Pyramiden: In der Unterwelt von Gizeh (Video)

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Die Große Pyramide ist als einziges der Sieben Weltwunder der Nachwelt erhalten geblieben. Seit Jahrhunderten übt sie eine ungeheure Faszination auf die Menschheit aus. Sie regt zu Phantasien und Spekulationen an, die weit über alles hinausgehen, was in ihr und ihrer Umgebung je gefunden wurde.

Über das Innere der Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau war lange Zeit fast nichts bekannt, bis man im 19. Jahrhundert endlich zu den Grabkammern vordrang. Immer wieder ist seitdem vermutet worden, dass speziell die Cheops-Pyramide noch unentdeckte Kammern enthält. Die spektakulärsten Forschungsarbeiten der jüngeren Vergangenheit waren dann auch die Roboter-Untersuchungen der von der Königinnenkammer ausgehenden „Luftschächte“. Die beiden dabei entdeckten Verschluss-Steine haben die Debatte um die Existenz weiterer Kammern wieder hochkochen lassen. Allerdings geht die Arbeit gerade an diesem Projekt nur äußerst schleppend voran.

Die Pyramiden sind so spannend, dass dem Rest des Plateaus bislang wesentlich weniger Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Dabei stehen die Bauwerke vermutlich genau hier, weil der Ort schon den Alten Ägyptern heilig war. Was ist nun das Besondere, das Verehrungswürdige am Gizeh-Plateau? Wahrscheinlich ist es das Gelände selbst, mit seinem Netzwerk natürlicher Höhlen, die so typisch für Kalksteinformationen sind.

Geht es um Unterirdisches in Gizeh, gilt die Aufmerksamkeit in der Regel einem ganz besonderen Menschen: Edgar Cayce. Der amerikanische Hellseher prophezeite in den 1920er Jahren die Existenz einer „Halle der Aufzeichnungen“ in der Nähe der Sphinx, die Informationen über die untergegangene Atlantis-Zivilisation enthalten soll. Seitdem sind allein über diese eine Vision dutzende Bücher geschrieben worden. Entdeckt wurde die Halle bisher aber nicht. Ganz langsam beginnt die Unterwelt von Gizeh nun, einige ihrer Geheimnisse preiszugeben. Vieles deutet darauf hin, dass es unter der Erde wenigstens genauso interessant aussieht wie darüber.

1998 gaben die ägyptischen Behörden die Entdeckung des sogenannten „Osiris-Grabes“ bekannt. Osiris ist der ägyptische Herrscher der Unterwelt. Die felsengrabähnliche Anlage ist auch deshalb interessant, weil sie belegt, dass die Ägypter tief in den Fels bohrten, um geweihte Orte für die Toten zu schaffen. Leider wird die Erforschung der unteren Ebenen des Grabes zur Zeit durch eindringendes Grundwasser verhindert, da der Nil nicht weit entfernt vorbeifließt.

Weniger bekannt ist allerdings, dass das Osiris-Grab bereits 1933/34 durch Dr. Selim Hassan entdeckt wurde. Seiner Ansicht nach stammt es aus der Zeit der saitischen Herrschaft (um 600 v. Chr., 26. Dynastie). Hassan nennt das Grab „das außergewöhnlichste Beispiel dieser Art von Hohlräumen“. In seinem Bericht schreibt er, dass die erste Grabkammer in eine zweite führt. Dort befinden sich sieben Nischen mit je einem Basalt-Sarkophag, zwei davon bedeutend größer als die anderen.

Die Entdeckung von 1998 war demnach nur vorgespielt – einmal mehr finden wir hier einen unschönen Trend bei offiziellen Bekanntmachungen ranghoher Ägyptologen bestätigt. Auch bleibt festzuhalten, dass zu dem Zeitpunkt nur zwei der Sarkophage noch vorhanden waren, ohne dass jemandem die Frage in den Sinn gekommen ist, was denn mit den restlichen fünf passiert ist. Die dritte Kammer stand schon 1934 unter Wasser – so klarem allerdings, dass Hassan noch weitere Sarkophage erkennen konnte. Er versuchte, das Grab durch Abpumpen trockenzulegen, jedoch hatte sich der Wasserspiegel nach vier Jahren Arbeit immer noch kein Stück gesenkt.

