
Nach Jahrhunderten voller Kriege und Blutvergießen kamen die europäischen Völker ab 1945 endlich zu der Einsicht, dass es nur mit Vernunft, Einigkeit und Brüderlichkeit eine lebenswerte Zukunft geben kann.
Die Schrecken des gerade beendeten zweiten Weltkriegs hatten einen kollektiven Einsichtsprozess ausgelöst – endlich reichten sich die verfeindeten Völker die Hand und zogen fortan vereint an einem Strang. So in etwa klingt die Geschichte in unseren Schulbüchern. Doch wenn man einem Starjournalisten des britischen Telegraph glauben darf, muss diese Geschichte mit einer glatten 6 bewertet werden (Chaotische Gründung: EU-Gründerväter unterzeichneten 1957 in Rom leeren Vertrag).
Mit dem Titel „Gestern noch Verschwörungstheorie“ kann man ja im Grunde schon eine regelmäßige Rubrik eröffnen. Zuletzt hatten wir hier vor einem Monat einen entsprechenden Artikel, der ebenfalls die CIA mit ihrer Cyberüberwachung, die jede Albtraumfantasie überflügelt, betraf.
Dieses Mal ist die Angelegenheit kaum weniger beunruhigend. So scheint sich nämlich auch unter offiziell anerkannten Medienleuten die Ansicht zu verbreiten, dass die Vereinigung Europas mitnichten ein europäisches Projekt ist. Galt es bislang ja schon als Provokation, wenn man infrage stellte, dass die europäische Union ein von hehren Idealen getragenes und ethisch motiviertes Unterfangen ist, vertritt der prominente Journalist Ambrose Evans-Pritchard in der britischen Zeitung The Telegraph die Ansicht, dass die CIA das Konstrukt Europa im Rahmen der umfassenden US-amerikanischen Geostrategie initiiert hat.
Evans-Pritchards Bericht wurde zuerst vom alternativen Sender Querdenken-TV aufgegriffen und kürzlich noch einmal von der Internetzeitung Freie Welt aufgearbeitet. In der zusammenfassenden Übersetzung heißt es:
„Washington hatte nach dem Zweiten Weltkrieg massiv die Hände im Spiel, als es um den europäischen Einigungsprozess ging. Ziel war es, ein einheitliches Bollwerk gegen die Sowjetunion zu schaffen. Auch heute ist die EU Teil einer größeren Strategie gegen Russland. Daher komme der massive Druck gegen den Brexit.“
Evans-Pritchard merkt an, dass die „Brexiteers“, sich auf „vernichtende“ Interventionen vonseiten der USA gefasst machen sollten – obwohl es nie eine explizite Teile-und-herrsche-Strategie gegeben haben soll (vermutlich weil ein gespaltener EU-Brückenkopf nach Russland nicht besonders nützlich wäre).
Und ohnehin spalten sich die politischen Lager in Europa auch ohne „Hilfe“ von außen was das Zeug hält. Wie Evans-Pritchard zeigt, besteht selbst innerhalb der „Front“ der Euro-Kritiker hoffnungslose Uneinigkeit.



Den Amerikanern, die unter den US-Präsidenten Truman, Eisenhower, Kennedy, Johnson und Nixon verdeckte Finanzhilfen für den EU-Aufbau geleistet haben sollen, dürfte es jedenfalls gelegen kommen, denn eine einheitliche und starke Selbstermächtigung Europas ist so nicht möglich. Andernfalls kann zu viel Uneinigkeit der Europäer die Gesamtstrategie der Amerikaner auch gefährden – was sich zuletzt an den scharfen Reaktionen des EU-NATO-Establishments auf den EU-Ausstieg der Briten ablesen ließ.
Schon die Anfänge der Deutschen und Französischen Annäherung und Zusammenarbeit sollen auf Schreibtischen in Washington entworfen worden und im Grunde nur durch politischen Druck der USA (Drohung mit Hilfskürzungen aus dem Marshall Plan) zustande gekommen sein. Bei der Planung der Shuhmann-Deklaration, einem Kernstück der Montanunion, soll der damalige deutsche Kanzler Adenauer in die Planungen nicht eingebunden gewesen sein und abgesehen vom Abnicken des fertigen Endprodukts kein Mitspracherecht gehabt haben.
Auch am Heldenstatus von Jean Monnet, dem großen „geistigen Gründervater“ des vereinten Europas, rüttelt Evans-Pritchards Bericht kräftig. Obwohl es für diejenigen, die es wissen wollten, nicht wirklich eine Neuigkeit ist, dass Monnet Vielen als verlängerter Arm Washingtons galt. Auch der alte General Charles de Gaulle hatte Monnet einst verärgert als „amerikanischen Agenten“ bezeichnet (Vom CFR bis Bilderberg: Die geheime Geschichte der Europäischen Union).
Grundlage der „unerhörten Behauptungen“ Pritchards sind „mittlerweile zahlreiche Studien zu den Ursprüngen der EU (…), darunter auch de-klassifizierte Dokumente des „US State Departments“, die belegen würden, wie die US-amerikanischen Geheimdienste auf verschlungenen Wegen den Prozess finanziell unterstützten. Die US-Geheimdienste sollen auch aggressiv darum bemüht gewesen sein, die Briten in das europäische Projekt zu drängen.“
Im Grunde liegen „Verschwörungstheorien“ wie die hier vorgestellte seit vielen Jahren offen und könnten längst Allgemeingut sein. Doch erst jetzt scheint die Zeit reif, dass auch eine breitere Öffentlichkeit solchen „Geschichtsrevisionismus“ aufnehmen und verarbeiten kann.
Wobei das Aufdecken unbequemer Wahrheiten allein längst keine Garantie ist, dass daraus sinnvolle Schlüsse und Handlungen abgeleitet werden. Aber es ist eine notwendige Bedingung, denn nur auf Grundlage richtiger Informationen können Schritte in die richtige Richtung eingeleitet werden (Die Nazi-Wurzeln der „Brüsseler EU“ (Video)).




Man darf jedenfalls gespannt sein, was wohl als nächstes noch so alles an „Verschwörungstheorien“ plötzlich im medialen Mainstream als Verschwörungsfakt auftaucht. Vielleicht ein paar sensationelle „Neuigkeiten“ über die Geschichte und Besitzstruktur der US-Notenbank Fed?
Ein paar große „Überraschungen“ über elitäre Geheimtreffen und pädophile Sümpfe? (Die pädophilen Machenschaften der Eliten in Europa (Videos)) „Schockierende“ Enthüllungen über Science-Fiction-artige Technikspielereien der Militärs und Geheimdienste? Wer weiß, mittlerweile scheint nichts mehr ausgeschlossen …
Literatur:
Die Nazi-Wurzeln der „Brüsseler EU“
Europas Strippenzieher: Wer in Brüssel wirklich regiert
1
2
Demokratie im Sinkflug: Wie sich Angela Merkel und EU-Politiker über geltendes Recht stellen (Edition Tichys Einblick)
Kontrollverlust: Wer uns bedroht und wie wir uns schützen
Videos:
Quellen: PublicDomain/krisenvorsorge.com am 18.04.2017
Weitere Artikel:
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