
Einzeln sind sie wenig wert und vielen Bundesbürgern sogar lästig: Die Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ berichtet, haben die Deutschen in ihren Schubladen mehr als 15 Milliarden der kleinen Geldstücke herumliegen – im Gesamtwert von immerhin gut 220 Millionen Euro.
Die Zeitung bezieht sich dabei auf Berechnungen der Grünen. Grundlage der Erhebung ist die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Fraktion.
Demnach sind hierzulande bisher circa 11,2 Milliarden Ein-Cent-Münzen ausgegeben worden. 80 Prozent davon würden gehortet oder seien verloren gegangen. Dies gelte auch für 75 Prozent der 8,6 Milliarden ausgegebenen Zwei-Cent-Stücke.
Über die Abschaffung des ungeliebten Kleingeldes wird schon länger debattiert. Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sagte der Zeitung, allein die Herstellung der Münzen sei eine große Verschwendung an Metallen und Energie.
Die Einführung des holländischen Modells müsse daher auch vom deutschen Handel angedacht werden. Im Nachbarland hätten sich die Geschäftsleute entschlossen, keine Ein- und Zwei-Cent Münzen mehr zu nutzen und entsprechend die Kassensumme zu runden.
Ab kommenden Jahr wird auch Italien keine Ein- und Zwei-Cent-Stücke mehr prägen. Das Parlament in Rom entschied, die Münzen abzuschaffen. Stattdessen werden die Beträge gerundet, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.
Ab dem 01. Januar 2018 werden in Italien die beiden kleinsten Geld-Einheiten nicht mehr geprägt. Italien folgt somit bereits anderen Ländern, die die Ein- und Zwei-Cent-Stücke abgeschafft haben. Auch in Deutschland wird über den Schritt nachgedacht. Doch auch die Kritiker bekommen ihre (berechtigte) Kritik ab. Bargeldabschaffung „light“ und die Stärkung der Banken wird den Befürwortern entgegengesetzt.
Preisschilder mit 2,95 sind in Italien bald passé. Alle Preise für Waren und Dienstleistungen werden auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag gerundet. Von einem auf den anderen Tag folgt die generelle Preissteigerung auf alle Beträge. Vorangegangen sind kleine Länder.
Finnland rundete bereits mit Einführung des Euros auf und machte somit gleich zu Beginn die Bedeutung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen zunichte. Auch in Belgien, sowie Irland wird schon gerundet. Nun folgt mit der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone ein großes Land. Italien wird wohl das generelle Ende des Klimpergelds in der Euro-Zone einläuten.
Kritiker bemängeln schon lange die hohen Herstellungskosten im Vergleich zum Nennwert. Deswegen hatte die EU-Kommission 2013 über die Abschaffung nachgedacht und Vorschläge für einen Zahlungsverkehr ohne Einer und Zweier entwickelt. Die Ideen liegen aber offenbar auf Eis.
In Deutschland hatte sich vor zwei Jahren die Mehrheit der Bevölkerung bei einer Umfrage für ein Aus der kleinen Kupfermünzen ausgesprochen. Vor allem wegen ihrer Unhandlichkeit: Die Suche im Portemonnaie kostet Zeit, an Parkschein- oder Fahrkartenautomaten werden die Kleinstmünzen ohnehin nicht mehr akzeptiert.
Unlängst probierten daher Geschäftsleute der Stadt Kleve aus, ob auf die Münzen verzichtet werden kann. Der Versuch machte bundesweit Schlagzeilen. Beim Bezahlen wurde der Gesamtkaufpreis an der Kasse einfach auf volle fünf Cent auf- oder abgerundet. Der Feldversuch gilt aber als gescheitert (Totale Enteignung: Bargeldverbot trifft immer mehr Menschen).
Besonders ältere Menschen standen dem Auf- und Abrunden eher skeptisch gegenüber. In Holland müssen Händler übrigens einen Aufkleber an den Fenstern und an den Kassen haben, der deutlich auf die Rundungsregelungen hinweist.
Auch Experten der Bundesbank hatten sich schon für einen Verzicht stark gemacht, denn es sei fraglich, inwieweit Kleinmünzen überhaupt zum Bezahlen verwendet würden, schrieben sie in einem Papier.

Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele hielt davon freilich wenig. Er lehnte ein entsprechendes Vorgehen ab (Experiment Bargeldentwertung in Indien krachend gescheitert).
Die Grünen wollen dennoch am Thema dranbleiben. Allein die Herstellung sei schon „eine große Verschwendung an Metallen und Energie“, so Krischer. Das holländische Modell sei auch für den deutschen Handel überlegenswert.
Ende 2018 wird übrigens bereits der 500-Euro-Schein abgeschafft. Allerdings aus ganz anderen Gründen: Schwarzgeldgeschäfte sollen angeblich erschwert werden (Bargeldverbot: EU-Land will Krypto-Währung testen).
Die EU arbeitet bereits an konkreten Plänen, das Bargeld 2018 vollständig abzuschaffen. Die Bürger werden dadurch zu »gläsernen« und ferngelenkten Verbrauchern. Der Staat und viele Großkonzerne reiben sich die Hände (Von Rothschild kontrolliertes Nachrichtenmagazin: „Machen Sie sich für eine Weltwährung bis 2018 bereit“).
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Literatur:
1
2
Wehrt Euch, Bürger!: Wie die Europäische Zentralbank unser Geld zerstört von Markus C. Kerber
2018: Das Ende des Bargelds? – Die kommende Transition: Das Ende der Freiheit der Völker nähert sich von Robin de Ruiter
Wer regiert das Geld?: Banken, Demokratie und Täuschung von Paul Schreyer
Achtung! Bargeldverbot! von Michael Brückner
Quellen: PublicDomain/saarbruecker-zeitung.de/norddeutsche-edelmetall.de am 07.10.2017
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