Beim Osiris-Grab handelt es sich nur um einen von mehreren bekannten unterirdischen Hohlräumen. Nur wenige wissen, dass auch die Große Pyramide zum Teil auf einer natürlichen Höhle errichtet ist, die in den Bau integriert wurde und heute die „Grotte“ genannt wird. Sie befindet sich etwas abseits des Brunnenschachtes, der den Aufsteigenden mit dem Absteigenden Gang verbindet. Die Funktion des Brunnenschachtes bleibt im Dunkeln, mehr noch die der Grotte. Oft wird sie als „Besonderheit“ bezeichnet, da Vergleichbares in anderen Pyramiden nicht zu finden ist. In der Grotte steht auch ein großer Granitblock. Wie er dorthin kam und warum er zurückgelassen wurde – dafür hat bisher niemand eine Erklärung gefunden.

Im Jahr 2006 führte Abbas Mohamed Abbas vom NRIAG (dem ägyptischen National Research Institute of Astronomy and Geophysics) an verschiedenen Stellen des Plateaus umfangreiche Bodenradar-Untersuchungen durch. Sein Team fand Hohlräume im Urgestein (einige in bis zu 25 Metern Tiefe) und mehrere wenigstens drei bis fünf Meter breite Tunnel. In ihrem Bericht (1) mutmaßen Abbas et al., dass die einzelnen Hohlräume und Tunnel miteinander in Verbindung stehen und sogar zu unentdeckten „kostbaren Grabstätten“ führen könnten:

„Die Ergebnisse der Untersuchung schließen das Vorhandensein hochwertiger Relikte nicht aus. […] Wir können davon ausgehen, dass es auf dem Pyramidenfeld eine bedeutende Vielfalt noch unentdeckter archäologischer Strukturen gibt.“

Die Wiederentdeckung des Höhlensystems von Gizeh

Im August 2009 berichteten der britische Autor Andrew Collins und der Forscher Nigel Skinner-Simpson, dass sie per Zufall ein durch ein Felsengrab zugängliches Höhlensystem wiederentdeckt hätten, das bereits 1817 von Henry Salt und Giovanni Caviglia erforscht worden war.

Salt, britischer Generalkonsul in Ägypten, war an der Seite des italienischen Entdeckers und Kapitäns Caviglia in unbekannte „Katakomben“ irgendwo westlich des Pyramidenfeldes vorgedrungen. Die Existenz der Höhlen ist danach aber wieder in Vergessenheit geraten.

Der Armee-Oberst Howard Vyse führte 1837 Ausgrabungen auf dem Plateau durch. Er beschrieb das Felsengrab in seinem 1840 erschienenen Buch.(2) Die Stätte enthielt mehrere mumifizierte Vögel, die Vyse und der Ägyptologe John Shae Perring offenbar entnommen haben. Collins und seiner Frau Sue gelang es im Januar 2007, das Grab wiederzuentdecken. Gefunden haben sie außer weiteren Belegen für den in der Anlage praktizierten lokalen Vogelkult allerdings wenig.

Als Salts Memoiren (3) im Jahre 2007 veröffentlich wurden, fanden Collins und Skinner-Simpson darin auch einen detaillierten Bericht über die Untersuchung der „Katakomben“. Die Abenteurer waren anscheinend „mehrere hundert Meter“ tief in das Höhlensystem vorgedrungen, bevor sie auf eine geräumige Kammer stießen. Sie war mit drei weiteren Kammern gleicher Größe verbunden, von denen wiederum Labyrinthgänge abzweigten. Einen der Gänge sondierte Caviglia später auf einer Länge von weiteren 300 Fuß, bevor er die Erkundung abbrach. Die Zwei hatten wohl die Lust verloren, da sie nichts von Wert fanden: kein Gold, keine Schätze oder sonst etwas, das die Leidenschaft der frühen Pyramidenforscher entfachen konnte.

