    c) Sucht und Gehirn
    „Sucht“ geht auch ganz ohne Psychopharmaka. Denken wir nur an die „Sexaholics“ (eine Wort-Weiterbildung aus dem Wort „Workaholics“). Hier von dem vorzüglichen Cartoonisten Marunde ein Beispiel: http://www.imagenetz.de/f7fd0f769/Versch-ttet.jpg.html .

    Zunächst: Wir sind alle „Süchtige“ (bis auf ein paar Erleuchtete)!
    Wie hat man also mit dem Gehirn umzugehen – und wie kann man die „Sucht“ angreifen und vernichten?
    Hier höre ich erst mal auf.

  2. Was uns tötet sind nicht irgendwelche vermeintlichen „Drogen“, es ist die Chemie die sie täglich über unseren Köpfen versprühren. Und das seit über 15 Jahren. Chemtrails überall, wir werden zugebommt mit Geoenergiering-Chemie. Damit bestimmen sie was uns krank macht, sie steuern alles über diese verdammte Geo-Energiering Scheiße.

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