Am 3. März 2008 kehrten Sue und Andrew Collins zusammen mit Nigel Skinner-Simpson zu ihrem inzwischen „Grab der Vögel“ getauften Fundort zurück. Für weitere Untersuchungen hatte ihnen die Association for Research and Enlightenment (ARE) in Virginia Beach Forschungsgelder bewilligt. Nach einigem Suchen fanden sie eine schmale Felsspalte, die in eine gewaltige natürliche Höhle führte. Verbunden mit dieser waren weitere Höhlenkammern sowie ein langer Höhlengang. Kurz gesagt: Das Trio erkannte, dass es gerade die „Katakomben“ von 1817 wiedergefunden hatte.

Die gesamte Ausdehnung der Höhlen kennt zur Zeit noch niemand. Wie erwähnt, haben Salt und Caviglia das Ende des Gangs nie erreicht. Falls die Höhlen über die von Salt beschriebene Stelle hinausgehen, müssten sie in Richtung der Chephren-Pyramide führen, deren südwestliche Ecke nur 480 Meter vom Eingang zum „Grab der Vögel“ entfernt liegt. Tatsächlich konnte Collins von einem in der Gegend lebenden Pyramidenwächter in Erfahrung bringen, dass das Höhlensystem mehrere Kilometer lang sei. Weiter erzählte der Wächter, dass die Höhlen von einer riesigen Schlange namens el-Hanash heimgesucht würden, weshalb er sich auch weigerte, selbst mit hinabzusteigen.

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Solche Aussagen bleiben ohne wissenschaftliche Überprüfung natürlich nur Gerüchte. Allerdings gibt es eine bis ins Mittelalter zurückreichende Legende, nach der entweder die Cheops- oder die Chephren-Pyramide das Grab Agathodaimons seien: Der „wohlwollende Geist“ – eine Gnostische Gottgestalt – wird als Schlange dargestellt und soll der Sage nach unter dem Plateau „verweilen“.

Collins Versuche, die ägyptischen Behörden für seine Entdeckung zu interessieren, sind bislang erfolglos geblieben. Auch dem Leiter der Behörde zum Schutz ägyptischer Altertümer Dr. Zahi Hawass wurde die Sache vorgelegt. In seinem typisch arroganten Gebaren behauptete er darauf, dass das Plateau „erst kürzlich“ von Ägyptologen untersucht worden sei. Sein Kommentar:

„Der Fall zeigt, wie sich Leute ohne archäologische Vorbildung die Medien zunutze machen, um Schlagzeilen zu bekommen. […] Als ich diese Internet-Story über eine Entdeckung in Gizeh gesehen habe, wusste ich sofort, dass sie irreführend ist. Der Artikel berichtet vom angeblichen Fund eines riesigen Höhlen- und Tunnelsystems. Ich kann dazu nur sagen, dass es an der Stelle kein unterirdisches Höhlensystem gibt.“(4)

Collins hat Hawass inzwischen aufgefordert, einen wissenschaftlichen Bericht vorzulegen, der beweist, dass die Gegend in den letzten Jahren wirklich komplett untersucht worden ist. Er merkt an:

„Unsere Höhlen sind (trotz der zahlreichen Gerüchte) die einzig natürlichen, die bislang auf dem Plateau dokumentiert wurden. Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass sie isoliert sind (was hoffentlich nicht der Fall sein wird), beweisen sie doch, dass der Untergrund von Gizeh ein natürliches Höhlensystem beherbergt. Unter Umständen genau jenes, das Abbas 2006 am Ostrand des Plateaus aufgespürt hat. Salt schreibt, dass sich die Höhlen ‚mehrere hundert Meter‘ hinziehen, dann auf Kammern und Gänge treffen, von denen Caviglia einen noch ‚300 Fuß weiter‘ erforscht hat. Man beachte das ‚weiter‘. Ich sage das so deutlich, falls jemand behauptet, wir hätten bereits alles gefunden, was da unten zu finden ist. Höhlen von 300 Fuß (ca. 90 Meter) Länge, und mehr nicht. Wir haben das Ende gar nicht erreicht, und Salt und Caviglia auch nicht. Wir rechnen damit, dass sich die Höhlen bis unter die Chephren-Pyramide erstrecken, unter der 1977 bei Baukörper-Scans des SRI (Stanford Research Institute) Kammern entdeckt wurden.“ (5)

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Smaragdtafeln und verborgene Tempel

Langsam entsteht der Eindruck, dass es unter dem Gizeh-Plateau doch mehr Geheimnisse gibt als allgemein angenommen. Die Entdeckungen der Collins-Eheleute haben hierzu einiges beigetragen. Zahi Hawass selbst ist 1980 bei einer Bohrung vor dem Sphinx-Tempel in 15 Metern Tiefe auf roten Granit gestoßen. Roter Granit kommt auf dem Plateau aber nicht vor – der nächste Fundort liegt hunderte von Kilometern südlich in Assuan. Allein das Vorhandensein dieses Gesteins beweist, dass es unter dem Plateau etwas von Menschenhand Erschaffenes geben muss.

In seinem erschienenen Buch „Beneath the Pyramids“ (6) schreibt Collins, dass er beim Gebel-Gibli-Felsen möglicherweise einen weiteren Zugang zur Unterwelt von Gizeh gefunden hat: Einen Brunnenschacht auf dem arabischen Friedhof des Dorfes Nazlet el-Samman. Der Brunnen ist dem Heiligen Hamid el-Samman geweiht. So ein Friedhof ist geheiligter Grund und für Nicht-Muslime tabu, womit wissenschaftliche Ausgrabungen leider so gut wie ausgeschlossen sind.

Collins vermutet, dass das Dorf el-Samman, über das keine historischen Aufzeichnungen existieren, mit dem Leben des in Gizeh gestorbenen Sufi-Meisters Dhu’n-Nun al Misri (796 – 859 n. Chr.) in Verbindung steht. Der im oberägyptischen Achmim geborene Meister war auch ein Hermetiker. Sicher hätte es ihn interessiert, dass der legendäre Begründer der hermetischen Lehre Hermes Trismegistos irgendwo in der Gegend um die Pyramiden begraben sein soll. Trismegistos soll auch (als Verschmelzung des griechischen Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot) Verfasser der sogenannten Smaragdtafeln sein. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Schriften, die angeblich das gesamte Wissen der Welt enthält. Die Alten Ägypter nannten sie das „Buch Thot“.

Der Schweizer Psychologe C. G. Jung erkannte in einer Vision eine der Smaragdtafeln als grüne Steinplatte wieder. Seine Serie von Träumen und Visionen begann Ende 1912 und fand ihren Höhepunkt in der 1916 verfassten Schrift „Septem Sermones ad Mortuos“ (Die sieben Belehrungen der Toten). Eine der Smaragdtafeln hat mit dem Thema „Erinnerungen“ zu tun – haben wir hier die Verbindung zur Halle der Aufzeichnungen, von der Edgar Cayce gesprochen hatte?

Für sein Buch hat sich Collins eingehend mit dem „schlafenden Propheten“ (also Cayce) und der Halle der Aufzeichnungen befasst. Er glaubt, dass Cayce in seinen Visionen gelegentlich die materielle mit der immateriellen – andersdimensionalen – Halle der Aufzeichnungen verwechselt hat. Gleichzeitig fand er aber heraus, dass Cayce nie Aussagen über eine materielle Halle der Aufzeichnungen in einem Hohlraum unter dem Gizeh-Plateau gemacht hat.

1913 erschien in der US-Sonntagsausgabe der Times of India ein Bericht über Ausgrabungen des amerikanischen Archäologen George A. Reisner (1867 – 1942), der zu der Zeit in der Nähe der Sphinx arbeitete. In dem zuvor schon in der britischen Zeitschrift The Sphere veröffentlichten Artikel wurde über Reisners angebliche Entdeckung „verborgener Tempel in dem natürlichen Felsen, aus dem die Sphinx gehauen wurde“ spekuliert:

„Nicht nur im Kopf der Sphinx existieren zwei kleine übereinander liegende Kammern – auch der Körper der Sphinx beherbergt einen größeren Säulentempel mit Gängen, die in verschiedene Richtungen führen. Das Grab des Menes, des großen und mysteriösen Begründers des frühdynastischen Ägyptens, befindet sich vermutlich ebenfalls in der Sphinx.“(7)

Im Jahre 1938 begab sich Cayce wieder einmal in die bibliotheksähnliche Halle der Aufzeichnungen, um das Vorleben eines Patienten deuten zu können. Während er dort weilte, wurde ihm „ein schön gebundenes, in Höhe und Breite sehr großes, aber recht dünnes Buch“(8) übergeben – vielleicht gerade das „Buch Thot“ der Alten Ägypter?

In „Beneath the Pyramids“ schreibt Collins:

„Diese selten veröffentlichten Berichte zeigen deutlich, dass Cayce mit seiner Methode der Schlafhypnose in eine Art (so glaubte er) astrale Halle der Aufzeichnungen gelangen konnte. […] Möglicherweise wurde Cayces Vision der ägyptischen Halle der Aufzeichnungen […] anfangs als physisches Gegenstück zur astralen Halle gedeutet, in die er während der Schlafhypnose eintrat.“(9)

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(In rot das Sternbild Cygnus über die Pyramiden gelegt, auf einer Karte von John Perring, 1837)

Wie oben, so unten

Schon Jahrtausende vor dem Bau der Großen Pyramide wurden Höhlen als „wahrer Mutterschoß der Erde“ verehrt, in dem religiöse Zeremonien abgehalten und komplexe Malereien erschaffen wurden. Betrachten wir einmal das Innere der Pyramiden mit ihren schmalen Zugängen und langen, engen Tunneln, die in kleine Kammern münden: Erkennen wir da nicht von Menschenhand geschaffene, überaus kunstvolle Nachbildungen von Höhlensystemen?

Schon der frühzeitliche Name des Gizeh-Plateaus lässt Verbindungen zu einem unterirdischen Reich erahnen: Rostau, „der Schlund der Gänge“ oder „der Eingang zu den gewundenen Gängen“. Dr. Selim Hassans Fazit, dass unter dem Plateau ein materielles Abbild der Duat – der ägyptischen Unterwelt – existiert, überrascht daher wenig. Die Duat war das altägyptische Gegenstück zum griechischen Hades und zum christlichen Fegefeuer: ein Reich, das die Seelen der Toten passieren mussten, bevor sie zu Gott gelangten. Hassan meint, dass in der Gizeher Unterwelt speziell die vierte und fünfte Nachtstunde dargestellt sein muss, schon weil dieser Zeitraum in Beziehung zum Königreich Sokar in Rostau steht. Collins vermutet, dass das von ihm wiederentdeckte Grab einer Vogelgottheit geweiht war, vielleicht dem Falkengott Horus dem Älteren, oder dem Gizeh besonders verbundenen falkenköpfigen Totengott Sokar.

Der Astronom Dr. Ronald Wells und die Ägyptologin Dr. Amanda-Alice Maravelia fanden heraus, dass die Ägypter im Sternbild Schwan (Cygnus) die kosmische Gebärmutter der als Milchstraße dargestellten Himmelsgöttin Nut sahen. Nach Ansicht der Forscher symbolisiert die Duat den Körper der Göttin; die Höhlen von Gizeh wären somit eine Art kosmischer Uterus. In dieser Vorstellung markiert Deneb (der hellste Stern des Schwans) die Pforte zur Duat. Am Himmel kann man sie in der Milchstraße erkennen – es ist der dunklere Abschnitt, den wir heute „Cygnus-Spalte“ nennen. Collins glaubt, dass die Pforte auch auf dem Gizeh-Plateau zu finden sein muss und wahrscheinlich den Haupteingang zu dem unterirdischen Komplex bildet.

Ebenfalls auf dem Gizeh-Plateau befindet sich das sogenannte Campbell-Grab. Der rätselhafte, in das Gestein getriebene Schacht bleibt oft unerwähnt, weil sein Zweck ziemlich im Dunkeln liegt. 2009 wurde dem Grab allerdings mehr Aufmerksamkeit zuteil, weil seine Wände Erosionsspuren ähnlich denen an der Oberfläche der Sphinx aufweisen. Dr. Robert Schoch zufolge deuten solche Erosionsspuren auf ein weitaus höheres Alter der Sphinx hin, als das bislang angenommene Datum 2500 v. Chr. Nach Ansicht der belgischen Forscher Guy Mouny und Guy Gruais wirken die Rillen im Campbell-Grab sehr mechanisch. Vielleicht wurden sie dazu benutzt, eine Rampe anzuheben oder abzusenken, die zu einem Kanalsystem unter dem Plateau führte. Damit hätten die Ägypter eine ziemlich fortschrittliche Hydraulik-Technologie besessen.

Überraschend wäre das nicht – bedenkt man die großangelegte und weitentwickelte Wasserbautechnik, die schon der Pharao Amenemhet (1991 – 1962 v. Chr.) in der Fayyum-Oase eingesetzt hat. Der belgische Forscher Gerd Vandecruys merkt an, dass die Erosionsmuster im Campbell-Grab eher auf stehendes Wasser als auf Regen-Erosion hindeuten – dasselbe gilt für die Außenhaut der Sphinx.

Wir wissen um den Glauben der Alten Ägypter, dass die Duat in einem Boot durchreist wurde. Das ägyptische Totenbuch zeigt, wie Boote auf Kanälen in der Unterwelt fahren. Wenn die Duat nun unter dem Plateau materiell abgebildet ist, müssen die Ägypter auch ein unterirdisches Kanalsystem einbezogen haben. Das rätselhafte Campbell-Grab wäre in diesem neuen Zusammenhang einfach zu deuten: Was wir über der Erde sehen, ist wohl bei Weitem nicht so interessant wie das, was es unter dem Plateau zu entdecken gibt.

Dass Collins die Aufmerksamkeit eines internationalen Publikums auf die Unterwelt von Gizeh gelenkt hat, ist also gar nicht genug zu würdigen. Die Haltung der ägyptischen Behörden ist aber weiterhin – nett ausgedrückt – merkwürdig, da ihnen selbst doch offizielle Berichte vorliegen, laut denen es unter dem Pyramidenfeld hochinteressante Dinge zu entdecken geben könnte.

Endnoten

    1. Abbas, Abbas Mohamed; EI-said, A.; El-Sayed, Fathy A. Shaaban und Abdel-Hafez, Tarek: „Uncovering the Pyramids Plateau – Giza Plateau – in a Search for Archaeological Relics by Utilizing Ground Penetrating Radar“ in NRIAG Journal of Geophysics, Sonderausgabe 2006, 2:12;www.howtosurvive2012.com/pdf_files/Pyramids.pdf
    2. Vyse, R. W. H.: „Operations Carried on at the Pyramids of Gizeh in 1837“ (London: James Fraser, 1840, 3 Bde.)
    3. Salt, H.; Usick, Patricia und Manley, Deborah (Hrsg.): „The Sphinx Revealed: A Forgotten Record of Pioneering Excavations“ (London: British Museum Press, 2007)
    4. www.drhawass.com/node/303
    5. pers. Email von Andrew Collins, 03.10.09
    6. Collins, A.: „Beneath the Pyramids: Egypt’s Greatest Secret Uncovered“ (Virginia Beach, USA: 4th Dimension Press, 2009)
    7. zitiert ebd., S. 11
    8. zitiert ebd., S. 13
    9. Ebd., S. 13-4

Literatur:

Das Vermächtnis des Thot: Die astronomischen Geheimnisse der Cheops Pyramide von Armin Argast Anderegg

Die Jahrtausendlüge von Stefan Erdmann

Die Pyramiden und das Pentagon: Die streng geheimen Forschungen von Regierungen und Geheimdiensten zu mystischen Relikten, untergegangenen Zivilisationen und außerirdischen Besuchern von Nick Redfern

Video: Andrew Collins Talks About His Discovery

Quellen: PublicDomain/nexus-magazin.de Oktober 2010

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